Beiträge von Kazik

    Ist das so? Ich war 2015 in stationärer Behandlung und dort im Haus war eine Entgiftungsstation. Dort durften die Patienten freiwillig 2 oder drei Tage die Station nicht verlassen (hätten sie aber verlassen können, weil nicht geschlossen). Und danach konnten sie die Station und auch das Krankenhaus verlassen (wenn sie gewollt hätten). Und bei einer mehrwöchigen Entwöhnungstherapie halte ich es aus den genannten Gründen für ausgeschlossen das die geschlossen stattfinden. Insofern weiss ich gerade nicht welche Alkoholtherapie Du meinst.

    Ist aber auch relativ. Denn die Kernaussage betraf Therapien, wenn notwendig, alles gut; wenn jedoch ohne Diagnose erstellt zu haben, weil es Standard ist, unnötig.

    Dem stimme ich zu.

    Wochen weggesperrt

    Du wirst in keiner stationären Therapie weggesperrt, Da müssen schwerwiegende Gründe vorliegen. Du kannst sie jederzeit abbrechen. Du kannst sie Standortnah machen. Bei den stationären Therapien die ich kenne sollst Du am WE nach Hause gehe. Du kannst sie Teilstationär (Tagesklinik) machen. Und Du kannst auch nur eine ambulante Therapie machen.

    Hi Hartmut,

    ich kann Deiner Argumentation gut folgen und finde sie richtig.

    Therapie bedeutet nicht für jeden automatisch Selbstfürsorge, aber sie kann es werden. Sie ist kein Allheilmittel und hilft nur, wenn ich bereit bin, Einsicht habe und erkenne, dass ich noch Schwächen habe, und dass diese Therapie mir helfen kann.

    Hierzu einige Ergänzungen.

    Depressionen sind eine Krankheit und keine "Schwäche".

    Eine Krankheit mit einer hohen Sterberate (Suizid) und die ähnlich wie unsere Krankheit sehr ernst genommen werden muss.

    Depressionen treten häufig zusammen mit Alkoholismus auf.

    Depressionen können nach einem Entzug auftreten. Weil die "Selbstmedikation" Alkohol wegfällt.

    All das schreibe ich weil ich weiss wovon ich rede und weil ich selber auf die harte Weise lernen musste meine Depressionen sehr ernst zu nehmen. Und auch heute noch sehr froh bin das ich professionelle Hilfe bekommen kann.

    Und zum Schluss und das meine ich nicht ironisch, Du schreibst das Du sonst keine psychischen Defizite (aka Krankheiten) hast. Das freut mich für Dich. Heißt aber auch das nicht so viel Ahnung von diesen Krankheiten hast.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Habe auch keine wirkliche Ahnung wie man sich psychisch stärkt und wappnet.

    Hallo Kadett,

    Du hattes doch auch zu Beginn Deines Faden gesagt das Du nicht an eine Therapie denkst. Und dann scheibst Du das aus dem Zitat in Deinem Beitrag das es Dir heute nicht gut geht. Und das ist in meiner Erinnerung nicht das erste Mal. Und das gefährdet doch auch Deine Abstinenz. Und Du schreibst das alles tust um Deine Abstinenz ab zu sichern.

    Deshalb meine Frage warum ziehst Du eine Therapie oder einen Klinikaufenthalt nicht ernsthaft in Erwägung? Das ist doch Selbstfürsorge.

    Wenn Du in meinen Beiträgen von heute liest dann wirst Du auch lesen das ich nach dem Entzug einen Klinikaufenthalt aus unterschiedlichen Gründen ausschliessen. Ausser mir würde es so schlecht gehen das ich mich akut aufnehmen lassen würde. Aber ich habe mittlerweile dreissig Jahre Erfahrung mit wiederkehrenden schweren Depressionen.Einige Klinikaufenthalte und Therapien. Heißt ich weiß Bescheid über meine Depressionen und habe Wege gelernt wie ich mir helfen kann. Und da einige davon exakt die gleichen Schritte sind wie die um meine Abstinenz ab zu sichern. Kann ich einen Klinikaufenthalt auch im Moment auschliessen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich habe einem kalten Entzug gemacht. Und meinte das ich rückblickend gerne vorher diesen Beitrag gelesen hätte und auch vorher in diese SHG hätte eintreten sollen. Das hätte mir möglicherweise einiges erspart. Ich kann nicht sagen ob ich mich in meiner Verzweifelung damals anders entschieden hätte aber der oben genannte Beitrag hat mich berührt und er hätte vielleicht den Unterschied gemacht.

    Heute weiss und verstehe genau warum hier so energisch von einem kalten Entzug abgeraten wir. Warum hier niemand von den Einzelheiten eines kalten Entzuges berichten soll. Weil es lebengefährlich ist und keine Nachahmer anziehen soll. Ich persönlich würde heute jedem von einem kalten Entzug abraten. Und ich weiß wowon ich rede den ich habe es erlebt. Und ich möchte das nie in meinen Leben nochmal erleben und wünsche das niemanden anders.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Odie,

    ein kalter Entzug ist mega-anstrengend für Körper und Geist. Das zerknüppelt Dir jedesmal ein Stück von der Seele. Körperlich gefährlich ist es auch ( Krampanfälle )

    Wenn Du die Möglichkeit vom Arzt bekommst überwacht mit Medis zu entziehen ist das zumindest ein gangbarer Weg. Klinik wäre natürlich besser, Hunde kommen für diesen überschaubaren Zeitraum ganz sicher irgendwo unter.

    Tu Dir dieses kalte Martyrium nicht an.

    Gruß WW

    Hallo Ihr,

    hier mal eine Nachricht von der ich mir gewünscht zu wissen, neben dem das ich vorher in meine SHG eingetreten wäre, bevor ich meinen nüchternen Weg begonnen habe.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    ich komme gerade von meiner Hausärztin. Da ich dort eh einen Termin heute um zu besprechen wie es mir gerade nüchtern geht, passte es natürlich das ich dann auch darüber sprechen konnte das es mir gestern so schlecht ging. Da es gestern ja "nur" depressive Symptome waren habe ich Sie auf eine Bedarfmedikamention angesprochen. Allerdings habe ich ihr auch gesagt das ich kein Mittel mit Suchtpotential haben möchte, weil ich nicht von der einen Sucht in die nächste rauschen möchte. Ich habe jetzt Mittel ohne Suchtpotential bekommen und habe auch genau mit Ihr besprochen wann und wieviel ich davon sollte. Außerdem kam gestern Abend der Gedanke auf ob ich akut in ein Krankenhaus gehen sollte. Das ist heute nicht mehr nötig. Und nach meinem Entzug habe ich aus unterschiedlichen Gründen einen Krankenhausaufenthalt ausgeschlossen und das fühlt sich heute auch wieder so an. Nichdestotrotz habe ich das heute mit meiner Ärtztin besprochen und mir vorsorglich einen Einweisungsschein auststellen lassen. Auch wenn ich bisher die Erfahrung gemacht habe das immer aufgenommen wurde wenn ich mich akut vorgestellt habe wegen meiner Depressionen. Aber sicher ist sicher.

    Nach dem Termin fühle ich mich erleichtert und sehr gut aufgehoben bei meiner Hausärztin. Das vielleicht noch einmal an die jenigen die sich schwertun sich Ihrem Arzt zu öffnen.

    Danke für die Nachrichten. Und ja in den letzten Jahren musste ich feststellen das Dunkelheit auswirkungen auf meine Depressionen hat. Das war vorher nie so. Das mit dem Vollmond habe ich bis jetzt nicht in Betracht gezogen. Und werde ich vermutlich auch in Zukunft nicht machen.

    Ich hätte heute Abend noch eine wichtigen Termin gehabt, aber den habe ich verschoben.

    Und ganz zum Schluss. Auf dem Rückweg von meiner Ärztin habe ich eine anderen Bus genommen. Der Bus fuhr bei Sonnlicht durch einen sehr schönen Teil der Stadt. Einem Teil in dem ich schon viele lange Spaziergänge gemacht habe. Und einem Teil indem ich kaum mit Alkohol in Berührung komme. Was für die Goßstadt in der ich wohne tatsächlich bemerkenswert und selten ist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    gestern gegen Abend ging es mir dann irgendwann richtig schlecht. Der Blues (aka Depression) war voll da. Ich hatte auch kaum etwas gegessen. Dann habe ich vielleicht nicht gesund aber ausreichend etwas gegessen und bin gegen 2200 Uhr ins Bett. Es wurde dann in der Nacht schon besser und ich habe auch geschlafen. Heute geht es mir besser und ich habe nachher einen Termin bei meiner Hausärztin.

    Der Grund um mich herum ist noch sehr sumpfig. Und ich muss sehr auf mich achtgeben, wie ich gestern gemerkt habe. Auch so einfache Dinge wie regelmässig und ausreichend essen muss ich beachten, sonst lauert der Sumpf.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik, ich schlafe seit Tagen auch sehr schlecht ein, gestern war ich bis 4.00 wach und hab mich hin und her gewälzt....du bist ja jetzt schon 30 Tage trocken und hast immer noch schlafprobleme?

    Gruß ......

    Hi .....,

    wenn Du meinen Faden oder auch andere Faden liest, wirst Du dort lesen das Schlafstörungen nach einem Entzug üblich sind. Die Sauferei schädigt die Vorgänge (körperlich und seelisch) die notwendig sind um gesund zu schlafen. Und ich und mein Körper brauchen Zeit um zu gesunden. Ich akzeptiere das auch wenn es nervt und manchmal schwerfällt.

    Die Schlafstörungen waren auch während meiner Sauferei da. Und da ich mich im Moment alles auf die Absicherung meiner Abstinenz ausrichte ist für mich nur wichtig das ich keinen Alkohol trinken will.

    Heißt für mich das meine Schlafstörungen irgendwann besser werden weil es keinen Grund mehr gibt warum das nicht so sein sollte.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Oder ist es Langeweile, weißt Du so nüchtern betrachtet nicht, wie Du Deine Zeit verbringen kannst?

    Hallo Elly, Danke!

    Das ist eine gute Frage. Und die Antwort darauf ob es Langeweile ist ja. Und nüchtern betrachtet gibt es viele Dinge mit denen ich speziell jetzt wo ich nüchtern bin meine Zeit verbringen könnte und auch sollte. Dinge die mir gut täten aber auch einfach nur anstehende Aufgaben die eben erledigt werden müssen. Weil sie eben erledigt werden müssen und nicht speziell gut oder schlecht sind. Aber wie ja oben geschrieben habe, fühle ich mich heute nicht so wohl, bin faul und kann mich auch noch nicht so gut konzentrieren. Und ja mir ist auch langweilig. Ich hatte heute einem meiner Hausbewohner mit Inkluionsbedarf angeboten ihn in einer Angelegenheit zu unterstützen. Aber er hat abgesagt und das ist auch ok. Aber eben auch ein Zeitraum in dem mir manchmal Langweilig war. Außerdem tue ich nicht garnichts ich schreibe und lese hier in unserer SHG. Mache mir meine Gedanken zu dem was ich hier lese und schreibe. Und erledige auch die eine andere Aufgabe (wenn es nicht vermeiden lässt;)). Und ich lasse meiner Seele Zeit hinterher zu kommen. Worauf ich hinaus ist will das mir langweilig ist und das in Zukunft immer mal wieder der Fall sein wird. Ich versuche gerade auch Langeweile als wie Du schreibst Ruhe zu begreifen. Das entscheidende ist aber das ich bei Langeweile keinen Alkohol trinken will.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    heute ist mein Blues wieder vorbeigekommen. Nicht speziell aufdringlich aber eben da. Ich fühle mich auch körperlich abgeschlagen, habe Verspannungsrückenschmerzen. Aber auch das kenne ich schon. Ich könnte jetzt in Aktivitäten verfallen, beispielsweise in eine Sauna gehen, Gymnastik machen, etc.. Aber ehrlich gesagt bin ich zu faul und auch ein wenig erschöpft deshalb dümpel ich lieber ein wenig rum. Es ist wie es ist.

    Es hat sich zu gestern eigentlich nichts verändert. Mein Suchtgedächtnis ist weiter frustriert aber drängt mir heute keine Gedanken auf. Insofern ist nüchtern betrachtet alles gut.

    Ich dümpel dann mal weiter.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich habe auch versucht, meine (damals von mir noch nicht akzeptierten) Depressionen und andere Probleme mit Alkohol "in den Griff zu kriegen". Hat natürlich nicht geklappt...

    War die Depression "schuld" daran, dass ich süchtig gewirden bin? Nein, höchstens meine Unkenntnis besserer Bewältigungsstrategien.

    Hallo Renschnecke,

    kurz zu dem "in den Griff zu kriegen". Ich wollte meine Depressionen wegsaufen. Obwohl schon lange vorher die Erfahrung gemacht und gelernt das ich eine akute Depression aushalten muss und es ein Weile dauert bis meine Bewältigungsstrategien und die richtige Medikation wirken. Und ich bin diesem Weg ja auch schon einige Male gegangen.

    Aber trotzdem gab es natürlich den irrationalen Wunsch nach dem Wunder das sie einfach weg sind. Ich wollte mit sie mit dem saufen nicht in den Griff kriegen ich wollte das Wunder erzwingen. Ein ebens irrationaler Gedanke.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Al,

    nur kurz weil ich langsam schlapp werde. Du schreibst es wird kein schönes Ende nehmen und das davor Angst hast.

    Nur zwei Gedanken dazu. Was ist wenn es kein schönes Ende nimmt aber am Ende doch für Dich gut ist?

    Und zweitens schreibst Du das die Angst vor dem unschönen Ende Anlass für einen Rückfall sein könnte. Vieleicht versuchst Du die Angst aus zu halten? Den Du weisst ja inzwischen das die Angst durch das saufen nicht weggeht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Konzentriere dich weiter auf dein Trockenbleiben und beherzige, dass es wie draußen in der Welt ist. Es wird vieles missverstanden.


    Hallo Arnonym,

    ich selber bin erst seit 32 Tagen trocken und werde Dir nix über Abstinenz absichern und zufriedene Abstinenz erzählen.

    Aber ich selber versuche genau das zu machen was Hartmut dort vorschlägt. Ich bleibe bei mir und konzentriere mich auf das Trockenbleiben.

    Wenn Leute in meinen Faden zu meinen Beiträgen schreiben nehme ich das mit was mir bei meinem erreichen meines Zieles hilft. Und lasse das liegen was ich (vielleicht jetzt noch) nicht verstehe oder was vielleicht noch nicht ansteht. Und ich versuche mich nicht ablenken zu lassen.

    Jetzt zum Thema alkoholfreies Zuhause. Was ich bei mir unmittelbar umgesetzt habe und auch leicht konnte. Ich wohne alleine. Aber wenn Du hier mal ein wenig rumliest dann wirst Du lesen das das für alle trockenen Alkoholiker wichtig ist. Und Du wirst auch lesen das Du nicht der einzige bist der sich damit am Anfang schwertut. Und dann wirst Du auch verstehen warum das hier (energisch) angesprochen wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Mit dem Thema Gründe fürs Trinken, hab ich auch so meine Probleme.Wer meint, eine unglückliche Beziehung, der falsche Job u.s.w.ist schuld,das er trinkt ,ist damit kein Stück weiter!

    Das sehe ich anders. Bei mir waren ständig wiederkehrende Depressionen ein Grund warum ich gesoffen habe. Und ich habe gesoffen obwohl ich gewusst und vor allem gefühlt habe das durch das saufen die Depressionen nicht einen Deut besser werden sie aber mit absoluter Sicherheit schlimmer werden. Und trotzdem habe ich versucht meine Depressionen weg zu saufen. Nun kann eventuell nicht verhindern das ich Depressionen bekomme. Aber ich weiß jetzt mit absoluter Sicherheit das wenn ich wieder saufen werde meine Depressionen nur schlimmer werden. Deshalb ist es für mich schon wichtig die Gründe für das zu wissen. Bei mir sind das ja auch noch andere. Und bei denen kann ich dann ansetzen und etwas ändern. Und wenn es erstmal nicht mehr ist als diese hier mitzuteilen. Und ich habe die Vorstellung das ich wenn ich einen besseren Umgang mit diesen lerne das mir das auch den Weg zu einer zufriedenen Abstinenz erleichtert.

    Und diese Vorstellung wird auch schon durch Erfahrungen bestätigt. Seitdem ich nicht mehr saufe geht es mir körperlich und seelisch besser. Viel besser. Als ich aufhörte waren meine Depressionen schlimm. Jetzt habe ich ab und zu was ich in meinem Faden als Blues bezeichne und das ist kein Vergleich. Und wie geschrieben können meine Depressionen wiederkommen und auch schlimm werden. Aber dann ist mein Wunsch, Wille und Ziel das ich nicht wieder anfange zu saufen.

    Liebe Grüße

    Kazik