Willkommen zurück auf dem Weg
Gut das du wieder da bist
Kenn ich auch aus meiner Vergangenheit
LG Bolle
Willkommen zurück auf dem Weg
Gut das du wieder da bist
Kenn ich auch aus meiner Vergangenheit
LG Bolle
Hallo Sonne,
ich freue mich sehr, dass du wieder da bist, und ich wünsche dir alles Gute für deinen Neustart in dein trockenes Leben.
Erzähl doch mal, wie du das jetzt ganz konkret angehst.
Mir war das Bewusstsein für die Ernsthaftigkeit der Alkoholkrankheit abhandengekommen.
Was denkst du, wie ist das passiert?
Aber vielleicht ist es jetzt auch noch zu früh zum Aufarbeiten.
Jetzt erstmal konkrete Schritte. Wie sehen die bei dir aus?
Herzliche Grüße
Thalia
Danke für die lieben Grüße.
Ich bin ja wieder ganz am Anfang,heute beginnt Tag 4.
Bei den Mengen und häufigen Trinkpausen werde ich sicher keinen kalten Entzug haben. Trotzdem werde ich die ersten 10 Tage hier nicht schreiben. Anschließend werde ich aufarbeite .
Der Gedanke "das ihr hinter mir steht" hilft mir sehr.
Ganz klassisch sage ich mir selbst: "Heute trinke ich nicht."
Gruß Sonne
Ja, warum habe ich mich nicht vorher hier gemeldet? Es war eine spontane schnelle Entscheidung. Ich war glücklich.
„Wenn es mir schlecht geht, gehe ich in meine Selbsthilfegruppe. Wenn es mir gut geht, renne ich dorthin.“
So oder so ähnlich lautet der Ratschlag, der für mich viel Sinn macht. Gerade weil es mir gut geht, weil alles soweit in Ordnung ist und ich mich dadurch sicher, stabil und fast unangreifbar fühle, sind diese Gefühle und Emotionen gefährlicher, als wenn es mir schlecht geht. In solchen Momenten neige ich dazu, alte Verhaltensweisen wieder aufzunehmen und Risiken zu unterschätzen.
Wenn es mir schlecht geht, weiß ich, was auf dem Spiel steht. Da passe ich besser auf, dass ich nicht in den Drang zum Saufen rutsche.
Und Hand aufs Herz – wo bekomme ich leichter Unterstützung als in einer Gruppe, die rund um die Uhr offen ist und immer jemanden hat, der mir beistehen kann? Das ist jetzt nicht nur auf mich bezogen, sondern eine allgemeine Feststellung.
Wenn ich jedoch weiß, dass ich Alkoholiker bin, und dann trotzdem spontan Alkohol in den Einkaufswagen lege, dann ist es schon zu spät – der Schalter in meinem Kopf ist bereits auf „Saufen“ umgestellt.
Alles Gute.
Und noch etwas zum Nachdenken: Der nächste Rückfall könnte der letzte sein – nicht, weil es nie wieder passiert, sondern weil es dann auf meinem Grabstein steht.
„Wenn es mir schlecht geht, gehe ich in meine Selbsthilfegruppe. Wenn es mir gut geht, renne ich dorthin.“
Der dahinter stehende Sinn trifft zu.
Im Prinzip sind wir wie Sportler, die sind nur solange welche, wie sie auch trainieren. ich trainiere regelmäßig im Fitnesstudio und hier. Warum? Damit ich mir mit Aufrufen der Seite immer wieder mein Problem vor Augen halte und es nicht aus dem Blick verliere.
Ein Suchtmediziner gab mir am Ende meiner ambulanten Therapie mit auf den Weg: "Der ersten Schritt in Richtung Rückfall wird gemacht, wenn sich der Betreffende nicht mehr regelmäßig mit seinem Thema befasst."
Recht hat er. Sonst käme ich irgendwann womöglich auf die dämliche Idee, ich sei geheilt und könne jetzt mal wie ein Normaler doch mal ein Glas trinken. Das wäre fatal, denn genau das kann ich nicht und werde ich auch niemals können. Damit ich das nicht vergesse, bin ich hier.
Hallo Sonne,
Ich bin ja wieder ganz am Anfang,heute beginnt Tag 4.
Insgesamt gesehen bist du ja gar nicht ganz am Anfang. Du hast schon viele nüchterne Erfahrungen sammeln können, die sind ja jetzt nicht weg und davon kannst du auch jetzt profitieren.
Trotzdem werde ich die ersten 10 Tage hier nicht schreiben. Anschließend werde ich aufarbeite .
Das finde ich gar nicht so gut….also, hier gar nix schreiben zu wollen und erst in 10 Tagen anfangen aufzuarbeiten.
Du darfst hier schon deine Gedanken lassen, deinen Rückfall analysieren und deine geplanten Veränderungen auf den Prüfstand stellen, denn wir sind deine Selbsthilfegruppe. Jetzt ….und nicht erst in 10 Tagen.
Hallo,
es stimmt,dass ich nicht ganz bei 0 anfange. Ein Grundsatz des Forums ist ja,dass hier kein kalter Entzug begleitet wird. Das finde ich auch richtig. Darum möchte ich erst später aufarbeiten.
Das Lesen in meinem alten Faden und bei den anderen hilft mir jetzt.
Gruß Sonne
Hallo Sonne, ich versuche gerade mit dir zu fühlen. Aber ich kann’s nicht. Ich denke nicht mal an einen Rückfall, es würde mich umhauen einen Rückfall zu bauen. Deshalb bewundere ich dich und finde, dass du stolz sein kannst, dass du es fertig gebracht hast wieder aufzustehen und weiter nüchtern bleiben wirst. Niemand ist perfekt, jedem passieren Fehler. Wenn man daraus was lernt, dann haben sich Fehler sogar gelohnt. Eins steht fest, ein nüchternes Leben ist es wert alle Hürden zu nehmen. Also weiter geht’s, einfach vorwärtsgehen. Hier gibt’s ja jede Menge Unterstützung und auch Motivation. Alles Gute für dich und ich finde es toll, dass du so stark bist.
Hallo KaDett,
Danke für deine Gedanken. Grundsätzlich finde ich auch,dass Fehler zum Leben gehören,ich daraus lernen kann...Fehler eben menschlich sind.
Beim Alkohol ist es m.E.jedoch anders. Einem Alkoholiker darf so etwas nicht passieren. Es bringt mir jedoch auch nichts mich mit Vorwürfen zu überschütten oder in Selbstmitleid zu zerfliessen.
Ich nehme meinen Rückfall an;als Mahnung: mit Alkohol kann ich nicht umgehen. Der Zug ist abgefahren. Diesem Irrglauben, vielleicht könnte ich ab und zu ein Glas trinken, brauche ich nicht mehr zu erliegen. Ja, KaDett,das ist wohl meine Lehre aus dem Rückfall.
Gruß Sonne
Hallo Sonne,
meinen größten Respekt das Du Dich hier gleich zurück gemeldet hast. Und ich würde Dir wünschen das Du Dir verzeihen kannst und nicht mit Schuldgefühlen Deinen wiederaufgenommenen Weg gehst. Das vergangene kannst Du nicht mehr ändern. Du kannst jetzt nur Deinen Weg wieder aufnehmen und schauen was Du besser machen kannst.
Am Ende ist unser Alkoholismus eine Krankheit. Eine Krankheit dessen Ziel ist uns zum Alkohol trinken zu bringen. Mit allen Mitteln. Nichts für das wir uns schämen müssen. Aber eben auch keine die wir unterschätzen sollten.
Für mich persönlich ist es kein Wiederspruch den Wunsch und Willen zu haben einen Rückfall für den Rest meines Lebens zu verhindern und trotzdem zur Kenntnis zu nehmen das Rückfälle passieren. Wenn ich das nicht machen würde könnte ich ja sonst zu dem Schluß kommen das ich nicht mehr wachsam sein müsste.
Liebe Grüsse
Kazik
Hallo Kazik, so ganz stimmt das leider nicht,nach meinem Rückfall habe ich 7 Monate weitergetrunken. Ich hätte gleich versuchen sollen aufzuhören und hier zu schreiben hab ich aber nicht.
Ich möchte versuchen aufzuarbeiten.Also: Am 25.5. waren wir nachmittags auf einem Stadtfest im Nachbarort. Es gab Buden,Karussells,es war schön,harmonisch. Dann sind wir auf dem Weg Nachhause in einen Supermarkt gegangen. Und da griff ich wie ferngesteuert zu einer kl.Flasche Sekt.
An diesem Tag und auch in den nächsten Tagen/Wochen klappte es ganz gut. Freitag, Samstag ein Piccolo Sekt. Aber irgendwann waren mir die Piccolo Flaschen zu klein, später schmeckte der Glühwein draußen gut.
Ich versuchte halbherzig es ganz zu lassen, doch mehr als 10 Tage schaffte ich es nicht. Als dann mein Schlaf wieder schlechter wurde, meine Stimmungsschwankungen mehr,ich anfing "Trinktage" herbeizusehnen, musste ich erkennen, ich hab nix im Griff.
Tja und nun bin ich wieder hier.
Gruß Sonne
Liebe Sonne,
wie ferngesteuert
Kannst du das noch näher/anders erläutern? Wenn es „wie ferngesteuert“ war, kann das ja jederzeit wieder passieren, oder?
Was war in deinen Gedanken vorher, nicht nur in den Stunden, sondern den Tagen und Wochen vorher? Wo bist du vom trockenen Weg abgekommen, kannst du das für dich rausfinden?
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
Thalia
Guten Morgen Thalia,
was vorher anders war und mich wie ferngesteuert handeln ließ habe ich mich auch so oft gefragt.
Ich glaube, ich hatte einfach zu wenig Wasser getrunken. Ich bin an einem schönen Tag durstig einkaufen gegangen. Ich war (zu) selbstbewusst, wollte den Moment noch toppen und dachte vermutlich, so schlimm kann ein bisschen Sekt nicht sein.
Danke, Sonne, das finde ich auch für mich wertvoll, daraus kann ich auch lernen.
Das mit dem Durst ist mir klar, so war es bei mir in der ersten trockenen Zeit auch, dass ich immer dafür gesorgt habe, dass ich was zu trinken (bei mir war es Sprudelwasser) bei mir hatte.
Aber dieser Gedanke
so schlimm kann ein bisschen Sekt nicht sein
bedeutet für mich, dass ich die Akzeptanz, Alkoholikerin zu sein, verloren habe. Oder noch nicht wirklich hatte, kann ja auch sein.
Zeigt mir, wie wichtig es für mich ist, diese Akzeptanz zu schützen, wertzuschätzen, lebendig zu halten, zum Beispiel durch meinen Austausch hier.
Nochmal danke fürs Teilen,
LG Thalia
Ich versuchte halbherzig es ganz zu lassen
Hallo Sonne, hast du ganz gut geschildert! " Wie ferngesteuert ". Genau, da muss meine Abstinenz gefestigt werden! Die "Fernsteuerung",also das mein Suchtgedächtnis mir meine Selbstbestimmung raubt! Noch ist mein letzter Alkoholabsturz sehr präsent.Das soll er auch bleiben!! Die Gefahren sind unnötige Risikobereitschaft,Leichtsinn. Das muss ich immer im Hinterkopf behalten! LG
Heute ist Tag 14.und es geht mir gut. Der anfängliche Saufdruck, der in den letzten Tagen hin und wieder da war,ist jetzt weg.
Ich habe viele Doku's und Filme über Alkoholiker und Angehörige gesehen. Die Hauptausage ist immer gleich: Glücklich und zufrieden leben kann ein Abhängiger (also ich)nur ohne Alkohol. Alkohol bringt Leid, vertane Lebenszeit, weitere Krankheiten und belastet die ganze Familie.
Es gibt für mich keinen Grund Alkohol zu trinken.
Manchmal bin ich stolz, dieses Glft nicht mehr zu wollen.
Gruß Sonne
Es stimmt schon, ich will nicht trinken. Aber das wollen die anderen Trinker, die aufhören wollen und es nicht schaffen,auch nicht.
Es ist eine Lebensaufgabe, der ich mich stelle und alles andere unterordne. 99 % des Tages ist mir das so klar, mir gefällt es, nüchtern zu sein,kein Verlangen zu habe.
In einem Faden hab ich gelesen,dass Alkohol, wenn ich ihn stehenlassen,mir niemals hinterhergelaufen kommt. Das "Verhältnis " geht immer von mir aus. Und genauso ist es. Meine Hand, von meinem Kopf gesteuert, würde zugreifen. Es ist wie bei Giftpilzen im Wald- da würde ich auch nie zugreifen.
Aber es gibt Momente am Tag,da habe ich Angst davor, mögliche Gefühle nicht auszuhalten und sie betäuben zu müssen.
Rational weiss ich, dass ich ein schönes Leben habe, dass auch negative Dinge dazugehören, dass das Leben aus Hochs und Tiefs besteht.
Mir tut es gerade sehr gut geschrieben zu haben. Ordnet meine Gedanken.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.
Gruß Sonne
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Es stimmt schon, ich will nicht trinken. Aber das wollen die anderen Trinker, die aufhören wollen und es nicht schaffen,auch nicht.Es ist eine Lebensaufgabe, der ich mich stelle und alles andere unterordne. 99 % des Tages ist mir das so klar, mir gefällt es, nüchtern zu sein,kein Verlangen zu habe.
In einem Faden hab ich gelesen,dass Alkohol, wenn ich ihn stehenlassen,mir niemals hinterhergelaufen kommt. Das "Verhältnis " geht immer von mir aus. Und genauso ist es. Meine Hand, von meinem Kopf gesteuert, würde zugreifen. Es ist wie bei Giftpilzen im Wald- da würde ich auch nie zugreifen.
Aber es gibt Momente am Tag,da habe ich Angst davor, mögliche Gefühle nicht auszuhalten und sie betäuben zu müssen.
Rational weiss ich, dass ich ein schönes Leben habe, dass auch negative Dinge dazugehören, dass das Leben aus Hochs und Tiefs besteht.
Mir tut es gerade sehr gut geschrieben zu haben. Ordnet meine Gedanken.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.
Gruß Sonne
Diese Gedanken hatte ich im ersten halben Jahr auch öfters. Werden aber immer seltener und jetzt sind sie weg. Mit klarem Kopf kann man alles viel besser machen, egal ob Hochs oder Tiefs.
Heute ist Tag 19.
Mir geht es gut. Meine Tage sind ohne Alkohol viel länger. Ich muss nicht mehr ab 20Uhr "zur Entspannung ", Sekt trinkend auf dem Sofa sitzen und fernsehen.
Ich kann auch meine Entspannung gezielt beginnen,so lese ich z.B.wieder gern ein Buch oder spiele ein Instrument.
Ich hab mal den Buchtitel : "Glaub nicht alles was du denkst" , oder so ähnlich,gelesen. Und so mache ich es mit Saufdruck auch,es ist nur ein Gedanke, auf den ich nicht hören werde.
Beim durchstöbern des Forums bin ich auf das Bild der 2 Hunde in mir gestoßen. Also es kämpfen 2 Hunde in meinem Kopf und der,den ich füttere , wird größer und stärker.
Ich hab das mal für mich aufgeschrieben,
Hund1 sagt/bellt:
Ich bin glücklich weil,ich nicht trinke, in einer harmonischen Beziehung lebe,ich gesund bin, ausreichend Geld habe,Arbeiten gehe, in Frieden leben darf,Ziele habe
Hund 2 sagt/bellt:
Ich bin weniger Wert als andere, streng dich an,sei nicht so faul,stell dich nicht so an,
Heute werde ich mal drauf achten,welchen Hund ich füttere.
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