Hallo, ich habe die letzten Monate viel für mich getan und versuche an meinem Mindset zu arbeiten. Ich habe das Glück bald mit einer Therapie starten zu dürfen. Hab mir psychologische Hilfe gesucht. Manchmal packt es einen plötzlich und man macht einen entscheidenden Schritt...
Meinen Vater besuche ich derzeit sporadisch. Mir ist oft nicht danach. Möchte den Geruch der Wohnung gar nicht in der Nase haben. Wenn ich ihn besuche dann wirkt er meistens traurig, friedlich und teilnahmslos, irgendwie eine Mischung daraus. Alles ist unverändert. Als würde die Zeit für ihn still stehen. Meine Wut auf ihn wird immer weniger, seit ich ihn wieder sehe. Viel zu traurig ist der Anblick. Auf meine Großmutter jedoch um so größer. Wie sie dieses dahinvegetieren pflegt und aufrecht erhält und meinen Vater zu ihrem Lebensmittelpunkt macht nervt mich ungemein. Dabei ist das eigentlich genauso traurig.
Ich will so gerne einfach glücklich sein. Aber die Auseinandersetzungen der letzten Jahre und wie sich dieser Familienteil damals gegen mich wendete, das verfolgt mich bis heute. Dieses ständige innere hin und her zwischen dem betteln nach Anerkennung und Liebe und der Verachtung und dem Unverständnis ist meine größte Belastung, denke ich momentan.