Beiträge von Kazik

    Hi LK,

    ich habe mich ähnlich wie Du mit ca. 14 von meinen Eltern abgewendet, weil sie keine Macht mehr über mich haben sollten. Und es war nicht nur wegen der Gewalt. Da „passte“ so ziemlich alles nicht und mir war klar, das wird sich auch nicht ändern. Und vor allen Dingen wollte ich sie, nachdem, was bis dahin passiert war, nicht mehr ändern. Den die Änderung von etwas Schlechtem bleibt immer noch weitestgehend schlecht. Also beschloss ich, halbfertig wie ich war, nicht nur das zu tun, was ich will, sondern im Kern auch nur die Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Ich wollte nicht die Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen oder bekommen, weil ich andere Menschen nicht der Gefahr aussetzen wollte, dass ich das Gleiche mache, wie meine Eltern. Und ich wusste, dass diese Gefahr bestand, den meine Eltern hatten 14 Jahre Zeit auf mich einzuwirken.

    Nun ich habe dann in meinem Leben trotzdem oft Verantwortung auch über Menschen übernommen, aber ich habe immer so gut ich konnte vermittelt, dass alle Ihre Selbstverantwortung haben und auch behalten. Und dass ich mich nicht hinter Ihnen verstecke und sie sich aber auch nicht hinter mir verstecken sollen. Was aber nicht heißt, dass ich diese Menschen nicht geschützt habe.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK und Ihr,

    ich persönlich finde diese Diskussion gerade etwas bizarr, weil es für mich aktuell völlig egal ist, was ich zu Alkohol oder anderen Drogen mal gedacht habe und vielleicht heute noch denke oder eben nicht. Und letztendlich ist es auch egal, ob ich weiterhin denke des erwachsenen Menschen das Recht haben zu konsumieren, was sie wollen. Denn das heißt erwachsen sein. Ich habe konsumiert, was ich wollte. Habe, was Alkohol angeht, mich in eine Sucht konsumiert (aka gesoffen). Und ich wusste von meinem 18 Geburtstag bis heute das das passieren wird, wenn ich ernsthaft saufe. Denn es gibt bekanntermaßen kein halb süchtig oder süchtig light. Und die Antwort auf die Frage, ob ich noch einmal ernsthaft anfangen würde zu saufen oder überhaupt Alkohol zu trinken lautet im Hier und Jetzt Nein. Würde ich es tun, wäre ich wieder drauf.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Bono59 und Ihr Alle,

    ich glaube, dem ist auch erstmal nichts mehr hinzuzufügen. Denn Du, Rennschnecke und ich sind uns darüber einig, dass wir unsere von Ärzt*innen oder Therapeut*innen im Zusammenhang mit unserer Depression verordneten Medikamente wie verordnet einnehmen. Das diese notwendig und kein Abhängigkeitspotential haben. Und dass die sehr wenigen Medikamente, die ein Abhängigkeitspotential haben, wenn sie verordnet sind, eben auch notwendig sind. Wobei die Vergabe genau dieser Medikamente im Normalfall unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle erfolgt. Und schlussendlich, dass die Nichteinnahme von im Zusammenhang mit einer Depression verordneten Medikamenten fahrlässig und gefährlich ist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Rennschnecke ,

    ich meinte nicht hochwirksam im Vergleich beispielsweise zu einem Beruhigungsmittel. Ich bin kein Arzt deshalb gebe ich nur das wieder, was meine Therapeutin zu mir gesagt hat: Antidepressiva bereiten den Boden vor das ich entweder von einer Therapie profitiere oder wenn die Depression anfängt ab zu klingen mir wieder besser helfen kann.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Die Tiger und Teufel sind manchmal echt fies. Das lerne ich bestimmt noch alles, wie ich richtig damit umgehen kann.

    Das wirst Du lernen, wenn ich das hinbekommen habe, kriegst Du das allemal hin.;)

    Ich habe etwas Angst und bin unsicher, was mich da erwartet. Manchmal bin ich ein richtiger Schisser. Ich bin so ein Gewohnheitstier. So kann das aber gerade nicht bleiben. Da muss Veränderung her und das ist gut so.

    Dort erwarten Dich ganz normale Menschen wie Du und ich, die wie Du und ich seelisch oder mental krank sind. Bleib bei Dir Du bist dort in Sicherheit.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie,

    ich verspreche Dir, ich bin real.;)

    Und ich freue mich auch für Dich, dass Du Dich auf die Klinik einlässt. Denn dort bist Du in Sicherheit (dort haben Tiger und Teufel Hausverbot) und wenn Du dort für Deinen weiteren Weg Hilfe bekommst und/oder wenigstens dann genau weißt, wo Du weitere Hilfe bekommst, dann wäre das doch super. Immer ein Schritt nach dem anderen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Rennschnecke und auch Alle,

    bevor hier irgendwelche Missverständnisse aufkommen, ich meinte mit hochwirksamen Medikamenten gegen Depressionen Beruhigungsmittel. Und diese Medikamente sind nicht nur hochwirksam, sondern notwendig, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass beispielsweise die innere Unruhe sehr, sehr schwer auszuhalten ist und ich, selbst wenn ich nicht mehr konnte, ein Beruhigungsmittel angenommen habe. Wie geschrieben, ich halte diese Medikamente für absolut notwendig. Aber sie haben ein Abhängigkeitspotential, dessen sind sich Ärzte bewusst und mir als aufgeklärten Patienten ist das auch bewusst.

    Ich selbst nehme seit Jahrzehnten Antidepressiva. Diese Mittel machen nicht abhängig, wie Rennschnecke richtig schreibt. Dies ist nicht nur hinreichend nachgewiesen, sondern es gibt auch keinen mir bekannten Fall, wo Menschen von Antidepressiva abhängig geworden sind. Antidepressiva sind aber auch keine hochwirksamen Medikamente und auch das ist mir als aufgeklärten Patienten bekannt. Genauso wie ich meine Medikamente selbstverständlich von meiner Ärztin verschrieben bekomme und diese gemäß Ihrer Verordnung einnehme.

    Ich hoffe, das war jetzt klar.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Mein spontanes Gefühl dazu war allen Ernstes Mitleid: "Der Arme, musste immer schon vernüftig sein.. "

    Das hat mich sehr schockiert und eine ganze Weile beschäftigt ...

    Ich persönlich finde Deinen Gedanken nicht schockierend, sondern mitfühlend. Denn soweit mir bekannt, müssen Menschen, die eine Organspende erhalten haben, mit vielen Einschränkungen leben. Der Verzicht auf Alkohol ist neben anderen Dingen, glaube ich häufig bei Menschen die Organ transplantiert sind. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es für diese Menschen tatsächlich ein Verzicht ist, weil vermutlich kaum Eine Alkoholiker*in ist. Und dass sie verzichten müssen tut mir leid den ich musste das nicht.

    Ich musste nicht auf Alkohol verzichten und habe mir die Freiheit genommen, mich in meine Alkoholsucht zu saufen. Und ich habe diese "Freiheit" lange und ausgiebig genossen, obwohl ich schon lange klar hatte, dass ich die "Freiheit" Alkohol zu trinken schon lange verloren habe. Jetzt trocken habe ich beschlossen mir diese Freiheit zurückzuholen, in dem ich keinen Alkohol mehr trinke. Denn eine Freiheit ist nichts wert, wenn sie mir nicht gut tut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    noch ein kleiner Funfact, ich hatte am Diensttag einen Termin bei meiner Suchtberaterin und hatte Ihr dort erzählt, dass ich die Stadt jetzt mit anderen Augen betrachte und nach Orten schaue, für mich oder generell nicht mit Alkohol besetzt sind. Darauf hin meinte sie, dass die Orte, die Ihr spontan einfallen würden, entweder Spielplätze oder Friedhöfe sind.:shock:

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    danke für Eure Antworten, damit fühle ich mich hier schon einmal nicht mehr alleine. Und das ist für mich auch das Tolle an dieser SHG, das ich mich jederzeit hinsetzen kann und etwas schreiben kann, das finde ich sehr wertvoll.

    Kurswechsel Ich werde dieses Jahr 59 und ich habe wie geschrieben mein Leben bis hier her so gut ich konnte gelebt. Das heißt, dass ich viele Dinge schon „erlebt“ habe. Mit den Guten und schlechten Seiten.;) und Ich hätte mir vielleicht die eine oder andere Sache ersparen können, aber ich bereue nichts. Ich habe keinen Nachholbedarf und mir geht es ähnlich wie Dir, das bin ich nicht mehr. Und das meine ich im Guten. Ich kann mir gut vorstellen und wünsche mir das mein weiterer Weg so wie bei Dir verläuft. Ich habe viele Interessen und auch Projekte, die ich Stück für Stück umsetzen möchte. Und auch wenn das widersprüchlich klingen mag, ich möchte diese Projekte im Kern für mich alleine umsetzen. Denn jetzt trocken möchte ich auch einen für mich gesunden Egoismus entwickeln. Denn ich selbst komme gerne mal zu kurz.;)

    sue05 Du hast recht, das Saufen war mein untauglicher Versuch meine Depressionen und meine vorwiegend negativen Gefühle wegzusaufen. Und dass dieser Versuch untauglich war mir vorher sonnenklar.:xDenn, obwohl Alkohol eine starke Droge ist, war das Maximum, was ich mit der Droge erreichen konnte, dass meine Gefühle etwas gedämpft wurden. Das war auch der Grund, warum ich meine Trinkmenge über die ganze Zeit nicht verändert habe. Es gab nur ganz seltene Ausnahmen und auch bei denen habe ich mich nicht komplett abgeschossen. In den letzten Jahre meiner Sauferei war die dämpfende Wirkung fast nicht mehr vorhanden und es ging mir besoffen beschissen. Und nüchtern ging es mir noch beschissener, weil ja jedes Mal die Entzugssymptome hinzukamen, dadurch, dass ich nicht täglich gesoffen habe. Aber das ist jetzt Geschichte und eine Geschichte, die ich nicht wiederholen will.

    Und ja, ich habe vor, geduldig zu sein. Ich bin zwar gerne mal ungeduldig, aber ich kann auch geduldig und beharrlich sein.

    Bono59 Nun bei mir ging es mit den schweren Depressionen "erst" gegen Ende zwanzig los. Meine persönliche Erklärung dafür ist, dass meine persönliche Widerstandskraft eben bis zu diesem Zeitraum reichte. Meine Depressionen sind Anlassbezogen, wobei die Anlässe bis auf einen in meiner Kindheit und Jugend lagen. Ich habe tatsächlich von Anfang an die Erfahrung gemacht, dass die Droge Alkohol nicht annähernd wirksam genug. Da hätte ich schon andere Drogen nehmen müssen. Und ich habe dann auch schnell gelernt, dass die hochwirksamen Medikamente gegen schwere Depressionen eben auch Drogen sind, die ein hohes Abhängigkeitspotential haben. Und dass selbst die erfahrensten Ärzte da einen sehr, sehr schmalen Grat gehen. Ich persönlich lasse mir nur sehr, sehr selten ein solches Medikament geben. In den letzten zwanzig Jahren fast nie. Und jetzt wo ich nüchtern bin, werde ich noch vorsichtiger sein, weil ich über keinen Bock darauf habe in die nächste Abhängigkeit zu rauschen. Ich habe inzwischen auch genügend Erfahrung, um eine Depression auszuhalten und wenn es zu schwierig wird, gehe ich in ein Krankenhaus. Ich habe die gleiche Erfahrung wie Du das, wenn eine Depression bei mir in full swing ist, das ich überhaupt keinen Bock auf Alkohol habe und auch teils ein Jahr und mehr keinen Tropfen getrunken habe.

    KaDett Nun unsere beiden Fäden zeigen ja das wir uns mit uns auseinandersetzen. Und es ist nicht so, dass ich nichts mit mir alleine anzufangen weiß. Das muss sich einfach noch ein wenig einspielen. By the way ich finde es sehr Schade das Du Deinen Faden im offenen Bereich geschlossen hast.

    Lebenskuenstler Die Antwort auf Deine Frage, ob meine Einsamkeit innerlich oder äußerlich ist, es ist beides.

    Äußerlich wie beschrieben das meine ganze Welt in irgendeiner Weise einen Bezug zu meiner Alkoholsucht oder zu Alkohol an sich hat. Und da ich meine Alkoholsucht jetzt gestoppt habe und keinen Alkohol mehr trinken will. Will ich mir jetzt eine Welt schaffen, in der ich beides tun kann, mit dem Aufwand, der nötig ist, aber eben auch nicht mehr.

    Innerlich, weil ich nicht immer in einem guten Kontakt mit mir bin. Da werde ich jetzt mal drüber nachdenken und dem nachspüren. Ein Grund ist auf jeden Fall, dass ich, wenn ich depressiv bin, den Kontakt manchmal bewusst abbreche, weil ich dann handlungsfähig werde. Die Depression versucht, Handlungsfähigkeit bei mir zu verhindern. Aber das ist dann auch immer ein schmaler Grat, denn, wenn ich zu viel handele, kann das auch schnell zu einem Bumerang werden. Und ein zweiter Grund warum ich manchmal aus dem Kontakt mit mir selbst gehe ist das es dort eben auch sehr schmerzhafte Dinge gibt, an denen ich nichts ändern kann. Aber auch hier ist das immer ein sehr schmaler Grat.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    mein Leben lebe ich gerade so vor mich hin. So weit, so gut und angenehmerweise relativ unspektakulär. Ich merke immer mehr, dass in den letzten Jahren meines Lebens aus saufen und funktionieren, alles was anstrengend war, richtig anstrengend wurde und alles was belastend war, richtig belastend wurde. Nun ist jetzt nicht alles plötzlich total super. Aber ich merke, dass mir das Leben leichter fällt. Das ist gut. Ich vermisse die Sauferei nicht und die Vorstellung, dass es mir so wie die letzten Jahre, eigentlich fast die gesamten Jahre der Sauferei gegangen ist, ist für mich inzwischen ein No-Go. Denn warum sollte ich etwas tun, mit dem es mir nur bescheiden geht? Ich wusste zu Beginn meiner ernsthaften Sauferei, dass der Versuch meine Depressionen wegzusaufen scheitern wird. Jetzt weiß ich wirklich absolut sicher, dass er gescheitert ist. Zeit für was Neues.

    Etwas was mich in den letzten Tagen beschäftigt, ist, dass ich durch meine Trockenheit innerlich etwas einsam bin. Weil es in meiner ganzen Welt jetzt unendlich viele Bezüge zu meiner Alkoholsucht oder zu Alkohol generell gibt. Ich habe keinen Saufdruck oder ein Verzichtsgefühl. Aber trotzdem mache ich mir Gedanken, wie meine jetzt trockene Welt kurz, mittel und langfristig aussehen wird. Denn ich habe nicht vor als Eremit zu leben. Und gleichzeitig kann und will ich auch nicht alles so weiter machen wie bisher. Das wäre mir auch zu anstrengend, weil ich dann immer innerlich im „Achtungsmodus“ sein müsste. Und so möchte ich nicht leben. Das Gute ist, dass ich mein Leben bisher, so gut ich konnte gelebt habe. Es gibt nüchtern betrachtet somit nichts, auf das ich verzichte. Aber Bewusstsein und Unterbewusstsein sind sich darüber trotzdem nicht ganz einig.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Stern,

    ich bin noch nicht lange hier aber ich Danke Dir wie auch allen anderen Moderator*innen für Eure ganze Mühe und Arbeit. Für mich ist das keine Selbstverständlichkeit.

    Und ich wünsche Dir als Userin das Du das Forum weiterhin gut für Dich nutzen kannst.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi TM,

    ich gebe Dir keine Tip was Du in der Zeit machen könntest. Ich finde den Hinweis gut das Du in der Zeit quasi eine Vater ohne Kinder und Frau Kur machen könntest.;) Also nur nach Dir zu schauen und nachsichtig mit Dir zu sein.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Unabhängig von Ferndiagnosen oder Verallgemeinerungen möchte ich fragen: War es bei dir auch so? Sind das deine eigenen Erfahrungen? Hattest du ähnliche Erlebnisse?


    Hi Hartmut,

    nein bei mir war es nicht bei der Partnerin in dem zitierten Faden. Und es war in gewisser Weise auch nicht so wie Bei Dir.

    Ich blieb nicht aus Unwissenheit oder fehlender Erkenntnis in der Sucht gefangen, denn sonst hätte ich keine Trinkpausen gestartet. Diese Pausen waren jedoch nichts anderes als Selbsttäuschung, um weiter zu trinken.

    Ich habe mit Ende Vierzig angefangen ernsthaft angefangen zu saufen. Das Saufen war der untaugliche Versuch meine Depressionen weg zu saufen. Und ich wusste das dieser Versuch absolut untauglich war.

    Meine Dosis und die Häufigkeit des Saufens hat sich in diesen Jahren nicht verändert. Höchstens an den sehr raren Malen wo ich ausgegangen bin. Ansonsten habe ich alleine zu Hause gesoffen. Allerdings habe ich dafür nicht die Rolladen runtergezogen. Das war nicht notwendig. Mir war es egal. Seit fünf Jahren wohne ich in einer Hausgemeinschaft die sehr verbunden mit einander ist. Eine Gemeinsamkeit in dieser Hausgemeinschaft ist das es keinen oder einen wenig stigmatisierenden Blick auf Sucht gibt. Da ich alleine in meiner Wohnung gesoffen wusste niemand um meinen Konsum. Und ich habe heimlich gesoffen weil ich nicht wollte das es jemand mit bekam. Allerdings wusste ich auch das ich hier im Haus nicht verurteilt werde. Und genau hat sich nach meinem Outing ja auch herausgestellt.

    Wäre ich hier im Haus oder vorher auf meinen Konsum angesprochen worden, hätte ich die Person entweder abgewimmelt oder freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen sich um Ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern.

    Ich wusste als ich ernsthaft mit dem saufen begonnen habe das ich davon eher früher als später süchtig werde. Und ich wusste das Sucht heißt das ich keine Kontrolle darüber haben werde das ich saufe. Und ich trage die volle Verantwortung für meine Sauferei.

    In den neun Jahren habe ich vor ca. zweieinhalb Jahren eine Trinkpause von drei Monaten gemacht. Ich wollte testen ob ich aufhören kann. Nun es ging und es ging mir in dieser Zeit auch ganz gut. Aber dann "beschloss" ich weiter zu saufen.

    Ansonsten war die Zeit meiner Sauferei völlig unspektakulär. Zunehmende körperliche und seelische Schäden durch den Konsum und durch meine Taktung. Denn die Tatsache das Alkohol so giftig ist, ist mir tatsächlich erst hier so klar geworden. Darüber hinaus kein selbst- oder fremdschädigendes Verhalten.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Sebi,

    es geht nicht um rational, Du als Mann hast auf einer Frauentoilette nichts zu suchen. Du schreibst über den nächsten Schritt beim persönlichen Absturz Deiner Partnerin. Das ist traurig zu lesen. Den dieses selbstschädigende Verhalten macht Sie nicht weil sie will sondern weil Sie muß. Das ist keine Entschuldigung aber es ist bestimmt kein Grund sich daran zu weiden.

    LG

    Kazik

    Therapeuten und Ärzte habe ich. Ich muss in absehbarer Zeit in eine Einrichtung. Das läuft gerade alles.
    Daheim habe ich es immer wieder versucht aber es bringt so nichts. Diesmal nicht. Gesundheit muss Priorität haben. Das ist bei mir jetzt auch angekommen.

    Hi Leonie,

    gut das Du bald in eine Einrichtung gehst. Ich habe mich in einigen Symptomen von Dir in meinen Depressionen wieder erkannt. Ähnlich wie bei meiner Alkoholsucht habe ich bei meinen Depressionen einen eigenen Notfallkoffer. Wenn ich zu instabil werde gehe ich in ein Krankenhaus und lass mich dort behandeln, Nun weiß ich inzwischen schon sehr viel über meine Depressionen und auch wie ich mir selbst helfen kann so das ich dort nicht mehr viel lerne. Aber wenn eine Depression bei mir in full swing ist dann bin ich dort in Sicherheit und kann in "Ruhe" die Depression abwettern. Und gerade wenn ich von der Depression sehr erschöpft bin ist ein Krankenhausaufenhalt eine Erleichterung.

    Bei meiner Angsterkrankung habe ich auch erst über zwei auf einander folgenden Krankenhausaufenthalten gelernt diese zu bewältigen.

    Ich wünsche Dir sehr das Du Dich dort erholen kannst und das Du dort noch mehr den Ursachen auf die Spur kommst. Denn es hat ja Gründe warum es Dir schon länger sehr bescheiden geht.

    Und gräm Dich nicht so sehr wegen der Arbeit. Ein Therapeut hat vor Jahrzehneten einmal zu mir gesagt das ich nicht gegen eine Depression an arbeiten kann. Das ist ein Widerspruch in sich selbst.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi TM,

    schön von Dir zu hören. Hast Du und Deine Frau den eine Idee wie Ihr das mit der Mediatorin einfädeln wollt? Weil Du hast ja schon geschrieben das Sie zu solchen Terminen nicht erscheint. Und selbst wenn das irgendwann klappen sollte, solltet Ihr doch bis dahin irgendwelche Abmachungen treffen was Alkohol im Haus, vor Dir trinken, etc. angeht. Sonst ist das nächste Drama doch schon vorprogrammiert. Eine Mediation kann doch nicht die einzige Möglichkeit sein wie Ihr Alltagsprobleme löst, da sitzt Du wenn es schlecht läuft noch Monate in der gleichen Situation.

    Liebe Grüße

    Kazik