Beiträge von Pinguin

    Klar. Aber wenn man trocken ist kann man an sich arbeiten. Deswegen findet die Therapie ja erst im trockenen Zustand statt. Weil es im nassen Zustand wenig oder keinen Sinn macht. Und klar ist dass dann hatte Arbeit über mehrere Monate und Jahre.

    Natürlich ändert es nichts. Und es tut unfassbar weh, dass seine sauferei (finde das Wort hart) wichtiger ist als die Familie.

    Dass er lieber Geld in die Trennung und Scheidung steckt anstatt in eine Langzeittherapie und sonst was. Ich habe sogar gesagt ich kann in den drei Monaten mehr arbeiten wenn ihm das finanzielle Sorgen macht.

    Aber es ist Neurowissenschaftlich und medizinisch bewiesen, dass der Alkohol diese Themen berührt.

    Es ändert sich etwas im Präfrontalen Kortex. Die Logik, Impulskontrolle, Empathie und Ehrlichkeit eines Alkoholkranken Menschen ändert sich in der Konsum Phase und braucht eine gewisse trockene Zeit bis es sich regeneriert.

    Man bekommt Orgasmusstörungen sowie Erektionsprobleme usw. Ich rede hier von der Sexualität durch den Alkoholkonsum. Klar ändert sich dann zwangsläufig beim Co- abhängigen etwas. Beeinflusst durch den Alkohol.

    Und ich falle in die Co-Abhängigkeit wegen (meiner eigenen Themen und) der Alkoholsucht meiner Partners.

    Ich glaube ich komme endlich an den Punkt in so zu sehen wie er wirklich ist/war. In der CO-Abhängigkeit redet man sich ja alles irgendwie schön.

    Den Charakter eines Wichtigen verändert es, weil er Scham irgendwann für seien sucht empfindet und weitere Punkte. Klar leider darunter auch das Selbstwertgefühl des Co-Abhängigen.

    Ist kein Angriff.

    Das heißt ich darf nicht wütend sein wegen seiner Sucht? Verzweifelt, enttäuscht und traurig.

    Ja er kämpft auch irgendwie seit Jahren. Er war einmal in der Entzugsklinik und hat sich früher selbst entlassen. Dann war er 2 Jahre trocken. Danach meinte er er schafft es selber. Aber ich habe doch auch gekämpft. Für ihn. Für uns. Und dass ich irgendwann pissige wurde und Grenzen gesetzt habe ist falsch?

    Ich habe ihn pusten lassen jeden Abend. Und dachte okay. Wir schaffen das. Und irgendwie hatte ich immer das Gefühl es stimmt was nicht. Ich hatte ein schlechtes Gewissen ihm das vorzuwerfen. Er hatte sich ja schließlich bemüht. Dann kam der Rückfall und im Rückfall meinte er er hat in der Zeit einfach morgens getrunken, damit der Test abends 0.00 anzeigt.


    Und ich habe gesagt danke für die Ehrlichkeit. Ich bleibe. Lass und den peth Test machen damit das Vertrauen zurück kommt. Ich will dir vertrauen.


    Und ja ich war pampig wenn ich geputzt habe während er auf dem Sofa saß und ins Handy starte. Er meinte selber er habe viel mehr Kraft, wenn er trocken sei. Er will dass selber nicht mehr. Er schämt sich dafür. Ich wollte zu ihm stehen. Aber mein Grenzen zu verlieren ist doch nicht Sinn des ganzen.

    Zu sagen du armer Alkoholiker ist doch auch nicht richtig. Ich habe ihn oft unterstützt. Aber den Weg musste er schlussendlich selber gehen.


    Und jetzt tut es einfach weh nach jahrelangen kämpft, dass ER aufgibt.

    Aber ist es nicht Neurowissenschaftlich bewiesen, dass sich im Gehirn etwas ändert wenn man ein Alkoholproblem hat oder die Sucht?! Entstehen gewisse Konflikte nicht genau dadurch. Durch den Alkohol. Durch Vertrauensbrüche, durch Abwesenheit, durch nicht auf einen verlassen können usw. Klar kann das auch alles zutreffen ohne Alkohol. Aber Alkohol verstärkt doch das ganze.

    Alkoholkonsum verändert die Sexualität.

    Alkoholkonsum verändert die Wahrnehmung.

    Alkoholkonsum verändert der Charakter auf Dauer.

    Usw.

    Wut. Reine Wut über die Situation. Ich habe jahrelang alles aufrecht erhalten. Bin ich die einzige die das denkt? Ehrlich?

    Ein Teil von mir hasst ihn für diese Situation. Für die Sucht und das auseinanderfallen der Familie. Ein anderer Teil will ihn zurück. Warum?

    Bin ich der einzige Mensch der so denkt?


    Er schreibt jetzt, dass er seine paar Sachen holt. Er hat ja kaum Sachen. Deswegen hat er sich wohl immer wohl gefühlt im Garten zu sitzen. Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen. Dabei habe ich ihn nie verboten irgendwas zu dekorieren. Er hat's eben nicht getan also habe ich das gemacht. War das falsch?


    Und wieder Frage ich mich ob ich an allem schuld bin.

    Ja ein Teil von mir wünscht es ihm, dass er ein Rückfall hat. Ich mein ich hasse ihn nicht. Aber ich hasse seine Sucht und den Alkohol und was es aus ihm macht. Wir haben eine gemeinsame Wohnung und im unteren Stockwerk unser Schlafzimmer und Büro. Das ist jetzt quasie sein Raum und ich hab oben mit den Kindern. So grob. Ich meine mein ganzes Zeug ist unten.

    Ich bin gerade täglich bei meinen Eltern. Es ist ein auf und ab. Zwischen ich vermisse ihn massiv und habe Angst. Und dann fühlt es sich irgendwie okay an.


    Ich wünschte mir einfach dass er durch ein Wunder die Sucht verliert. Ich weiß dass das lächerlich ist.


    Aber er hat es 2 Jahre geschafft trocken zu bleiben. Das war so schön.

    Jetzt plötzlich kann er sich frei nehmen um mit den Kindern etwas zu unternehmen. Davor konnte er teilweise nicht mal zu Fußballspielen, weil wir gestritten haben oder er einen Rückfall hatte und eine kalten Entzug gemacht hat. Ich fühle mich komplett verarscht.


    Momentan kann ich noch nicht so positiv denken. Momentan bin ich in meiner eigenen Mitleidsschleife.

    Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber als Eltern haben wir halt die Verantwortung. Zudem sagt er jetzt in der Trennung dass es ihm wichtig ist, dass er die Kinder weiterhin sehen kann.

    Gut sie nur am Wochenende mal zu sehen ist was anderes als den Alltag mit ihnen zu verbringen.

    Wollte er das auch?

    Ich kenne Leute, denen wurde erst dann, als sie Kinder hatten, so wirklich bewusst, dass ihnen das im Grund viel zu viel ist und sie in ihrem Leben sehr einschränkt. Und dann wird halt versucht, irgendwie aus der Nummer wieder rauszukommen. Kinder sind dann nur noch ein lästiges Anhängsel.

    Ich will ihn damit nicht verteidigen, aber Wünsche und Einstellungen können sich im Lauf des Lebens auch ändern.

    Ich bin hier im Forum ja nun nicht gerade dafür bekannt, lange um den heißen Brei herumzureden. Also ganz direkt: Hau dir diesen Gedanken aus dem Kopf. Du bist nicht schuld daran, dass er säuft. Nicht dein Druck, nicht deine Erwartungen, nicht deine Fragen, nicht deine Grenzen und auch nicht dein Gemecker. Ein Alkoholiker säuft, weil er Alkoholiker ist ;)

    In meiner nassen Zeit habe ich auch versucht, Gründe und Schuldige zu finden. Nicht, weil sie wirklich schuld waren, sondern weil es mir die Verantwortung vom Hals gehalten hat. Genau das passiert hier auch. Wenn er dir sagt, er säuft wegen dir – oder du das auch nur ansatzweise denkst – dann wird die Verantwortung nach außen geschoben. Die liegt aber bei ihm, nicht bei dir.

    Sonst müsste ja gelten. Wenn du dich nur „richtig“ verhältst, bleibt er trocken. Und wir beide wissen, dass das nicht funktioniert. Seine Sucht ist seine. Seine Trockenheit wäre auch seine.

    Alles andere ist natürlich übel, erst mal sein eigenes Leben neu zu sortieren zu müssen, aber da schreiben dir sicher noch ein paar aus der CO-Ecke etwas dazu.

    Danke. Diese Worte tun im Moment unfassbar gut. Ich Zweifel momentan einfach massiv an mir. Und habe Angst vorm ungewissen. Das ist vermutlich die co Abhängigkeit. Die Sucht war das Gewisse und ich glaube das ungewisse macht mir Angst. Und ich hätte mir halt gewünscht, dass er es schafft. Irgendwie sind da ja doch Gefühle

    Vorm Urlaub wurde ich etwas ausfallend. Ich weiß dass es uncool war. Aber das als Trennungsgrund zu nehmen.

    Ich habe Angst, dass ich das Problem bin/war.

    Zwei Tage vorm Urlaub bin ich eskaliert. Die letzten drei Tage sahen unsere Abendessen so aus. Ich habe Abendessen vorbereitet und wir haben gemeinsam gegessen. Er saß fast immer nur da und hatte keinen Hunger. Nach dem Essen hat er die Hälfte des Tisches abgeräumt und ist dann rauchen gegangen, dann aufs Klo und wieder rauchen in der Zeit habe ich den restlichen Tisch abgeräumt, die Küche geputzt und die Kinder angefangen Bettfertig zu machen. Dann kam er dazu halt und gab ihnen einen gute Nacht kuss. Am dritten Tag war ich sauer. Und habe auf eine normale Frage wegen den Nachbarn patzig reagiert. Er fragte mich ob ich sauer sein. Und dann habe ich nur etwas lauter gesagt ; Ja, du räumst den halben Tisch leer gehst rauchen, dann kacken und dann wieder rauchen. " Das war glaube ich der Grund wieso er am nächsten Tag nach der Arbeit getrunken hat. Er wollte nicht mehr mit in der Urlaub

    Es ist total schwachsinnig meine Energie darein zu stecken. Ich weiß nicht was ich mir erhoffe. Dass ich nicht schuld bin. Keine Ahnung. Dass er sich nur Hilfe suchen muss und wir noch eine Chance haben . Kleine Ahnung

    Das ich übertreibe usw.

    Naja meine Erwartungen sind als Team zu arbeiten und sich den Haushalt zu teilen und nicht zu sagen ich arbeite 10 Stunden am Tag und mein soll ist erfüllt. (Er macht schon ein bisschen was im Haushalt.)

    Wir haben Kinder ich arbeite als Mutter in Teilzeit und 100% in care Arbeit.

    Ich habe das Gefühl ich bin schuld an seiner trinkerei, weil ich so viel Druck mache. Und natürlich gibt es Streit wenn er nüchtern ist. In welcher Beziehung nicht. Mit oder ohne Alkohol.

    Danke für die liebevollen und Verständnisvollen antworten. Ich habe meinen eigenen Thread aufgemacht um hier Raum für die Fragen an Alkoholiker/innen zu lassen. Danke

    Ich wüsste einfach gerne was in so einem Alkoholiker vorgeht. Aber es stimmt das werde ich wohl nie.

    Ich overthinker leider sehr viel und will für alles eine Antwort. Daran darf ich noch arbeiten.

    Es kommen auch so Sätze wie meine Erwartungen sind zu hoch und die will und kann er nicht erfüllen. Und dann stresst ihn das ständige meckern und Druck machen. Ich meine wenn er alleine wohnt muss er doch alle Erwartungen die ich ihn gestellt habe alleine erfüllen. Weil er einen eigenen Haushalt dann hat.

    Ja eigentlich müsste ich froh sein. Aber das bin ich nicht.

    Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass er sich Hilfe holt und es schafft. Und wir als Familie bleiben können.

    Ich suche Antworten keine Ahnung.

    In der guten Zeit trank er 1-2 Vodka Cola Flaschen. In schlechten Zeiten 1 Vodka Cola Flasche am Tag. Das ist doch definitiv eine Sucht ein Problem. Oder nicht?

    Der letzte Peth Test war über 100. Also Alkohol Konsum. Er hat halt immer funktioniert. Weswegen dann auch teilweise Kommentare von der Mutter ihrem Partner kamen dass er es doch noch im Griff habe. Und dann kommt mein Teufelchen und fragt sich ob ich übertrieben habe und auf hohen Niveau gemeckert habe.

    Ja bei mir geht's nicht nur um den Alkohol. Es geht auch um Beziehungsthemen. Ist das unangebracht hier?

    Hallo zusammen,

    ich weiß es geht hier darum, dass man von seinem Alkoholkranken Partner wegkommt. Ich brauche gerade Beistand für die Trennung von meinem Alkoholkranken Mann. Er hat vor einer Woche die Trennung ausgesprochen und will sich scheiden lassen. Er meint die Beziehung sei kaputt und es sei längst nicht mehr der Alkohol das Problem.

    Ich denke eben schon. Denn Alkohol verändert den Charakter usw. Jetzt plagt mich das schlechte Gewissen, dass ich eine falsche Ehefrau wa.r zu viel gemeckert habe und immer nur alles schlecht geredet habe. Er meinte ich würde immer etwas finden was mich stört. Das Rauchen, seine Zähne (die nach Vodka Cola und Zigaretten sowie knirschen schon sehr gelitten haben) dass er zu wenig im Haushalt hilft. Er hat doch alles versucht. PeTh Tests. Trockene Phasen. Die immer 1-2 Monate hingen und dann kam der Rückfall. Er meinte ich sei immer so und würde immer meckern egal ob er nüchtern ist oder nicht. Aber nach einem Monat ist man doch nicht nüchtern. Dann dauernd diese kalten Entzüge wo er sich 2- 3 Tage zurückgezogen hat. Beim letzten Mal habe ich gesagt er soll zu seiner Mom bis er wieder trocken ist.


    Bin ich der Fehler. War ich zu streng.

    Kann ein Alkoholiker trocken werden ohne Therapie und/oder Hilfe von außen. Oder ist ein Rückfall vorprogrammiert. Ich habe tatsächlich Angst, dass er jetzt. Glücklich wird und vll sogar trocken. Und ich der Grund für seine Rückfälle war.

    Ich mein ich wünsche es ihm. Aber wieso muss man dafür erst eine Familie zerstören.

    Sind 1-2 Vodkaflaschen viel in der Woche? Oder übertreibe ich? Ihr könnt meine Posts gerne wo anders reinpacken wenn's hier falsch ist. Aber ich brauche gerade massiv Austausch.