Beiträge von BuyMyselfFlowers

    Liebes Sternenmädchen, ich kann so gut nachvollziehen, was du hier schreibst. Auch ich war in einer ähnlichen Situation. Mein alkoholkranker Ex-Partner hat oft gesagt, dass er mehr Nähe braucht. Aber Alkohol und Nähe geht nicht zusammen. Auch kann man nicht an einer Beziehung arbeiten, wenn Sucht im Spiel ist.

    Corona, Homeoffice und Verluste waren bei uns ebenfalls ein Thema (oder seine Entschuldigung für die Dinge). Allerdings glaube ich heute, dass es den Prozess nur beschleunigt hat.

    Silberstreifen hat es gut beschrieben. Die Distanz wird größer. Egal, was man tut, der Suchtkranke macht weiter.

    Ich bin nun seit ein paar Monaten getrennt und mir geht es wesentlich besser. Bei allem Schmerz und bei aller Wehmut. Es gibt keinen gemeinsamen Weg, wenn der Suchtkranke nicht eine klare Entscheidung trifft.

    Ich wünsche dir auch viel Kraft und Zuversicht auf deinem Weg! Hier ist ein guter Platz, um sich guten Rat zu holen.

    Liebe Grüße

    Liebe Saltsoul, ich habe deinen Faden mit Staunen und Respekt gelesen. Nun bist du soweit gekommen und das in einem sehr beeindruckendem Tempo. Mach weiter so!

    Vielleicht wäre eine Zweitmeinung wirklich gut. Anwälte denken ja leider nicht immer wirklich mit. Ich habe mich auch rechtlich zum Thema Haus und Grund beraten lassen. Aber am Ende mußte ich die für mich wichtigen und hilfreichen Hinweise für die Trennungsvereinbarung selbst einbringen.

    Neu anfangen ist sicher herausfordernd. Aber immer noch besser als das, was du durchgestanden hast.

    Wünsche dir ganz viel Kraft!

    Hallo Fertig,

    gut, dass du hier bist, um dir in dieser schweren Zeit Unterstützung zu holen! Es tut gut, wenn man sich die Gefühle einfach mal von der Seele schreiben kann und Rat von anderen bekommt, die selbst Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt haben bzw selbst auf dem Weg sind.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg.

    ich ärgere mich nur so sehr über mich selbst. Und genauso wütend bin ich auf ihn. Totales Gefühlskarussel.

    twas Freiheit gewinnen, schließlich sind die Kinder alt genug. Er darf nicht mehr betrunken hier sein. Das ist meine 1. Regel. Mal sehen, wie weit ich komme.

    Sonnenschein, ich kenne diese Gefühle nur zu gut! Ich habe doch die vielen "red flags" gesehen, mich oft genug in Situationen für meine Ex-Partner geschämt, mich über sein Trinkverhalten geärgert, mich vernachlässigt, zu wenig unterstützt und schlecht behandelt gefühlt (ohne jegliche körperliche Gewalt!).

    Ich habe mich in den letzten Monaten geärgert, warum ich nicht noch klarer Grenzen gesetzt habe, um für mich und meine Tochter einzustehen. Stattdessen habe ich mit viel Kraft versucht alles aufzufangen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, wie behutsam und auf Augenhöhe man das Thema Alkohol ansprechen soll. Was habe ich mich informiert und gemacht und getan, um das Richtige für meinen Suchtkranken Partner zu tun. War im Nachhinein alles Quatsch. Ich hätte die Energie für mich und meine Tochter nutzen sollen. Ich bin erst aufgewacht, als ich nach vielen Jahren erstmals wieder Panikattacken hatte.

    Ich habe beschlossen, mich ab jetzt nicht mehr darüber zu ärgern - auch wenn das natürlich noch nicht immer klappt. Aber ich werde es für die Zukunft mitnehmen und damit selbst persönlich zu wachsen.

    Super, wenn du dir wieder Freiraum verschaffst und klare Regeln einführst. Hast du einen Plan, was du machst, wenn sie nicht eingehalten werden?

    Mir ist erst nach der Trennung aufgefallen, wie stark mein Freundeskreis ist und wie ich diesen vernachlässigt habe, weil ich immer zu Hause alles unter Kontrolle haben wollte. Nun nehme ich mir bewußt wieder Zeit und habe auch spontan nette Abende mit Freundinnen.

    Liebe Akila, ich kann deine Sorge so gut verstehen! Ich hatte auch viel Angst um die Gesundheit meines alkoholkranken Partners. Akut und auch auf lange Sicht!
    Das hat sogar nach seinem Auszug noch lange angehalten.

    Wichtig ist nur, dass wir weder Verantwortung für die Konsequenzen des Konsums tragen, noch können wir das Trinkverhalten beeinflussen oder kontrollieren. Wir können uns nur mit Klarheit und konsequentem Handeln schützen. Und bei manchen Alkoholikern hilft ja genau das, den richtigen Schritt zu tun.

    Habe ihm gesagt, das wenn er weiter Trinken will,dann muss er das ohne mich machen,weil es mir das Herz zerreißt zu schauen zu müssen, wie er wegen der Trinkerei sein Leben immer mehr und in jeder Hinsicht zerstört. Habe ihm Telefonnummern von Entzugskliniken hingelegt und ihm gesagt,das er sich bei mir melden soll wenn er einen Termin für den Entzug hat und direkt eine Reha nach dem Entzug macht.

    Akila, auch von meiner Seite willkommen im Forum! Ich schließe mich Sonnenschein an. Es ist erleichternd, seine Sorgen und Gedanken teilen zu können und Perspektiven anderer Betroffener zu erfahren oder sich den Rücken stärken zu lassen!

    Ich finde, dass du es gut gemacht hast. Du hast von deinen Gefühlen gesprochen, dich abgegrenzt und ihm klar den Weg gezeigt. Nun ist es an ihm, sich zu entscheiden. Bleib dabei!

    Ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn es um das eigenen Kind geht. Das ist nochmal emotionaler, als wenn es, wie bei mir, um den Partner geht. Ich kann es mir ein wenig vorstellen, da der Sohn meines Ex-Partners auch von einer Suchterkrankung betroffen ist. Er ist nach einer Entgiftung und vielen Wochen stationärer Therapie auf einem guten Weg. Es ist so schön, das zu erleben. Ich hoffe so sehr, das er dabei bleibt.

    Liebe Grüße

    Diese Krankheit kann ein Mensch, der nicht alkoholsüchtig ist, nicht nachvollziehen. Und das solltest Du auch nicht, Lavendel.

    Ich habe heute früh auch über die Feststellung von Lavendel nachgedacht, dass man Schwierigkeiten hat, die Krankheit nachzuvollziehen. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum man in die Co-Abhängigkeit schlittert. Man hat ja ständig die Lösung für den Süchtigen vor Augen und kann nicht glauben, dass er sie nicht sieht bzw. sich die Hilfe nicht holt.

    Ich habe mich richtig reingehängt, die Krankheit zu verstehen und dennoch bin ich immer wieder total perplex, dass mein Ex-Partner die Krankheit so massiv leugnet.

    Er hat sich dann bedankt, und hat gesagt ich hätte ihm jetzt sehr geholfen, und er will den Rückfall überwinden und trocken werden. Ich soll ihm bitte noch eine Chance geben.

    Liebe Cat-Mom,

    ich möchte dich auch bestärken durchzuziehen, was du dir vorgenommen hast. Du hast ihm eine Chance gegeben, sein Problem zu erkennen. Soll er seine Chance nutzen, sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen! Aber nicht in Deiner Wohnung.

    Ich kann gut verstehen, dass du in wanken kommst. Von außen ist es immer klarer. Aber dazu unterstützen wir uns ja hier.
    LG

    Schön zu wissen, dass dir meine Antwort hilft. Mir hilft es auch zu wissen, dass die Erfahrungen sich teilweise so ähneln und ich mit dem Problem nicht alleine bin.

    Wie du war ich am Ende meiner Kraft. Und ich weiß, dass ich ansonsten stark bin. Stark genug, um meine Tochter (und am Ende auch mich) zu schützen. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, was es mit meiner Tochter macht, wenn ich ihr das Leben mit einem Alkoholiker noch länger zumute. Die Sorge um ihre Zukunft treibt mich an. Ich hatte so viel über die negativen Folgen gelesen.

    Bei aller Traurigkeit und Wehmut, die natürlich immer wieder auftauchen, fühle ich mich jetzt besser. Der Alkohol hat meine Ex-Partner irgendwie zu einem Fremden gemacht, der hier mit uns im Haus wohnte. Mir hat die Unterstützung von guten Freunden und meiner Familie während dieser Zeit geholfen. Die Kraft kam aber erst zurück, als er ausgezogen ist.

    Meine Tochter hatte die Sorge, dass das Haus für uns allein zu groß ist. Ich habe ihr vorgeschlagen, dass wir es umgestalten. Da war sie ganz begeistert und ist nun fleißig am planen. :)

    LG

    Liebe Sonnenschein, wie gut, dass du zu deinen Töchtern eine enge Bindung hast und ihr gut in Kontakt seid! Das wird ihnen helfen.

    Meine Tochter ist ungefähr so alt wie deine jüngere Tochter. Ich hatte mich auch entschieden, mit ihr offen zu sprechen, damit sie weiß, dass sie ihrer Wahrnehmung trauen kann und mit Papa etwas nicht stimmt.

    Ich habe mich beraten lassen, wie ich altersgerecht und möglichst neutral mit ihr über die Alkoholkrankheit sprechen kann. Das war auch gut, da sie sich im Internet über die möglichen Folgen schon informiert hatte und voller Sorge war.

    Sie verdrängt das Thema (sowohl Alkohol als auch Trennung)nach meiner Einschätzung. Sie redet nicht darüber. Da sie ansonsten aber fröhlich ist und es keine Auffälligkeiten gibt, wurde mir geraten, weitere Gespräche nicht aufzudrängen. Sie weiß aber, dass ich für sie da bin und wir jederzeit Sprechen können.

    Ich finde es so wichtig, das Problem zu benennen. Es ist ja deine und ihre Realität. Wie sagt man so schön: Der Elefant steht ja im Raum.

    LG

    Ich habe große Angst um seine Gesundheit und um unsere Beziehung. Gerne möchte ich einen gangbaren Weg für uns finden. Ich weiß nur nicht wie?

    Vermutlich mache ich vieles falsch im Umgang mit ihm und mit seiner Sucht.

    Liebe Cardiaca, erstmal willkommen in der Gruppe. Du klingst sehr verzweifelt.

    Deine Erlebnisse erinnern mich sehr an meine. Ich kann deine Sorgen und Bemühungen daher gut nachvollziehen. Wichtig ist nur, dass du weder deinen Mann vor den Konsequenzen der Sucht bewahren kannst, noch kannst du mit deinem Verhalten die Beziehung retten.

    Dein Wunsch mit der Kontrolle aufzuhören ist verständlich. Mir ist es bis zum endgültigen Auszug meines Ex-Partners nicht gelungen, obwohl es sowieso nichts bringt und mir das klar war.

    Mich haben die Heimlichkeiten ebenfalls sehr verletzt. Das zerstört Vertrauen, was ja das Fundament einer Beziehung ist.

    Hilfe und Unterstützung zu suchen, dich zu stärken und dann deine Entscheidung zu treffen, finde ich richtig und wichtig!

    Zum Abschluss noch ein Gedanke: Du kannst dich nicht für oder gegen deine Erkrankung entscheiden. Dein Mann hat die Wahl in Bezug auf seine.

    LG

    Ich denke und hoffe, eine räumliche Trennung auf Zeit würde ihn wacher rütteln. Wenn es nicht der Fall ist, dann folgt eine endgültige Trennung.

    Ich verstehe dich so, dass es eine zeitnahe Entscheidung deines Mannes bezüglich der stationären Therapie braucht. Du bist da sehr klar, mit dem was du schreibst. Du könntest die Deadline für die Entscheidung setzen.

    Außerdem finde ich, dass die räumliche Trennung auch eine Form ist, ihm beizustehen. Hast du mit deinem Mann über diese Möglichkeit schon einmal gesprochen?

    Hey Sonnenschein, du bist nicht alleine! Das steht fest. Und du setzt dich mit der Situation und den Möglichkeiten auseinander. Das ist super.

    Ich bin sicher, dass es nicht auf die Größe der Schritte ankommt. Es ist gut, wenn die Richtung stimmt. Hast du eine Vorstellung, was es für den nächsten Schritt braucht?

    Ich stimme Hera zu. Kinder sind ein wichtiger Grund, die Situation zu verändern. Wie geht es ihnen deiner Einschätzung nach in der aktuellen Situation?

    Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, dass du Angst vor der Situation bei der Arbeit hast. Aber zur Zeit scheint es für dich so oder so nicht einfach zu sein. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viel Kraft du aufwendest, um es unter Kontrolle zu haben. Oder?

    Liebe Grüße

    Ich bin sicher, dass du am besten einschätzen kannst, welcher Weg richtig ist. Du mußt ja schließlich mit den Konsequenzen - egal wie du dich entscheidest - leben. Dazu fallen mir ein paar Fragen ein:

    Würde deine Familie dich auch unterstützen, wenn du dich dagegen entscheidest, ihm diese Chance zu geben? Und wenn nicht, wie würde es dir damit gehen?

    Du schreibst, dass dein Mann die Therapie verlängern wollte und verbindest damit die (Krankheits-)Einsicht. Ist er wirklich schon soweit, dass er sich die Krankheit 100% eingesteht?

    Hast du eine Idee, wie du mit der Unsicherheit einer erneuten Enttäuschung gut umgehen kannst? Enttäuschungen wird es vermutlich auf dem langen Weg in ein alkoholfreies Leben deines Mannes noch so einige geben. Auch ein stationärer Aufenthalt bietet keine Garantie. Da ist es immer hilfreich, wenn du auf dich achtest und dich stärkst.

    Ich freue mich für dich, dass du so klar sagst, dass er - trotz Alkohol - ein guter Vater und liebevoller Ehemann ist. Ich befürchte nur, dass sich das ändern wird, wenn die Spirale nach unten geht. Das habe ich so erlebt. Mit steigendem Suchtdruck sind meine Tochter und ich immer unwichtiger geworden. Oder es hat sich zumindest so angefühlt. Ich habe eine totale (negative) Veränderung des Mannes miterleben müssen, der mir immer so lieb und vertraut war.

    Rückblickend wäre ich gern konsequenter gewesen. Nicht, weil ich denke, dass ich ihn damit "gerettet" hätte. Aber ich hätte mir einige Enttäuschungen erspart.

    Liebe Grüße

    Liebe Sarina,

    wenn ich deinen Text lese, dann habe ich den Eindruck, dass du eigentlich weißt, dass du etwas nicht mehr willst. Und doch hält dich etwas davon ab, deinen Weg zu gehen. Nehme ich das richtig wahr?
    Wenn ja, dann stellt sich mir die Frage, wo die Zweifel herkommen. Was hindert dich?

    Ich kann das mit der wiederholten Enttäuschung gut verstehen, die du nicht mehr erleben möchtest. Mir ging es genauso.

    Liebe Grüße

    Liebe Lanananana,

    da sprichst du einen wichtigen Aspekt an! Ich werde darüber nachdenken, was ich von ihr als Parentante erwarte bzw. mir von ihr für meine Tochter wünsche. Sie hat mich sogar kürzlich danach gefragt. Das allerdings in einer blöden Diskussion, als sie sich von mir angegriffen fühlte.

    Was hättest du dir damals von deiner Patentante gewünscht?


    Liebe Grüße und danke für deine Perspektive!

    Ich finde es gut, dass hier viel Wert auf die genaue Wortwahl gelegt wird. Das ist spannend und hilfreich! Es regt mich zum Nachdenken an, was ich wirklich brauche.

    Ich will gar nichts einfordern oder erzwingen. Es geht vielmehr darum, dass ich eine Erwartung habe. Erwartungen zu äußern, finde ich selbst immer fair.
    Wird meine Erwartung nicht respektiert und ich kann damit (momentan) nicht umgehen, dann kann ich die Entscheidung treffen, zu der Personen (temporär) auf Abstand gehen.