Natürlich.
Bei mir ist es so. Ich vordere von mir immer selber viel .
So steigt die Belastungen immer mehr und mehr wenn ich dann überlastet bin finde ich kein Ventil um den Ausgleich zu finden.
Da kommt der Alkohol zum Einsatz um für kurze Zeit zur Ruhe zu finden.
Was natürlich nicht die Lösung ist und alles schlimmer macht .
Ich gebe jetzt auch Verantwortung ab .
Bin fürsorglicher zu mir selbst.
Erkenne frühzeitig die Überforderung.
Der Rückfall alleine weil man die Mechanismen der Sucht beigebracht bekommt war nicht so wie sich das Suchtgedächtnis es erwartet hätte.
Es gab keine Euphorie Entspannung.
Man war sofort genau an dem Tiefpunkt wie vor einem Jahr.
Selbst die Toleranz war direkt wieder gleich.
Die Erinnerung an die schlimmen Zeiten waren direkt wieder im Gefängnis.
Das trinken um die Entzugserscheinungen zu Lindern waren aktuell wie am Anfang.
Der Gedanke das der Alkohol und der Rückfall die Genesung nach hinten verschoben haben waren depremierend.
Das Medikament Alkohol hat diesmal nicht gewirkt.
Der Gedanke wie schön es ist ohne der Sklave von dem Alkohol zu sein hat das rauskommen aus dem Rückfall deutlich erleichtert.
Die Erkenntnis und der Beweis (Ja das Suchtgedächtnis ist betrügerisch)
Nein ich kann nicht trinken keinen Tropfen.
Die Erinnerung daran und das Bekenntnis ich will auch nicht trinken haben mich raus geholt.
Und auch ja das wissen das Hilfe annehmen keine Schande ist.
Psychotherapie werde ich Anfang um noch die tiefer gehende Problem der Alkoholsucht zu verarbeiten.
Ich bin jetzt über 2 Monat wieder trocken und glücklich und tatsächlich habe ich seit dem Rückfall keinen Suchtdruck gehabt.
Das bedeutet aber nicht das ich zu sicher werden kann.
Es wird mich ein Leben lang begleiten aber ich habe es akzeptiert und lebe ziemlich gut damit.