Beiträge von BuyMyselfFlowers

    Es ist seine Realität und die werde ich niemals ändern können. Also kann ich nur versuchen, mich an den Tatsachen zu orientieren und mich neu zu finden. Ohne ihn und ohne ein Gespräch.

    Liebe Jana, du hast ja so recht. Die Tatsachen sind das, an was man sich orientieren sollte. Da helfen dann auch die Tipps für CoA, um wieder klar zu sehen und zu fühlen. Der Verstand spricht eine klare Sprache. Da kommen die Gefühle immer mal gern um die Ecke, um zu verwirren.

    Ich mußte bei dem Wort "Frieden" daran denken, dass man diesen mit der Situation machen sollte. Es ist halt wie es ist. Die Sucht beherrscht den Partner. Das hat etwas mit uns gemacht. Und es gibt auch ein Leben ohne diese Sucht, wenn wir das wollen.

    Ich brauche jetzt eine Weile für mich, meine Tochter, den Hund und die ganze Verantwortung. Alles auf die Reihe kriegen und neue Strukturen schaffen.

    Und es gibt aktuell und in den vergangenen Monaten so wunderbare Momente mit Freunden und meiner Familie, die ich in der alten Situation nicht hatte bzw. nicht genießen konnte. Auch eine Tatsache, die mir gerade sehr präsent ist.

    Vielen Dank, deine Antwort war sehr hilfreich. <3

    "...er merkt wie sehr es uns belastet hat und was er alles zerstört hat.
    nicht, um in in Reue zu sehen, sondern einfach der Gerechtigkeit mir und den Kindern gegenüber wegen.

    Er ist eiskalt, unreflektiert, stur und einfach nicht in der Realität."

    Hallo Lolli, es ist so gut zu wissen, dass es anderen Betroffenen ähnlich geht. Das, was du schreibst, bringt auf den Punkt, was ich mir eigentlich so wünsche. Am Ende frage ich mich, ob es etwas ändern würde. Vermutlich nicht. Und das regt mich wieder zum klaren Denken an.

    Ich bin fest überzeugt, dass hoffen keinen Sinn macht. Wenn ich wieder mehr bei mir bin, dann weiß ich, dass ich mein Leben nicht mit einem uneinsichtigen Menschen verbringen will und es meiner Tochter auch nur in dem erforderlichen Maß zumuten kann. Die eigenen Lebenszeit ist zu kostbar. Klar geworden ist mir bei der ganzen Misere wieder, dass ich mein Glück nicht von einem anderen Menschen abhängig machen kann.

    Und wir sind stark, wenn wir für uns und unsere Kinder einstehen. Ich trage derzeit auch die ganze Verantwortung für Kind, Hund und Haus. Das ist manchmal so anstrengend.

    Mir ist aber wichtig, dass ich meiner Tochter vorlebe, dass man sich aus ungesunden Lebenssituationen - egal aus welchem Grund - befreit. Ich spreche mit ihr immer mal wieder über die Situation und die Sucht des Vaters. Ich möchte sie stärken für das Leben mit einem unzuverlässigen Papa.

    Das Forum hilft mir immer wieder, den klaren Blick zu bekommen. Die Energie dafür aufzubringen, sich von den ungesunden Gedanken zu lösen.

    Auch deine persönliche Geschichte hilft mir dabei! Vielen Dank. <3

    Liebe Jana, danke für deinen Beitrag. Es tut gut zu wissen, dass du das Gefühl kennst.

    Mir wurde die Tage wieder bewußt, dass ich es mit zwei unterschiedlichen Personen zu tun habe. Der Mann, der er durch den Alkohol geworden ist, hat auch in meinem Leben keinen Platz mehr. Ein klärendes Gespräch oder eine Entschuldigung würden daran nichts ändern oder das Geschehene rückgängig.

    Hallo Joshi, ich finde es normal, dass es seine Zeit braucht, um Gewohnheiten abzulegen. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, dann braucht man ca. 6-8 Wochen, um gewohnte Verhaltensweisen zu verändern.

    Bei vielen CoA gehört sicher das Thema Kontrolle dazu. Gut finde ich, dass du das schon auf dem Schirm hast, dass es hier etwas für dich zu tun gibt.

    Mir ging es ähnlich. Mir hat regelrecht etwas gefehlt, als mein alkoholkranker Partner ausgezogen war. Ich habe ja viele Monate damit verbracht, den Flaschenkreislauf zu beobachten. Ich habe Mimik und Gestik meines Partners sondiert, wenn ich nach Hause kam. Am Telefon habe ich mit dem einen Ohr gecheckt, ob wohl schon Alkohol im Spiel war. All diese sinnlosen Kontrollinstrumente rauben Zeit und bei mir hat sich der Mechanismus zum Schluss verselbständigt.

    Aber das Gute ist, dass es nachläßt, wenn man sich löst. Bei mir brauchte es Distanz. In der alten Situation zu verharren und mich abzugrenzen, das hätte ich nicht geschafft.

    LG

    Liebe Api, sicher können die Gedanken - gerade zu so wichtigen Themen - in verschiedenen Momenten sehr unterschiedlich sein. Die eigene Überzeugung, das Richtige zu tun, hängt vermutlich stark damit zusammen, wie man sich gerade fühlt. Mir ging es gestern Abend ähnlich. Da war ich sehr überzeugt, dass ich handeln muss. Und dann war ich heute früh wach, war am grübeln und schwanke.

    Bezogen auf die Frage, welche Wohnumgebung für dich und deinen Sohn am besten wäre, gibt es sicher auch nicht die einzig wahre Antwort. Solltest du ihn überzeugen können auszuziehen, dann wäre das sicher für euch unter den gegebenen Umständen gut. Ich sehe allerdings auch den Punkt, dass du das nicht unter Kontrolle hast. Versuchen würde ich es an deiner Stelle.

    Wenn er sich darauf nicht einläßt bzw. es an der (zeitnahen) Umsetzung scheitert, dann gehst du den anderen Weg. LG

    Hallo zusammen, ich verstricke mich seit gestern in Gedanken. Vielleicht hilft es, dass ich es einfach mal runterzuschreiben.

    Die letzten zwei Wochen war ich aktiv und habe ganz viel geschafft, um das Haus von Altlasten zu befreien. Ich habe Möbel meines Ex entsorgt, die er mir stehen lassen hat. Er nimmt nur das mit, was ich ihm hinstelle und was er gebrauchen kann. Seinen Müll läßt er mir stehen. Eine Flasche Gin aus seinem Barwagen hat er allerdings mitgenommen. Das hat mich wieder bestärkt, dass die Trennung richtig war und er weit weg von einer Krankheitseinsicht ist.

    Dann war diese Woche der Notartermin, da ich das Haus übernehme. Ich bin so enttäuscht und wütend, dass er mich auch mit dieser finanziellen Belastung und Verantwortung alleine läßt. In solchen Situationen wird mir dann bewußt, dass ich schon seit Jahren viele Lasten allein getragen habe.

    Nach dem Termin kamen zweierlei Gedanken in mir hoch. Auf der einen Seite wurde mir bewußt, dass der Alkohol uns schon sehr lange begleitet hat. Mir sind die häufigen Ausfälle durch Alkohol eingefallen, die ich mir damals nicht erklären konnte. Von zunächst vereinzelten Situationen, die ich nicht in Zusammenhang gebracht habe, bis dann zu den Zeiten, wo er jeden Tag zu viel getrunken hatte. Mein Leidensweg als CoA war rückblickend recht lang. Oft verklärt durch die schönen Momente, die an Wertigkeit gewonnen haben, weil ich doch so auf Besserung gehofft habe und überzeugt war, dass unsere Liebe stärker ist. Jede Nüchternheit oder die Momente, wo mein Ex sich einsichtig zeigte. Wenn die "nüchterne" Person zum Vorschein kam, die ich doch sehr geliebt habe. Wir wollten zusammen alt werden, dafür habe ich gekämpft. Dumm nur, wenn man alleine kämpft.

    Dann war beim Notartermin ein Mann, der mir so fremd ist. Der nichts mehr mit der Person zu tun hat, die ich in Erinnerung habe. Die Kommunikation mit ihm fällt mir schwer. Dann wünsche ich mir immer den Partner zurück, mit dem ich so vertraut war, mit dem ich früher Lachen und Weinen konnte. Ich versuche mich auf das Sachliche zu konzentrieren.

    In solchen Situationen kommt dann der Wunsch hoch, dass ich ihm irgendwann begegne, er trocken und wieder der Alte ist. Mit dem ich über das Erlebte, Geschehene und die Gefühle reden kann. Und doch weiß ich, dass ich diesen Wunsch gedanklich in ein Kästchen packen muss, das ich dann gut verschließe und weit weg packe. Sollte der Tag widererwartend kommen, dann stehe ich vermutlich selbst an einem ganz anderen Punkt.

    Ich werde mir nun einen Plan machen, welchen Raum ich als nächstes renoviere und neu gestalte und was zu entsorgen ist. Beim Wertstoffhof wird man mich sicher bald mit Namen begrüßen. ;)

    Nun bin ich froh, dass ich es einmal losgeworden bin. Und vielleicht hilft es auch anderen CoA, die noch im Entscheidungsprozess sind, sich schneller als ich für den finalen Schritt und damit für sich selbst zu entscheiden.

    Ich wünsche allen ein hoffentlich schönes Wochenende und bin dankbar, dass es diese Raum für uns gibt. <3

    Liebe Grüße

    Liebe Becca, gut dass du hier im Forum bist. Sich vom alkoholkranken Partner zu trennen ist meines Erachtens ein Prozess. Du hast schon etwas geschafft, denn du erkennst das Problem an und weißt auch, dass du keine Verantwortung für SEINE Sucht trägst. Du sorgst dich um dich und deine Kinder. Du weißt, dass du so nicht weitermachen kannst und du bist hier, um dir Unterstützung zu suchen.

    Suchtkranke sind gut im manipulieren. Das versucht dein Partner mit dir auch. Und natürlich macht das was mit dir, auch wenn dir bewußt ist, dass du keine Schuld hast.

    Wie könnte der nächste Schritt für dich aussehen? Was ist deine größte Sorge bzw. was hindert dich?

    Liebe Grüße

    Wie habt ihr Angehörigen es geschafft, euer Gedankenkarussel in den Griff zu bekommen? Was hat euch gut getan?

    Für mich war es ein längerer Prozess. Der brauchte für mich Verständnis (Fakten) für das, was passiert und für das ich keine Verantwortung trage.
    Ich habe so gut wie alle Artikel und Podcast zum Thema gehört - sozusagen bis ich satt war. Und immer dann, wenn das Karussell wieder losging, habe ich sie nochmal gelesen/gehört.
    Am meisten hat mir aber geholfen, dass eine Freundin, die sich auskennt, sich immer wieder Zeit genommen hat.
    Sie wurde nicht müde, mich zu reflektieren und mir zu erklären, was vor sich geht.

    Hallo Sonnenschein, ich würde an deiner Stelle mit deinen Kindern sprechen. Altersgerecht natürlich und ggf. getrennt voneinander, da der Altersunterschied doch groß ist. Du hast ja auch geschrieben, dass deine große Tochter es bewusst wahrnimmt und auch ausspricht.

    Ich habe mich vor dem Gespräch mit meiner 13. jährigen Tochter bei einer Suchtberaterin als Angehörige informiert. Das hat mir Sicherheit gegeben. Das Gespräch mit meiner Tochter war kurz. Sie mag aktuell nicht darüber sprechen. Aber sie weiß, dass sie mich jederzeit auf das Thema ansprechen darf und es nicht verschwiegen wird.
    Ich finde das grundsätzlich wichtig, dass über Probleme gesprochen werden darf. Das ist für die Zukunft der Kinder meines Erachtens so unglaublich wichtig!

    Aber auch wenn er "nur" vor sich hin trinkt ist doch immer diese schwere Wolke über allem. Und was sind meine Werte und Standards für eine Beziehung? Das war es eigentlich was mich am meisten aufgerüttelt hat. Wollte ich so leben? Was waren früher meine Vorstellungen von einer Beziehung? Immer nur warten, dass er wieder nüchtern wird? Parallele Leben führen?

    Jump, du sprichst mir aus der Seele!
    Es geht so viel verloren, wenn man die Partnerschaft sozusagen zu dritt führt. Der Alkohol nimmt viel Raum ein, auch wenn er manchmal ganz leise daherkommt.

    Ich habe ihn als ungebetenen Gast wahrgenommen, der einfach nicht gehen mag. Am Ende zieht er ein, wird zum Mitbewohner.

    Wenn man ehrlich zu sich ist, bleibt die Beziehung auf der Strecke. Oft hängt man in Gedanken dann an vergangenen Erlebnissen und hält an den schönen Zeiten / dem liebevollen und aufmerksamen Partner fest, die / den man gern zurück hätte.

    Ich finde es schön, was du sagst. Man hat seine Werte und die Vorstellung einer guten Beziehung. Die kann man dann nur haben, wenn man sich trennt und sich selbst die Chance auf ein neues Glück gibt.

    Sonnenschein, kannst du etwas tun, dass es dir besser geht? Was hilft sonst in solchen Situationen? Hast du jemanden im Realen, der dir heute beistehen kann?

    Die Reaktion deines Mannes ist meiner Ansicht nach typisch. Er spürt deine Stärke und, dass du Druck machst. Daher versucht er dich zu manipulieren und damit Gegendruck auszuüben.

    Es klingt mir danach, als sei der Zeitpunkt für den nächsten (wenn auch kleinen) Schritt gekommen. Mir hilft es immer, ins Handeln zu kommen. Vielleicht würde dir die Beratung beim Anwalt helfen? Termin machen könnte ein Schritt sein.

    Ich wünsche dir viel Kraft für diesen Tag!

    Sonnenschein, jeder von uns hat sein Tempo! Also Schritt für Schritt, so wie du es für richtig hältst. Gut ist sicher nur, wenn du die kleinen Schritte konsequent gehst.

    Mir hat geholfen, dass ich mich anwaltlich beraten lassen habe, als für mich klar war, dass ich meinen Ex zum Auszug auffordern werde. Das hat mir Sicherheit gegeben. Da wir nicht verheiratet sind, ging es am Ende nur um Unterhalt für unsere Tochter und um mögliche Regelungen für das Haus. So wußte ich, wo ich stehe.

    Eine Freundin hatte mir eine Anwältin empfohlen, die in solchen Fällen sehr hartnäckig ist, wenn es darauf ankommt. Hast du vielleicht auch jemanden, der dir eine Empfehlung aussprechen kann?

    Liebes Sternenmädchen, ich kann so gut nachvollziehen, was du hier schreibst. Auch ich war in einer ähnlichen Situation. Mein alkoholkranker Ex-Partner hat oft gesagt, dass er mehr Nähe braucht. Aber Alkohol und Nähe geht nicht zusammen. Auch kann man nicht an einer Beziehung arbeiten, wenn Sucht im Spiel ist.

    Corona, Homeoffice und Verluste waren bei uns ebenfalls ein Thema (oder seine Entschuldigung für die Dinge). Allerdings glaube ich heute, dass es den Prozess nur beschleunigt hat.

    Silberstreifen hat es gut beschrieben. Die Distanz wird größer. Egal, was man tut, der Suchtkranke macht weiter.

    Ich bin nun seit ein paar Monaten getrennt und mir geht es wesentlich besser. Bei allem Schmerz und bei aller Wehmut. Es gibt keinen gemeinsamen Weg, wenn der Suchtkranke nicht eine klare Entscheidung trifft.

    Ich wünsche dir auch viel Kraft und Zuversicht auf deinem Weg! Hier ist ein guter Platz, um sich guten Rat zu holen.

    Liebe Grüße

    Liebe Saltsoul, ich habe deinen Faden mit Staunen und Respekt gelesen. Nun bist du soweit gekommen und das in einem sehr beeindruckendem Tempo. Mach weiter so!

    Vielleicht wäre eine Zweitmeinung wirklich gut. Anwälte denken ja leider nicht immer wirklich mit. Ich habe mich auch rechtlich zum Thema Haus und Grund beraten lassen. Aber am Ende mußte ich die für mich wichtigen und hilfreichen Hinweise für die Trennungsvereinbarung selbst einbringen.

    Neu anfangen ist sicher herausfordernd. Aber immer noch besser als das, was du durchgestanden hast.

    Wünsche dir ganz viel Kraft!

    Hallo Fertig,

    gut, dass du hier bist, um dir in dieser schweren Zeit Unterstützung zu holen! Es tut gut, wenn man sich die Gefühle einfach mal von der Seele schreiben kann und Rat von anderen bekommt, die selbst Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt haben bzw selbst auf dem Weg sind.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg.

    ich ärgere mich nur so sehr über mich selbst. Und genauso wütend bin ich auf ihn. Totales Gefühlskarussel.

    twas Freiheit gewinnen, schließlich sind die Kinder alt genug. Er darf nicht mehr betrunken hier sein. Das ist meine 1. Regel. Mal sehen, wie weit ich komme.

    Sonnenschein, ich kenne diese Gefühle nur zu gut! Ich habe doch die vielen "red flags" gesehen, mich oft genug in Situationen für meine Ex-Partner geschämt, mich über sein Trinkverhalten geärgert, mich vernachlässigt, zu wenig unterstützt und schlecht behandelt gefühlt (ohne jegliche körperliche Gewalt!).

    Ich habe mich in den letzten Monaten geärgert, warum ich nicht noch klarer Grenzen gesetzt habe, um für mich und meine Tochter einzustehen. Stattdessen habe ich mit viel Kraft versucht alles aufzufangen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, wie behutsam und auf Augenhöhe man das Thema Alkohol ansprechen soll. Was habe ich mich informiert und gemacht und getan, um das Richtige für meinen Suchtkranken Partner zu tun. War im Nachhinein alles Quatsch. Ich hätte die Energie für mich und meine Tochter nutzen sollen. Ich bin erst aufgewacht, als ich nach vielen Jahren erstmals wieder Panikattacken hatte.

    Ich habe beschlossen, mich ab jetzt nicht mehr darüber zu ärgern - auch wenn das natürlich noch nicht immer klappt. Aber ich werde es für die Zukunft mitnehmen und damit selbst persönlich zu wachsen.

    Super, wenn du dir wieder Freiraum verschaffst und klare Regeln einführst. Hast du einen Plan, was du machst, wenn sie nicht eingehalten werden?

    Mir ist erst nach der Trennung aufgefallen, wie stark mein Freundeskreis ist und wie ich diesen vernachlässigt habe, weil ich immer zu Hause alles unter Kontrolle haben wollte. Nun nehme ich mir bewußt wieder Zeit und habe auch spontan nette Abende mit Freundinnen.

    Liebe Akila, ich kann deine Sorge so gut verstehen! Ich hatte auch viel Angst um die Gesundheit meines alkoholkranken Partners. Akut und auch auf lange Sicht!
    Das hat sogar nach seinem Auszug noch lange angehalten.

    Wichtig ist nur, dass wir weder Verantwortung für die Konsequenzen des Konsums tragen, noch können wir das Trinkverhalten beeinflussen oder kontrollieren. Wir können uns nur mit Klarheit und konsequentem Handeln schützen. Und bei manchen Alkoholikern hilft ja genau das, den richtigen Schritt zu tun.

    Habe ihm gesagt, das wenn er weiter Trinken will,dann muss er das ohne mich machen,weil es mir das Herz zerreißt zu schauen zu müssen, wie er wegen der Trinkerei sein Leben immer mehr und in jeder Hinsicht zerstört. Habe ihm Telefonnummern von Entzugskliniken hingelegt und ihm gesagt,das er sich bei mir melden soll wenn er einen Termin für den Entzug hat und direkt eine Reha nach dem Entzug macht.

    Akila, auch von meiner Seite willkommen im Forum! Ich schließe mich Sonnenschein an. Es ist erleichternd, seine Sorgen und Gedanken teilen zu können und Perspektiven anderer Betroffener zu erfahren oder sich den Rücken stärken zu lassen!

    Ich finde, dass du es gut gemacht hast. Du hast von deinen Gefühlen gesprochen, dich abgegrenzt und ihm klar den Weg gezeigt. Nun ist es an ihm, sich zu entscheiden. Bleib dabei!

    Ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn es um das eigenen Kind geht. Das ist nochmal emotionaler, als wenn es, wie bei mir, um den Partner geht. Ich kann es mir ein wenig vorstellen, da der Sohn meines Ex-Partners auch von einer Suchterkrankung betroffen ist. Er ist nach einer Entgiftung und vielen Wochen stationärer Therapie auf einem guten Weg. Es ist so schön, das zu erleben. Ich hoffe so sehr, das er dabei bleibt.

    Liebe Grüße