Beiträge von rene55

    Besteht denn die Möglichkeit einer Trennung der Lebensmittel und das der Alkohol evtl. irgendwo unter Verschluss gehalten wird um ein einfaches zugreifen zu verhindern?

    Hallo Whitewolf,

    danke für Deine Aufmerksamkeit und deine Vorschläge. Es fehlt hier ein Verständnis für das Thema aber meine Entscheidung wird respektiert. Eine separate Aufbewahrung werde ich hier vorschlagen.

    Ein Wohnungswechsel kommt aus finanziellen Gründen nicht in frage, ich habe nur etwas über 600 € Rente. Ich lebe im Ausland in der Nähe des Meeres und bekomme keine finanziellen Hilfen aus Deutschland.

    Viele Grüße

    René

    Hallo Elly,

    HTML geht anscheinend bei euch nicht oder ich bin zu doof. Hier der Klartext:

    "Viel besser wäre es gewesen, wenn Du mit Deiner Ärztin ein offenes Wort gesprochen hättest und dann eine medizinisch begleitete Entgiftung durchgezogen hättest." Das ist wahr, lag aber nicht in meinen "Möglichkeiten".

    "Du fühlst Dich nicht als Alkoholiker, aber im Grunde weißt Du, dass es so ist, nicht wahr?" Da hast Du Recht, Wissen ist das Eine aber das Gefühl das Andere.

    "Wie sind Deine Pläne, willst Du eine lebenslange Abstinenz?" Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich genieße erst mal das Fehlen einiger körperlicher Beschwerden und den besseren Schlaf.

    "gehört u.a. auch dazu, dass Dein Haushalt alkoholfrei ist." Das ist nicht möglich.

    Liebe Grüße

    René


    edit

    Hallo,

    ich stelle mich mal vor. Ich bin 69 Jahre alt, habe letztes Jahr im Juni zum zweiten Mal geheiratet, habe zwei Söhne und arbeite noch. Ich bin Rentner, leider kann ich von meiner Rente nicht leben.

    Ich möchte mich austauschen und vielleicht etwas Hilfe-Rat bekommen und vielleicht, wenn ich es kann, anderen helfen.

    Ich fühle mich nicht so sehr als Alkoholiker, obwohl ich es wohl per Definition bin. Ich trinke seit 40 Jahren täglich (gut seit 21 Tagen nichts mehr). Ab 2000 ist es viel geworden, erst eine Flasche Rotwein am Tag, zuletzt 2 Liter Rotwein und 0,33 l Schnaps am Tag. Ich habe dann schon morgens angefangen. Ich war ein paarmal wegen verschiedener Krankheiten im Krankenhaus, diese Aufenthalte waren sozusagen ein kalter Entzug, ohne das die Ärzte Bescheid wussten.

    Ich habe versucht aufzuhören, das war nicht von Erfolg gekrönt. Ich wollte aber nicht meine Ärztin konsultieren. Also habe ich angefangen Pausen zu machen, jeden Tag etwas länger, aber bei 12 Stunden 52 Minuten hatte ich starke Entzugserscheinungen, ein paar Tage später war ich bei 18 Stunden wieder jeden Tag starke Entzugserscheinungen und am nächsten Tag wieder Entzugserscheinungen, das war der 2/9/24. Da habe ich mir gesagt: Dieses will ich nicht mehr und habe nichts mehr getrunken.

    Der körperliche Entzug ist jetzt vorbei, jetzt kämpfe ich mit meiner Lust und der Gewohnheit. Ich wollte neulich Nacht runter in die Küche gehen und etwas Wein trinken…

    Ich weiß, dass mir es relativ leicht gefallen ist, nicht zu trinken und dass die Meisten nicht so einfach aufhören können wie ich.

    Aber jetzt kommt, befürchte ich, der schwierige Teil.

    Alles Gute für alle, die meine Zeilen lesen.

    René