Beiträge von Kazik

    Hallo nochmal.

    Gestern Nachmittag bekam ich irgendwie den Blues und unkonkreten Saufdruck. Unkonkret weil ich keine eiskalte Bierflasche vor meinem inneren Auge hatte sondern mein Suchgedächtnis mir den Gedanken aufdrängen wollte das mein Bewusstsein nicht in der Lage wäre bei einer Gelegenheit Alkohol zu trinken Nein zu sagen. Ein ziemlich beunruhigender Gedanke.

    Ich habe mich zu zwei Sachen entschlossen. Erstens das ich nicht mit meinem Suchtgedächtnis diskutiere. Und zweitens das ich an Gedanken die mir mein Suchtgedächtnis aufdrängt nicht festhalte sondern sie einfach in meinen Bewusstsein kreisen lasse bis sie von alleine verschwinden.

    Der Grund warum ich mit meinem Suchtgedächtnis nicht diskutiere ist das das wirklich einzige Ziel meines Suchtgedächtnis ist das es Alkohol will. Den will ich nicht und darüber gibt es keine Diskussion!

    Ich weiss das mir mein Suchtgedächtnis wirklich alle denkbaren und undenkbaren Gedanken aufdrängen wird um sein einziges Ziel zu erreichen. Gedanken die ich schon kenne. Gedanken die ich mir vorstellen kann wenn ich darüber nachdenken würde. Und Gedanken die ich nicht erkenne. Die ich hier erst teile und bei denen mir hier auf die Sprünge geholfen wird.

    Ich habe den Nachmittag und Abend dann überstanden ohne in meinen Notfallkoffer greifen zu müssen. Das kann aber auch daran liegen das in meinem Notfallkoffer (aka Hosentasche) seit neuestem extrascharfe Fischermens Friends liegen. Und ich weiß wie scharf die sind. Insofern reichte der blose Gedanke an die Dinger um mich aus meinen Gedanken zu reissen. Hauptsache es wirkt.

    Während ich das hier schreibe muss ich daran denken das Alex in einem anderen Faden schrieb das er ein Glas Sardellen komplett gegessen hatte. Er hatte keinen Saufdruck aber dachte sich sicher ist sicher.:D Ich hab mich kringelig gelacht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr!

    Ich habe am 10.12.2024 meine Abstinenz begonnen, dann wäre nach meiner Rechnung morgen mein 30 Tag abstinent. Yeah.

    Falls sich nicht noch jemand aus meiner dieser SHG meldet und mich auf einen Rechenfehler hinweist, werde ich mental schon mal auf einen kleinen Freudentanz morgen einstimmen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Noch eine wenig hilfreiche Anmerkung. Ich habe gerade den Artikel über Trinkertypen gelesen den ich mit dem Bezug auf Selbsthilfe sehr gut finde.

    Aber mir ist bei dem Teil

    Die Typologie nach Schuckit

    augefallen das durch hinzufügen eines Buchstaben aus dem Namen Schuckit, Schluckit wird.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ah, noch eine kurze Ergänzung, ich bin manchmal ein Sprachnerd. In dem Text steht Alkoholsucht bekämpfen. In meinem Wortverständnis impliziert das Wort bekämpfen das Wort besiegen. Und ich habe mich gefragt ob stoppen ein besseres Wort wäre?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Der Film ist sehr gut, weil er so gnadenlos ehrlich ist und Günter Lambrecht ist große Klasse.
    Ich glaube, ich vertrage eine ganze Menge an Film, aber nach diesem hatte ich ganz schön zu knapsen.

    Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich habe den Film vor einigen Tagen gesehen und fand ihn echt hart. Hart dafür das ich noch so nah am Abgrund stehe. Und ich war einige Male kurz davor ab zu schalten weil mir das echt zunah ging. Inzwischen kann ich das aber besser an mich ranlassen und bin irgendwie "froh" das ich Ihn angeschaut habe. Ich habe mir ein Bookmark zur Quelle wo ich geschaut habe gesetzt. Und werde mir den Film bestimmt noch einmal anschauen. Auch wenn der Film nur in Teilen meine Alkoholgeschichte zeigen und einige dargestellte Szenen sich ja über die Zeit seit der Film gedreht wurde in der Realität geändert haben. Aber ich weiß ja auch nicht was passiert wäre wenn ich weitergesoffen hätte.

    Ich wollte nachdem ich den Film geschaut habe auch etwas zu dem Film schreiben. Habe aber den Post nicht wieder gefunden. Schön das in unserer SHG nichts verloren geht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich habe gerade zum ersten Mal die Grundbausteine gelesen. Ich möchte mich zuerst bei den Verfasser*innen bedanken. Die Grundbausteine sind sehr fokussiert und gehen doch auf auf alle Aspekte zur Absicherung meiner Abstinenz ein. Und geben auch Hinweise wie ich meinen Weg zur zufriedenen Abstinenz finde. Und das sehr kompakt ohne das, aus meiner Sicht irgendetwas fehlt. Aber was weiß den ich Newbie schon.;) Danke!

    Ich war überascht wie kurz der Text war. Ich hatte ehrlich gesagt ein seitenlanges Werk erwartet. Und das war dann auch der auch der Grund warum ich bis jetzt gewartet habe um Ihn zu lesen.

    Mir ist natürlich klar das meine Aufgaben und Arbeit nicht proportional zur Kürze des Textes ist. Aber es hat meinen Blick auf diese Aufgaben und Arbeit vereinfacht und geklärt. Danke!

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe AnnaBlume,

    Ich weiß dass das ein Tippfehler ist, aber ich hatte so einen Apfelbis am Kopf vor Augen 😂

    :DSehr witzig. :D Und nein es ist kein Tippfehler. Abgefressen ist tatsächlich ein Teil meines Wortschatzes. Und heißt in diesem Fall das Sie etwas Jobmüde wirkte.8)

    Hast du das so wahrgenommen oder deine Gedanken auf sie übertragen?

    Habe ich so wahrgenommen.

    So ein Termin ist auch echt viel! So was ist anstrengender als ein ‚normaler Job‘. Gute Schritte sind das!

    Ja so ist das wohl so.(Leider finde ich gerade keinen erschöpft Smiley. Also denk ihn Dir) Und danke.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Wenn du deinen Weg gefunden damit umzugehen, hast du hoffentlich an Lebensqualität gewonnen und kannst ein glückliches Leben leben.

    Kleiner Spoiler.

    Wenn tatsächlich alles Chicco wäre, wäre ich nicht hier.;):(

    Aber ich bedanke mich für Deine guten Wünsche und wünsche Dir dasselbe.

    Und ich wünsche uns beiden das wir uns hier noch sehr lange über den Weg lesen und schreiben.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hm, sorry, aber das sehe ich irgendwie nicht so. Bei mir trifft das auch alles zu. Aber das ist nicht der Grund für meine Sucht. Im Gegenteil, ich hätte es ja besser wissen müssen. Trotzdem habe ich getrunken und bin das Risiko eingegangen, mit jedem Glas mehr. Es ist verlockend, sich Entschuldigungen für seine Sucht zu suchen. Dann fühlt man sich weniger mies. Gleichzeitig könnte es auch eine Entschuldigung dafür sein, ja nicht anders zu können und daher ein Risiko für Rückfälle sein...

    Sehe ich tatsächlich nicht als Entschuldigung an sondern als Erkenntnis. Bei mir trifft sowohl alles aus dem Zitat von Bono zu. Und auch was Du schreibst, über das Wissen der Risiken. Ändert beispielsweise aber nichts an der Tatsache das es eine Verbindung zwischen meinen wiederkehrenden schweren Depressionen und meinem Alkoholismus gab. Ich habe versucht meine Depressionen weg zu saufen. Obwohl ich wusste und fühlte das es nicht funktioniert und niemals funktionieren wird. Aber diese Erkenntnis hilft mir ja auch hoffentlich dabei das ich diesen Fehler nicht noch einmal mache. Und nie wieder machen werde. Aber es hilft ja auch nicht sich in die eigene Tasche zu lügen. Dazu bin nicht hier. Und sollte es dann doch zu einem Rückfall kommen, den ich mit allen Mitteln verhindern will und werde. Dann würde ich mir sehr wünschen das ich diese Erkenntnis mitnehme um mit dieser einen neuen Anlauf zu starten um dauerhaft Abstinent zu werden und zufrieden Abstinent zu werden. Insofern ist diese Erkenntnis eine Motivation.

    Wenn man sich aber bewusst, dass man süchtig wurde, weil man immer mehr getrunken hat--- dann kann man auch aus der Sucht aussteigen, indem man genau weiss, dass man künftig jedes Glas stehen lässt- oder am besten gleich einen grossen Bogen darum macht.

    Dem kann ich mich anschliessen. Aber daraus folgt für mich für mich zu dem was ich oben schrieb weder ein Widerspruch noch eine Entschuldigung.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Wie lange hast du gebraucht um deine Angst zu besiegen?

    Ich habe ein wenig darüber nach gedacht ob ich Dir diese Frage beantworten soll und habe mich dagegen entschieden.

    Und ich glaube das ich das wichtige aus meinen Erfahrungen rübergebracht habe.

    Also den Hinweis, daß ich mich aktuell vorrangig um die Absicherung meiner Abstinenz und der Wegfindung zu einer zufriedenen Abstinenz konzentriere.

    Das mir eine Verhaltenstherapie bei der Bewältigung meiner Angserkrankung geholfen hat.

    Und das es letztende nicht ein Kampf gegen sondern die Akzeptanz und die Erfahrung das ich die Angst/Panik aushalten kann dazu geführt haben das sie in der Situation auch wieder weniger wurde. Das das wovor ich Angst hatte nicht eintrat. Und das diese Ängste dann irgendwann verschwanden.

    Und das Beruhigstabletten nicht nur ein hohes Suchtptential haben sondern auch verhindern das Du diese Erfahrungen machen kannst.

    Alles weitere finde ich gerade nicht hilfreich. Sorry.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Danke Elly! Ich habe es jetzt nochmal viel hüberscher gemacht. ;) Ich muss öfters auf zwei Seiten arbeiten, die eine ähnliche Struktur haben wie diese und habe dort auch so meine Schwierigkeiten. Vieleicht sollten wir mal über einen neuen Job reden Elly?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich bin ja ein Forumskind, bei dem ich alles soweit erfahren habe oder sagen wir, es reichte aus, um zufrieden trocken zu werden. Ich hatte ja vieles im Kopf, als ich hier aufschlug, was mir jedoch gleich wieder aus dem Kopf geschlagen wurde.

    :D

    Genau, und beim Marathon ist es ratsam, sich nicht am Anfang zu überanstrengen. Ich erlebe es immer wieder hier, dass getragen von der Anfangseuphorie alles ausprobiert in Anspruch genommen wird, und es dann irgendwann nach kurzer Zeit ein Loch entsteht.


    Danke für den Hinweis. Und es kann sehr gut sein das dies auch der Grund war warum meine Beraterin ein wenig mit den Hufen scharrte. Aber leider ist mein Alkoholsucht nicht meine erste psychische Erkrankung und somit betrachte ich die Suchtberatung auch als Marathon. Meine Zeit um mir über die oben genannten Punkte klar zu werden und mich beraten zu lassen,

    Und zur Euphorie. Ich bin froh das meine Entzugssymptome nahezu ganz abgeklungen sind und es mir gut geht. Und ich bin froh das ich bei Saufdruck hier schreiben kann und wertvolle Hinweise bekomme wie ich damit umgehen kann. So zu sagen in Echtzeit. Außerdem bekomme ich und lese ich viele wertvolle Hinweise um meine Abstinenz ab zu sichern und meinen Weg zu einer zufriedenen Abstinenz zu finden. Einiges konnte ich schon umsetzen. Einiges musste ich schon umsetzen oder bin dabei es um zu setzen. Und anderes steht noch nicht an oder braucht noch seine Zeit, weil ich aus meiner Erfahrung weiß das ich mich nicht von jetzt auf gleich komplett umkrempeln kann. Das ist nicht realistisch. Ich habe mir nach der Entgiftung an zwei stellen professionelle Hilfe gesucht. Bei meiner Hausärztin und der Suchtberatung. Das ist für mich keine Überforderung und Euphorie sieht für mich anders aus.

    Tatsächlich bekomme ich aktuell ganze konkrete Hilfe zur Selbsthilfe hier. Und da ist noch einiges für mich praktisch zu tun und am Bewusstsein zu verändern. So dass ich das Loch gerade nicht einmal erahnen kann. Aber ich werde mich hier melden falls es doch in Sichtweite kommt. Und dann bekomme ich hier bestimmt Hinweise wie ich es füllen kann. Und ich weiss das ich gerade erst am Start meines Marathons bin. Und ich habe so eine Ahnung das mir hier auch noch einiges aus dem Kopf geschlagen wird. Aber das schafft dann ja auch Platz.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo KaDett und Hartmut,

    auch ich finde Hartmuts Beitrag, gut, richtig und wichtig. Und da ich Hartmut auch schon in anderen Fäden gelesen habe, die ich auch gut, richtig und wichtig fand, wollte ich mich hier einmal Bedanken. Weil ich echt dankbar bin Das Du nach so vielen Jahren hier noch so aktiv bis und uns Newbies, Deine Erfahrung und Deine Hilfe zur Verfügung stellst.

    Und ich lese aus Deiner Hilfe einen klassisch verhaltenstherapeutschen Ansatz heraus. Also das Vergangene als Blackbox zu betrachten und den Fokus auf eine Veränderung von Gefühlen, Gedanken und Verhalten zu legen. Mit dem Ziel das es Dir besser oder gut geht. Das ist gut. Ich habe nach 2005 eine Verhaltenstherapie bei einer damals beinharten, aber für mich sehr sehr guten, Verhaltenstherapeutin abgeschlossen. Das Ergebnis war das ich meine Angsterkrankung ganz überwunden habe und Wege gelernt habe trotz wiederkehrender schwerer Depressionen stabil zu bleiben.

    Aber nun zum Ausgangspunkt

    komische Traurigkeit

    Dazu habe ich ja oben schon etwas geschrieben. Und ich wollte eigentlich nur darauf hinaus das Depressionen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, eine ernst zunehmende Krankheit sind, die Menschen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Das kann Böse enden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Wie immer straight to the point Hartmut. Ich hätte besser schreiben sollen das ich bei diesem Termin heute nicht erwartet habe. Es war ein dreiviertel Stunden Termin. Und ja zu allen von Dir genannten Punkten und dem einen oder anderen mehr erwarte ich mir Beratung. Aber dazu muss Sie ja auch Wissen ob und welche Erfahrungen ich mit diesen Punkten bereits habe. Und auch wenn dies mein erster Termin bei einer Suchtberatung war. Bin ich in diesen Punkten ja nicht unbeleckt. Und da ich ja weitere Termine habe wird es zu einer Beratung schon noch kommen. Um es mit Deinen Worten zu sagen, der Weg zu einer zufriedenen Abstinenz ist ein Marathon kein Sprint.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich komme gerade von meinen Termin mit meiner Suchtberaterin. Ich habe meine Baustellen genannt zu den ich mir Beratung erhoffe und erfahren was Sie tun kann. Und an einer Stelle hat sie mich an eine andere ebenfalls kostenfreie Beratungsstelle verwiesen. Dann habe ich Ihr noch Kürze meine Weg in meinen Alkoholismus erzählt. Beratung war noch nicht wirklich. Habe ich auch nicht erwartet. Wir haben jetzt den nächsten Termin in zwei Wochen abgemacht. Und auch das wir Termine danach fortsetzen. Soweit so gut.

    Mit der Chemie mit meiner Beraterin werde ich nochmal das nächste Mal abwarten. Sie machte einige Bemerkungen und hatte zwischenzeitlich einen Gesichtsausdruck der in mir den Eindruck erweckte, das Sie mir sagen wollte, was wollen Sie den hier, sie brauchen doch keine Beratung. Das habe ich zum Schluss auch angesprochen und Sie sagte mir das Sie das aber gar nicht dachte. Außerdem wirkte Sie etwas abgefressen. Das habe ich Ihr nicht gesagt. Gut ist das Sie ungefähr in meinem Alter ist. Ich finde es etwas befremdlich wenn mich wesentlich jüngeren Menschen in einem Beratungskontext öffnen soll.

    Danach war ich noch etwas spazieren und einkaufen. Und habe noch etwas in unserem Haus repariert. Das ist immer ganz entspannend etwas handwerklich zu machen.

    Außerdem hängt mir die Situation mit meiner Freundin noch nach.Hat aber bis jetzt keinen Saufdruck ausgelöst. Hätte aber passieren können. Scheinbar grenze ich mich doch gut ab. Ich bin inzwischen nahezu entschlossen bin dem Rat von Alex und AnnaBlume zu folgen und für die Zeit in der wir beide stabil werden auf Abstand zu gehen. Ich weiß gerade nicht ob ich Ihr das Schreibe oder persönlich sage. Gleichzeitig habe ich auch Ängste das ich das verkacke und unsere Freundschaft gegen die Wand fahre.

    Jetzt ist es erst 1430 Uhr und ich habe das Gefühl ich habe einen Arbeitstag hinter mir.

    Liebe Grüße

    Kazik