Beiträge von Pinguin

    Herzlichen Glückwunsch.

    Wie geht es dir? Ich stecke ganz am Anfang vom Trennungsjahr. Finanziell stehen wir beide nicht so mega da, weswegen sich die Wohnungssuche ziehen kann. Mein Nochmann will sich ja trennen. Ich war bisher nicht mutig genug oder habe immer noch ein funken Hoffnung. Deswegen brauche ich andere Einschätzungen. Ich finde beide Situationen. Furchtbar für Kinder. Der Alkoholkranke Vater aber auch die Scheidung.

    Hier gibt's doch aber sicher Leute, die Angst haben die Trennung zu betreuen . Andererseits kann ich ja eh nichts dran ändern.


    Natürlich habe ich auch meine Muster. Und das wird die nächsten Wochen und Monate angegangen. Trotzdem habe ich gemischt Gefühle zwischen wut, Angst, usw.

    Ich meine nicht umsonst gibt es genug Co -Abhängige, die Jahre brauchen um sich zu lösen. Klar wünsche ich es mir, dass die Kinder mit ihrem Vater und mir aufwachsen. Wer nicht.

    Nein ich meine das gar nicht negativ. Das gibt mir ein gutes Gefühl. So einen Satz zu hören. Ich habe das im Kopf dass ich übertreibe oder so. Oder hätte ich nur mehr gemacht.

    Naja im Grunde ist die Sucht Suizid auf Raten.

    Bist du dann getrennt oder habt ihr die Kurve irgendwann gemeinsam geschafft? Weil du sagst deine Frau, nicht deine Ex-Frau.

    Was sagt das schon, dass er Kinder und einen Job hat?

    Kinder wären für mich auch ein Grund, die Flucht zu ergreifen. Jobs waren auch immer etwas, wo ich nur rauswollte. Ich habe für das Wochenende und den Urlaub gelebt. Unter der Woche, Arbeit ist doch kein Leben, da verkaufe ich doch nur meine Zeit.

    Das ist doch absolut individuell, ob man daran was findet. Ich bin nach einer entsprechenden Erfahrung allen Frauen aus dem Weg gegangen, bei denen Kinderwunsch irgendwie spürbar war. Für mich bedeuten Kinder vor allem Mehrarbeit und rumgenerve. Andere mögen das, ich mag es nicht. Deswegen hätte ich auch nicht aufgehört.

    Ja stimmt ja auch. Wenn man nach außen alles hat schützt das vor einer Sucht nicht, wenn drinnen etwas fehlt.

    Vll ist er für die Kinder auch nicht gemacht. Obwohl er sie liebt. Ich habe manchmal auch das Gefühl dass eken Depression dahinter steckt. Den er hasst seinen Job und sagte auch oft er geht nur für uns arbeiten, damit finanziert er halt alles. Glücklich ist er aber nicht.

    Hallo Dorothea,

    sicher gibt es Alkoholiker die einfach so zum Alkoholiker werden. Aber es spielen auch andere Punkte mit.

    Habe ich in der Familie Alkoholprobleme, dann habe ich ein erhöhtes Risiko (genetisch). Oder habe ich traumatisches erlebt. Ich habe mal in einer Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt gearbeitet. Hier hat ein Mädchen Trost im Alkohol gefunden und eine Alkoholsucht daraus entwickelt. Sie hat Erlösung durch den Alkohol gesucht bzw. Die schlimmen Gefühle und Gedanken betäubt. Und es gibt Personengruppen die ein erhöhtes Risiko haben.


    Ich denke ich weiß was bei meinem Nochehemann die Punkte waren. Aber dann muss man wie gesagt die Themen aufarbeiten.


    Ich habe einen tollen Satz gehört und der hat sich bei mir eingebrannt (von einem Hirnforscher oder Psychologen oder so) " Im Wort Sucht steckt das Wort suchen. Menschen mit einer Sucht sind auf der Suche nach etwas und kompensieren es eben durch die Sucht."

    Aber er hat doch Kinder und einen Job und noch eine Ehefrau. Bei den AAs hat ihm eine Person gesagt wieso trinkst du überhaupt, du hast doch alles.

    Und ja manchmal ist das Leben nicht einfach. Ich kann davon ein Lied singen. Ich hab auch schon Familienmitglieder durch Tod verloren. Mein Sohn kam in der 29 SSW und ich habe ein Jahr funktioniert. Um mich selber sah es bei der Geburt nicht gut aus. Bei meiner Tochter gab es eine Notsektio. Irgendwann war mir alles zu viel und ich bin in eine Depression gefallen. Ich habe Therapie genommen und war in der Reha. Ich habe gekämpft. Für mich und meine Kinder.


    Aber ich habe mich fürs Leben entschieden nicht fürs überleben. Keiner sagt es ist einfach. Aber es gibt Wege. Und zu Hause zu sitzen und jeden Tag alles so zu machen wie bisher und sich dann wundern, wieso die Sucht nicht weggeht und man rückfällig wird, ist doof.

    Ich arbeite dran dass ich irgendwann abschließen kann. Dazu ist es aber noch zu frisch.

    Ich suche eine Wohnung. Weil ich das auch nicht schön finde so. Die Kinder wollen abends immer zum Papa. Ich kann mit den Kids nicht gehen. Theoretisch könnte er zu seiner Mutter. Die hat noch 1-2 Zimmer frei. Aber dass will er nicht.


    Ich habe Angst vor der finanziellen Situation. Ja meinen kleinen Luxus halt.

    Ja klar. Es sitzt keiner auf dem Sofa während ich in der Wohnung rumflitze. Ich muss mit niemanden Absprachen halten sondern kann mich komplett auf die Kinder konzentrieren. Ich glaub der Rest wird die Zeit bringen. Noch ist es zu frisch und noch zu nah. Aktuell fühlt es sich noch so an, als würde er sich einfach unten zurückziehen wie bei seinen kalten Entzügen. Ich bin's halt gewohnt, dass er manchmal nicht da ist. Aktuell ist es nicht sooo massiv anders

    Ja aber fängt man nicht an zu trinken wegen irgendwelchen Themen?! Und irgendwann in ein krankes trinken rutscht. Wenn ich aufhöre zu trinken, hören die Themen ja nicht auf. Und die Themen aus der Vergangenheit trage ich dann mit in eine Beziehung. (Auch ohne Alkohol). Heißt habe ich die Themen nicht aufgearbeitet oder den Grund ist das Risiko eines Rückfalls doch immer höher.

    Naja die Sicht eines nicht Süchtigen. Das sind doch die Vorraussetzung um eine Therapie zu machen. Ich hab das wissen nur vom Arzt.