Hallo,
ich stelle mich mal vor. Ich bin 69 Jahre alt, habe letztes Jahr im Juni zum zweiten Mal geheiratet, habe zwei Söhne und arbeite noch. Ich bin Rentner, leider kann ich von meiner Rente nicht leben.
Ich möchte mich austauschen und vielleicht etwas Hilfe-Rat bekommen und vielleicht, wenn ich es kann, anderen helfen.
Ich fühle mich nicht so sehr als Alkoholiker, obwohl ich es wohl per Definition bin. Ich trinke seit 40 Jahren täglich (gut seit 21 Tagen nichts mehr). Ab 2000 ist es viel geworden, erst eine Flasche Rotwein am Tag, zuletzt 2 Liter Rotwein und 0,33 l Schnaps am Tag. Ich habe dann schon morgens angefangen. Ich war ein paarmal wegen verschiedener Krankheiten im Krankenhaus, diese Aufenthalte waren sozusagen ein kalter Entzug, ohne das die Ärzte Bescheid wussten.
Ich habe versucht aufzuhören, das war nicht von Erfolg gekrönt. Ich wollte aber nicht meine Ärztin konsultieren. Also habe ich angefangen Pausen zu machen, jeden Tag etwas länger, aber bei 12 Stunden 52 Minuten hatte ich starke Entzugserscheinungen, ein paar Tage später war ich bei 18 Stunden wieder jeden Tag starke Entzugserscheinungen und am nächsten Tag wieder Entzugserscheinungen, das war der 2/9/24. Da habe ich mir gesagt: Dieses will ich nicht mehr und habe nichts mehr getrunken.
Der körperliche Entzug ist jetzt vorbei, jetzt kämpfe ich mit meiner Lust und der Gewohnheit. Ich wollte neulich Nacht runter in die Küche gehen und etwas Wein trinken…
Ich weiß, dass mir es relativ leicht gefallen ist, nicht zu trinken und dass die Meisten nicht so einfach aufhören können wie ich.
Aber jetzt kommt, befürchte ich, der schwierige Teil.
Alles Gute für alle, die meine Zeilen lesen.
René