Ich glaube es wäre wirklich wichtig dir psychologische Hilfe zu suchen. Narzisstischer Missbrauch ist nicht ohne und sollte nachhaltig aufgearbeitet werden. Von dem was du schreibst, hängst du voll drin, das ist auch völlig normal. Aber durch die Verbindung zu ihm durch Haus und Kinder, kannst du den Kontakt nicht einstellen um zu heilen. Ergo, das was jetzt passiert ist ein Teil des Trauma Bondings. Es ist ein Mechanismus des Nervensystems, der dich wieder zurück zieht und alles hinterfragen lässt. Das ist normal, aber sollte sicher dringend mit professionellen Fachkräften gelöst werden. Zumindest dann, wenn es auch wirklich um psychischen Missbrauch gehandelt hat. Tut mir leid, dass ich hier so faktisch hart und klar bin, nur muss man realistisch DEIN Rückfallrisiko betrachten.
Beiträge von SummerSun
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Ich glaube auch, dass es sinnvoll ist, den Kontakt aktuell auf das Nötigste einzuschränken.
Deine Gedanken und deine Gefühle kann ich aeh gut nachvollziehen. Ich habe auch sehr lange gebraucht, bis ich das für mich akzeptieren konnte. Ich möchte auch sagen, dass ich nicht zufrieden mit meinem Leben bin, wenn das der Zustand wäre, der sich permanent einstellen würde. Aber es gibt sehr sehr viel Zugewinn, viele glückliche Momente, viel mehr Fokus auf mich selbst.
Du hängst aktuell gedanklich noch ganz schön an deinem Mann. Das ist normal und es wirkt völlig unglaublich, dass sich das irgendwann mal ändern wird. Er wird sicher nicht mit dem Trinken aufhören. Er zeigt ja aus deiner Sicht narzisstische Verhaltensweisen. Alkohol spielt in solchen Gefügen eine große Rolle. Es ist ein Bewältigungsmechanismus und der Narzissmus eine Schutzstrategie. Solange da keine fundierte Therapie und eine Einsicht erfolgt, passiert da nichts.
Ich glaube es wäre wichtig, den Fokus auf dich zu richten. Ja, du darfst trauern, ja es ist traurig was passiert und dass er ein Alkoholproblem hat. Auf das was er macht, hast du keinen Einfluss, aber du kannst dein Leben aktiv gestalten.
Wenn du es richtig anstellst und deine eigenen Themen richtig auf arbeitest, wird sich dein Horizont irgendwann erweitern und du kannst das Positive an der Vergangenheit sehen.
Ich weiß nicht mehr, ob du therapeutische Hilfe in Anspruch nimmst, aber falls nicht, ist das meine Herzensempfehlung. Ich kann dir auch einige Links und Anlaufstellen empfehlen, gerade was das Thema Narzissmus betrifft. Falls dich das interessiert, kannst du mir gerne eine PN schicken.
Sei gnädig mit dir. Die Verarbeitung braucht Zeit.
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Das Traumaband lässt sich lösen, mit professioneller Hilfe und Abstand.
Ich kann mich sehr gut in deine Situation zurückversetzen, all deine Gefühle sind ganz normal. Es ist ja auch noch nicht so viel Zeit vergangen.
Ich wünsche dir für heute auch ganz viel Kraft. Lass am besten die Anwälte sprechen und versuche Kontakt weitgehend zu vermeiden, falls möglich
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Also ich sag mal so. Es gibt da gewisse Software aus anderen Ländern, die trotzdem ausspionieren können. Ich war Opfer davon.
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Die Scheidungspapiere gibt es ja erst nach Ablauf des Trwnnungsjahres. Ich würde mich ganz schnell mit der Anwältin auseinandersetzen. Am besten wäre es nämlich, dass du mit den Kindern im Haus bleibst, auch in der Trennungsphase und ich meine, wenn du so und so lange aus dem Haus raus bist, darfst du erstmal nicht rein oder so, aber da ist halt eine fachkundige rechtliche Beratung wichtig.
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Man muss auch erst wieder lernen für sich selbst einzustehen, sich selbst als wichtig zu erachten und sich um sein eigenes Leben zu kümmern. Das ist anfangs schwer, weil der Lebensinhalt ja das Aufrechterhalten des Systems war.
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Ich glaube das ist wirklich eine der bittersten Erkenntnisse in meinem Leben. Du kannst niemandem helfen, der sich nicht selbst helfen will.
Und man kann das ja wunderbar auf uns Cos übertragen. Wenn wir uns weiter dem "Süchtigen unterwerfen" wollen und dabei unglücklich sind, hilft ja kein Rat von außen. Wir verbleiben in der Situation.
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Anzuerkennen, dass ich nix machen kann - das war für mich ein wesentlicher Punkt. Das fällt mir immer noch schwer.
Oh ja. Das geht mir eins zu eins genauso. Obwohl ich aufgehört habe mich zu kümmern und immer mehr abgegrenzt habe, geht es mir damit nicht gut, weil ich einfach sehe wie ein Mensch, den ich mal sehr geliebt habe sich vollständig vernichtet.
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Ich kann für mich sagen, dass mein Weg gefühlt von Kindheit "gebahnt" wurde, auch ohne Alkohol. Kann mich erinnern, wie mir oft meine Wahrnehmungen abgesprochen wurden. Wie oft sah ich etwas falsch, oder verstand es angeblich nicht.
Das ist bei mir ganz genauso. Und in gewissen Punkten war ich sicher auch naiv und habe an gewisse Aussagen (ich könnte jederzeit aufhören...wenn ich wollte) geglaubt, weil das an den Alkohol gekoppelte Verhalten auch nicht sonderlich beziehungsfreundlich war.
Dass irgendwas faul war, habe ich lange genug gerochen, aber auf mich und meine eigene Wahrnehmung zu vertrauen, fiel mir schwer. Das kannte ich ja nicht.
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Liebe Releaseme,
ich war letztes Jahr genau an dem gleichen Punkt wie du. Ich kann dir nur sagen, hab Vertrauen, es ist normal, dass es dir gerade so geht. Diese Akzeptanz braucht viel Zeit. Dein Schmerz ist völlig normal. Es wird einfacher werden.
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Aber Muster, die durch die Kindheit entstanden sind, haben ja nichts mit einer Sucht durch eine Substanz zu tun.
Und ich denke man muss hier mal ganz klar trennen. Es gibt Menschen mit Persönlichkeitsstörung, die gibt es auch in der Co-Abhängigkeit, aber ein ängstlicher Bindungsstil mit einer Tendenz zur Anpassung ist keine Störung per se.
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Ich habe auch mal darüber nachgedacht , was meine Therapeutin zu mir gesagt hat. Ich habe sicherlich co-abhängiges Verhalten gezeigt, aber sie meinte ich zeige keine co-abhängige Persönlichkeitsstörung, weil ich in anderen Bereichen des Lebens sehr unabhängig agiere und auch mit dem Start der Loslösung von meinem Ex-Mann immer mehr in die Selbstständigkeit zurückgefunden habe.
Ich denke nicht, dass die Sucht und die Co-Abhängigkeit vergleichbar sind. Sicherlich gibt es Persönlichkeitsakzentuierungen, die eine höhere Neigung zu solchem Verhalten zeigen.
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Ich bin jetzt mal ganz kurz ein bisschen böse zu dir, nur um dir liebevoll etwas aufzuzeigen.
Du hast ein ganz großes Problem. Deine Co-Abhängigkeit. Und anstatt zu sagen, ich gehe das jetzt aktiv an, damit es den Kindern besser geht, damit es dir und deiner Gesundheit besser geht und auch damit dein Mann selbst ins Handeln kommen kann, greifst du weiter zur co-abhängigen Flasche.
Was ich damit sagen möchte: du verhältst dich nicht anders als dein Mann. Es ist richtig schmerzhaft und es ist sicher auch so schlimm, dass es kaum auszuhalten ist, aber du bist jetzt schon richtige Schritte gegangen, nur um nun wieder vor dem richtigen Weg zu fliehen.
Es heißt nicht, dass es nicht einen gemeinsamen Weg geben kann, aber der muss anders erfolgen.
Dein Mann trifft bei dir die richtigen Punkte. Er Triggert dich, macht dich für sein Unheil verantwortlich und du, in deiner Co-Bubble springst natürlich total darauf an. Du reagierst nach deinem Muster, nachdem du angefangen hast, es zu durchbrechen. Es gibt immer wieder Rückschritte, aber ich appelliere hier ganz stark an dich nicht den ultimativen Rückschritt anzutreten.
Du hast eine Stimme, du hast eine Meinung, du hast ein Gefühl und das ist mindestens genauso viel Wert wie das deines Mannes. Du bist nicht gegangen, weil alles rosig war, du bist gegangen, weil es nach sehr langer Zeit einfach nicht mehr möglich war in dieser Konstellation zu leben.
Er arbeitet jetzt an dir und deinen alten Mustern. Und da du sowieso noch nicht ganz bei dir und dem was du willst angekommen bist, hat der da natürlich gute Chancen. Er macht aber nicht das was notwendig wäre, er übernimmt keine Verantwortung für sein Handeln. Er stellt sich in die Opferrolle und dementsprechend hat er noch nichts gelernt.
Ich bin selbst durch diese Zeit durch, so viele hier im Forum mussten das tun. Es ist super hart, es ist schwer und furchtbar und anstrengend. Aber wenn du irgendwann über diesen Berg hinüber bist, wird es besser. Das verspreche ich dir. Ob am Ende dann dein gesundeter Mann wartet, das weiß niemand, aber so wird es langfristig nur schlimmer werden und das weißt du im Grunde auch.
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Ich glaube auch, dass es der richtige Schritt ist, von Tag zu Tag zu leben und auf die eigenen Gefühle zu schauen.
Wenn wir den Alkohol als über alles schwebendes Thema mal ausblenden, geht es doch in erwachsenen Beziehungen vor allem um eine Sache, um emotionale Reife. Das heißt auch, dass ein Partner in der Lage sein sollte für das was er verbockt hat, egal was es ist, die Verantwortung zu übernehmen. Und das heißt ja nicht, sich lapidar zu entschuldigen, sondern alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, damit wieder Vertrauen aufgebaut werden kann. Das würde ich mich bei jedem Schritt, den du gehst fragen.
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Schon richtig - solange keine Kinder im Spiel sind.
Das stimmt schon. Aber auch hier braucht das Herz seine Zeit. Bzw. ist ja anzunehmen, dass dahinter Glaubenssätze stecken, die aufgearbeitet werden müssen.
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Da stimme ich meinen beiden Vorschreibern auch zu. Ich bin zwar getrennt, aber es ist noch lange nicht so, dass man das von außen als richtig getrennt bezeichnen könnte. Auch ich habe mich privat und hier im Forum immer mal wieder zurückgezogen. Ich glaube jeder muss seinen individuellen Weg gehen und zurückgehen ist zwar ein schmerzhafter, aber ein durchaus legitimer Weg. Ich glaube ganz fest daran, dass man gewisse Dinge, sobald man sie einmal gesehen hat, nicht mehr ungesehen machen kann. Der Rest ist ein Prozess. Und wie langsam oder schnell er von statten geht, ist total individuell.
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Du darfst doch Hoffnung haben, aber Hoffnung haben, heißt ja nicht automatisch den Weg, den du gerade gehst, nicht erst einmal weiterzugehen. Gerade sorgst du für deine Kinder und dich und lässt ihn sein Ding machen. Ob er den Entzug macht, ob er sein Leben ändert und an seinen destruktiven Verhaltensweisen arbeitet, weiß nur die Zukunft. Du baust dir gerade ein Leben auf, in dem du alle Möglichkeiten hast. Was am Ende dabei heraus kommt, wirst du sehen.
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Ich glaube auch, dass es entscheidend ist zu wissen, dass man nicht von Anfang an total fein mit der Entscheidung ist, zu gehen, sondern dass es ein Prozess ist, der einen mal wieder etwas zurück wirft und dann wieder nach vorne bringt.
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Ich sehe das genauso. Seine Welt bricht gerade zusammen und er sucht nach den einfachsten Wegen den komfortablen Zustand wiederherzustellen.
Ich glaube auch, dass du jetzt aufpassen musst. Dir wird wirklich viel Hass entgegenkommen und auf diesen solltest du dich innerlich vorbereiten.
Bei dem Wunsch die Kinder heute zu sehen, wäre ich hart. Warum sollst du jetzt nachgeben? Und wie würde das ablaufen? Er soll sich erst einmal um sich kümmern und nach und nach könnt ihr eine Lösung, am besten mit einer externen Stelle, wie der Caritas oder dem Jugendamt finden. Und sollte das nicht funktionieren, gibt es noch das Amtsgericht, dass dann gerne von seiner Seite mit eingebunden werden kann.
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Das ist ganz normal, dass du so empfindest. Letztendlich ist es für das Gehirn einfacher den alten Schmerz zu ertragen, da baut es sich dann schöne Bilder aus der Vergangenheit zusammen, als die Ungewissheit des Neuen zu ertragen.
Wichtig ist. Du darfst so fühlen. Es ist normal, dass du genau so denkst. Es mag dir gerade sehr schwer fallen, aber wenn du in deinem eigenen Faden liest, kommst du wieder ein bisschen in der Rationalität an.
Zurückgehen würde ja erst einmal die Wunde grob überdecken. Aber sie ist immer noch offen und nicht geheilt. Das kann dir erst gelingen, wenn du einen Schritt zurückgehst.
Mir hat es geholfen mir selbst zu sagen, dass das jetzt erst einmal der Weg ist und wenn es in einem halben Jahr anders aussieht, kannst du ja immer noch neu oder anders entscheiden.