Beiträge von KaDett

    Ich werde meine Abstinenz schützen und gefährliche Situationen meiden. Allem was triggern könnte aus dem Weg gehen. Risiken so gering wie möglich halten und mir Zeit nehmen meine Lebenseinstellung bezüglich Alkohol neu auszurichten. Vielleicht liegt ja ein spannender Weg vor mir, vielleicht fällt es mir sogar leicht. Egal wie, aber es wird großartig. ich brauche bis dahin nur nüchtern zu bleiben. Kann sein, dass das nicht der perfekte Weg ist eine zufriedene Abstinenz zu erzielen. Aber es ist wenigstens ein Weg. Alles hat sich so für mich entwickelt wie es sich eben entwickelt hat. ob die Methode richtig ist oder nicht ist letztendlich egal. Hauptsache ich komme ans Ziel. Ich habe zumindest eine Anhaltspunkt was zu tun ist. Ok wenn man ein Haus baut, fängt man nicht mit dem Dach an, sondern mit dem Keller. Aber bei mir steht ein Gerüst und stützt das Dach ab. Ist zwar nicht grad eine gängige Methode, aber es ist auch nicht nix.

    Zum Glück schreibe ich das alles auf, so kann ich das später in Ruhe nochmal lesen und ggf. auch meine Gedanken korrigieren. Ganz so trostlos sieht’s gar nicht mehr aus. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Selbstwert könnte es sein. Das ich es mir Wert bin, dass ich gut zu mir bin und gut mit mir umgehe. Sich mit Alkohol zu vergiften ist alles andere als gut. Das ist sich selbst schädigen. Mir Gutes tun, Selbstfürsorge. Da passt Alkohol nicht dazu. Das ist Gift. Sieht zwar toll aus, so ein Wein im Glas, aber es ist und bleibt Gift. Vielleicht sieht ein Glas Frostschutz auch schön aus, das würde ich aber niemals trinken. Oder ein Glas Putzmittel kann optisch auch schön aussehen. Genauso wie ein Glas Wein. Beides ist ungesund. Einleuchtend.
    Wenn ich keine gesundheitlichen Probleme bekommen hätte, dann würde ich jetzt noch trinken. So. Nun hatte ich aber gesundheitliche Probleme und trinke deshalb nicht mehr. Ist schon mal ein Schritt. Daran halte ich auf jeden Fall fest und baue drauf auf. Es mir selbst wert zu sein mich nicht wissentlich und freiwillig zu vergiften. Das ist mal ein Ansatz. Wenn ich das jetzt lese, frage ich mich ob ich noch ganz normal bin. Wie konnte ich mich wissentlich und freiwillig lange Jahre vergiften? Sucht. Also was tut man gegen Sucht? Gegensteuern. Das mache ich ja. Aber nicht gut genug. Aber ich werde es besser machen mit der richtigen Lebenseinstellung. Es ist doch kein Zufall wie sich alles gestern entwickelt hat. Mit dem Wort Lebenseinstellung hatte ich mich noch gar nicht beschäftigt. Das Wort kam aber zu mir und hat mich direkt angezogen wie ein Magnet. Sogar der Titel ist geändert. Es hat Bedeutung bekommen. Ich denke drüber nach und es nimmt Fahrt auf, glaube in die richtige Richtung. Das Wort Lebenseinstellung ist nicht umsonst zu mir gekommen. Das ist ein Hinweis. Daran muss ich arbeiten. Das mache ich. Und solange werde ich keinen Alk trinken. Von mir aus auch mit Gewalt und Wille. Aber wenn ich die richtige Lebenseinstellung habe, dann habe ich’s geschafft. Dann bleibe ich nämlich für immer nüchtern. So! Von wegen gedanklich schon im Rückfall. Nein ich werde meine Abstinenz noch lieben lernen.

    Hartmut, gell lass mich nur jetzt nicht hängen. Der ganze Austausch hier in der SHG hat mich ja doch schon ne Ecke weitergebracht. Ständig bin ich am nachdenken. Ich nehm das nicht auf die leichte Schulter. Ich will es mir wert sein zufrieden nüchtern zu sein und zu bleiben. Ohne Rückfall, denn ich weiß dass ich damit nicht umgehen könnte. Ich würde dann vielleicht nicht mehr aufstehen und wieder von vorne anfangen. Lieber versuche ich es jetzt mit Gewalt. Das ist besser und in der Zeit ist das einzige Ziel die richtige Lebenseinstellung zur Nüchternheit zu erfahren. Hartmut du weißt wie es geht und all die anderen hier. Also lasst mich jetzt bloß nicht fallen.

    Du steckst gedanklich schon mitten im Rückfall. Ist der Punkt schon erreicht, zur Flasche zu greifen?

    Hier wird dich niemand aufhalten können und eine Absolution bekommst du auch nicht – das kannst nur du selbst.

    Jeder Alkoholiker weiß, dass es dummes Zeug ist, aber es ist Deins.

    Ich wünsche dir Weitsicht für dein Tun.

    Nein der Punkt zur Flasche zu greifen ist nicht erreicht. Ich gebe nicht auf. Ich habe auch Pluspunkte auf meinem Konto. 8 Monate und die Erkenntnis was noch nicht richtig läuft. Ich weiß zumindest jetzt wo ich ansetzen muss. Wie das funktioniert werde ich mir noch überlegen. Ich sehe es positiv, dass ich jetzt die Augen nicht mehr verschließe und die Richtung kenne.
    So leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Mag sein, dass ich kurz vor nem Rückfall stehe. Aber ich habe noch keinen. Ist wie beim Fußball, da dauert das Spiel auch 90 Minuten und und den letzten Minuten kann sich das ganze Spiel wenden.

    Mein Spiel wendet sich gerade. Gerade im Moment entferne ich mich wieder vom Alkohol. Ok da kommt mein Wille wieder mit rein. Aber mein Kopf weiß, dass es „nur“ an der richtigen Einstellung liegt. Und die kommt dann aus dem Herzen. Das werde ich dafür öffnen.

    Ich glaube nicht mehr an mich, ich habe nicht die geringste Ahnung wie ich meine Einstellung verändern soll.

    Mein Ziel Nüchternheit als Lebenseinstellung - wie geht das denn überhaupt? Habe nicht den blassesten Schimmer. Habe nicht mal einen Hauch einer Idee. Jedenfalls muss es von innen kommen. Das steht fest. Ob ich das hinkriege kann ich nicht sagen. Hilft da die Zeit? Das wäre dann wenigstens ein Hoffnungsschimmer. Hilft meditieren? Keine Ahnung so gut kann ich das noch nicht.
    Puuuh das ist ne Nummer, ist mir vielleicht etwas zu groß.

    Hartmut hat völlig Recht. Ich gehe mit dem Kopf durch die Wand und bleibe mit Gewalt nüchtern. Ich erzwinge mir meine Nüchternheit regelrecht. Deshalb habe ich auch öfter mit Cravings zu tun. Ich habe am Anfang schon fremde Leute beneidet weil sie ein Glas Wein getrunken haben und ich mich mit einem Spezi zufrieden geben musste. Das ist die Wahrheit.
    Für meine Gesundheit musste ich aufhören, das habe ich erkannt. Genau dieses MUSSTE ist aber der Punkt an dem ich jetzt scheitere.
    Ich habe zwar vor einigen Wochen vor dem Alk kapituliert. Hatte ja so schön visualisiert wie er da steht und ich weggehe. Aber ich bin wohl wieder umgekehrt und versuche immer noch gegen ihn zu kämpfen.

    Klar mache ich mir heute Gedanken bezüglich dem gestrigen Tag. Auch zum Thema Lebenseinstellung. Da natürlich Nüchternheit als Lebenseinstellung. Mir fällt ein, dass meine Einstellung und Gründe mit dem Trinken aufzuhören nicht ideal sind. Die Gesundheit war der Grund, aber das allein reicht wohl nicht. Es sich selbst wert zu sein, sich Gutes zu tun usw. Also richtig hinter der Abstinenz zu stehen. Dann ist die Sichtweise anders, dann ist es ein Gewinn. So ist es aber bei mir noch nicht. Das habe ich jetzt deutlich erkannt. Bei mir sind immernoch Verzichtsgedanken im Hinterkopf. Deshalb konnten die Gläser im Film sowas auslösen. Mir fehlt die echte Überzeugung , fest hinter der Abstinenz zu stehen. Gestern hätte ich die ganze Abstinenz ja an die Wand werfen können. Wie gefährlich nah an einem Rückfall ist diese Einstellung doch. Jetzt trifft mein Titel wirklich auf mich zu. Mein Ziel soll erstmal sein eine andere Einstellung zur Nüchternheit zu erlangen. Ich habe zwar die ganzen Monate keinen Rückfall gebaut, das liegt vermutlich aber an meinem starken Willen und nicht an der richtigen Einstellung. Ich gebe normalerweise nicht auf, kann kämpfen und kann viel Biss und Energie in was reinstecken. Aber gestern hat mir gezeigt, was für eine Macht dahintersteckt. Da ist dann auch wieder das Thema kapitulieren da. Wie ein Zahnrad hängt alles zusammen. Ich habe einfach mit Willen aufgehört. Das genügt ganz und gar nicht. Ich kann im Grunde von Glück sagen, dass ich noch trocken bin und noch keinen Rückfall hatte.

    Lebenseinstellung dieses Wort nimmt für mich an Bedeutung zu. Die Lebenseinstellung kann alles verändern. Dieses Wort allein bewirkt so viel bei mir. Ein richtig gutes Gefühl. Das ist ganz anders als „Für immer“. Lebenseinstellung kommt nicht vom Kopf und vom Verstand, das kommt aus dem Bauch und vom Herzen, von innen. Und gibt mir Zeit. Das ganze Leben lang. Irgendwie nimmt mir dieses eine Wort den ganzen Druck. Vielleicht ist dieses Wort auch der Schlüssel für Geduld.

    Heute geht’s mir wieder gut. Heute Morgen noch im Bett als der Wecker geklingelt hat, habe ich mich gefühlt als hätte ich einen Kater. Ganz komisch. Aber jetzt ist alles wieder normal.

    Nimm dir die Zeit für dich und dann lass es ruhen und das wieder und wieder. Irgendwann war ich plötzlich im Kopf einen Schritt weiter. Du wirst es feststellen, ohne dass es dir vorher gesagt wird. Wenn ich es zeitnah erwarte, werde ich unzufrieden.

    Deinen Satz hier habe ich mir raus kopiert. Da ist was wahres dran. Vielleicht erwarte ich schon zuviel von meiner Abstinenz. Und das ich viel zu ungeduldig bin ist ebenfalls wahr.

    Wie wird man denn geduldig? Geduld ist so ein Wort das mir Kopfzerbrechen bereitet. Ich habe keine Geduld und weiß nicht wie ich sie mir aneignen kann. Muss ist mir was überlegen.

    Tja Fasenacht ist so eine Sache für sich. Ich traue mir das dieses Jahr nicht zu. Auf dem Rosenmontagsumzug z.B. wird gesoffen ohne Ende. Da bekomme ich von fremden Menschen und von allen Seiten die kleinen Klopfer in die Hand gedrückt. Meine Tasche war immer voll mit Sekt und Wein. Aber wie man sich bei uns vor der Fasenacht drückt weiß ich nicht. Das geht eigentlich gar nicht. Aber ich habe bereits eine Sitzung abgesagt, dass ich krank wäre. Zuhause bleiben ist auf jedenfall die bessere Option. Notfalls sage ich überall, dass ich Corona habe. Da wird mir was einfallen. Kann ich aber heute nicht mehr drüber nachdenken.

    Warum habe ich das Gefühl, dass du etwas in deinem Denken mit Gewalt umsetzen willst? Hyperaktivität ? Das dauert eben mal. Das Pragmatische ist wichtig, alles andere braucht seine Zeit, bis das Hirn auf trocken steht.

    Danke dir. Mit Gewalt umsetzen oder Hyperaktivität trifft nicht auf mich zu. Da trifft eher Mangel an Geduld zu.

    Nebenwirkungen wie Saufdruck und Verizichtsgedanken sind Bestandteile der Sucht, die sich am besten mit Gelassenheit und dem Wissen, dass sie zeitbegrenzt sind, sowie mit etwas anderem zu ersetzen, am besten entgegenwirken lassen.

    Das ist ermutigend.

    Ein bisschen mehr Coolness entwickelt das eine oder andere und macht selbstbewusst. Das ist mal ein Tipp von mir.

    Werde ich versuchen und bestimmt zur coolen Socke mutieren 😂😎

    Mein Tread Titel mein Ziel heißt „Für immer“ werde ich gedanklich umbenennen. Mein Ziel heißt „Nüchternheit als Lebenseinstellung“

    Das klingt viel hoffnungsvoller und erreichbarer. Da werde ich mir echte Gedanken drüber machen. Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, Worte die einen Unterschied machen. Bin wieder zuversichtlich.

    Ich verstehe den Unterschied. Wenn ich es geschafft habe die Nüchternheit als Lebenseinstellung zu sehen, dann habe ich es definitiv geschafft. Das Ziel handlich portionieren ist für mich jetzt noch besser. Auch wenn es winzige Schritte sind, aber es geht voran.

    Danke dir.

    Und das letzte, wenn ich doch lieber saufe, kann ich jederzeit wieder damit anfangen, auch übernächstes Jahr. Heute halte ich es erst mal nüchtern aus

    So werde ich es nun auch versuchen. Dann ist das „Für immer“ nicht zu groß und überschaubar. Ich stehe ja noch am Anfang und es ist nicht gut wenn ich überfordert bin.

    von Hartmut für Dich verlinkten Notfallkoffer noch mal durchgelesen?

    Ja habe alles durchgelesen. Lese ich sogar regelmäßig durch.

    Was wäre, wenn Du einfach weitermachen würdest?

    Du meinst mit Alk? Das würde mich zerstören und wäre mein Untergang.

    Habe heute morgen auch an die ganzen miesen Seiten gedacht, die der Alkohol eben auch so mit sich bringt.

    Ich werde mir die nächsten Tage da noch gEdanken drüber machen und schauen was ich optimieren kann. Meine Einstellung überdenken, die Trockenheitsarbeit verstärken. Allerdings nehme ich mir viel Zeit dafür und tue mir auch Gutes.

    Ich bin immernoch nüchtern und das ist am wichtigsten.