Guten Morgen Marsi, vielen Dank für Deinen ausführlichen Text. Wie ähneln sich doch die Verläufe. Mir geht es ähnlich wie Dir, gefangen in der Sucht des Partners. Das Wissen, dass man es nur selbst ändern kann und die Kraftlosigkeit es auch zu tun. Ist es nicht vielleicht auch das Ziel des trinkenden Partners, einen so zu zermürben, dass man zerbricht und selber nicht in der Lage ist sich da raus zu kämpfen. Bequem für den Trinker, die Lsge bleibt so wie sie ist, verschenkte Lebenszeit für den anderen.
Beiträge von Tulpe67
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Guten Morgen, jetzt habe ich erstmal räumlichen Abstand, für zwei Tage. Die Gedanken sind daheim, gefangen in einer Endlosschleife.
Liebe WW, der Mietvertrag wurde von ihm und mir unterschreiben. Man sagte mir aber, ich könnte diesen teilkündigen. -
Hallo Whitewolf,
Das Problem mit der Alkoholsucht meines Mannes, besteht im Nachhinein betrachtet schon etliche Jahre. Es hat bloß lange gedauert, bis ich es als solches erkannt habe. Es gab schon immer ein ordentliches Trinkverhslten, aber der Leidensdruck hat sich permanent erhöht. Seit ca. 2,5 Jahren ist es fast nicht mehr auszuhalten. Gewisse Trinkpausen und LZT haben mich aber immer wieder hoffen lassen. Nach den Eskalationen in dieser Woche ist bei mir innerlich gefühlt alles kaputt. Ich kann einfach nicht mehr. Jüngere Kinder sind zum Glück nicht mit einbezogen, aber auch die erwachsene Tochter leidet sehr unter der Situation. Wir wohnen in einer Mietwohnung, sind da allerdings erst vor kurzem eingezogen. Das bereue ich jetzt und mir fällt es schwer wieder einen Umzug zu organisieren. Um aber wieder etwas Lebensqualität zu erhalten, muss ich das aber durchziehen. Hoffentlich, schaffe ich das.
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Hallo Morgenrot, es Deine Worte tun mir sehr gut. Wie hast Du es geschafft, trotzdem Du in der gemeinsamen Wohnung geblieben bist, mit Deinem alkoholabhängigem Partner zurecht zu kommen?
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Hallo Morgenrot, Du schreibst, dass Du es ähnlich erlebt hast. Wie bist Du mit der Situation umgegangen?
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Hallo Tulpe,
Leider ist es so, dass wir nichts für den nassen Alkoholiker tun können. Das können wir als Angehörige zu keiner Zeit, so lange keine Krankheitseinsicht vorhanden ist. Es ist eher so, dass wir ihn mit allen Hilfestellungen die Sucht begünstigen. Folge deinem Kopf, denn der hat recht. Es handelt sich um einen erwachsenen Menschen der Verantwortung für sich übernehmen muß.
Hier muß wirklich der Kopf über über das Bauchgefühl siegen, ich habe es auch erlebt, und ich weiß wie schwer es ist. Er weiß wie es geht, er war in der LZT und hat dort Rüstzeug mit auf den Weg bekommen. Da wurde auch ein möglicher Rückfall ausführlich thematisiert.
lg Morgenrot
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Vielen Dank Morgenrot für die schnelle Antwort. Es ist so unendlich schwer, diese Situationen zu erleben, mit zu beobachten, wie ein Mensch sich und sein Umfeld zerstört. Am Wochenende werde ich erstmal wegfahren, 2 Tage räumlicher Abstand. Leider weiß ich nicht, ob ich die Gedanken an den Zustand auch los lassen kann. Ich weiß, dass ich das muss.
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Guten Morgen, die Nacht war wieder schrecklich, ich habe nur gefühlte 3 Stunden geschlafen. Jetzt bin ich müde und zermürbt. Die körperlichen Symptome, Unruhe und Bauchschmerzen sind omnipräsent. Mein Mann hat die Nacht zum Tag gemacht, es war ein ständiges Hin und Her, einschließlich Verlassen der Wohnung und lautem Türenschliessen. Ich vermute, dass dies mit Suchtdruck zusammenhängt. Das traurige ist, in der LZT wurde er körperlich wieder hergestellt und aus meiner Sicht wurde dort viel therapiert, aber in diesem Fall offensichtlich erfolglos. Schade.Ich bin mir unsicher, ob ich überhaupt noch was für ihn tun kann? Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, mit ihm über eine erneute Entgiftung zu sprechen? Mein Kopf sagt nein, er ist erwachsen und muss für sich selber handeln, mein Bauch sagt, er kann aber keine Verantwortung für sich übernehmen.
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Liebe Mitglieder des Forums, auch heute wieder das selbe Spiel. Es ist keine Kommunikation mit meinem Mann möglich. Mir selber geht es auch nicht gut, ich empfinde eine innere Unruhe, bin unkonzentriert und habe Bauchschmerzen.
Die Wohnung habe ich mir heute schon mal von außen angeschaut. Es passt und die Lage ist für mich ok. Anfang Oktober ist der Besichtigungstermin. Da bin ich gespannt. Es wird viel Arbeit auf mich zukommen, damit muss ich aber zurechtkommen. Es macht mir Mut, wenn ich von Gruppenmitgliedern lese, dass sie auch diese Situation bewältigt haben. Es muss sich etwas ändern, denn so kann mein Leben nicht weiter gehen. -
Hallo Haar, ich freue mich für Dich, da bist Du schon ein gutes Stück weiter als ich. Ja, auch ich kenne diese gnadenlosen Beschimpfungen und wenn der Rausch vorbei ist, kann msn sich an nichts erinnern. Auch das ist ein Grund, der Sache aus dem Weg zu gehen.
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Vielen Dank für die Antwort, ich fühle mich in dieser Gruppe sehr willkommen. Ja, Dein Eindruck ist richtig, die Einsicht der Notwendigkeit der Abstinenz war nicht vorhanden. Es wurde nur geredet, dass nach def L ZT alles gut würde und ich habe es geglaubt, gehofft, gebangt. Das Ergebnis ist jetzt da und auch heute wieder in starker Alkoholisierung ersichtlich. Ich bin die typische Coabhängige. Ich habe geredet, getröstet, unterstützt und scheinbar alles falsch gemacht. Jetzt muss ich für mich sorgen und habe soeben einen Termin zur Wohnungsbesichtigung vereinbart. Noch komme ich mit vor, wie in einem schlechten Film und kann nicht realisieren, dass dies Tatsache ist. Ich hoffe, dass ich, wenn ich räumlichen Abstand habe, auch meinen Kopf geregelt bekomme.
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Guten Morgen, vielen Dank für die schnelle Aufnahme in die Gruppe. Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, um mich zum Thema Coabhängigkeit austauschen zu können.
Mein Mann ist alkoholabhängig und war bis Juli 2024 zur LZT und danach kurze 3,5 Wochen abstinent. Jetzt läuft wieder das volle Programm und all meine Hoffnungen auf ein Lebrn ohne Alkohol wurden zerstört. Ich bin sehr enttäuscht und traurig, bin aber nicht in der Lage Wut zu empfinden und diese aus mir rauszulassen. Gestern hat er sich wieder stark betrunkenen, so dass er, als ich von der Arbeit kam, nur schwer ansprechbar war.
Im Kopf ist mir klar, dass nur ich an der Situstion etwas ändern kann, wenn ich ihn jetzt endlich mal mit seiner Sucht allein lasse und meinen Auszug vorbereite. Nun muss ich meine Kraft zusammennehmen und das auch wirklich durchziehen.