• Das kann ich nur allzu gut nachvollziehen

    Hallo Stef, mit der Karriereleiter ist das tatsächlich so eine Sache.Gerade ist eine Bekannte von mir ziemlich hart aufgeschlagen.Sie wurde in eine hohe Position als Abteilungsleiterin befördert( sie wollte es auch).Sie war dem Druck allerdings nicht gewachsen. Es war sehr verlockend für sie! Mehr Geld, hohes Ansehen. Der Druck von oben und unten war zu groß! Depris, Suizidversuch,Psychiatrie! Kein Job und kein Geld der Welt ist das wert.Ich hoffe,das sie ihre Lehre daraus zieht und sie ein paar Sprossen tiefer auf der Karriereleiter wieder klarkommt.

  • Die Frage, ob ich bewundert werden will...

    Ich hab schon mal jemandem gesagt, dass ich nicht auf einer Schleimspur ausrutschen will. Ich hasse es, bewundert zu werden. Oder auf ein Podest gestellt zu werden.
    Kommt genau da hin, dass man da ja wieder von den Anderen getrennt ist oder eine Fassade lebt. Und ausserdem Erwartungen erfüllen muss. Zumindest wird es von einem erwartet und wenn nicht, ist die Fallhöhe groß.

    Ich habe den Braten zum Glück aber oft schon gerochen und mir genau überlegt, was ich will. Trotzdem war halt ohne Moos nix los. Irgendwas musste ich nun mal tun. Ging und geht nicht um Reichtum oder Status, sondern um ein angenehmes Leben ... wofür ich mich nicht zu sehr stressen will.
    Und ansonsten habe ich Glück gehabt, dass ich zur rechten Zeit am rechten Ort war, wo die Fachleute händeringend gesucht wurden. Da kam der Headhunter, wunderbar.

    Jo. Schönen Tag allerseits

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • War ja auch schon öfter "Gratulation, wow, so viele Jahre trocken, da möchte ich auch hin" Nicht unbedingt hier, oder ich nehme das gar nicht mehr wahr, aber woanders schon mal ziemlich deutlich.

    Mir ist das eher peinlich. Ich habe meine Trockenzeit, aber ich bin nicht trocken geworden, um bewundert zu werden. Sondern schlicht wegen mir selbst. Das wäre mir auch egal, wenn das jemand total bescheuert finden würde. Deswegen würde ich das trinken ja nicht wieder anfangen, bloss weil das jemand doof findet.. Ich mach ja wegen mir, eben.

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  • Ich hab schon mal jemandem gesagt, dass ich nicht auf einer Schleimspur ausrutschen will. Ich hasse es, bewundert zu werden. Oder auf ein Podest gestellt zu werden.

    Manchmal denke ich, dass es davon abhängt, wie jeder von uns geprägt wurde. Einige mussten sich schon als Kinder auf der Straße durchsetzen, während andere für Dinge gefeiert wurden, die für andere selbstverständlich sind.

    Zu viel Lob in der Kindheit ist auch nicht immer hilfreich. Ich habe ein gutes Gespür dafür entwickelt, opportunistisches Verhalten zu erkennen. Mittlerweile werte ich es jedoch nicht mehr ab oder auf. Es ist so, wie es ist, und wird sich wohl nicht ändern.

    Allerdings braucht es bei der Sucht oft Vorbilder. Jemanden, der schon oben auf dem Podest steht, vor allem am Anfang. Wie soll ich sonst vertrauen, dass es funktioniert, wenn ich es selbst nie erreicht habe?

    Beim Ausstieg aus der nassen Sucht achtete ich darauf, wer postet, wie lange er trocken ist und was er erlebt hat. Ich wollte mir sicher sein, dass es kein Dampfplauderer ist , der gerade frisch aus dem Quark kommt.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hartmut,

    das ist OK, was Du mir hier schreibst.

    deswegen sage ich ja, nehmt Euch, was Ihr davon brauchen könnt, den Rest lasst liegen.

    Ich verstehe auch, dass Leute Vorbilder brauchen, hier irgendwo habe ich geschrieben, ich habe auch an jemandem gesehen dass es so lange geht, Obwohl ich mich mit demjenigen sonst nicht sehr gut verstanden habe.

    Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen, und der war auch sehr rigide, und ich wusste nun mal, dass ich wirklich aufhören wollte, wofür ich jetzt der Beweis bin.

    Ich habe dann auch das genommen, was ich brauchen konnte, und den Rest habe ich liegen gelassen. Ja OK, auch das mag Vorbild sein. Nehmt es wenn Ihr es brauchen könnt...:mrgreen:

    LG LK

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  • Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen, und der war auch sehr rigide, und ich wusste nun mal, dass ich wirklich aufhören wollte, wofür ich jetzt der Beweis bin.

    Ich kenne zwar nicht deinen ganzen Lebensweg, aber selbst Sucht kann gewisse Charaktereigenschaftene ben nicht wegsaufen – die bleiben einfach. Ich habe mich nie selbst klein gemacht, das liegt nicht in meiner Natur.

    Anfangs haben mir viele gesagt, dass Sucht eine Krankheit ist, aber ich habe das erst mit der Zeit verinnerlicht. Für mich fühlte es sich r wie eine "Schwäche" an, nicht aufhören zu können.

    Den "harten" Weg, was auch immer das bedeutet, für mich eher der notwendige Weg, um mal Wortklauberei zu betreiben, bin ich sowohl nass als auch trocken gegangen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

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    Trocken seit 2007

  • Den "harten" Weg, was auch immer das bedeutet, für mich eher der notwendige Weg, um mal Wortklauberei zu betreiben, bin sowohl nass als auch trocken gegangen.

    dito:thumbup:

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  • Ach, die harte Tour...

    derjenige welcher hatte den Spruch

    "wenn einer auf die Fresse fallen will, dann leg ihm kein Kissen unter"

    also ganz klar, dann tut es Dir einfach noch nicht genug weh. Man muss mit Schwung aufs Maul fallen.

    Ja, das war auch der Strassenköter-Slang. Damit konnte ich sogar sehr gut. Wahrscheinlich meinte er das sogar bei mir.

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  • Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen,

    Bin auch so, ich krieche niemandem zu Kreuze, bin auch nicht auf den Mund gefallen. Ich hatte echt das Gefühl, dass du gerne bewundert werden willst. Ich finde es tatsächlich klasse, dass du und auch andere hier schon sehr lange trocken seid. Aber heute, genau jetzt bin ich genauso nüchtern. Das ist die Hauptsache. Deshalb bewundere ich niemanden, eher ist es so, dass ich an den „alten Hasen“ sehe, dass es funktioniert. Da kommt dann bei mir der Ehrgeiz raus…was die können, kann ich auch. Leider gibt’s auch Missverständnisse gerade wenn nur geschrieben wird.

    Für mich fühlte es sich r wie eine "Schwäche" an, nicht aufhören zu können.

    Das habe ich auch immer so gedacht. Erst hier das als Krankheit angenommen.

    Glaube wir sind uns ab und zu ähnlich.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich hasse es, bewundert zu werden. Oder auf ein Podest gestellt zu werden.

    Passiert mir irgendwie nie. Was mache ich nur falsch???

    Ich glaube es gibt einen Unterschied ob jemand einen für ein Talent bewundert oder die ganze Person über sich stellt.

    Meine beste Freundin bewundert mich für manche Dinge und ich bewundere sie für anderes- Podest nicht in Sicht.

    Was Menschon von mir halten, die mich jetzt nicht so gut kennen, weiß ich gar nicht.

    Am Ende werde ich in meiner Nachbarschaft als Gottheit verehrt und habe das komplett verpasst 😂

  • Nein, es gibt keine Details. Pfui, aus jetzt. Sage ich zu dem Straßenköter in mir.

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  • Meine Frau sagte heute morgen, Straßenköter oder Streunerkater sind die besten Begriffe für die Zeit, als sie mich kennenlernte.

    Ausserdem meinte sie, wenn ich alles, was sie alleine den 40 (vierzig) Jahren, die sie mich kennt, erlebt habe und was sie über mich gehört hat, erzähle, dann glaubt mir das sowieso keiner. Entweder halten sie mich für einen Angeber, oder sie fragen sich, warum ich nicht (noch) mehr aus meinem Leben gemacht habe.

    Mir reicht es. Ich hatte nie den Ehrgeiz, noch mehr zu erreichen.

    Ich habe diese Woche einen Abend mit einigen gestandenen beruflich sehr erfolgreichen Männern verbracht, die von Jugend an wesentlich zielstrebiger waren als ich. Die aber ihr ganzes Leben in Beruf und Familienleben eingebunden waren, während ich mir einige Auszeiten gegönnt habe und nicht nur die ganzen schlechten Zeiten hatte, sondern mir auch echte Träume verwirklicht habe. Ich hatte so derartig viel Glück, ich glaube es manchmal selbst kaum. Eher Kater, 7 Leben.

    Mehr als mir reichen kann es nicht. Und während ich wegen Ursache für die baldige Neuro-Reha, steht irgendwo hier, schon vor längerem eine unfreiwillige Vollbremsung hinlegen musste, aus der ich mich auch erst wieder herausarbeiten musste, plagen sich da jetzt welche damit, dass ihnen die großen Pläne für den Ruhestand zum Teil nicht gelingen und sie auch vom Alter und Krankheiten ausgebremst werden.
    Und dazu kommt noch, ich habe manche Träume, die sie haben, in meinen Auszeiten erlebt. Und heute denke und fühle ich, es war ein großes Glück, dass ich das noch gemacht hatte, als ich es noch konnte. Ich war keinem neidisch. Und wir sind Freunde.

    Der nächste Freund, der frische Witwer, möchte sich auch nicht nur vergraben, was ich äusserst positiv finde. Die Trauer ist hart bis härtest, und es dauert, so lange es dauert. Aber er wird von Leuten angerufen, und wir haben beschlossen, unsere Geburtstage liegen wenige Tage auseinander, wir feiern gemeinsam, nur er und ich, weil ich in dieser Beziehung in den Anfängen nahe dabei war, meine Frau, die ich auch bald in dieser Zeit kennengelernt habe, und ganz wenige andere Leute, weil wir in alten Zeiten schwelgen wollen, mehrere Tage lang ALKOHOLFREI. Ist noch ein bisschen hin, vielleicht fällt er auch noch in ein Loch, aber ich habe mich der Frage nach der Feier vorsichtig genähert, und er war begeistert. Und ich war dann auch begeistert, das hat mir den ganzen gestrigen Abend versüsst.

    Dann hatte ich noch eine Arbeitsgruppe, die leite ich schon länger, aber auch nicht so oft. Inzwischen bin ich gut im Delegieren, aber ich bin derjenige, der das Thema am Besten kennt. Also alles kann ich nicht delegieren. ich habe aber auch schon kommuniziert, dass ich nicht mehr mache, als ich bereits mache.

    Ja, und Urlaubsplanung ist auch in der Mache. Wir sind ja noch nicht fertig mit dem Leben. Und keiner weiss, wie lange es geht. Also, machen so lange es möglch ist.

    Ich meine ja nur, wenn jemand Angst hat, dass er trocken was verpassst... ich habe diese Angst nicht.

    LG Lk

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    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (1. Februar 2025 um 19:52)

  • . Oder auf ein Podest gestellt zu werden

    Hallo Lebenskünstler, ich habe lange überlegt, ob ich zu deinen Ausführungen was schreiben sollte.Auch auf die Gefahr hin,von dir missverstanden zu werden,kribbelt es mir dann doch in den Fingern. Auch ich halte nicht viel von selbsternannten Autoritäten.Bei irgendwem zu schleimen, hab ich nicht nötig. Also versuche ich auch Probleme auf den Punkt zu bringen. Was mich umtreibt ist, wenn ich deine Absätze lese, hört sich bei dir alles nach einer durchgehenden Erfolgsgeschichte an!? So ganz ist mir auch nicht klar,was dein Problem mit dem Alkohol ist.Es hört sich für mich so an, als wenn du die Antworten kennst .Meine Frage ist ganz einfach, was erwartest du hier vom Forum? Möchtest du vielleicht doch bewundert werden? Wenn du mir auf diese Fragen eine Antwort geben willst,kannst,wär das schon mal ganz gut.Wenn nicht, dann ist es auch in Ordnung. Die besten Grüße Bono

  • Na ja.

    Wenn Dir entgangen ist, dass ich alle möglichen Probleme, die ich hatte, einschliesslich eines echten Tiefpunkts,, beschrieben habe, dann ist das halt so. Oder du siehst das insgesamt anders als ich, auch gut.

    Ich lande am Ende bei der Dankbarkeit, die ich habe, dass es am Ende doch noch so gut gelaufen ist. Und Du hast garantiert keine Ahnung, wie schlecht es mir schon gegangen ist. Sonst würdest Du solche Fragen nicht stellen. Steht aber teilweise hier, falls es Dich wirklich interessiert.

    Ausserdem habe ich meine Trockenheit zum Hobby gemacht, den Satz habe ich die Tage hier irgendwo gelesen, trfft auf mich zu.

    Und nun die Preisfrage:
    Hat mein heutiges Leben und dass es jetzt gut läuft, etwas damit zu tun, dass ich irgendwann mit dem Saufen aufgehört habe? Hat mein Thema mit Alkoholismus zu tun?
    Ich bin gerade anderweitig beschäftigt und habe keine Zeit für eine längere Unterhaltung hier. Beantworte Dir die Frage selbst, wenn Du willst. Musst du aber auch nicht.

    Ich muss ein paar Dinge fertig machen, sorry falls ich zu kurz angebunden war. Eigentlich wollte ich Dir gar nicht antworten, aber ich leiste Deiner Bitte Folge.

    LG LK

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  • Hallo Lebenskünstler, da ist mir sicher was entgangen, ich habe auch nicht alles in deinem Faden gelesen. Das ist dann halt so. Ich habe gefragt.Du hast geantwortet. Das sollte auch garkeine lange Unterhaltung werden.Hat mich halt interessiert. Deine Antwort ist ausreichend.Ich werde mich jetzt auch wichtigeren Dingen zuwenden. Ich wünsche dir einen schönen Tag.Die besten Grüße Bono

  • Es steht sowieso nicht alles da.

    Es ist keine Lebensbeichte, und bei einigen Themen (einschliesslich Sucht, aber auch bei anderen Themen) hilft jammern sowieso nicht. Da hilft nur tun.

    Und an der Stelle, Umgang mit einer anderen Krankheit, hilft mir die Bewunderung durch meinen Arzt durchaus. Das macht ihm nämlich Lust, mit mir zusammenzuarbeiten, wenn ich selbst auch alles mache, was ich kann. Und ihn brauche ich.

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  • Wut.

    Meine Wut war nüchtern anders, als die besoffenen Zornesausbrüche. Die hatte ich zwar trotzdem noch.

    Und ich mochte meine Wut nicht, es war dieselbe, die ich bei meinem Vater beobachtet hatte. Hass auf das (mein) Leben.

    Wut ist für mich inzwischen eine ebenso nützliche Emotion wie Angst. Normale, begründete Angst meine ich. Die ist ein Warnzeichen und kann einem das Leben retten.

    Kontrollierte Wut gibt mir die Energie, etwas an meinem Leben zu ändern oder mich durchzusetzen. Dann muss ich nur noch rausfinden, was ich eigentlich will. Ja, fängt oft auch mit der Negativausauswahl an, was will ich auf gar keinen Fall?

    Ich bin davon ausgegangen, dass ich mir nüchtern andere Ziele setzen musste, als trinkend. Mein früheres Leben war mit der Sauferei untrennbar verbunden. Was behältst Du bei, was machst Du anders? Ich bin davon ausgegangen, dass ich saufend besoffen (nass) gedacht habe. Und das ändert sich nicht gleich, für mich war das jedenfalls Arbeit.

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  • Die Wut erwischte mich nüchtern überraschend, ungebeten und erst nach einigen Monaten. Dann aber anhaltend, mal unterschwellig, mal deutlicher, ganz entspannt im Urlaub, aber im wirklichen Leben machte mich Vieles wütend.

    Als ich frisch aufgehört hatte bzw. sogar noch im letzten Absturz war ich davon ausgegangen, dass ich leichter zufrieden werde, wenn ich die Sauferei aufhöre. Meine Anfangseuphorie war gut ausgebaut.

    Ich war zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass es mir doch gut geht, wenn ich nur die Sauferei weglasse. Aber das war erst der Anfang.

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    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (3. Februar 2025 um 20:35)

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