Beiträge von KaDett

    Hallo

    Um mal bei dem Bild zu bleiben, er wird sich von hinten anpirschen, dir auf die Schulter klopfen, dich loben das du so stabil und stark 💪 bist. Zweifel säen.Dir vielleicht einflüstern das du doch schon lange übern Berg bist oder ähnliches. Das kann er ruhig, solange du achtsam bleibst und ihn erkennst.

    LG Bolle

    Bolle, das ist absolut wichtig. Deshalb ist es gut, aufmerksam zu bleiben, regelmäßig in sich rein zu horchen. Aber auch für den Notfall, ganz spontan bei einer Verlockung zu wissen was zu tun ist, schneller Zugriff im Notfallkoffer oder Hilferuf hier. Das muss im Hinterkopf bleiben und verankert sein.

    Nayouk diese Erkenntnis ist der Oberhammer und verändert alles für mich. Ich bin nun bald 8 Monate nüchtern, aber erst diese Woche entweder Dienstag oder Mittwoch ist wohl etwas geschehen in mir. Ich bekam die Tage hier 2 Beiträge, die für mich ultimativ waren. Einer vom Alex auf dem Weg und einer von Hartmut. Bei mir ist zum Thema echt der Groschen gefallen und es hat Klick gemacht in meinem ganzen Körper, Geist und Seele. Ich habe das auch gespürt, konnte es aber nicht zuordnen. Mir ging es besser, fröhlicher, leichter. Dachte kommt vom meditieren. Nein es kam vom Kapitulieren. Ich habe das wohl instinktiv oder keine Ahnung irgendwie unbewusst gemacht. Der Alk, ein großes schwarzes, dunkles, düsteres und riesiges Ungetüm steht mir gegenüber. Ich, eine zierliche Frau mit blonden langen Haaren, ich trage ein Kleid,hab blasse Haut, mir ist kalt. Ich habe das wirklich genauso visualisiert. Anspannung und Kampf liegt in der Luft wie Energiewellen, ich habe aber keine Angst, ich spüre jedoch, dass ich diesem riesigen Ungetüm nicht gewachsen bin und chancenlos gegenüber stehe. Ich brauche mich gar nicht mit ihm anzulegen, will nichts mit ihm zu tun haben, ich würde nur den Kürzeren ziehen. Ich drehe mich einfach um und gehe. Das Ungetüm Alk bleibt alleine stehen wie angewurzelt. Ich gehe weg, die Entferung wird weiter und weiter, der Alk ist nur noch ein kleiner schwarzer Punkt, lediglich die Erinnerung bleibt zurück.

    Diese Szene, also Visualisierung werde ich nie mehr vergessen. Habe ich wie ein Bild vor Augen.

    Bingo. Das war’s.

    So ist es jetzt. Meine Liste ist direkt kürzer geworden. Verzichtsgedanken sind weg, die sind bei dem Ungetüm geblieben. Kann er gerne behalten. Habe ihm alles dort gelassen, auch „nasses“ Denken habe ich bei ihm dort gelassen.

    Ich starte jetzt voller Energie durch. Meine Punkte heißen jetzt Gelassenheit, Freiheit, Selbstfürsorge, Wachsamkeit (dass sich das Ungetüm nicht wieder von hinten anschleicht) Lachen, Entspannung, Geduld, Dankbarkeit, Demut, Ausgeglichenheit usw. Glaube da fällt mir noch viel mehr ein.

    Das ist nicht die Anfangseuphroie oder die rosa Wolke. Die hatte ich in den ersten Wochen. Nein, jetzt habe ich eine andere Erkenntnis und eine andere Einstellung. Richtig von innen heraus. Vielleicht braucht es eben einfach Zeit und Geduld. Sich fügen und loslassen. Ich fühle mich wie neu geboren. So erleichtert. Wieder im Reinen mit mir. Ich schäme mich nicht mehr, fühle mich nicht mehr armselig. Ich fühle mich gestärkt und zuversichtlich, schön und strahlend und sprühe vor Energie. Mit klarem Kopf nehme ich das Leben jetzt einfach wie es kommt. Ich werde nie wieder etwas mit dem Ungetüm Alk zu tun haben.

    Die ganze Zeit bis inkl. Montag war ich angriffslustig und auf Abwehr eingestellt. Ist weg, ich hab’s aufgegeben. irgendwann in den letzten 2 Tagen. Wenn ich jetzt in einer langen Schlange vor der Kasse am Weinregel anstehen müsste, würde ich mir nicht mehr die Flaschen betrachten. Warum sollte ich. Ich würde meine Einkäufe anschauen oder einfach entspannen.

    Ich visualisiere das grad noch mal für mich. Kapitulieren. Was für ein Wort. Gefiel mir nicht als ich es hier las. Einfach ignorieren.

    Jetzt steht da der Alk, groß und mächtig, ich steh ihm gegenüber. Der Kampf liegt flimmernd in der Luft. Ich kapituliere, drehe mich einfach um und gehe weg. Der Alk steht noch immer da. Allein. Ich gehe und gehe und gehe, von weiterm wird der Alk immer kleiner. Ich drehe mich nicht mehr um. Der Alk bleibt nur noch Erinnerung.

    Ich habe tatsächlich vor dem Alkohol kapituliert. Das ist eine Erkenntnis, ist der Knaller. Hätte ich nicht gedacht, dass ich dahin komme. Habe das sogar als Schwäche angesehen als ich darüber hier las. Aber jetzt ist es mir egal, denn es ist gar keine Schwäche. Ich bin auch nicht der Verlierer und Alk ist nicht der Sieger. Ich habe gewonnen. Ich habe den Kampf gewonnen. Es ist klug zu kapitulieren, der Kampf ist vorbei. Der Alk hat seinen Stellenwert nicht verloren, aber mich interessiert es nicht mehr was mit dem Alk ist. Es gibt ihn, aber ohne mich. Ich habe mich gelöst und habe deshalb gewonnen, mein Leben zurück gewonnen.

    Boah was für eine Erkenntnis, jetzt wo ich das schreibe, nebenbei im Job, ich bin aufgeregt, habe Herzschlag, Freude und fühle mich glücklich.

    Gestern Abend kurz vorm schlafen ist mir ein Gedanke durch den Kopf geschossen. Und zwar vor dem Alk zu kapitulieren.

    Davon habe ich hier im Forum zum ersten Mal überhaupt was gelesen und fand das blöd. Nix für mich, ich kapituliere doch nicht. Ich doch nicht. Das Wort kapitulieren kommt in meinem Leben gar nicht vor.

    Habe mir da auch keine weiteren Gedanken drüber gemacht. Bis gestern Abend. Im Laufe des gestrigen Tages, oder sogar schon 1-2 Tage früher habe ich wohl unbewusst vor dem Alk kapituliert. Nicht extra und völlig ungeplant, kein einziger bewusster Gedanke. Mir ist es dann gestern Abend aus heiterem Himmel bewusst geworden, dass ich nicht mehr kämpfe und mich gefügt habe. Auch Verzichtsgedanken sind nicht mehr da. Ich habe losgelassen und es so angenommen wie es ist. Bin dabei mich mit mir zu versöhnen. Und das ist mir bewusst geworden, ist mir plötzlich aufgefallen, weil es eine Tatsache geworden ist. Fühlt sich gut und richtig an, wie befreit. Ich fühle auch wieder Leichtigkeit, bin unbekümmerter im Alltag, die Schwere ist weg. Ich denke auch das Meditieren spielt eine Rolle und hier die SHG. Und die Beiträge die ich von euch bekommen habe. Und 2 Beiträge haben besonders bei mir eine Wirkung erzielt. Also meine Trockenarbeit nimmt Fahrt auf.

    Heute war ich den ganzen Tag unterwegs, und mein tägliches Üben zu meditieren wirkt sich bereits aus. Keine Hetze hatte heute eine Chance. Habe viel gelacht und war lustig drauf. Ich fühle mich ruhiger und ausgeglichener. Habe viel erledigt, auch unangenehme Dinge. Alles strukturiert und eins nach dem anderen. Verhaltensweisen haben sich von selbst verändert ohne, dass ich das extra gemacht habe.

    Habe mir die letzten 2 Tage ums Thema nur wenig Gedanken gemacht und bin trotzdem in meiner Trockenarbeit einen Schritt weitergekommen. Ich fühle mich wieder wie ich selbst. Habe eine positive Einstellung. Der Tag war anstrengend, aber ich bin zufrieden und jetzt geht’s schlafen. Gute Nacht.

    Nicht jeder emotionale Zustand ist auf Alkoholismus zurückzuführen. Zwar hat das Saufen einiges unterdrückt oder verfälscht, doch es ist nicht die eigentliche Ursache. Je mehr ich die Sucht dafür verantwortlich mache, desto mehr Raum und Macht gebe ich dem Alkohol über mein Leben.

    Am Anfang war es mir nur wichtig, Werkzeuge in der Hand zu haben, um gegen den Saufdruck anzukämpfen und Hilfe zu bekommen, wie ein Leben außerhalb der Sucht aussehen könnte. Das habe ich durch den Austausch und den Grundbausteine hier erhalten.

    Einfach handeln und keine weltverändernden Erwartungen haben: Ich tue nichts "Besonderes" sondern lebe einfach so, wie es die Mehrheit der Menschen tut, die nicht süchtig sind. Wichtig war und ist mir, keine Wissenschaft aus dem Trockenwerden zu machen, und das empfehle ich auch.

    Tun muss man tun und vieles ergibt sich mit der Zeit von selbst.

    Hartmut du bist ein Schatz, ich danke dir für deine Worte. Habe deinen Post heute morgen nebenbei auf der Arbeit gelesen und irgendwie war ich glücklich, es ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Es hat nicht alles was mit dem Thema Alk zu tun. Nicht jede Emotion ist über zu bewerten. Niemand ist jeden Tag gleich gut drauf.

    Zum Thema habe ich schon viel getan, aufgehört Alk zu trinken, mich hier der SHG angeschlossen, arbeite an mir und befolge die Bausteine und die Tipps, eben Trockenarbeit. Ich habe Zeit und nehme mir die auch. Lebenslang. Also ich tue was und arbeite an mir.

    Habe die Tage gemerkt, dass ich zuviel auf einmal wollte. Das hat mich überfordert. Habe ja auch den normalen Alltag mit Job und anderen Verpflichtungen wie Unterstützung in der Familie und auch privat ganz allgemeine Dinge zu erledigen, auch Haushalt und Hund. Einfach handeln und leben und keine weltverändernden Erwartungen haben, einfach ich sein mit trockenem Denken und Handeln und vor allem keine Wissenschaft aus dem Trockenwerden machen. Dieser Satz hat den Stress von mir genommen. Ich fühle mich total erleichtert und werde auf dich hören. Hast mir ja gesagt, dass du ein alter Mann bist, dann höre ich erst Recht auf dich, weil du ja dann auch ganz bestimmt Waise bist 😀 Jedenfalls sage ich dir Danke für deinen Beitrag, der hat mich zum Lächeln gebracht und eine frohe Grundstimmung erzeugt. ✌️

    Hallo KaDett, ich kenne diese ,komischen‘ traurigen Gedanken auch aus meiner Anfangszeit ( bin jetzt fast zwei Jahre dabei) Komisch weil ich das Gefühl als unangebracht empfunden habe. Es kam auch so plötzlich und war genauso abrupt wieder verschwunden. Ich hatte auch Phasen der ‚großen‘ Langeweile. Da fand ich mein abstinentes Leben super langweilig, das Gefühl der Langeweile hielt immer mehrere Tag an. Beide Emotionen sind von alleine verschwunden.
    Liebe Grüße Rina

    Langeweile habe ich nie. Im Gegenteil ich würde es feiern. Direkt heute morgen schon habe ich bewusst an einer positiven Grundeinstellung gearbeitet. Mir gedanklich auf Freude und Lachen fokussiert. Habe während der Autofahrt zum Job albern mitgesungen was im Radio so gespielt wurde, habe einzeln Sonnenstrahlen bewußt begründet, auch im Job mit Kollegen über irgend einen Unsinn gelacht. Habe gar nicht an Alkohol oder irgendwas zum Thema gedacht. Plötzlich habe ich meine Energie und Schwung wiederbekommen. Habe mir auch einen kleinen Notizzettel gemacht was heute noch so ansteht, damit ich meine Gedanken und Gehirn entspannen kann. Fühle mich wesentlich besser. Heute werde ich besonders auf die schönen Dinge achten, auch wenn sie noch so klein sind.

    Thalia das stimmt genau, seit ich hier bin, tut sich bei mir was. Ich versuche, mich auch bewusst in Geduld und Gelassenheit zu üben. Mein Kopf läuft auf Hochtouren und alle Tipps nehme ich an und reflektiere mich. Deine Worte motivieren mich am Ball zu bleiben. Ich finde es spannend und anstrengend zugleich. Das hört sich super an, dass sich Verzichtsgedanken bei dir mit der Zeit von selbst verschwunden sind. Momentan bin ich dran „trockenes“ denken zu üben. Das macht mir sogar Spaß. „Nasses“ Denken in „trockenes“ Denken umzuwandeln. Aber nun jetzt ab ins Bett. Schlaf ist wichtig hat Alex auf dem Weg gesagt. Morgen früh klingelt der Wecker, gute Nacht und bis morgen.

    Hallo Kadett,

    komische Traurigkeit ist natürlich eine etwas wage Beschreibung. Ich würde mich an Deiner Stelle weiter beobachten aber nicht reinsteigern. Nayouks Hinweise über Aktivitäten und neue Interessen sind auf jeden Fall sehr hilfreich.

    Und wenn Du nach einer Zeit bemerkst das es garnicht besser wird oder gar immer schlimmer wird, dann solltest Du Dich an professionelle Hilfe (Hausarzt, Neurologe, etc.) wenden, Dich dort mitteilen und beraten lassen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Kann es nicht viel besser beschreiben, eine betrübte Grundstimmung. Seit ich übe zu meditieren und positive Affirmationen nutze, versuche ich Leichtigkeit und Freude damit wieder zu erwecken.

    Es kann aber auch sein, dass ich in den letzten Wochen vor Weihnachten ziemlich ausgepowert war. Hatte zwischen den Jahren Urlaub und habe mich da gut ausgeruht. Jedenfalls geht’s mir jetzt besser. Manchmal lächele ich einfach auch ohne Grund z.B. beim Autofahren. Habe mal gelesen, dass sich dann durch das Lächeln die Grundstimmung erhellt. Vielleicht ist es auch einfach nur Winterblues. Ja ich beobachte mal, notfalls gehe ich mal zu meinem Hausarzt.

    Kennt jemand von euch auch so ne komische Traurigkeit? Ich hatte das einige Zeit vor den Feiertagen im letzten Jahr fast nur und auch mehrere Wochen. Ich war irgendwie niedergeschlagen und betrübt ohne besonderen Grund. Privat gibt es einige gesundheitliche Probleme bei mehreren Familienmitgliedern. Das belastet mich sehr. Aber ich glaube, dass das nicht der Grund war. Im Grunde ist das erst besser geworden seit ich hier in der SHG bin und seit ich angefangen habe meditieren zu üben. Ich vermute, dass das mit Verzichtsgedanken, oder „nassem“ denken zu tun haben könnte. Heute, auch im Job denke ich ständig über „nasse“ vs. „trockene“ Gedanken nach und visualisiere Unterschiede in simplen, alltäglichen Beispielen. Ich glaube, dass das aktuell ein sehr wichtiges Thema für mich ist. Mir geht’s auch gar nicht mehr aus dem Kopf. Da würde ich gerne mehr drüber erfahren.

    Nachher um 16 h versuche ich an dem Chat teilzunehmen. Muss aber sehen ob ich es schaffe.

    Seit ca. 15 Jahren sehe ich mich als Alkoholikerin. Habe es immer und immer wieder mit dem kontrolliertem Trinken probiert, bis ich mir eingestehen musste, dass das NICHT funktioniert und auch immer daran gescheitert bin.

    Das kenne ich auch, wenn mein schlechtes Gewissen mir gegenüber zu groß geworden ist, dann kamen sie die Vorsätze, nur 1-2 Gläser, nur 3x die Woche. Habe ich auch manchmal hinbekommen. Aber ich habe die Rechnung ohne meine Gedanken gemacht. Ich war nur noch auf das nächste Glas fixiert. Quatsch die nächsten 3 Gläser. Ich war dann nervös und zickig. Schlimm, solche Versuche habe ich oft probiert, ist ja im Grunde immer Entzug. Bin froh, dass ich das nicht mehr an der Backe habe. Kontrolliertes Trinken kann ich nicht. Werde unter allen Umständen vermeiden den nächsten Schluck nicht trinken. Ich erinnere mich an meinen letzten Tag mit Alk, genau da würde ich dann wieder landen und dann ginge es steil bergab.

    Ich verstehe deine Anregungen und danke dir dafür 😊

    Alle in meiner Familie freuen sich, dass ich nichts mehr trinke und finden es gut.

    Ich spreche aber generell nicht über das Thema. Ich habe nur gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinke aus gesundheitlichen Gründen welche ich auch genannt habe. Hier tue ich das nicht, tut nichts zur Sache. Aber die gesundheitlichen Gründe sind dauerhaft und werden nie wieder gut. Also passt es, das ich das immer so sagen kann. Somit wissen sie nicht aus meinem Mund, dass ich Alkoholikerin bin und nun für immer abstinent lebe. Ich sehe meine Familienmitglieder auch nicht täglich. Meistens fahre ich zu Besuch hin. Wir alle wohnen etwas weiter auseinander. Ich habe hier im Forum gelesen, dass man die Wahrheit in seinem Umfeld sagen soll. Das habe ich noch gar nicht gemacht. Im Job werde ich das auch nicht machen, dazu gibt’s keine Veranlassung. Bei Freunden sage ich auch nichts. Wenn ich gefragt werde was ich trinken möchte sage ich einfach einen Tee. Oder Wasser. Ich wurde noch nie von jemandem gefragt warum ich keinen Alkohol trinke, deshalb sage ich darüber unaufgefordert auch nichts. Ich spreche mit niemandem über das Thema. Hier findet jetzt mein Austausch statt. Mir fällt es selbst schwer mit mir klar zu kommen dass ich Alkoholikerin bin. Das auszusprechen habe ich erst hier angefangen. Setze mich da mit mir selbst ständig auseinander. Ich schüttelte den Kopf und kann’s nicht verstehen. Ich dachte immer es sei Willensschwäche. Erst hier lese ich von Krankheit. Ich bin da mit mir noch überhaupt nicht im Reinen. Zu akzeptieren fällt mir schwer. Ich fange erst an alles aufzuarbeiten.

    Irgendwie schäme ich mich wegen der Trinkerei, hadere mit mir selbst soviel Jahre meines Lebens vermasselt zu haben. Ich war auch noch nie in einer vor Ort Selbsthilfegruppe, wo man sich persönlich gegenüber sitzt. Habe auch noch nie irgendeine Therapie gemacht. Depressionen, Ängste oder so habe ich nicht.

    Hallo Heuel,

    ich bin 7 Monate nüchtern. Also ähnlich wie du. Das habe ich nicht, dass ich dauernd an Alkohol denke. Ok ich gehe nicht auf Partys oder Clubs. Die ersten 3-4 Monate war ich außer Job fast nur zuhause um mich nicht Gefahren und Verlockungen zu konfrontieren. Habe mich nicht getraut, mich in der Öffentlichkeit z.B. auf Festen usw, Situationen mit Alkohol auszusetzen. Ich habe auch seit meinem Stopp nie wieder Alkohol gekauft. Habe sogar flüssige Medikament die Alkohol enthalten aussortiert und durch andere ersetzt. Ich beherzige auch die Tipps hier in der Selbsthilfegruppe.

    Freue mich noch mehr von dir zu lesen und auf netten Austausch.

    Da war ich bei der Familie auf Besuch, ich war nur Gast. Es hat niemand etwas alkoholisches getrunken, aber in einer Ecke stand eine Flasche Wein. Vielleicht weil Weihnachten war. Das war ja nicht bei mir zuhause. Bei mir Zuhause gibt es schon seit Monaten keinen Alkohol. Generell wird in meiner Familie sehr gerne und viel Tee getrunken. Egal bei wem ich da zu Besuch bin. Ich habe Eltern und Geschwister und erwachsene Kinder mit Partnern, ebenso Schwiegereltern.

    Verstehst du wie ich das meine Rennschnecke? Ich kann ja nicht woanders bestimmen ob dort Alkohol im Hause ist oder irgendwo eine Flasche Wein steht. Ich kann nur bei mir zuhause bestimmen welche Getränke es gibt und was da steht.