Beiträge von KaDett

    Ich verstehe was du meinst, habe das auch alles verfolgt und habe mir Gedanken gemacht. Auch Gedanken, dass mir das nicht passiert.

    Du hast auf jeden Fall super Beiträge dort gelassen. Da konnte ich mir für mich was mitnehmen. Also dickes Lob an dich. ✌️

    Ach und wenn ich schon dabei bin, wie gehts Dir denn, KaDett?

    Soweit gut. Heute sind es 333 Tage nüchtern 😄 Geht langsam aber sicher Richtung 1 Jahr.

    Letzte Woche gab es einen Todesfall, an dem ich zu knabbern hatte.

    Und mich beschäftigt dieser Rückfall von Aberwitz.

    Überdenke da die Stabilität meiner eigenen Abstinenz.

    Mir ging es am Anfang auch mal so. War am Rhein unterwegs und überall standen Weingläser auf dem Tisch. Das hat mich massiv getriggert und zuhause dann war Suchtdruck.

    Ich bin dann die ersten Monate nirgendwo hin. Später dann in kleine Schritten begonnen. In ausländischen Restaurants, gibt’s oft mals keinen Alk, da war ich dann und habe selbstgemachte Limonaden getrunken. Dann Eisdielen, später Cafés und Restaurants.

    Das hat gut funktioniert.

    Ich muss aus dieser zeit lernen.

    Danke für deine Antworten, ich versuche aus deiner Erfahrung zu lernen. Bin noch ziemlich am Anfang und 10 Monate trocken. Ich werde bei dir im Faden mitlesen. Ich finde es absolut klasse, dass du den Mut hattest, erneut aus der Sucht heraus zu kommen. Alles Liebe und Gute für dich. Du gehst mir gar nicht mehr aus dem Kopf, denn mich hat deine Geschichte sehr berührt. 🫶

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen. 10 Jahre abstinent und dann wieder in die Suchtspirale geraten. Hast du dann von Corona bis jetzt wieder getrunken? Das sind ja dann auch Jahre gewesen. Also ein langfristiger Rückfall?

    Ich finde es mutig und super dass du es wieder raus geschafft hast.

    Hast du etwas daraus gelernt was du nun anders machst?

    Eine meiner Hauptbelohnungen war Eis essen. Ich hatte immer einige Dosen Eis im Gefrierfach und habe tatsächlich jeden Tag Eis gegessen. Aktuell esse ich als Belohnung Mohrenköpfe. (ich behalte aber mein Gewicht im Auge)

    Ich hatte mir auch ein paar Meditations-Kartendecks gekauft und morgens und abends welche gezogen und meditiert. Das ist für mich Belohnung und Zeit für mich.

    Ich bin eben der Beauty Typ und die Badewanne mit allem drum und dran war bzw. ist immer eine Belohnung. Auch Parfum oder Nagellack ist alles meine Welt.

    Hör da einfach mal in dich rein, was du gerne magst und denk dir deine ganz persönlichen Belohnungen aus. Das macht echt Spaß sich was Gutes zu tun. 🌸

    Vielleicht habt Ihr Ideen.

    Vielleicht etwas spielen oder ein Puzzle? Dich mit Pflanzen beschäftigen oder gärtnern? Champignons züchten? Weite Spaziergänge, tanzen oder in einen Chor gehen, falls du singen kannst, einem Verein beitreten, was Ehrenamtliches tun, meditieren…. und und und

    Suchtstimme, Suchthirn, Suchtdruck

    Bevor ich hier in der SHG ankam, waren das für mich auch fremde Begriffe. OK Suchtdruck hatte ich ja kennengelernt und auch darüber gegoogelt.

    Hallo Blendi, 🙋‍♀️

    ja bei mir war es auch eine aufregende Zeit am Anfang der Abstinenz. Habe mich selbst neu kennengelernt. Alle Gefühle bewusst erlebt. Ich habe die ersten Monate alleine durchgezogen, ohne SHG. Es gab jede Menge Höhen und Tiefen.

    Gerade am Anfang bin ich auch oft in die Falle von Verlockungen getreten. Es ist mir schwer gefallen letztes Jahr im Frühling draußen in den Cafés die Menschen mit Cocktails und Weingläsern sitzen zu sehen. Ich wusste gar nicht was ich mir überhaupt bestellen sollte. Spezi, Wasser oder Kaffee. Ich habe mir damit Verzichtsgedanken geschürt. Und bekam prompt auch Suchtdruck.

    Bin dann eine ganze Weile gar nicht mehr weg gegangen. In den ersten Monaten hatte ich 2x krassen Suchtdruck.

    Nach etwas mehr als 6 Monaten bin ich hier auf das Forum gestoßen. Hier habe ich erstmals vom Notfallkoffer, den Grundbausteinen und Trockenheitsarbeit gehört. Es gab Austausch. Ich war plötzlich nicht mehr alleine mit meiner Abstinenz.

    Das war dann natürlich auch ungewohnt und ich war ab und zu zickig. Habe nicht verstanden was mir mitgeteilt wurde. Irgendwann hier hatte ich dann zum dritten Mal Suchtdruck. Aber da war ich nicht mehr auf mich alleine gestellt und bekam viele hilfreiche Tips. Ich habe reflektiert und die Tipps umgesetzt. Und siehe da, seit dem hatte ich keinen Suchtdruck mehr. Im Gegenteil, ich wurde immer ausgeglichener.

    Habe viel an mir gearbeitet und und auch vieles verändert. Wichtig fand ich die Zeit während ich sonst täglich getrunken hatte, gut zu nutzen. Und ich habe mir kleine Belohnungen für mich überlegt.

    Und irgendwann hat sich spürbar etwas geändert. Ich bin wesentlich gelassener geworden, die Abstinenz ist irgendwie als fester Bestandteil für mich geworden und steht an allererster Stelle auf einem Sockel. Ich genieße es, nichts mehr trinken zu müssen und bin stolz, dass es sich so entwickelt hat.

    Bald sind es 11 Monate bei mir, geht Richtung 1 Jahr. Ich sehe meine Abstinenz als Bereicherung und ein großes Glück.

    Dir wünsche ich alles Gute und einen angenehmen, nüchternen Weg 🍀

    Hallo Carmen herzlich Willkommen hier im Forum und ich wünsche dir gutes Gelingen 🍀

    Jetzt hast du schon einige Tage geschafft. Weiter so 👍 Lies in Ruhe und schreibe viel. Das hilft und du erzielst einen Austausch.

    Vielleicht kann ja auch jemand aus der Familie die Hunderunde übernehmen. Eine tolle Erleichterung ist es schon mal, dass dein Zuhause alkoholfrei ist. Ich wünsche dir einen schönen, neuen Weg.