Hi Blendi,
in meinen Augen hast Du seitdem Du hier aktiv geworden bist keinen Weg sondern eine ganze Reise hingelegt.
Und Du holst jetzt in einer Art Crashkurs alles nach was in der Zeit wo schon trocken bist liegengeblieben ist. Für mich und ich ich bin auch noch nicht so lange hier war das am Anfang auch viel. Gar nicht so sehr die Schritte die ich zur unmittelbaren Risikominimierung machen musste das fiel mir praktisch relativ leicht. Aber mein Gehirn war trotzdem eine ganze Zeit im overdrive. Und da mein Suchtgedächtnis zwar einfach gestrickt ist was sein Ziel Alkohol angeht aber sehr raffiniert was seine Strategien angeht ist ging in der ersten Zeit viel ab was in meinem Kopf los war. Ich bin dann immer sehr bei mir geblieben und habe ganz einfach Dinge getan um mir zu helfen. Ausreichend essen und trinken. Einmal am Tag bei Tageslich rausgehen und ein wenig spazieren. Und bei den Dingen die ich erledigen musste habe ich versucht es mir so einfach wie möglich zu machen. Mir hat es gereicht das ich die Aufgaben gut gemacht habe. Über sehr gut und perfekt habe ich beschlossen das ich das erstmal aus meinen gedanklichen Wortschatz streiche und mir darüber noch einmal Gedanken machen kann wenn ich stabil bin. Ich habe mich und meine Abstinenz an erste Stelle gestellt und behalte das solange bei bis ich absolut stabil bin. Und wenn es dann noch Probleme für meine Abstinenz gibt dann bin ich auch nicht stabil. Und auf diesem Weg versuche ich es mir so leicht wie möglich zu machen und so gut ich kann Ruhe zu bewahren.
Liebe Grüße
Kazik