Beiträge von Kazik

    Hallo Heuel,

    herzlichen Glückwunsch zu sechs Monaten Abstinenz (ein halbes Jahr klingt mir zu mickerig;)).

    die Schoggi

    Bei mir im Bad hing vor Jahrzehnten ein Cartoon. Dort war eine Frau in einem Supermarkt abgebildet die laut ausrief: "So ich kauf mir jetzt für 500 Mark Schokolade". Die Umstehenden sahen ziemlich schockiert aus. Ich habe oft geschmunzelt wenn ich den Cartoon sah.

    Bei mir ist das mit Naschi immer in Phasen von ein paar Monaten und dann Jahre nicht. Ich habe eigentlich auch erwartet das ich nüchtern auch eine dieser Phasen kommt. Aber kein Verlangen. Nachdem ich fünfzig geworden bin habe ich einen Waschbärbauch bekommen. Aber ich fühle mich nicht dick. Ich glaube das ich seit ich nüchtern bin etwas abgenommen habe. Kann aber auch nur Einbildung sein. Ich habe morgen einen Termin bei meiner Ärztin, vielleicht steige ich da mal auf die Waage.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    gestern Abend ging es mir irgendwann schlecht und es war nicht mehr Blues sondern Depression. Und ich fühlte mich dann sehr alleine. Eigentlich ganz alleine. Ich habe noch einmal extra etwas getrunken und auch gegessen. Und bin dann kurz um Block. Nach einer Weile ging es mir auch schon besser. Beim Einschlafen dachte ich dann semibewusst an Freund*innen. Ich dachte auch daran wie ich das hier schreiben würde. Und dann fühlte ich mich auch nicht mehr so alleine.

    Heute geht es mir gut und das ist auch meine Wasserstandsmeldung.

    Was schwierig an diesen Momente ist das es innerhalb von Stunden von okay zu Depression geht. Wenn ich sonst eine Depression habe oder bekomme geht das nicht von jetzt auf gleich. Und ich habe Zeit gegenzusteuern und falls alles nicht klappt kann ich mich zumindestens innerlich an die Depression "gewöhnen". Und dann kann ich der Depression auch besser wiederstehen. Aber von jetzt auf gleich ist das das für mich schwierig mir helfen und wiederstehen gleichzeitig auf Vollgas zu bringen.

    Das gute ist das es jetzt trocken am nächsten Tag wieder viel besser ist. Und das ist bei einer "richtigen" Depression auch bei mir nie so gewesen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Mausipieps,

    jetzt schreibe ich doch noch etwas. Du bist zurecht wütend den er hat sich selbst getötet. Ob er das in diesem Augenblick wirklich auch so wollte ist unerheblich. Wenn er seine Sucht nicht gestopt hätte ware das früher oder auch passiert den Alkoholismus ist durch die Giftigkeit eine tödliche Sucht. Und das wird er auch gespürt haben. Und Du kannst zurecht darüber wütend sein das er sich aufgegeben hat und bis zum Schluss lieber sterben wollte als sich für sein Leben zu entscheiden. Sowas macht alle die eine Selbsttötung bei nahestehenden Menschen erleben müssen wütend. Nur sehr viele merken nicht so wie Du diese Wut. Aber sie ist okay.

    Ich hoffe das war jetzt nicht zu direkt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Meine Strategie ist nur einen Tag zu denken, dann kommt der nächste Tag und wieder der nächste.

    Hi Kadett,

    mir ist schon aufgefallen das Du in letzten Tagen ruhig warst. Ist das gut oder bist hier noch immer auf dem Absprung?

    Zu der Tag für Tag Strategie die mache ich auch. Bleibt mir ja auch gar nichts anderes übrig. Ich spreche jetzt allerdings auch nicht jeden morgen mantraartig zum mir: Du willst jetzt vierundzwanzig Stunden nichts trinken. Damit gebe ich dem Alkohol nach meinen Empfinden schon zuviel Raum. Außerdem habe ich die Strategie auch schon in meinen schweren Depressionen gelernt. Das ist für mich die einzige Möglichkeit dadurch zu kommen. Und da ich auch in schwersten Depressionszeiten immer Leben wollte blieb mir auch dort nichts anderes übrig.

    Aber was eigentlich meinte das ich in meinem normalen jetzt nüchternen Leben ja auch zu Saufzeiten nicht von Tag zu Tag entschieden habe ach heute könnte ich ja mal was trinken. Das letzte Jahrzehnt sowieso überhaupt nicht den ich war ja schon süchtig. Sondern es gab offensichtlich Dinge in meinem normalen Leben oder mein Umgang mit diesen Dingen die Alkohol zu einer scheinbar guten Idee werden ließ. Nun werde ich nicht mein ganzes Leben umkrempeln. Will ich auch gar nicht. Aber wir schreiben hier ja oft über Risikominimierung. Und ich stehe jetzt an dem Punkt wo ich Risikominimierung auf mein zukünftiges trockenes Leben anfange zu denken. Die Basics waren die Pflicht und jetzt kommt die Kür. Und ich bin mir sicher das ich hier noch so einiges schreiben werde um mir hier Rat und Hilfe zu holen. Das hat bis jetzt jedenfalls ganz gut geklappt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    was ich aber niemandem zum Vorwurf machen will

    Hi TM,

    Du hast mit Deinem Schreiben Ihnen einen Vorwurf gemacht. Und Du hast ihn zu recht gemacht. Dein recht. Ich wäre an Deiner Stelle auch abgenervt, wenn ich in einer Alkoholiker*innen Selbsthilfegruppe zum zweiten Mal aufschlage und die unterhalten sich dort über das Wetter. Und wenn ich mich dann zu Wort melde weil ich ja gerade auch noch ganz schön Druck auf dem Kessel habe und dann abgewürgt zu werden. Ich wäre da gleich vor Ort schon sehr deutlich geworden. Allerspätestens wenn ich danach mitkriege das die sich weiter über das Wetter unterhalten. Und ich hätte denen wahrscheinlich auch gesagt das die in Zukunft besser keine neuen Mitglieder aufnehmen sollten und das Selbsthilfe am Besten ganz streichen. Du hast geschrieben das die sich zwei Stunden treffen. Das Wetter muss bei Euch ganz schön ergiebig sein. Und letztendlich hast Du aus Ihrer Antwort ja auch gesehen das Dein "Vorwurf" stimmt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    heute bin ich nicht mehr müde aber energiegeladen fühlt sich bei mir auch anders an. Ich habe heute auch den ganzen Tag so ein Ziehen in mir bezeichneter Weise spüre ich das im Rücken. Es fühlt sich irgendwie an als ob mich irgendwas zurückziehen will. Nun bin ich keine Psycholog*in aber mir ist das was zurück heißt schon klar. Saufen. Ich habe keinen konkreten Saufdruck aber ich weiß schon was mein Suchgedächtnis gerade sagen will. Kazik jetzt stehst Du hier ohne mich und Alkohol und Du hast soviel gemacht und geändert. Und irgendwie ist doch alles beim alten geblieben. Du bist noch immer der alte Kazik. Nur als Du gesoffen hast Du das nicht so gemerkt. Also wie wär's mit einem Schlückchen.

    Und in gewisser Weise deckt sich das auch mit einem Gefühl was ich in letzter Zeit immer mal wieder hatte. Nachdem ich mich von dem Entzug einigermassen erholt habe. Habe ich mit Hilfe meiner SHG hier die Basics umgesetzt.

    Meine Ärztin weiß Bescheid. Ich kann sicher sein das körperlich alles okay ist. Gegen das einzige körperliche Symptom von der Sauferei habe ich ein Medikament bekommen. Seelisch ist sie auch im Bilde und ich hab mir von Ihr jetzt auch ein Bedarfsmedikament bekommen. Und ich habe auch schon vor dem Entzug mit Ihr über meine Depressionen gesprochen. Sie weiß das ich Moment keine Therapie möchte. Und sie weiß Bescheid das ich wenn ich merke das ich zu instabil werde entweder Notfallmässig bei Ihr aufschlage oder gleich in Krankenhaus gehen würde. Und obwohl ich selbst bei meinen schlimmsten Depressionen nie Selbstmordgedanken hatte sprechen wir das trotzdem auch immer wieder an. Und da sie nicht nur eine Zusatzausbildung in Suchtmedizin hat sondern auch viele Suchtkranke behandelt kann ich mir sicher das sie von Ihrer Seite alles im Blick hat und auch anspricht. Ich bin bei Ihr safe.

    Ich bin bei der Suchtberatung. Habe dort meine Großbaustellen und andere Baustellen mitgeteilt. Das war gut für mich. Und ich werde da jetzt weiter Termine machen bis ich das Gefühl habe ich brauche das nicht mehr. Und ich habe mir auch schon vorgenommen das ich dort eher länger hin gehen werde als zu kurz. Auch hier ist alles gut.

    Mein Umfeld also Menschen mit denen ich in Kontakt bin und mit denen ich auch weiterhin in Kontakt bleiben will ist informiert. Und es weiß auch das ich mich nicht ihnen treffen werde wenn sie dabei Alkohol wollen oder andere die dabei sind die Alkohol trinken. Ich habe ausschliesslich positive Rückmeldung bekommen. Und bis auf ein paar Menschen die jetzt wenn ich sie zufällig getroffen habe unsicher wirkten wie sich jetzt mir gegenüber verhalten sollen ist hier auch alles gut. Ich habe keine Freunde und Bekannte mit denen ich mich nur saufend getroffen habe. Weil mich das schon immer genervt hat wenn Menschen nur mit sprechen wollen wenn sie breit waren. Das einzige was sich nach meinem "outing" geändert hat das ich nicht nur gesagt habe das ich Alkoholiker bin sondern das auch ich von jetzt an trocken weiterleben will. Damit habe ich Ihnen ja ein "Versprechen" gegeben. Aber ich weiß auch das wenn ich mich wieder zum saufen entscheiden würde ich mich von keinem "Versprechen" abhalten lassen würde. Es würde auch niemand merken und hat es vorher ja auch niemand gemerkt weil ich immer zu Hause alleine in meiner Wohnung gesoffen habe. Und ganz ehrlich wenn ich wieder anfangen würde zu saufen wäre es mir glaube ich ziemlich egal ob mein Umfeld es mit bekommen würde. Somit ist was mein Umfeld angeht auch alles chicco.

    Und außerdem bin ich hier in der SHG und versuche mich hier so gut ich kann mitzuteilen. Und bekomme hier Rückmeldungen oder Nachfragen mit denen ich mich dann wiederum so gut ich kann auseinandersetze. Außerdem lese ich hier mit und schreibe auch mal etwas. Wobei ich in den letzten Tagen gemerkt habe das ich mehr bei mir bleibe und versuche mich besser ab zu grenzen. Insofern ist hier für mich alles gut.

    Ich bin also wieder in meinem normalen jetzt nüchternen Leben. Und muss jetzt versuchen wie ich nicht nur nüchtern sondern auch zufrieden nüchtern weiterlebe. Das Ziel ist klar und ich muss jetzt den besten Weg dahin finden. Aber ich kann zumindestens schon einmal einen Weg ausschliessen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    woher kommt das, was hat es ausgelöst? Was tust Du dagegen?


    Hallo Elly,

    ich hatte gestern einen Termin bei Suchtberatung und war hier im Forum aktiv. Das hat dann nachgewirkt. Ich bin ja auch noch sehr am Anfang meines trockenen Teil meines Lebens. Und da ist vielles neu und ich gehe mit Dingen "anders" um. Und mein Suchtgedächtnis möchte unbedingt sein altes Theaterstück aufführen. Und das lasseich nicht zu und diskutiere auch nicht darüber. Unbewusst betrübt das natürlich den einzigen Schauspieler (mich). Den er möchte natürlich auf "seine Bühne".

    Ich esse und trinke gut. Und fühle mich auch gut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Mausipieps,

    ich komme von derAlkoholiker*innenseite deshalb schreibe ich hier eigentlich nicht.

    Ich bin aber auch EKA.

    Nachdem Tod meines Vaters habe ich mich um die Abwicklung des Verkaufs meines Elternhauses gekümmert. Meine ältere Schwester und seine neue Frau wollten damit nichts zu tun haben. Ich musste sie regelrecht drängen an einem Tag mit anzupacken. Den Rest habe ich ganz alleine gemacht und das war dann auch "okay".

    Ich hatte aus Gründen ein sehr schwieriges Verhältnis zu meinen leiblichen Eltern. Aber es war mein Elternhaus in dem ich zwanzig Jahre gelebt hatte. Ich habe mich innerlich sehr gewappnet als ich dort "gearbeitet". Ich habe die Tage dort auf ein Minimum reduziert. Ich habe tatsächlich nur sehr wenige Dinge aus dem Haus mitgenommen. Und habe heute noch weniger davon. Meine Gedanke dabei war das ich die "schönen" Dinge in meinen Erinnerungen behalten und die "schlechten" Dinge nicht extra erinnert werden Möchte. Das war mein Weg. Das ausräumen hat bei uns die Stadtreinigung übernommen. Die unbrauchbaren Dinge kamen in einen Presswagen und die brauchbaren Dinge in einen LKW wo sie über einen stadteigenen Secondhandmarkt verkauft wurden. Ich war dabei und hätte jederzeit sagen können wenn ich etwas behalten wollte. Aber ich konnte mich auch fernhalten wenn ich mich abgrenzen wollte.

    Zu seinen Verpflichtungen. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen wo Ihr seine Konten und sein Vermögen auflösen müsst. Und dann wird Euch die Bank sagen ob dort noch Forderungen sind und diese begleichen. Danach werden die Konten geschlossen und die Bank benachrichtig die Gläubiger das das die Konten nicht mehr existieren. Damit enden die Ansprüche. Falls ihr dazu noch fragen habt fragt Eure Bank oder nehmt Euch einen Anwalt.

    Mein Beileid zum Tod Deines Bruders.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich habe gestern beim einschlafen ständig neue Ideen gehabt was ich hier schreiben könnte. Und während des Schlafes hatte ich wirre Träume. Ich habe in den Träumen auch gesoffen. Es kamen auch Leute aus dem Forum in meinen Träumen vor, die ich ja garnicht persönlich kenne. Irgendwie war das alles unscharf und ich habe da irgendwie von außen draufgeschaut. Aber es war kein Albtraum. Und ich habe keine Angst bekommen.

    Heute wär ich körperlich und geistig müde. Und ich musste mich bei meinen Aufgaben disziplinieren. Aber nun bin ich durch.

    Ich werde heute hier nichts mehr schreiben.

    Wasserstandsmeldung. Körperlich und seelisch geht es mir gut. Stimmung gut. Ganz ganz leichter Saufdruck. Kein Blues.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Das kann ich irgendwie nicht gut.

    Aber Du könntest doch hier daran arbeiten es zunehmend besser zu machen. Also nicht über jedes Stöckchen zu springen was Dir hingehalten wird. Nicht everybodys darling zu sein. Vielleicht ist eine Therapie für Dich ja auch Idee?

    Weil ich vermute Du begegnest Deinen jetzigen Gefühlen und Gedanken nicht zu erstenmal ? Da brauchst Du nicht drauf zu antworten.

    Ich fühle mich manchmal verletzt und weine sogar.

    Und das wird Dir auch nicht zum ersten Mal passiert sein. Und bevor Du mich falsch verstehst ich finde es für mich okay wenn ich verletzt werde zu weinen.

    Ich glaube ich würde mir an Deiner Stelle die Frage stellen wann hat es Deinem Leben Verletzungen gegeben, das Du jetzt beispielsweise jeden Beitrag zu dem was Du schreibst als Verletzung wahrnimmst. Und vielleicht sogar speziell von Männern. Sozusagen ein altes Theaterstück was Du heute immer noch aufführst weil Du es damals nicht besser wusstest.

    Liebe Grüße und ich melde mich dann gleich ab hier.

    Kazik

    Deine Frage nervt nicht. Ich traue mich nicht mehr so wie bisher zu schreiben. Kann sein, dass das Forum nicht das richtige für mich ist und einfach nicht für passt. Habe fast schon Angst vor den Antworten. Ich fühle mich nicht mehr wohl. Ich glaube, dass mir das Forum nicht gut tut. Ich bedaure das auch und bin traurig. Scheinbar liegt es an mir, mir ist Einfühlungsvermögen wichtig. Ich lese einfach still mit.

    Hi Kadett,

    mein Gefühl ist gerade das jedes Wort zuviel ist. Deshalb nur kurz. Ich glaube das ist das richtige Formum für Dich. Du wirst hier gesehen. Und niemand will Dir hier was Böses.

    Vielleicht waren das schon zuviel Worte. Noch kürzer. Du bist okay.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Und ab einer gewissen Qualifikation nehmen sie Dich nicht mehr ernst, wenn Du Dich unter Wert verkaufst.

    Ja hart ist das Leben an der Küste (aka im Haifischbecken)!

    Alles gut LK (obwohl warum sage ich das eigentlich das eigentlich dem Sichselbstgutfinder?)!. Ich bleibe bei dem was ich geschrieben, egal ob Du Freak,Nerd, Manager oder ganz was anderes bist. Und ich erspare Dir eine Aufzählung was ich bin oder war.

    Und nur eine kleines Detail. Mir ist aufgefallen das Du wertfrei über die Menschen Deiner ehemaligen SHG geschrieben hast.

    LG Kazik

    Hi LK,

    weil ich Manager

    wie schrieb Nayouk gerade in einem. I knew it! Jetzt habe ich es schwarz auf weiß! Manager, die habe ich immer gehasst!

    Spaß beiseite. Wir wären uns mit nahezu einhundertprozentiger Sicherheit nirgendwo anders über den Weg geschrieben als hier. Alkoholismus als Gleichmacher. Interessanter Gedanke.

    Bleibt aber für mich das ich Dir dankbar bin das wir uns hier über den Weg geschrieben bin. Partner in crime. Hätte nicht gedacht das ich das mal über einen Manager schreibe.;)

    Danke Dir und Hartmut das Ihr uns an Euren Erfahrungen und Gedanken teilhaben lasst. Profiwissen.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Das hört sich nicht schön an. Ich weiß nichts tröstendes was ich dazu sagen könnte. Vielleicht hat es dir ja gut getan alles mal niederzuschreiben.

    Hi Kadett,

    das hast mir mal geschrieben. Und es hat mir geholfen. Und es hat mich getröstet.

    Ich würde mir für Dich wünschen das Du hier alles schreibst was Dir (vielleicht) gut tut. Und ich würde Dir wünschen das Du aus den Beiträgen von Anderen (mir) mitnimmst was Dir (vielleicht) gut tut. Alles andere lass doch einfach liegen. Und versuch mit den Dingen die Dir gut tun etwas für Dich anzufangen. Alles andere lass erklärungslos liegen.

    Zu Deinen Gedanken über Deinen Eindruck hier. Mir persönlich ist mein Eindruck hier und auch wo anders egal. Ich bin so wie ich bin und ich bin okay damit. Es war für mich ein Weg um dahin zu kommen. Und das ist gut.

    Und nur um es geschrieben zu haben für mich bist Du okay.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich hatte meinen zweiten Termin bei der Suchtberatung. Sie hatte dann eine einzige Frage aus Ihren Standardfragen, ob ich Hilfe brauche um an eine stationäre oder ambulante zu bekommen. Was ich zunächste verneinte. Sie hat mir dann noch den Hinweis auf ein dezentrales tagesklinikähnliches Programm dessen Schwerpunkt die Behandlung von therapieresistenten Depressionen ist, hier in der Stadt, gegeben. Von dem ich auch schon wusste. Da Depressionen im Moment aber fast überhaupt kein Problem sind kommt das für mich bis auf weiteres nicht infrage. Danach haben wir dann ausgemacht das wir weitere Termine ausmachen, weil ich gesagt habe das ich einen verbindlichen Termin haben möchte bei denen ich jeweils reflektiere wie es bezüglich meiner Abstinenz so läuft und wo ich von Schwierigkeiten berichten kann. Und wo ich im direkten Austausch mit Ihr mir diese noch einmal anschaue. Und vielleicht tauchen zu den Terminen ja auch noch konkrete Fragen auf wo sie mich unterstüzen kann. So werden wir das dann bei den kommenden Terminen machen. Den Rest des Termins haben wir dann genau das gemacht was ich eben beschrieben habe. Für mich war das ein guter Termin.

    Vor kurzem habe ich einen Bericht über einen Ort (Keine Klinik) gesehen zu dem Suchtkranke gehen können um dort den Entzug zu machen, dort auch eine Langzeittherapie zu machen bis zur Möglichkeit dort dauerhaft zu leben. Bei dem Bericht hat es mich aus verschiedenen Gründen echt gegruselt. Ich gehe nicht ins Detail weil dieser Ort bestimmt auch helfen kann. Aber für mich wäre das nichts.

    Meine Wasserstandsmeldung. Körperlich und seelisch geht es mir gut. Stimmung gut. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Tschüß

    Kazik

    Hallo Dietrich04, hallo Kazik, hallo Ihr,

    ich schreibe Dir und mir weil ich schon bei Deiner vorletzten Nachricht überlegt habe ob ich etwas hilfreiches und konstruktives von mir schreibe. Aber ich habe bemerkt das ich das nicht kann. Aber ich habe viel wichtiger gemerkt das ich das nicht will. Mich haben Deine letzten zwei Nachrichten besorgt. Mich haben Deine letzten Nachrichten auch geärgert. Geärgert weil ich mich danach mit Dingen beschätigt habe mit denen ich Mich auf meinem jetzigen Weg nicht beschäftige und auch garnicht beschäftigen will.

    Alles Gute Dietrich04, Kazik und Euch.

    Liebe Grüße

    Kazik