Hallo,
ich habe einen alkoholabhängigen Vater, der sich mittlerweile in der sogenannten "chronischen Phase" befindet. Er verwahrlost in seiner Wohnung, schläft, schaut fern oder vegetiert vor sich hin, wäscht sich nicht mehr und verrichtet seine Geschäfte in diversen Eimern, da er nicht mehr laufen kann... Ich habe ihn dieses Jahr nach vier Jahren Funkstille wieder gesehen und werde ihm aus vielerlei Gründen nun wieder häufiger begegnen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden mich in diesem Forum anzumelden und mir vielleicht ab und zu etwas von der Seele zu schreiben und die Geschichten anderer Angehöriger zu lesen und eventuell auch mal einen hilfreichen Rat abzugeben oder meine eigene Sicht der Dinge nochmal zu überdenken.
Ich habe den Eindruck mein Vater wird sein Leben nicht mehr in eine positive Richtung lenken. Während ich schreibe schmerzt mir der Bauch und Tränen steigen mir in die Augen. Sicher können sich fast alle Kinder von Alkoholikern mit dem Gefühlschaos identifizieren: Ein Durcheinander von Hass, Trauer, Selbstmitleid, sich wünschen dass es endlich vorbei ist und sich dann fragen ob es noch eine Chance gibt und wie schön dann alles sein könnte etc.
Nun schlage ich einen Weg ein, der mit viel Arbeit an mir selbst verbunden ist.
Frei nach Aristoteles: Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.