KaDett - Nüchternheit als Lebenseinstellung

  • und mich auch begleitet wenn ich mal unterwegs bin und mit auf meine Abstinenz aufpasst

    Es ist kein Fehler jemanden dabei zu haben, an den ich mich im Notfall (Suchtdruck) wenden kann. Das muss aber von mir kommen. Z.B. „ …du ich will gehen, kannst du mich nach Hause begleiten…“.

    Wenn ich aber von demjenigen erwarte, dass er aktiv auf mich aufpasst, dann habe ich die Verantwortung schon abgegeben. Ich bin für meine Abstinenz verantwortlich und niemand anders., oder wie hast du „aufpassen „ gemeint?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Bei aller Liebe und allem Verständnis, wenn ich nach 8 Monaten Nüchternheit immer noch jemanden brauche, der in bestimmten Situationen auf mich aufpasst, kann ich das nicht nachvollziehen.

    Wenn ich das nicht selbst kann, dann müssen zumindest die Gedanken da sein, dass ich vor etwas Angst habe. Nichts gegen jemanden, der die ersten Schritte geht, aber nach 8 Monate?

    Nach dem Motto: "Kümmere dich um mich, ich bin Alkoholiker."

    Oder stimmt meine Rechnung von 8 Monate nicht?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Deinem Aufpasser kannst Du dann im Zweifelsfall nach dreimaligem gutem Zureden sagen, jetzt reicht es mir, ich will jetzt trinken. Und wenn der sich nicht sehr gut abgrenzen kann und sich mit der Thematik nicht auskennt, dann bleibt ihm ausser einem schlechten Gefühl, versagt zu haben, weil er dir nicht helfen konnte, nichts.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ja manchmal gibt es missverständnisse. Hatte ich letzte woche auch. Schrieb hier was von dem ich dachte es käme so rüber wie ich es meinte. Beim nochmaligen lesen hab ich dann gesehen, daß man es auch anders deuten konnte.

    das ist aber auch das gute an der geschriebenen form, daß man genauer auf die worte schaut. Und das nachfragen führt zum nachdenken darüber. Ich schätze das sehr.

  • Ich glaube ja Du meinst Aufpasser nicht wirklich als Aufpasser sondern als moralische Unterstützung und dann passt es doch.

    Genauso ist es. Einfach jemand aus meinem engen Kreis der nun Bescheid weiß.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Wenn ich aber von demjenigen erwarte, dass er aktiv auf mich aufpasst, dann habe ich die Verantwortung schon abgegeben. Ich bin für meine Abstinenz verantwortlich und niemand anders., oder wie hast du „aufpassen „ gemeint?

    So ist das absolut nicht gemeint.

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  • Übertragen wir das auf Deine Situation. Wie soll das Aufpassen auf Dich im Ernstfall aussehen, wenn Du beispielsweise so einen Suchtdruck haben solltest wie neulich, wo Du doch ziemlich verzweifelt warst?

    Habe leider vergessen, dass einem das Wort im Mund herumgedreht wird. Mein Fehler ok.

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  • Bei aller Liebe und allem Verständnis, wenn ich nach 8 Monaten Nüchternheit immer noch jemanden brauche, der in bestimmten Situationen auf mich aufpasst, kann ich das nicht nachvollziehen.

    Wenn ich das nicht selbst kann, dann müssen zumindest die Gedanken da sein, dass ich vor etwas Angst habe. Nichts gegen jemanden, der die ersten Schritte geht, aber nach 8 Monate?

    Nach dem Motto: "Kümmere dich um mich, ich bin Alkoholiker."

    Oder stimmt meine Rechnung von 8 Monate nicht?

    Ich habe das 8 Monate alleine gekonnt. Aber nun weiß jemand Bescheid und steht mir zur Seite. Mehr ist es nicht. bItte nicht an dem Wort „aufpassen“ hochziehen.

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  • Gewisse Wortwahlen führen halt zu Nachfragen.

    Das ist richtig, aber man kann es auch übertreiben. Werde mir in Zukunft jedes Wort, dass ich schreibe 3x überlegen, wenn alles auf die Goldwaage gelegt wird. Manchmal wird auch einer Mücke ein Elefant gemacht.

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  • Mehr ist es nicht. bItte nicht an dem Wort „aufpassen“ hochziehen.

    Nun wird hier nicht das Wort im Mund herumgedreht, sondern das Wort, wie es geschrieben wird, zählt. Es gibt in der "Alkoholikersprache" eben verschiedene Wörter, die eine bestimmte Bedeutung haben, was sich von der normalen Sprache abweicht.

    Aber nun weiß jemand Bescheid und steht mir zur Seite.

    Das ist schön.

    Hast du das Gefühl, dass du eine Begleitung für die Sucht brauchst? Oder ist es für dich nur ein gutes Gefühl, nicht allein mit deiner Sucht dazustehen und jemanden gefunden zu haben, der dich versteht?

    Macht für mich ein Unterschied.

    Ich fühle mich seit jeher für mich selbst verantwortlich und nehme Unterstützung nur an, wenn ich sie selbst geholt oder angefordert habe. Ich konnte auch nie etwas mit einem Mentor oder Aufpasser als Begleitperson anfangen.

    Eine Unterstützung für die ersten Tage mag für den einen oder anderen wichtig sein, aber wenn ich mir vorstelle, dass mich da ständig jemand begleitet, würde ich mich überwacht fühlen. Nicht wertend von mir für andere, da ich es eben selbst nie erfahren habe.

    Ich muss ja auch nüchtern bleiben, wenn mir keiner zuschaut. ;)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass es Dich leicht nervt, wenn ich Dir schreibe, und ich möchte Dir nicht zu nahe treten.

    Ich habe das Gefühl, dass du mich gerne und schnell in irgendwelche Schubladen steckst. Du reimst dir über mich Dinge zusammen und interpretierst fleißig drauf los. Ich kann dir versichern, dass du mit deinen bisherigen Andeutungen in Bezug auf mich völlig daneben liegst, du brauchst dir daher über mich keine Hirngespinste auszudenken. Jedenfalls bitte ich dich höflich, nicht bei mir in den Krümeln nach irgendetwas zu suchen.

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  • Hast du das Gefühl, dass du eine Begleitung für die Sucht brauchst? Oder ist es für dich nur ein gutes Gefühl, nicht allein mit deiner Sucht dazustehen und jemanden gefunden zu haben, der dich versteht?

    Ist ein gutes Gefühl einfach auch mal über das Thema sprechen zu können. Der jenige versteht mich. Ist aber keinesfalls als Suchtbegleitung oder sowas zu verstehen.

    Ich fühle mich seit jeher für mich selbst verantwortlich

    Glaube du kennst mich nun auch etwas und wirst wissen, dass ich das genauso sehe. War schon immer eigenverantwortlich und selbstständig.

    dass mich da ständig jemand begleitet, würde ich mich überwacht fühlen

    Ich glaube, da würde ich die Wand hoch gehen. Ist doch klar, wer würde sich da nicht überwacht fühlen, das wäre doch der Horror schlecht hin.

    Ich muss ja auch nüchtern bleiben, wenn mir keiner zuschaut. ;)

    Du bist echt ne Kanone, sogar Humor hast du und das bei mir 😜😂

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  • Deinem Aufpasser kannst Du dann im Zweifelsfall nach dreimaligem gutem Zureden sagen, jetzt reicht es mir, ich will jetzt trinken. Und wenn der sich nicht sehr gut abgrenzen kann und sich mit der Thematik nicht auskennt, dann bleibt ihm ausser einem schlechten Gefühl, versagt zu haben, weil er dir nicht helfen konnte, nichts.

    Mir fehlen die Worte und ich schüttele nur den Kopf. Ich habe keinen Aufpasser. Habe das Gefühl, dass du dich schnell in etwas reinsteigerst. Aber bitte verschone mich damit.

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  • Noch mal ganz kurz zur Klarstellung. Ich habe lediglich mit jemandem aus meinem engen Familienkreis gesprochen. bisher habe ich noch nie mit jemanden bezüglich dem Thema gesprochen. Das Wort „aufpassen“ ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Also für mich ist das ein grund zur Freude, nun auch mit jemandem sprechen zu können. Sehe das als Bereicherung für mich. Wollte hier lediglich davon kurz berichten, weil ich das tatsächlich als weiteren Punkt zur Sicherung meiner Abstinenz sehe. Ich hatte wirklich gedacht, dass sich hier jemand für mich mitfreut und das genauso positiv sieht wie ich.

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  • Sehe das als Bereicherung für mich.

    Das sehe ich auch so, KaDett .
    Ich denke wir sind hier in einem Selbsthilfe Forum und wenn mir etwas Problematisches auffällt, dann spreche ich es an bevor es unangesprochen bleibt und das möchte ich für mich auch von anderen Usern.
    Wenn sich nachher herausstellt, dass nix ist, dann ist es doch gut.

    Wenn du jemanden hast mit dem du über deine Alkoholkrankheit sprechen kannst, dann ist das viel Wert.
    Bewahre es dir.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Mir fehlen die Worte und ich schüttele nur den Kopf. Ich habe keinen Aufpasser. Habe das Gefühl, dass du dich schnell in etwas reinsteigerst. Aber bitte verschone mich damit.

    Nein. Wenn ich etwas lese, entstehen Bilder in meinem Kopf. Assoziatives Denken nennt man das.

    Es ist nichts persönliches mit Dir.

    Vielleicht haben wir so unterschiedlichen Background, dass wir uns nicht verstehen. Ich werde Dich in Ruhe lassen.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
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