Beiträge von Kazik

    Hallo Dietrich nur kurz weil ich gleich schlafen gehe. Ich schaue mal wann ich Dir auf Deine Frage antworte. Und zuletzt noch ein Gedanke zu dem was Du schreibst. Ich würde mich aktuell nur eif eine einzige Sache konzentrieren. Wie wirst Du abstinent und kannst Deine Abstinez absichern. Jedenfalls mache ich das so. Du kannst ja mal in meinen Faden, schauen und da wirst Du lesen das ich auch noch andere Baustellen habe, aber die Stelle ich jetzt mal hinten an.

    LG

    Kazik

    Hallo nochmal,

    ich habe Morgen den ersten Termin bei meiner Suchtberaterin und sortiere gerade geistlich was ich ansprechen möchte, damit Sie auch weiß wo meine Baustellen sind. Ich erwarte morgen jetzt garnicht soviel Beratung sondern werde erstmal schauen was ich für einen Eindruck auch von Ihr bekomme. Denn die Chemie muss ja auch irgendwie stimmen. Ich mach vor Ihr ja ganz schön "nackich" und das geht für mich am Besten wenn ich ein gutes Gefühl zu Ihr habe. Ich werde berichten.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Danke Alex!

    Über das distanzieren, habe ich tatsächlich schon vor heute nachgedacht. Und auch darüber das der eine den anderen nicht zurück in den Alkoholismus zieht. Ich werde das jetzt nochmal sacken lassen. Und dann schauen was für Schritte ich jetzt gehe um mich zu distanzieren aber nicht komplett aus dem Kontakt zu gehen.

    Denn Sie ist eine gute Freundin die ich sehr mag. Und wir haben in der Zeit wo wir uns kennen, wechselseitig schon sehr schwere Stürme durchgestanden. Das werfe ich nicht einfach weg.

    Und es kommt dazu, das ich als Folge von meinem Alkoholismus und meinen Depressionen nur noch sehr wenige Freund*innen habe.

    Nachdenkliche Grüße

    Kazik

    Hallo Kadett,

    komische Traurigkeit ist natürlich eine etwas wage Beschreibung. Ich würde mich an Deiner Stelle weiter beobachten aber nicht reinsteigern. Nayouks Hinweise über Aktivitäten und neue Interessen sind auf jeden Fall sehr hilfreich.

    Und wenn Du nach einer Zeit bemerkst das es garnicht besser wird oder gar immer schlimmer wird, dann solltest Du Dich an professionelle Hilfe (Hausarzt, Neurologe, etc.) wenden, Dich dort mitteilen und beraten lassen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    hatte mich vorhin mit einer Freundin zu einem Spaziergang verabredet. Sie ist selber trockene Alkoholikerin und seit zwei Jahren Trocken. Als ich kam plauderten wir zunächst ein wenig und dabei erzählte Sie auch das es Ihr nicht so gut geht. Was ich schon wusste und es Ihr auch ansah. Und Sie erzählte mir ebenfalls das bei Ihr, nachdem Sie weiß das ich Alkoholiker bin (was Sie bereits ahnte)und ich mich auf den Weg zu einem abstinenten Leben mache, das bei Ihr eine Menge hochkommt. Ginge mir auch so. Das Gespräch ging dann weiter und als wir gerade los gehen wollen machte ich eine völlig unbedachte und je mehr ich darüber nachdenke sehr sehr dumme Bemerkung. Sie sagte bevor wir gehen trinke ich noch ein Glas Wo...... Setzte dann neu an und sagte, bevor wir gehen trinke ich noch ein Glas Wasser. Darauf sagte ich, das ich dachte Sie wollte gerade sagen. Bevor wir gehen trinke ich noch ein Glas Wodka. Völlig unbedacht und sehr sehr dumm von mir. Sie brach darauf in Tränen aus. Und nachdem ich mich mehrmals entschuldigte, sagte Sie mir das ich jetzt gehen sollte und Sie nicht mehr spazieren wolle. Was ich auch verstehe. Ich bin dann gegangen.

    Nachdem ich dann wiederkam, habe ich Ihr eine Nachricht geschrieben. In der ich mich nochmals entschuldigte. Ich verstehen würde wenn Sie mich jetzt nicht treffen wolle, besonders wenn die Treffen gerade viel bei Ihr auslösen würden. Ich bat Sie darum sich aber auf jeden Fall zu melden wenn Sie in Schwierigkeiten gerät und das mein Handy die ganze Zeit an ist. Außerdem schrieb ich Ihr das Sie sich melden solle wenn Sie das will und nicht auf auf meine Nachricht antworten solle, wenn ihr nicht danach ist.

    Jetzt mache ich mir Sorgen und Vorwürfe. Ich hätte meinen Kopf einschalten sollen bevor ich gesprochen habe.

    Gerade überlege ich noch ob ich zwei gemeinsamen Freunden und Ihrer Mitbewohnerin schreiben soll, das Sie ein Auge auf Sie haben sollen. Muss mich allerdings noch sammeln ob das nicht gleich mein nächster Fehler ist und Sie das übergriffig finden wird. Alle drei wissen das Sie trockene Alkoholikerin ist.

    Zerknirschte Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    weil mich das aus Gründen interessiert und mir in anderen Bereichen Internetsicherheit wichtig ist ein paar Fragen.

    Es gibt ja wenn ich eingelogt bin, die Möglichkeit auf die zwei Sprechblasen zu drücken um mit einer Userin direkt in Kontakt zu treten.

    Ich vermute das dann bei dieser Userin irgendwo eine Nachricht das ich Kontakt haben möchte und Sie dann entscheiden kann ob Sie das auch will,ob Sie mich blockiert, etc..

    Lande ich dann in einem Seiteninternen Chatprogramm oder ist das PN System?

    Wird das dann verschlüsselt? Wird es verschlüsselt und die Admins können es mitlesen. Oder wird es garnicht verschlüsselt?

    Und unabhängig davon werden diese Nachrichten dann verschlüsselt oder unverschlüsselt gespeichert bzw. sind diese nachrichten dann Passwortgeschlüsselt gespeichert?

    Mein Nickname und die angegebene Emailadresse sind in meinen Fall tatsächlich nur theoretisch eine Möglichkeit an meinen Klarnamen zu kommen. Sind diese Daten gesichert?

    Falls mir aus Sicherheitsgründen nicht auf diese auf diese Fragen geantwortet wird dann ist das ok.

    Und es gibt etwas was ich vermisse, gibt es hier ein Autokerrekturogramm für meine Nachrichten in Echtzeit? Das würde meinem derzeiten Goldhamstergehirn echt helfen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ich,

    komme gerade von unserem Hausplenum und es lief gut. Die Lösung bezüglich meiner Bedürfnisse ist wie folgt. Sämtlicher Alkohol aus dem Getränkekeller, Kühler und allen frei zugänglichen Orten wird noch heute in einen privaten Mieterkeller gebracht und dort abverkauft. Danach wird kein Alkohol nachbestellt. Es war ein guter Austausch bei dem es nicht nur um mich ging sondern insgesamt um die freie Verfügbarkeit von Alkohol im Haus. Die Rückmeldungen zu mir und meinem "Outing" waren alle gut. Insofern alles gut. Jetzt bin ein wenig erschöpft. Aber gut erschöpft.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hey Bono,

    bei mir war es tatsächlich so das als ich vor mehr als einem Jahrzehnt angefangen habe den Versuch zu unternehmen meine Depressionen weg zu saufen. Von Anfang an fühlte und wusste das das nicht einmal ansatzweise funktionieren wird. Ich fühlte meine Depressionen während des saufens. Das war dann auch der Grund warum ich meinen Konsum fast nie eskaliert habe. Ich fühlte und wusste das ich mich bis zur Bewusstlosigkeit besaufen könnte und trotzdem bis dahin meine Depressionen fühlen würde.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    ich wollte von Kaziks Paradoxon berichten. In den letzten zwei Jahren ging es mit meiner Konzentrationsfähigkeit steil bergab. Heißt ich konnte mich eigentlich garnicht mehr konzentrieren und hatte die Aufmerksamkeitsspanne eine Goldhamsters. Ich musste mich bei notwendigen Aufgaben krass zusammenreisen und dabei hat mein Gedächtnissieb auch nicht weitergeholfen. Am Ende konnte ich mich noch nicht mal auf einen einseitigen Text konzentrieren oder einen siebenminutigen Videoclip durchschauen auch wenn es mich interessiert hat. Das kenne ich schon aus Depressionszeiten, ist ein klassisches Symptom. Aber in Verbindung mit meinem Alkoholismus erreichte es dann doch ein alltime low.

    Nun das Kazik Paradoxon. Seit dem ich hier im Forum lese wurde das schlagartig besser. Ich kann mich hier konzentrieren oder anders gesagt ich konzentriere mich hier. Ich vergesse beim Schreiben zwar Worte und beende manchmal Sätze nicht. Ich hoffe das ich trotzdem verständlich bin.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Okay und Danke Whitewolf! Nehme ich mir zu Herzen! Und tasächlich wollte ich hier über meine Gefühle berichten, den die Habe ich nunmal.Ich hätte mich von den Gefühlen nicht abhalten lassen und ich wünsche mir ja auch das ich auf das Hausplenum gehe. Ich will mir nur gegenüber den Hausbewohnerinnen eine Hintertür offenhalten, falls es mir plötzlich ganz schlecht gehen sollte.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie,

    das ist tatsächlich bei einigen/vielen Antidepressiva so. Nennt sich Erstverschlimmerung. Steht im Beipackzettel und dort steht meist auch meistens das zu Beginn der Einahme bspw. das Suizidrisiko steigt. Das ist auch der Grund warum erfahrene Neurologen zu Beginn engmaschig überwachen oder zu einer stationären Aufnahme für die erste Zeit raten.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr.

    Kurzmeldungen.

    Morgen ist das Hausplenum über das ich schrieb. Da ich im Moment von Tag zu entscheide habe ich noch nicht entschieden ob ich morgen hingehe. Ich wünsche mir aber das ich hingehe. Geht ja bei diesem Punkt um mich. Gleichzeitig bin ich ein wenig ängslich weil ich mich gegenüber den Hausbwohnerinnen nackich gemacht habe. Aber noch ganz am Anfang meines Weges stehe. Ich habe inzwischen weitere positive und schöne Rückmeldungen auf meine Mail erhalten. Das gibt mir für morgen ein gutes Gefühl. Ich werde berichten.

    Heute geht es mir ganz gut.

    Bei mir tauchte die Frage auf ob es hier Forenregeln gibt. Und wenn ja wo finde ich die?

    Was bedeutet es wenn unter einem Usernamen ein geschlossenes Vorhängeschloss ist?

    Was ist der geschützte Bereich und was passiert dort im Groben?

    Wenn ich mich für den geschützten Bereich bewerben würde und angenommen werden, würde dann mein Faden in den geschützen Bereich verschoben werden?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Leonie,

    das ist schön wenn meine Erfahrungen und Gedanken für Dich hilfreich sind. Noch ein paar weitere Gedanken und Erfahrungen zu Deiner Antwort.

    Vorweg ruhig Blut. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Konzentrier Dich aktuell nur auf die Absicherung Abstinenz und die wirklich notwendigen Aufgaben und ansonsten sei gut zu Dir.

    Reiss nicht alle Fässer auf einmal auf. Werde erstmal stabil abstinent und nehme die Vorschläge gerade der Erfahrereneren hier an. Sie raten Dir nur Sachen die Dir helfen und die gut für Dich sind. Hab Vertrauen. Ich gehe im Moment viele Schritte zu denen mir geraten wird oder die ich hier lese ohne nach zu denken. Ich mache die Schitte einfach und schaue dann wie es mir damit geht. Manchmal muss ich einen Schritt auch noch einen Augenblick in meinen Kopf oder Herzen bewegen. Aber ich bemühe mich ihn dann dann doch zu gehen.

    Therapie. Ich persönlich hätte mir gewünscht das ich ganz am Anfang eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht hätte. Weisst Du was das ist? Falls nicht dann findest im Netz bestimmt genug. Das ist eine der beiden Therapierichtungen die von der Kasse übernommen werden. Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie nimmt Deine Geschichte, Deine Traumata und Deine Depressionen nur einen kleinen Teil ein. Du sprichst darüber. Aber der Hauptfokus liegt in einer Beobachtung und Überprüfung und Veränderung (positiv) Deiner Gedanken, Gefühle und Deines Verhaltens. Realitätscheck und nur darauf ausgerichtet das es Dir besser geht. In eine Verhaltenstherapie kann denke ich ohne Probleme auch Deine Abstinenz eingebaut werden. Ich habe mit einer Verhaltenstherapie meine Angstörung bewältigt und meine Depressionen so weit bewältigt das einige Jahre stabil war.

    Klapse, Psychatrie oder psychatriesche Station. Ich persönlich halte mir die Klapse immer offen. Heißt wenn ich zu instabil werde gehe ich akut hin egal ob ich eine Einweisung habe oder nicht. Dort sind sie auf Krisenintervention ausgerichtet und ich erwarte und erhalte dort keine Spontanheilung. Aber zum Abwettern einer Depression habe ich gute Erfahrung gemacht. Das mit ist mit Deinem Kind/Kindern vielleicht ein Problem. Ich weiss das es Mutter und Kind Kuren und Rehas gibt. Ich weiss nicht ob es Mutter und Kind Stationen gibt. Da müsstest Du Dich schlau machen. Aber am Ende des Tages wenn Du völlig instabil oder von einer Depression nicht mehr klar denken kannst nützt Du niemanden. Am wenigstens Dir selbst. Du gehörst dann in die Hände von Profis, die sind die einzigen die Dir in dieser Situation helfen können. Und halte Dir vor Augen das Depressionen eine Krankheit sind und eine hohe Selbsttötungsrate haben.

    Medikamente. Ich nehme seid Jahrzehnten Antidepresiva und zur Zeit in geringer Dosis ein Neuroleptikum. Diese Medikamente schaden mir nicht und verändern auch nicht meine Persönlichkeit. Sie bewirken keine Wunder aber sie bereiten den Boden das ich mein Leben und überhaupt Therapiefähig bin. Ich nehme meine Medikamente regelmässig ein und das wird auch so bleiben. Ich habe einmal den Fehler begangen die Medis abrupt ab zu setzen. Fehler. Ich bin innerhalb eines Jahres komplett abgestürzt. Meine Medikamente wurden mehrmals umgestellt. Die letzten zweimal in einer Klinik. Das war gut weil das Ab- und Ansetzen im geschützen Rahmen stattfand. Die Medikamente brauchen eine Zeitlang bis sie einen Pegel aufgebaut haben. Und am Anfang gibt es oft einige unangenehme Nebenwirkungen, die klingen aber auch innerhalb von ein paar Wochen wieder ab. Da heißt es zäh sein.

    Wertschätzung. Du bist sehr sehr viel wert. Und ich glaube das Dein Unterbewusstsein das ganz sicher weiss. Aber manchmal dauert es dauert es vom Herzen zum Kopf ein wenig. Geduld.

    Irre werden. Du wist nicht irre. Vertrau mir. Ich hatte solche Gedanken in Krisen auch und bin es nie geworden. Glaube ich jedenfalls. ;) Es ist die Angst, die gerade kirre macht. Wenn sie weniger wird verschwinden auch die Gedanken.

    Die Geschichte mit Deinen Ex ist ja mal richtig Scheisse. Was ein Arsch. Aber das gute ist die Beziehung liegt hinter Dir und er kann Dir nichts mehr tun. Das Du an der Geschichte zu knabbern hast glaube ich sofort. Ginge mir genauso. Und das die Gedanken daran kommen wenn es Dir schlecht geht, ginge mir auch so. Aber wie bereits geschrieben werde erstmal stabil, dann kannst Du das angehen.

    Du schreibst das mal rauswillst. Hast Du da schon was im Kopf?

    Liebe Grüße

    Kazik