Beiträge von Landliebe

    Ich als Kind alkoholkranker Eltern kann dir nur raten, deine Kinder von ihm fernzuhalten egal ob er in ihrer Gegenwart trinkt oder nicht. Kinder bekommen so so vieles mit was man gar nicht denkt. Lass sie bitte nicht in seiner Gegenwart, du weißt nicht was passiert und wie dein Mann drauf ist.

    Zweitens als mein Vater verstorben ist im Oktober, hat meine Mutter noch mehr gesoffen als vorher um sich (ANNAHME!) zu betäuben, zu vergessen oder zu verdrängen… Pauschal lässt sich aber natürlich nicht sagen was passiert.

    Such dir am besten Hilfe über den sozial psychiatrischen Dienst deiner Stadt/Gemeinde.

    Oh Smilla,
    mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Auch ich wünsche dir viel Kraft beim Trauern und auch loslassen. Bei mir war es ähnlich als mein Vater im Oktober diesen Jahres verstorben ist, die Trauer über den Verlust ist da aber ein Teil geht auch wie zum Beispiel die Angst und Sorge um ihm. Ich fühlte mich auf der einen Seite unfassbar traurig und auf der anderen erleichtert.

    Fühl dich gedrückt ❤️

    Hallo Maleli und schön, dass du den Weg in dieses Forum gefunden hast 😊


    Ich bin „nur“ Kind alkoholkranker Eltern aber habe das gleiche Gefühlschaos durchgemacht wie du. Kaputtes Vertrauen, Lügen und Vertuschungen. Ich bin selbst noch nicht drüber weg und muss noch vieles aufarbeiten aber ich kann dir sagen, dass du nicht alleine bist.

    Du schreibst, dass du Angst hast vorm alleine sein. Hast du denn nicht jetzt schon das Gefühl alleine zu sein? Dein Partner ist nicht mehr zu 100% der Partner, den du kennengelernt hast und den du brauchst. Bist du glücklich mit ihm? Was hält dich bei ihm?

    Einem Alkoholiker kannst du nicht helfen trocken und abstinent zu werden. Er muss es von alleine wollen und wenn seine Gedanken und sein Leben leider weiterhin sich um den Alkohol drehen, kannst du noch so viel machen und tun, es wird nichts bringen.

    Meinem Vater hat erst ein Krankenhausaufenthalt mit Diagnose Leberzirrhose Stadium 2 die Augen geöffnet und er wurde trocken, da dein Mann ja schon eine diagnostizierte Leberzirrhose hat, muss es wohl erst richtig knallen bis die Einsicht kommt. Oft leider erst zu spät mit dem Tod.

    Hey Zoe,


    ich habe gerade deinen Faden gelesen und es klingt schrecklich was du mit dir machen lässt!

    1. Pack das Handy weg und mach es aus.
    2. Selbst wenn Sachen von dir im Haus sind und er sie zerstören sollte, alles kann man nachkaufen! Dein Leben und deine Gesundheit aber für kein Geld der Welt.

    Nimm dich aus der Schusslinie, mach dir im Hotelzimmer den Fernseher an, irgendwas blödsinniges laufen lassen und sich ablenken.

    Hab schon mal bei den AI Anons geschaut. Wollte versuchen mal ein Meeting zu besuchen.

    Hallo Schwesti,


    auch von mir ein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust. Ich kann deine Gefühle total verstehen. Ähnlich ist mein Vater vor knapp 2 Monaten verstorben, er war seit 2 Jahren trocken aber hat sich dennoch kaum um seine Gesundheit gekümmert und ist mit einer Blutvergiftung und anschließendem Multiorganversagen verstorben. Auch ich mache mir unzählige Gedanken und habe Fragen. Mir helfen die Meetings der Anonymen Alkoholiker bei uns in der Gemeinde. Da dürfen auch Angehörige hingehen (meine Mutter ist zudem auch Alkoholikerin). Die Gruppe gibt mir viel Kraft und Zuspruch. Lass dich darauf gerne mal ein und besuche die Al Anons oder AAs bei dir in der Stadt/Gemeinde.

    Herzliche Grüße
    Landliebe ❤️

    Ein kleiner Abriss der letzten Wochen. Der Besuch bei meiner Mama war ein Gefühlschaos, zwischen Freunde, Trauer und allem drum herum. Ich habe ihr schonungslos meine Meinung gesagt und sie auch direkt mit allen Vorfällen konfrontiert. Sie versteht wieso sie dort ist und reflektiert auch selbst seid wann es wirklich schnell bei ihr abwärts ging.

    sie meldet sich selbstständig jeden Tag bei mir und wir telefonieren dann. Heute hat sie auch das erste mal am Telefon geweint nachdem ich ihr wiederholt sagte, wie sehr sie mich verletzt hat. Ich bin stark genug um zu wissen, dass sie noch einen langen Weg vor sich hat. Das meine Wunden, die sie mir angetan hat, nicht schnell wieder zuwachsen und tiefe Narben bleiben. Es muss erstmal wieder ein Vertrauen zwischen uns aufgebaut werden und dies muss aus ihrer Initiative und Motivation geschehen. Sie selbst muss es wollen trocken zu werden und zu bleiben und nicht nur weil die Ärzte ihr heute gesagt haben, dass sie keinen Alkohol mehr trinken darf weil sie schon Schädigungen im Gehirn erlitten hat.

    Morgen werde ich sie besuchen und bin sehr gespannt was jetzt in einer Woche passiert ist bei ihr.

    Ich konnte mich in den letzten beiden Wochen sehr auf meine Mädchen fokussieren und endlich auch wieder auf mich. Bin froh alles an den gesetzlichen Betreuer abgeben zu können. Kommenden Freitag haben er und ich einen Vortort Termin in der Klinik mit der Ärztin wie es mit Mama weitergehen soll. Dort werd ich aber nur zuhören und mit keine Aufgaben aufladen und mit nachhause nehmen (vielleicht müsst ihr mir bis dahin nochmal ins Gewissen reden, dass ich das auch wirklich durchziehe 🙈).

    Ich merke es immer wieder wie meine Gedanken um meine Mutter kreisen und ich immer noch in der Co Abhängigkeit gefangen bin. Mache mir Gedanken wie es nach der Klinik mit ihr weitergeht und so weiter …

    Mir geht es tatsächlich viel besser jetzt wo ich weiß dass sie dort Hilfe bekommt. Ich kann meine Energie wieder für positive Sachen einsetzen (bin ehrenamtlich aktiv). Den Mäusen geht’s gut und ich genieße die Kuschelzeit (bei dem Wetter bleibt einem auch nichts übrig). 😊

    Hallo Sportfreund,


    deine Geschichte klingt ähnlich wie meine. Lese dir doch gern meinen Faden durch, da wirst du einiges finden was ähnlich ist.

    Meiner Mutter konnte ich nur mit Zwang helfen und habe sie letzte Woche Freitag durch den Landkreis/Gesundheitsamt und Amtsgericht zwangsweisen lassen nach dem BGB (nicht dem Psych KG). Vorher war auch der sozial psychiatrische Dienst und jemand vom Landkreis bei ihr, da hat sie sich auch von der besten Seite gezeigt. Anders wusste ich mir nicht zu helfen, sie hätte sie zuhause zu Tode gesoffen. Hat auch Erinnerungslücken, konfabuliert und fährt alkoholisiert Auto ähnlich wie bei deiner Mama.

    Ich hoffe meiner Mama wird jetzt in der Klinik geholfen und sie hat Einsicht, dass es so nicht mehr weiter geht. Aber wie natürlich die anderen auch schon geschrieben haben, deine Mutter muss es selbst wollen alles andere bringt nichts. Sie muss selbst die Einsicht und den Willen haben aufzuhören und die Sucht zum Stillstand bringen.

    Für mich selbst haben in den letzten Wochen Selbsthilfegruppen der Al-Anon und der AA Angehörigen geholfen. Und tatsächlich auch der Abstand zu meiner Mutter.

    Wünsche dir viel Kraft 🍀

    So heute habe ich das erste mal mit meiner Mama telefoniert. Sie klang müde und traurig hat aber verstanden wieso sie dort ist.

    Sonntag werde ich sie besuchen, ich denke das es ihr nochmal Kraft gibt auch wenn ich eigentlich auf Abstand gehen wollte. Sie tut mir leid.

    vielleicht kann mir jemand diese Frage beantworten: Ist einem bei der Entgiftung sehr kalt? Sie sagt sie friert, möchte dicke socken und kuschelige Pullover haben. Mein Papa hatte es damals auch nach dem Entzug, dass er immer kalte Hände hatte. Hat da noch jemand Erfahrungen zu?


    LG Landliebe

    Hey Alex, danke für deine Mühe! Ich dachte gestern schon es lag an mir, dass ich nicht reinkomme.

    Was du im Hintergrund leistest, wahnsinn! 🍀 gibt es irgendwie eine Paypal Spendenadresse damit wir dich unterstützen können damit das Forum weiterhin rund läuft?

    So sie ist nicht selbst in die Klinik gegangen - ich hab’s erwartet. Es wurde ein neuer Betreuer gefunden, der nun durch das Amtsgericht noch bestellt werden muss und dann bin ich raus. Sie wurde heute per Beschluss zwangseingewiesen und ich bin unfassbar froh darüber, dass sie nun endlich Hilfe bekommt. Morgen werde ich mal zum Haus fahren und mir ein Bild machen, wie verwahrlos sie dort gehaust hat und schon mal ein bisschen Ordnung schaffen. Am Montag werd ich dann eine Übergabe mit dem Betreuer machen und dann erstmal ganz tief durchatmen.

    Der Betreuer wird sich nach ihrem Aufenthalt in der Klinik auch um eine neue Wohnsituation kümmern, denn zurück ins Haus kann sie definitiv nicht.

    Danke euch für den Austausch, die lieben Worte und besonders an Alex die ermahnenden Worte. Ich werde weiterhin berichten und stille Mitleserin sein.

    Schönes Wochenende euch ☀️

    Und das ist mein Beitrag vom 28. Oktober.

    Es wäre eine gute Idee, zu versuchen umzusetzen, was dir hier geschrieben wird.

    Ich werde es ab morgen umsetzen. Da warte ich noch den Anruf vom Landkreis ab und werde meinen Wideruf ans Gericht abschicken und den Kontakt endgültig zu meiner Mutter abbrechen. Auch wenn mir das so unendlich schwer fällt, es ist ja noch meine Mama aber wird nie wieder die alte sein (zu viel kaputt im Kopf).

    Ich denke wirklich, dass sie ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. Ich dachte wirklich, wenn ich sie nicht mehr besuche und ihr auch die Enkelkinder vorenthalte und sage, dass wir sie erst wieder besuchen wenn sie in die Klinik geht, dass sie dann jedenfalls in die Klinik geht. Aber dem ist leider nicht so.

    Unendlich froh bin ich ein Stück, das mein Papa das gerade nicht miterleben muss.

    Hallo zusammen,

    solangsam kann ich nicht mehr. Meine Mutter hätte für morgen einen Termin zur Entgiftung gehabt, den sie selbst heute wieder abgesagt hat. Sie lügt mich an, dass die Klinik diesen abgesagt hätte. Ich bin so unfassbar sauer auf sie !! Sieht sie denn nicht wie schlecht es ihr geht?

    Das Wernicke Syndrom entwickelt sich immer weiter, sie hat erst heute Morgen wieder geschrieben wo denn ihr Mann wäre.

    Ich hab den Fall nun wieder zum Landkreis gegeben und werden morgen auch meine gesetzliche Betreuung abgeben. Mental kann ich absolut nicht mehr.

    Habe heute über eine Freundin erfahren (sie arbeitet bei der Krankenkasse), dass meine Mama aufgrund des Todes meines Vaters nicht mehr krankenversichert ist. Darum konnte ich mich dann heute auch noch kümmern (trotz zwei kleiner Babys die mich brauchen).

    Dauernd kreisen die Fragen in meinem Kopf:


    Wieso will sie keine Hilfe? Wieso lügt sie mich an? Sieht sie nicht wie krank sie ist? Das ist doch kein Leben mehr, den ganzen Tag im liegen, nichts essen nur noch saufen, keine Körperpflege mehr, die Zähne vergammeln, seit zwei Wochen die gleiche Unterhose an, Arsch nicht abwischen und und und …


    Entschuldigt bitte die Ausdrucksweise - heute Abend gehe ich nochmal zur Selbsthilfegruppe. Momentan ist echt alles scheiße in Bezug auf meiner Mutter