Ich kann an allen ❤️
Beiträge von AnnaBlume
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Das Verschieben kenne ich und das wird auch nicht sofort besser. Mit der Zeit dann schon. Hab Geduld mit dir!
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Vieles ordnet und findet sich neu?
Absolut! Schau wie viel Zeit man mit trinken verbracht hat. Und wie lange man am Wochenende nach exzessen augeknockt war. All diese Zeit wird frei.
Das ist erst mal fast erschreckend. Und plötzlich kann man wieder Dinge tun die früher liegen geblieben sind.Für mich war es immer wichtig wo und mit wem ich am Freitag Abend raus gehe. Spätestens Mittwoch musste das geklärt sein. Am Anfang dachte ich, ich mach genauso weiter, trinke halt nix.
Ok saufkneipen ohne Alkohol ergeben einfach keinen Sinn- war mir auch ohne Forum klar. Aber mit den selben Leuten abhängen und sich immer noch die alten saufgeschichten erzählen und mit alkoholfrei prosten während alle anderen immer besoffener werden war dumm.
So hätte ich nach einiger Zeit wieder angefangen- aus lauter Frust.
Also neu. Freitag Abend um 22 Uhr im Bett, dafür früh raus und bewegen. Wie lange ist bitte ein Wochenende???Inzwischen treffe ich mich oft mit Leuten. Nicht in Kneipen sondern zu Theater, Konzerten, zu Hause. Meistens trinken die anderen auch Nix, denn es sind Leute, die nur noch selten trinken. In meiner Jugend hab ich mit denen getrunken und nicht gemerkt, dass es bei ihnen über die Jahre immer weniger wurde und bei mir immer mehr.
Gut dass sie trotzdem geblieben sind- das war bestimmt nicht immer einfach.Das wird ein spannender Weg!
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Ich habe mich immer beobachtet gefühlt wenn einer in der Runde nicht mit trank. Als würden alle sich ihre intimsten Geheimnisse erzählen und einer hört nur mit.
Sich mit jemandem so richtig zu besaufen war auch eine Art Vertrauensbeweis. Schau her ich hab es gar nicht im Griff da brauchst du dich auch nicht zusammenzureißen.
Die Würdelosigkeit die ich durchaus empfand wenn ich mal wieder besoffen unangenehm war, überdeckte ich mit blöden Witzen. So wird ein Moment, der einen eigentlich zum nachdenken bewegen sollte, zur Anekdote auf der nächsten Party.
Ein Bänderriss im Suff? Witzig. Das Schädel Hirn Trauma nach einem Sturz vom Barhocker hab ich aber verschwiegen und mir einen Fahrradunfall ausgedacht. Irgendwo haben die Lacher Grenzen.In Teilen meines Bekanntenkreises gibt es kaum eine Geschichte, die nichts mit Alkohol zu tun hat. Eine Ansammlung an Saufgeschichten. Ich habe mich schon lange entfernt. Die Geschichten langweilen mich oder machen mich sogar traurig. Als ob es nix anderes zu erzählen gäbe!
Gott sei Dank hab ich andere Freunde, bei denen Alkohol keine so große Rolle spielt.
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Ein sehr guter Freund von mir,
Oh das scheint er wirklich zu sein- wie schön!
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Super treffend geschrieben! Ja, diese Leere war schrecklich. Andererseits war ich auch irgendwie erschöpft.
Aber das mit dem fehlenden Gefühl von ‚wenn ihr wüsstet‘ kenne ich auch so gut.
Rumlaufen können und wissen, dass es genauso ist wie es scheint ist was wunderbares!
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Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein 🫣
Und wenn schon- Hauptsache schön! 🤗
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Hallo Hamburgerin,
Herzlich willkommen von mir. Es wird sich demnächst ein Moderator um dich kümmern.
Mit den Werten kann ich nichts anfangen, aber wie gut dass du den Weg in die Nüchternheit eingeschlagen hast!!!
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Ich habe schöne Kontakte zu netten Menschen, übernehme bald eine wichtige Funktion in einem Verein. Trotzdem weine ich jeden Tag über diesen sinnlosen Verlust eines Menschen, der es nicht geschafft hat von seiner Sucht los zu kommen. Soviel Leid.
Beides darf nebeneinander stehen. Du trauerst und blickst andererseits auch positiv in eine erfüllte Zukunft mit netten Menschen um dich. Ich sehe da keinen Widerspruch. Das Leben hat eben unterschiedliche Facetten auch wenn manchmal Extreme gleichzeitig stattfinden.
Wie schön dass du trotz Trauer mitten im Leben stehst!
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Und noch ein Bonus, die Schuldgefühle werden durch Stolz auf sich selbst ersetzt. Da kann der Alk-Rausch nicht mithalten.
Das hast du schön und passend geschrieben- geht mir genauso!
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Dopamin kriege ich auch anders
Genau! Und das ganz ohne Reue.
Ich weiß nicht wie es bei dir war, aber bei mir hatte Alkohol längst keine schöne Wirkung mehr. Ich wollte trinken weil ich süchtig bin. Jetzt will ich das nicht mehr und ich vermisse wirklich nichts. Vor fast einem Jahr, als ich mit zusammengebissenen Zähnen die ersten nüchternen Abende verbracht habe, wie du gerade, hätte ich nicht gedacht wie frei und klar ich mich jetzt fühle!
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Gut dass du noch da bist. Ich habe mir schon sorgen gemacht. Am Anfang erscheint dieses ‚für immer‘ viel zu groß. Glaub mir- das wird mit der Zeit wirklich besser. Vielen hilft es in den ersten Tagen nur an heute zu denken. Heute trinke ich nicht ist ein gutes Motto für jeden neuen Morgen.
Viele schreiben es sich auf und stecken es ein oder kleben einen Zettel an den badezimmerspiegel. Ein Tag erscheint nicht viel und jeden Tag entscheidet man sich neu und bewusst für die Nüchternheit .
Sind die ersten Tage mal geschafft, passieren nach und nach positive Dinge.
Ich habe zunächst wahrgenommen, dass meine ständige Scham verschwindet, was total erleichternd war.
Dann schaute ich eines Morgens in den Spiegel und mir fiel auf, dass die Tränensäcke quasi verschwunden waren. Später wurden die roten Äderchen um die Nase blasser, der Blick klarer.
Die Veränderungen kommen langsam- aber sie kommen.
Deshalb: Heute kannst du einen Schritt in diese schöne Richtung gehen und nüchtern bleiben. Ich drücke fest die Daumen. -
Herzlichen Glückwunsch und noch viele weitere zufriedene und vor allem trockene Jahre wünsche ich dir 💐
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Mach dir keine Sorgen, dass du die Mutter ersetzen musst. Ich bin mit einem stabilen liebevollen Vater in der typischen ‚Mutterrolle‘ aufgewachsen und das hat super funktioniert. Außerdem werden die Kinder ja weiterhin Kontakt mit ihr haben.
Das mit dem Ausziehen ist so eine Sache. Man kann den Ehepartner nicht einfach so raus werfen. Da muss sie schon richtig gewalttätig sein.
Wenn du allerdings gehst gibst du freiwillig dein Wohnrecht auf und sie darf im Haus bleiben- egal ob sie das finanzieren kann oder nicht.Lass dich da unbedingt und dringend beraten. Keine ‚Übergangslösungen‘ da nehmen nämlich die Kinder den größten Schaden (Stichwort getrennt im selben Haus wohnen- das kann die Hölle auf Erden sein).
Profis Kontaktieren und ins Boot holen. Am besten wäre sie geht freiwillig. Rette deine Kinder!
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Ich kann alles was *Rina* geschrieben hat 1:1 bestätigen. Ich schick dir Kraft!
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Oder sehr sauer trinken- Wasser mit Zitrone hat bei mir gut geholfen!
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Ablenken mit leichten Dingen ist auch gut. Ich habe viel Podcast gehört- nicht zu anspruchs voll. Gerne gut essen. Gönn dir ein Eis! Schau dämliche Filme! Alles was die Seele pflegt und den Geist nicht zu hart fordert. Hast du jemanden eingeweiht? Dann sprich mit dieser Person und schreibe gerne weiter hier. Wir sind da!
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Icjh sehe noch fertiger aus,als ich getrunkem habe
Der Körper arbeitet auch ganz schön. Aber du wirst sehen: mit der Zeit geht das ganz klar in die andere Richtung. Aber dafür braucht es Geduld- und die aufzubringen ist gerade jetzt schwer, ich weiß. Wird besser! Versprochen!
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Für mich ist das tröstliche bei dem Gedanken an Suchtdruck, dass der akute Druck nicht wirklich lange andauert. Oft war es nur ein kurzer Impuls oder dauerte höchstens 15min an. Das ist ganz gut überbrückbar.
Ich hatte jetzt eine Weile keine wirklichen Drucksituationen mehr- wird wohl mit der Zeit seltener.