Beiträge von KaDett

    Ich bin mal gespannt drauf wenn ich/wir mal wieder eine Serie schauen, das hat mich früher schon getriggert, sowohl beim rauchen wie auch beim trinken. Es gibt halt Filmszenen die mich immer zur Flasche gebracht haben oder beides. Da bin ich echt gespannt drauf.

    Ich meinte wie ich damit umgehen werde, nicht das ich wieder zur Flasche greifen werde oder könnte

    Mich hatte die Trinkerei in einer Liebesschulze vor ungefähr 2 Wochen ziemlich getriggert. Inzwischen habe ich natürlich im TV weitere Trinkszenen gesehen, wo mir das völlig egal war, habe das auch nicht beachtet. Vielleicht liegt da auch der Unterschied. Bei dem Film vor 2 Wochen ist mir das regelrecht ins Auge gesprungen. Danach egal wo, habe ich das nichtmal bewusst gesehen, nur so am Rande wahrgenommen. Wenn du Serien Schaust und jetzt schon weißt, dass dort Trinkszenen zu sehen sind, ist es unbedingt wichtig, dass dein Zuhause Alkfrei ist. Ich habe da nicht mit gerechnet und es ist passiert. Hat mich zwar 2 Tage Nerven gekostet, aber ich war überall 100%ig sicher. Da darf von deiner Frau kein gefülltes Glas irgendwo rum stehen. Sonst schau lieber noch keine Serie.

    Nun denke ich, dass du etwas von mir gelesen hast, da ich etwas über die Loslösung vom Alkohol geschrieben habe.

    In Kurzform. Alles, was um mich herum geschieht, hat nichts mit Alkohol zu tun - keine Situation, kein emotionaler Zustand und vieles mehr. Was jedoch nicht zu verwechseln ist, dass er immer ein Bestandteil meiner Sucht bleibt.

    Ich mache mir ja jede Menge Gedanken bezüglich trockenem vs. nassem Denken. Meine Gedanken sind, dass zum trockenen Denken die Abstinenz gehört mit allem drum und dran. Also trocken sein und trocken denken ist der Idealfall. Und Alkohol selbst gehört zum nassen denken. Trinken heißt nass sein und nass denken. Hatte ja mal die Situation vor dem Alk- Regal warten zu müssen. Da bin ich ja damals in die Konfrontation gegangen und hier wurde mir gesagt, dass das nasses Denken war. Seit dem Tag beschäftige ich mich mit trockenem / nassen Denken. Beobachte mich selbst und achte drauf wie oder was ich fühle, denke oder reagiere. Abstinenz heißt ja ich bin trocken, also verbinde ich da auch trockenes Denken damit. In der Abstinenz bin ich ja von Alkohol los gelöst. Mich interessiert das sehr. Hatte glaube sogar diese Woche irgendwo dazu auch was von dir gelesen. Ich schaue mal ob ich das wieder finde. Kann sein bei Leonie im Faden. Kannst mich gerne korrigieren wenn meine o.g. Denkweise Quatsch ist. Ich reime mir das sozusagen selbst zusammen. Und deine Meinung dazu möchte ich gerne sehr wissen. Finde das richtig spannend. 🧐

    Bei mir was Rauchen aufhören ein Alptraum. Hätte ich nicht zeitgleich mit Alk machen wollen. Für eine Kollegin war das Rauchen aufhören richtig leicht. Das ist sehr unterschiedlich. Du hast auch aktuell genug an der Backe mit Ehe und Abstinenz. Nicht dass du dir alles zerschießt und sagst: Was soll‘s, ist doch eh alles egal. Ich würde da mal abwarten wie sich das mit deiner Frau entwickelt.

    Versuche die Vergangenheit abzuhacken, das kannst du nicht mehr ändern, es ist, wie es ist. Du bist doch auf einem gutem Weg, schaue vorwärts.

    Wünsche dir gute Besserung

    Danke schön. Ja die Vergangenheit abhaken ist gut und schön. Ich habe aber gesundheitlich für immer die die Quittung und somit Erinnerung. Muss unbedingt zum Arzt zur Kontrolle. Klar schaue ich nach vorn. Bin kein Typ der aufgibt.

    Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen,

    Bin auch so, ich krieche niemandem zu Kreuze, bin auch nicht auf den Mund gefallen. Ich hatte echt das Gefühl, dass du gerne bewundert werden willst. Ich finde es tatsächlich klasse, dass du und auch andere hier schon sehr lange trocken seid. Aber heute, genau jetzt bin ich genauso nüchtern. Das ist die Hauptsache. Deshalb bewundere ich niemanden, eher ist es so, dass ich an den „alten Hasen“ sehe, dass es funktioniert. Da kommt dann bei mir der Ehrgeiz raus…was die können, kann ich auch. Leider gibt’s auch Missverständnisse gerade wenn nur geschrieben wird.

    Für mich fühlte es sich r wie eine "Schwäche" an, nicht aufhören zu können.

    Das habe ich auch immer so gedacht. Erst hier das als Krankheit angenommen.

    Glaube wir sind uns ab und zu ähnlich.

    Das sehe ich auch so, es ist eine Belohnung für den Körper, dass er nicht mehr mit Alk vergiftet wird. Mir geht’s aktuell gesundheitlich nicht so gut und bin deswegen auch etwas niedergeschlagen und betrübt. Ich hatte mir mit dem Alk gesundheitlich sehr arg geschadet. Ich denke schon den ganzen morgen darüber nach was ich mir mit der Trinkerei angetan habe. Bin heute froh wenn Feierabend und Wochenende ist.

    Noch mal ganz kurz zur Klarstellung. Ich habe lediglich mit jemandem aus meinem engen Familienkreis gesprochen. bisher habe ich noch nie mit jemanden bezüglich dem Thema gesprochen. Das Wort „aufpassen“ ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Also für mich ist das ein grund zur Freude, nun auch mit jemandem sprechen zu können. Sehe das als Bereicherung für mich. Wollte hier lediglich davon kurz berichten, weil ich das tatsächlich als weiteren Punkt zur Sicherung meiner Abstinenz sehe. Ich hatte wirklich gedacht, dass sich hier jemand für mich mitfreut und das genauso positiv sieht wie ich.

    Deinem Aufpasser kannst Du dann im Zweifelsfall nach dreimaligem gutem Zureden sagen, jetzt reicht es mir, ich will jetzt trinken. Und wenn der sich nicht sehr gut abgrenzen kann und sich mit der Thematik nicht auskennt, dann bleibt ihm ausser einem schlechten Gefühl, versagt zu haben, weil er dir nicht helfen konnte, nichts.

    Mir fehlen die Worte und ich schüttele nur den Kopf. Ich habe keinen Aufpasser. Habe das Gefühl, dass du dich schnell in etwas reinsteigerst. Aber bitte verschone mich damit.

    Hast du das Gefühl, dass du eine Begleitung für die Sucht brauchst? Oder ist es für dich nur ein gutes Gefühl, nicht allein mit deiner Sucht dazustehen und jemanden gefunden zu haben, der dich versteht?

    Ist ein gutes Gefühl einfach auch mal über das Thema sprechen zu können. Der jenige versteht mich. Ist aber keinesfalls als Suchtbegleitung oder sowas zu verstehen.

    Ich fühle mich seit jeher für mich selbst verantwortlich

    Glaube du kennst mich nun auch etwas und wirst wissen, dass ich das genauso sehe. War schon immer eigenverantwortlich und selbstständig.

    dass mich da ständig jemand begleitet, würde ich mich überwacht fühlen

    Ich glaube, da würde ich die Wand hoch gehen. Ist doch klar, wer würde sich da nicht überwacht fühlen, das wäre doch der Horror schlecht hin.

    Ich muss ja auch nüchtern bleiben, wenn mir keiner zuschaut. ;)

    Du bist echt ne Kanone, sogar Humor hast du und das bei mir 😜😂

    In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass es Dich leicht nervt, wenn ich Dir schreibe, und ich möchte Dir nicht zu nahe treten.

    Ich habe das Gefühl, dass du mich gerne und schnell in irgendwelche Schubladen steckst. Du reimst dir über mich Dinge zusammen und interpretierst fleißig drauf los. Ich kann dir versichern, dass du mit deinen bisherigen Andeutungen in Bezug auf mich völlig daneben liegst, du brauchst dir daher über mich keine Hirngespinste auszudenken. Jedenfalls bitte ich dich höflich, nicht bei mir in den Krümeln nach irgendetwas zu suchen.

    Bei aller Liebe und allem Verständnis, wenn ich nach 8 Monaten Nüchternheit immer noch jemanden brauche, der in bestimmten Situationen auf mich aufpasst, kann ich das nicht nachvollziehen.

    Wenn ich das nicht selbst kann, dann müssen zumindest die Gedanken da sein, dass ich vor etwas Angst habe. Nichts gegen jemanden, der die ersten Schritte geht, aber nach 8 Monate?

    Nach dem Motto: "Kümmere dich um mich, ich bin Alkoholiker."

    Oder stimmt meine Rechnung von 8 Monate nicht?

    Ich habe das 8 Monate alleine gekonnt. Aber nun weiß jemand Bescheid und steht mir zur Seite. Mehr ist es nicht. bItte nicht an dem Wort „aufpassen“ hochziehen.