Kazik - Back to life

  • Ich muss nicht zwangsläufig Depressionen haben weil ich alkoholkrank bin.
    Aber wenn ich Depressionen habe, bin ich psychisch krank und das gleiche gilt unabhängig davon bei Alkoholismus.
    Eine Therapie ist aus bewährten Gründen eine Methode um psychische Krankheiten zu begegnen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Therapie schnell dafür gesorgt hat, dass mein innerer Kompass in die richtige Richtung zeigte. Das war eine solide Ausrichtung auf der ich aufbauen konnte, auch mit Hilfe dieses Forums

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ah ok jetzt verstehe ich wie Kazik das gestern gemeint hat. Sehr fürsorglich, lieben Dank dafür.

    Najouk das hört sich gut an. Aber ich für mich bin ja jetzt hier in der SHG und das genügt vorerst.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • dass mein innerer Kompass in die richtige Richtung zeigte

    Das finde ich eine gute Formulierung. Als ich mich 2015 wegen akuter schwerer Depression, stationär habe aufnehmen lassen, habe ich dort gesagt das mir mein innerer Kompass abhanden gekommen ist. Das war auch schon bei vorherigen Depressionen so, aber ich habe es bei diesem Mal auch gefühlt und konnte es benennen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Was mich selbst betrifft, so hatte ich bis vor meinem Reha Aufenthalt keinen Kontakt mit Therapien.
    In der Reha habe ich gemerkt, dass es etwas mit mir macht, ich konnte es aber nicht greifen.
    Erst als ich wieder Zuhause war, habe ich gemerkt, dass die Nadel in die richtige Richtung zeigt.
    Sie konnte sich aber noch nicht richtig festlegen und schwankte etwas hin und her 😉
    Heute zeigt sie sicher in eine Richtung.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Ihr,

    heute geht es mir ganz gut. Ich bin aber den ganzen Tag etwas müde und schlapp. Und musste mir heute öfters den Tritt in meinen Allerwertesten verpassen um meine Aufgaben zu erledigen. Hat geklappt. Kein Saufdruck.

    Außerdem weiß das meine Seele und Körper weiterhin gut zu tun haben. Und auch noch erschöpft ist von dem schlechten Tag von vorgestern.

    Was mich zu meinem Punkt bringt. Denn ich bin nicht müde weil ich schlecht geschlafen habe. Ganz im Gegenteil. Ich habe gestern geschrieben, dass ich von meiner Ärztin eine Bedarfsmedikation verschrieben bekommen habe. Für den Fall, das wie vorgestern, depressive Symptome innerhalb von Stunden in full swing sind. Den das ist für mich neu, obwohl ich jahrzehtelange Erfahrung mit meinen Depressionen habe und mir ist es nur gerade so gelungen mir selbst zu helfen. Da ich gestern bei meiner Ärztin noch ziemlich zerrupft war hatte ich mir abgesprochen das ich das Mittel gestern Abend in der geringsten von Ihr vorgeschlagenen Dosis einehme um zu merken was das mit mir macht und zu sehen ob es mir hilft. Das Ergebnis, ich wurde ruhiger, der innere Druck wurde weniger und ich konnte ganz gut schlafen. Es hat heute auch nachgewirkt und mich müde gemacht aber da gibts es schlimmeres. Insofern alles gut.;)

    Vorhin habe ich gesehen das ich schon hundertmal hiergeschrieben habe. Krass, das ging schnell!;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Was mich selbst betrifft, so hatte ich bis vor meinem Reha Aufenthalt keinen Kontakt mit Therapien.
    In der Reha habe ich gemerkt, dass es etwas mit mir macht, ich konnte es aber nicht greifen.
    Erst als ich wieder Zuhause war, habe ich gemerkt, dass die Nadel in die richtige Richtung zeigt.
    Sie konnte sich aber noch nicht richtig festlegen und schwankte etwas hin und her 😉
    Heute zeigt sie sicher in eine Richtung.

    Das freut mich wirklich für Dich. Denn wie hier Newbies wie mir geraten wird, nehme jede Hilfe an die Du (ich) kriegen kannst. Und wenn etwas noch nicht passt oder sich überhaupt nicht hilfreich für mich anfühlt. Dann lasse ich es liegen. Vielleicht kommt es irgendwann doch in Frage oder eben nicht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Und noch ein Erlebnis. Vor ein paar Tagen hat sich mein Browser aktualisiert und zeigte nach dem wiederhochfahren nur einen Tab mit meiner Starseite. Normalerweise lasse ich eine Aktualisierung im Betrieb nicht zu weil ich dann ja eine ganze Reihe von Tabs geöffnet habe die ich gerade brauche. Nun saß ich also vor nur einem Bildschirm mit nur einem geöffneten Tab. Mit einer Mischung aus Überaschung und Genervtheit. Aber dann kammen mir zwei Gedanken. Ich habe eine neue Seite in meinem Leben aufgeschlagen. Und ich will mich konzentrieren.

    Ich schliesse seitdem öfters meine Tabs. Und bin dabei meine ganzen Bookmarks aus zu misten.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ihr,

    da ich heute ziemlich beschäftigt war und gerade erst die letzte Mail rausgehauen habe nur kurz.

    Es geht mir heute gut. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Ich hab noch zwei Themen für hier in der Pipeline, aber nicht heute.

    Schönen Abend Euch

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ihr,

    da ich in den letzten Tagen ziemlich viel Zeit und Energie in eine Aufgabe gesteckt habe, hat sich mein Körper heute die Freiheit genommen und beschlossen sich einer Erkältung hin zu geben. Und jetzt sitz ich hier mit einem ziemlichen Brummschädel und warte darauf das die Schmerztablette wirkt.:|

    Wahrscheinlich ist mein Körper von der letzten Zeit auch noch geschwächt.

    Wasserstandsmeldung von heute. Körperlich geht es mir nicht so gut. Seelisch geht es okay. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Oh mir fällt gerade was ein, denk dran dass manche Medikamente z.B. Tropfen Alk enthalten.
    Ist mir mal am Anfang passiert, habe da gar nicht dran gedacht. Mich aber dann gewundert warum es mir so blöd ging.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hi Kadett,

    danke für den Hinweis, sehr lieb! Tatsächlich habe ich nur eine Schmerztablette genommen. Das ist auch das einzige Mittel was ich überhaupt neben meinen verschriebenen Medis einehme. Insofern bin ich was meine Medis angeht schon länger (zufrieden) abstinent.;)

    Ich glaube das letzte Mittel in Alkohol gelöst, war ein Mittel gegen Magenbeschwerden. Und als ich das genommen habe wurden die Magenbeschwerden durch den Alkohol noch schlimmer. Und ich hatte für einen alkoholikeruntypischen Gedanken: Was für ein Scheiß!;)

    Aber ich habe über das Thema hier schon gelesen und ähnlich wie ich seitem ich hier bin Zutatenliste von Produkten lese, werde ich auch die Inhaltsliste von Medikamenten in Zukunft studieren.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Ihr,

    nachdem meine Schmerztablette Ihre Wirkung getan hat, schreibe ich jetzt mal über zwei Dinge die seitdem ich hier in unserer SHG bin sich in meine Gedanken und Gefühlswelt vorgearbeitet haben.

    Spoiler: das kann jetzt etwas länger werden. Sorry schon einmal dafür.

    Zum einen ist mir wieder bewusster geworden das ich EKA bin. Auch wenn mein Leben und EKA Sein nicht direkt durch den Alkolismus meines Vaters negativ beinflusst wurde.

    Mein Vater war weitestgehend trockener Alkoholiker. Meine Mutter hat von seinem Alkoholismus erst kurz vor Ihrer Heirat erfahren. Er fuhr zu dieser Zeit noch zur See. Sie hatten beschlossen sich in einer für Beide neuen Stadt nieder zu lassen und dort zu heiraten. Meine Mutter die schon in der neuen Stadt lebte wurde dann von der einzig ebenfalls in dieser Stadt lebenden Verwandten einer Großtante angerufen,die Ihr mitteilte das mein Vater Alkoholiker ist und völlig besoffen bei Ihr untergekommen war. Dominant und kontrollierend wie meine Mutter war fuhr sie zu ihm, setzte ihm die Pistole auf die Brust und machte ihm unmissverständlich klar das mit der Sauferei sofort Schluss ist, sie heiraten würden und er niemals auch nur einen Tropfen Alkohol in Ihrer zukünftigen gemeinsamen Zeit trinken würde. Das war "Ihre Vereinbarung". Und da mein Vater der Schwache in Ihrer Beziehung war hielt er sich weitestgehend daran. Er entzog kalt bei der Großtante und die beiden heirateten. Von dieser Geschichte erfuhr ich erst mit Fünfzehn.

    Aber das es hier ein Problem gab erfuhr ich im Laufe meiner Kindheit und Jugend schon vorher. Den er hatte Rückfälle. Meist mit jahrelangen Abständen. Fast nie mehrmals in einem Jahr. Und wenn er dann soff, bis auf einmal nur einen Tag/Abend. Wenn er soff dann bis zum Vollrausch. Er soff vermutlich wegen irgendwelcher beruflichen oder privaten oder beruflichen Probleme aber über die wusste ich nichts. Mein Vater hat in einer sehr nassen Umgebung gearbeitet. Bei uns zu Hause stand immer reichlich Alkohol rum (im Keller, Hausbar, Vorratsschrank). Was auch daran lag das mein Vater auf seiner Arbeit Sprit geschenkt bekam und mit nach Hause brachte (!). Meine Mutter trank wenig aber durchaus vor seinen Augen zu Hause und auswärts. Wie übrigens meine ältere Schwester und ich auch als wir älter wurden (was ich aus heutiger Sicht hoffentlich nicht machen würde).

    Für mich waren seine Rückfälle in gewisserweise eigentlich kein Problem (er hatte seinen ersten Rückfall als ich sechs war). Ich hatte auch schon andere Erwachsene (Eltern von Freunden, Verwandschaft, Nachbarschaft, Feiern, auf der Straße, etc.) besoffen oder besoffener erlebt. Ich wusste und kannte auch irgendwann Alkohiliker. Für mich war das irgendwie "Normal". Jedenfalls nichts was mich bei den Rückfällen meines Vaters besorgte. Ich hatte keinen Begriff von Alkoholismus. Für mich waren Alkoholiker noch die "Anderen" die die ständig "auffällig" besoffen waren. Das änderte sich erst langsam als ich erwachsen wurde,

    Zu einem schwerwiegenden Problem für mich wurde nicht der Alkoholismus meines Vaters sondern das Verhalten und die Manipulation mir gegenüber durch meine Mutter. Wenn mein Vater hatte bei seinen Rückfällen gegen "die Vereinbarung" meiner Eltern verstossen. Und einen Verstoss gegen Ihre Kontrolle liess meine Mutter niemals straflos durchgehen. Die Folge war das bei einen Rückfall und in der Zeit danach in der ganzen Familie Alarmstufe Rot war. Buchstäblich. Meine Mutter machte meinem Vater die absolute Hölle heiß um dann auf Ihr bewährtes Mittel Liebesentzug zurück zu greifen. Absolute Eiszeit. Und auch wenn ich meist das Hölle heiß machen garnicht mitbekam. Die Eiszeit bekamm ich definitiv mit. Und oft bekammen meine Schwester und ich wenn wir in dieser Zeit einen "Verstoss" begingen auch gleich unser Fett durch unsere Mutter ab. Und Fett ab, hieß hier oft das wir vermöbelt wurden. Vermöbelt wurde ich sowohl durch meine Mutter als auch durch meinen Vater auch zu anderen Zeit. Was in meinem späteren Leben dann noch zu einem schweren Rucksack wurde. Das verstörende und belastende in der Arlarmstufe Rotphase das ich mir als Kind ja auch nicht erklären konnte was eigentlich los war. Warum zwischen meine Eltern aber besonders auch mir gegenüber plötzlich alles anders war. (?)

    Aber es kam noch ein weiteres für schwerwiegendes Problem dazu. Denn ich war ja auch Teil des Kontrollsystems meiner Mutter. Und bei einem Rückfall meines meines Vaters war ich von jetzt auf gleich ihr geliebter Sohn. Sie brauchte/benutzte/missbrauchte mich um mich gegen meinen Vater in Stellung zu bringen. Das eigentlich ist schon schlimm genug. Aber sie ging eben noch einen Schritt weiter, sie machte das obwohl sie mich eben zuvor verdroschen hatte und mit Liebesentzug bestraft hatte. Mich gehasst hatte. Das konnte ich als Kind nicht verarbeiten und nicht verstehen. Das ist ein doppelte Botschaft wie mir meine letzte Therapeutin, bei der ich eine Traumatherapie gemacht habe, erklärt hat. Und sie sagte auch das Menschen von solchen doppelten Botschaften irre werden können und das ich ein Überlebender bin. Nun irre bin nicht geworden, aber überlebt habe ich nur zu einem hohem Preis.;(

    Meine Mutter hat mich dann als ich sechs war in Kneipe geschickt wo ich meinen besoffenen Vater nach Hause holen sollte. Später musste ich sie dann beim "abholen" immer begleiten. Meist mitten in der Nacht. Und als ich meinen Führerschein hatte bin ich ihn dann noch einmal abholen. Das ich damit in eine völlig uangemessene Position zu ihm geraten war weil meine Mutter mich kurzerhand zum (zeitweise) zum Alphamännchen befördert hat. Was in der Folge, unser aufgrund seiner Gewalt eh schon reichlich kaputtes Verhältnis so richtig eskalierte. Meiner Mutter hat es genutzt. Teile und herrsche. Wir waren Teil Ihres Kontrollsystems. Und auch Teil dessen warum (der) Alkoholismus (meines Vaters) wenn auch indirekt so zerstörerisch ist (war).

    Jetzt bin traurig und wütend. Und ich weiß gerade auch nicht mehr so genau warum ich das hier geschrieben habe. Es musste raus. Sorry.

    Ich mach mal Pause.

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

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