Warum mir das durch den Kopf geht und ich es hier schreibe ist das ich mir gedanken mache an was das liegt. Alkohol, Menopause oder einfach keinen Bock mehr?
Hm, das ist ja hier ein Alkoholiker-Forum und kein Beziehungsratgeber und ich kenne weder dich noch deine Frau. Eigentlich kennt man sich ja nur selber am Besten und jeder Mensch ist individuell. Verallgemeinerungen oder Spekulationen, warum sich jemand wie verhält sind fehl am Platz, da hilft nur ein Gespräch miteinander.
Ich kann nur meine Erfahrung dazu mitteilen und ich muss sagen, wenn man absolut keine Nähe mehr vom Partner erträgt (nicht mal mehr in einem Bett schlafen wollen ist schon ziemlich deutlich) und wenn man sich an jeder Kleinigkeit an ihm nur noch stört ("wie ich das Brot schneide") und das lange Zeit so geht, dann ist meiner Meinung nach leider ursächlich, dass man keine Liebe mehr für ihn empfindet. War ich in diesem Stadium in einer Beziehung angekommen, gab es für mich nur noch eine Option: die baldige Trennung, das war für mich irreparabel.
Geht das nur selten so und für kurze Zeit, ist das sicherlich in langjährigen Beziehungen normal, da nervt man sich auch hin und wieder, aber dauerhaft ist ein Alarmsignal.
Tut mir leid das so zu sagen, aber zumindest bei mir war das am Ende von Beziehungen ähnlich und Alarmstufe rot. Die "Liebesbrille" aufzuhaben mindert Fehler und Unzulänglichkeiten des Partners. Fehlt diese, war ich nur noch genervt, egal was und wie das Gegenüber macht, man möchte möglichst viel Abstand schaffen und findet alles am Partner nur noch doof. Gute Seiten rücken in den Hintergrund, schlechte sind besonders präsent und fallen einem permanent auf.
Hoffentlich liege ich damit falsch und ihr kriegt das wieder hin, ich kenne das halt so von mir. Ich möchte dich damit nicht verletzen, aber als mögliche Ursache solltest du das in Betracht ziehen. Redet doch nochmal in Ruhe miteinander, wo ihr als Paar steht und wie ihre Gefühle dir gegenüber sind.
Gerade als Paar mit Kindern geht es ja manchmal sehr viel um Organisatorisches. Sich die Zeit zu nehmen, in einer ruhigen Minute über Gefühle zu sprechen empfinde ich in einer Beziehung als essentiell.
Bestimmt ist ein Mediator/ Paartherapie wirklich eine gute Idee, wenn sie sich darauf einlassen kann und möchte. Wenn man nicht mehr miteinander ins Gespräch kommen kann, werden so vielleicht mal die Karten auf den Tisch gelegt und selbst, wenn es nicht gut steht, weiß man wenigstens, was los ist und schafft eine saubere Trennung, wenn nötig. Es hängt ja bei euch einiges dran mit Kindern und vielleicht gemeinsamen Eigentum.
Wie es sich wirklich bei euch verhält, kannst du natürlich am Besten beurteilen und ich wünsche euch, dass ihr das gemeinsam hinbekommt.