Tag 6 ohne Kontakt
Super! Je länger duves aushältst desto schwächer wird die ‚Sucht‘ nach Kontakt mit ihm. Schreib hier, das hilft.
Tag 6 ohne Kontakt
Super! Je länger duves aushältst desto schwächer wird die ‚Sucht‘ nach Kontakt mit ihm. Schreib hier, das hilft.
Dieses Quartal endet nicht!
Schöner Satz!
Habe eben erst davon erfahren. Das klingt echt nett, aber ich bin an dem Wochenende schon verplant.
Menno! Auf einige wäre ich schon neugierig. In meiner Fantasie hat Rennschnecke wirklich ein kleines schneckenhäuschen auf dem Rücken und Doro wachsen Heilkräuter aus den Ohren.
Hoffentlich gibt es das nächstes Jahr wieder, dann komme ich!
Alles Gute. Am Weltfrauentag aufgehört zu trinken- das nenn ich Stil. Herzlichen Glückwunsch- offenbar alles richtig gemacht- also: Weitermachen!
💐🐝💐🐝💐
Was hat wohl so ein Traum zu bedeuten?
Naja da würde ich vermuten das ganz offensichtliche- die Angst vor dem Rückfall.
Alles tun wir, damit genau das nicht passiert und nachts wenn wir nicht aufpassen, schlägt das Unterbewusstsein zu.
Ich habe diese Träume auch hin und wieder.
Ich nehme sie einfach als Warnzng wachsam zu bleiben, aber lade das jetzt nicht mit zusätzlicher Bedeutung auf.
Saufträume habe ich auch. Die Sucht vergessen und im Supermarkt nach dem Preis für meinen Wein geschaut habe ich aber nie. Ich hab auch nicht täglich getrunken, aber schon 3-4 mal pro Woche. Mindestens ein Mal davon bis zum Filmriss.
Mein Suchtdruck ist eher wie das Krokodil von Rennschnecke . Taucht auf- auch in eigentlich vorhersehbaren Situationen die ich sonst mit Trinken verbunden habe (Feierabend, eine geschaffte Aufgabe, kochen, bestimmte Musik, Filmszenen in denen ‚entspannt‘ gesoffen wird).
In Situationen die völlig offensichtlich Druck erzeugen müssten (Weihnachten- die Familie trinkt Alkohol, 12 Uhr Silvester- es wird mit Sekt angestoßen), war kein Suchtdruck. Da war ich aber auch wirklich lange mental vorbereitet.
Subtil ist meine Suchtstimme selten- dafür ist sie vielleicht zu doof.
Gar keine Rolle wäre im ersten Jahr höchst verdächtig- das könnte nach hinten los gehen. Aber so wie du es beschreibst Naira empfinde ich es auch. Ich komme wenig mit Alkohol in Berührung, erlebe immer mehr Dinge, die nicht nur mit Alkohol nichts zu tun haben sondern die man mit Alkohol gar nicht so machen kann.
Dennoch bin ich genau wie die anderen hier, weil klar ist: Ganz abgeschafft ist er nicht aus der Welt, der Alkohol - und wie sehr man auch aufpasst, wird man ihm begegnen. Sei es das Weinregal im Supermarkt, der nett gemeinte Schnaps aufs Haus im Restaurant, seit heute bei uns wieder trinkende Menschen im Park. All das kann uns Stressen und herausfordern und wir müssen gut vorbereitet sein.
Irgendwann wird das Ganze sicher weniger aufregend und man nimmt es weniger wahr, hat längst Routinen, die weit weg vom Alkohol sind. Dennoch ist klar, dass die Sucht nur trocken liegt und lauert, dass sie wieder gegossen wird. Sie lauert mal sehr still und träge, mal laut und fordernd.
Aber sie ist da.
falls er sich meldet , was irgendwann passieren wird, weil er mich wieder besänftigen will, dann schreibe ich ihm dass ich nicht mehr kann und möchte .
Immer schön kurze Sätze, keine Erklärungen, kein Anlass für Diskussionen. Bleib bei dir.
Z.B. ‚Ich kann und möchte nicht mehr‘
Fertig. Alles andere ist schon 100 mal gesagt.
Bei mir ist es so eine Wellenbewegung. Es gibt Zeiten, da ist der Suchtdruck kaum oder gar nicht spürbar und dann plötzlich überfällt es mich ganz heftig.
Depression vorgegaukelt wurde mir nicht, aber mein trinkverhalten war auch nicht darauf angelegt Traurigkeit zu mildern- zumindest nicht maßgeblich.
Aber es ist schon plausibel wenn das Hirn dir sagt ‚schau mal, deine Stimmung ist total mies, so ein wenig Sekt könnte dich jetzt lustig machen‘. Zumindest für mich kein abwegiger Gedanke.
Dieses bei jedem Schauen was er trinkt war extrem ausgeprägt und ist auch immer noch da. Wenn ich in ein Restaurant komme kann ich dir nach Sekunden sagen, wer was trinkt.
Auch im Supermarkt sehe ich die Alloholiker. Nicht nur anhand von Indizien (im einkaufswagen nur Alkohol und irgendwas Alibi-mäßiges wie ein Apfel).
Aber ich sehe auch wenn sie nicht mehr abwarten können die Flasche zu öffnen.
Früher machte mich das aus irgendeinem Grund sauer, jetzt tut es mir leid.
Ich denke das wird einem mit der Zeit egaler, aber man braucht eben Strategien.
Bei schlimmem Saufdruck trinke ich ganz ganz saure limo und gehe mit dem Hund.
Wenn Panik aufkommt hilft Wechselatmung oder andere Atemtechniken aus dem Yoga (Box Atmung, Bienen Atmung). Das aber nur akut.
Was mir auch hilft ist das Wissen, dass die meisten gravings nach ca. 20 min vorbei sind. Das ist überschaubar.
Ich habe selbst keine Erfahrung mit realen Gruppen und kann die Gefahr schlecht einschätzen. Hat es dein Telefon-Freund denn echt so böse gemeint? Vielleicht sagst du ihm, dass er dir gar keine Lösungen anbieten muss, sondern du einfach jemanden brauchst der zuhört und - ja - auch jammern aushält. Gibt ja Leute, die denken, dass so ein Anruf quasi ein ‚Reparaturauftrag‘ ist- das stresst die natürlich.
Aber schreib unbedingt weiter hier. Hier ist immer jemand und versteht dich vor allem.
Liebe Blendi,
Hast du mal überlegt vor Ort zu einer Gruppe zu gehen? Da sind Gleichgesinnte die auch was ohne Alkohol unternehmen wollen.
Oder gibt es bei deinem turnen jemanden, mit dem du mal einen Kaffee trinken kannst?
Ich frage deshalb weil die Einsamkeit in Verbindung mit der Suchtstimme, die ja gerade recht laut ist, nicht gut ist. Oder einfach telefonieren? Hast du dich jemandem offenbart?
Ich frage weil es mir total hilft an Tagen an denen mich meine Suchtdtimme wahnsinnig macht, meine beste Freundin auf einen Tee zu treffen und einfach nicht alleine zu sein.
Ich möchte das alles nicht mehr in meinem Leben. Ein Mann der den ganzen Tag pennt, keine Arbeit, mich beschimpft weil er unzufrieden mit sich selbst ist. Sich maßlos besäuft. Der sich null mit meinen Kindern beschäftigt, weil er halt kein Bock hat. Es reicht !!!!
Das klingt nach viel Kraft! Toll Laura, genau die brauchst du.
Deine Aufzählung erinnert mich an das Lied ‚warum brave Mädchen niemals glücklich werden‘ von den lassie Singers. Falls du in deiner Wut Aufheiterung brauchst und trotzdem den Fokus nicht verlieren willst, hör es dir mal an.
Aber du hast die richtige Einstellung gerade- du schaffst es da raus!
meinte das ich nicht gehen soll und nichts Mama erzählen soll.
Ich lese da was anderes als Pubertät. Der checkt was da zwischen euch abgeht und hat totale Angst dich zu verlieren. Kinder reagieren da manchmal erst mal paradox.
Der weiß nicht wohin mit seiner Angst und schreit dann halt ‚dann hau doch ab‘ statt ‚bitte bitte bleib‘.
Vielleicht braucht er die Sicherheit, dass auch wenn ihr streitet oder euch sogar trennen solltet du für ihn da bist und er dich nicht verliert.
was ich für eine tolle Frau bin, das keine so für Ihn da gewesen ist, wie ich..
Da lese ich eigentlich nur die Botschaft ‚bitte opfere dich‘.
An welcher Wahrnehmung zweifelst du? An dem Entzug im Krankenhaus (sicher von den Ärzten bestätigt), an seinem sofortigen weitertrinken trotz Lebensgefahr (hat er gar nicht verschleiert), am hängen an der Ex (hat er im Delir verraten), an seiner unschönen Art (und das ist echt noch nett ausgedrückt) wenn er betrunken ist?
Menschen die zu einer Person Schlampe und Ähnliches sagen, sind raus. Egal ob besoffen oder sehr wütend.
Du hast dich auf diesen schwer kranken und davon gezeichneten Mann eingelassen. Hast ihm die Hand gehalten, während er von der Ex gefaselt hat. Hast dich beschimpfen und erniedrigen lassen und immer wieder verziehen. So und jetzt ist mal gut mit Karma und so. Ist ja noch ne Weile Leben im hier und jetzt übrig- und da hast du wahrlich was Besseres verdient. Damit meine ich nicht den nächsten Mann sondern ein selbstbestimmtes Leben, in dem du deiner Wahrnehmung trauen kannst, mit Freundinnen im Kaffee sitzt während er besoffen rumstänkert und einem schönen Hobby nachgehst während ihm mal wieder vom saufen der Hals zu schwillt.
Du bist ihm null verpflichtet und hast schon mehr getan als du hättest tun müssen.
Nimm deine Kräfte und investiere sie wieder in dich. Ihn wirst du nicht mehr retten.
Ich lese immer mal bei den Angehörigen mit und kann oft die Zerissenheit förmlich greifen. Bei dir spüre ich aber deutlich, dass du eigentlich schon innerlich gekündigt hast und nur noch den letzten kleinen Stubser brauchst. Den gebe ich dir jetzt: Der Typ klingt wie der absolute Albtraum- mit allem! Lauf meine Liebe lauf!
Guten Morgen,
Da bist du aber früh. Dass mit der Schlaflosigkeit pendelt sich auch noch ein. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Mach mindestens drei Dinge heute, die dir einfach nur gut tun!
Entschuldigt meinen langen wirren Text, mir geht es im Moment wirklich besser ich musste sogar kurz innerlich lachen als ich festgestellt habe das ich nicht wahnsinnig bin.
Ach das freut mich! Klar kann man nicht erwarten, dass ihr euch in die Arme fallt und alles ist gut, aber immerhin mal ne Annäherung und du traust wieder mehr deiner Wahrnehmung. Ehrlich gesagt würde mich auch irritieren, wenn mein Partner mir erst so spät mitteilt, dass er operiert wird.
Sie scheint sich da etwas holprig ausgedrückt zu haben, aber vielleicht heißt es übersetzt ‚Ich möchte an deinen Terminen mehr teilhaben- erzähl mir doch sowas bitte dann können wir auch Termine besser abstimmen.‘
Was kommt nun als nächstes : Such Dir einen Mann ?
Das macht es meistens nicht besser sagt meine Erfahrung.
Ich bin auch ambitionierte Häklerin - erst recht seit der Nüchternheit. Dazu ein gutes Hörbuch- das bringt mich runter.
Wie sieht es im Moment mit Ruhephasen aus? Geht das? Ich war am Anfang extrem hibbelig. Dann kam eine Phase in der ich nur noch pennen wollte- jetzt nach 9 Monaten wird es langsam normaler.
Kannst du gut schlafen?
Mir ist immer noch nicht klar ob deine Frau auch Alkoholikerin ist oder ob sie aus einer anderen Dynamik heraus nicht mitzieht.
Das timing für Gespräche - wenn sie denn versucht werden- ist bei euch leider unterirdisch.
Forciere doch echt nochmal die Paartherapie. Du bist hin und hergerissen und völlig fertig und aus ihr werde ich beim besten Willen nicht schlau. Neutraler Boden, wirklich Zeit und wirklich ernsthaft und vor allem mal konstruktiv reden. Alles andere habt ihr ja jetzt durch.
Vor den Kindern musst du ihn ja nicht raus schmeißen- das wären unschöne Szenen. Können die Kinder mal zur Oma oder so, damit ein Gespräch tagsüber und nüchtern möglich ist?
Dann klar sagen was ist. Du hast lange gehofft, aber du hast einfach jetzt keine Kraft mehr so zu tun als wäre alles gut.
Glaubst du denn er geht auch wenn du ihm sagst dass er gehen soll? Vielleicht erst mal zu einem Kumpel oder seinen Eltern, damit du und die Kinder mal durchatmen könnt?
Aber nicht für drei Tage und dann wie gehabt. Aber erst mal als schnelle Lösung. Dir geht es doch echt dreckig.