Beiträge von KaDett

    Wow Hartmut Hut ab. 18 Jahre. Ich freue mich mit dir.

    Du hast wirklich Recht. An Weihnachten war komplett alkoholfrei, niemand hatte was alkoholisches getrunken. Aber eine Flasche. Rotwein stand in der Ecke. Irgendwann habe ich sie gesehen und hatte voll Cravings. War ganz nah dran mir die Flasche zu nehmen und was einzuschenken. Habe dann viel Tee getrunken und nicht mehr hingeschaut. Weit und breit kein Alkohol, dann nur diese eine Flasche wäre mir fast zum Verhängnis geworden. Da habe ich gemerkt, dass ich noch nicht stabil bin. Und noch einiges an Arbeit zu tun ist.

    Der Austausch hier und was und wie ihr schreibt hat mich in den paar Tagen schon weiter gebracht. Ich hatte mit innerer Arbeit bisher noch keinen Handschlag getan. Habe erst in diesem noch kurzen Jahr angefangen. Und meine Liste wird immer länger. Das ist wirklich lebenslange Arbeit. Danke dir sehr und echt 18 Jahre sind schon eine Bank. Ich habe am Anfang die Tage gezählt, dann die Wochen und Monate. im Frühling wird es ein Jahr. Also schon gut, aber nicht safe. Ich schreibe hier weiter und hoffe auf weiter Groschen die fallen und werde auch viel lesen. Gut im Alltag eben wenn ich Zeit habe. Bin ja berufstätig und andere Verpflichtungen. eInfach so wie es mir möglich ist.

    Nun ist alle Anfangseuphorie löblich, aber trocken zu werden ist ein langer Prozess. Ein Marathon, kein Sprint.

    Nein, sie sind flexibel und passen sich an Emotionen und Situationen an.

    Ja, haben sie, denn es wurde ja auch gesoffen wenn man sich gut gefühlt hat.

    Was machst du, wenn jemand dich darauf anspricht und fragt, ob du Alkoholiker bist?

    was heißt ziemlich?

    Das denke ich auch, dass ein langer Prozess vor mir liegt, lebenslang. Da kommt nun Geduld ins Spiel, eben geduldig mit mir sein und mir Zeit zu nehmen.

    Dann sind Verzichtsgedanken nah mit Suchtdruck verbunden und Wachsamkeit ist geboten. Immer.

    Das stimmt, erst trank ich zur Entspannung vom Stress, aber dann egal wie ich mich gefühlt habe. Sucht.

    Ziemlich trockenes Umfeld heißt, dass in meinem Zuhause gar kein Alkohol getrunken wird, auch Gäste bekommen keinen. Ist nicht im Haus und wird zu keiner Feier oder Besuchen gekauft. Wenn ich Familienmitglieder besuche, ist es so, dass kaum alkoholisches getrunken wird. Aber es kann vorkommen, dass mal ne Flasche Wein da steht. Oder jemand auch mal ein Glas trinkt. Das stört mich nicht, weil es auch selten ist. Mit Kollegen ist es nicht üblich sich nach Feierabend zu treffen. Im Job selbst wird nur Kaffee, Wasser, Cola und Tee getrunken. Im Freundeskreis ist niemand Alkoholiker, kann vorkommen, dass jemand mal ein Bier trinkt. Auf Partys gehe ich nicht und abends in Bars oder so gehe ich auch nicht. In Cafés trinke ich gerne Tee weil da oft ne tolle Auswahl ist. Also mit meinem Umfeld komme ich gut klar was Alkohol betrifft.

    Ich werde mich heute weiterhin mit „Verzichtsgedanken“ befassen. Dabei versuche ich mal „trocken“ zu denken. Gestern habe ich verstanden dass es einen gravierenden Unterschied macht „nass“ zu denken oder „trocken“ zu denken. Das war ziemlich Neuland für mich weil ich mich damit noch nie auseinandergesetzt gesetzt habe. Ich habe lediglich nur nicht getrunken. Jetzt will ich gerne so denken lernen wie ihr hier und versuche das zu üben und zu verinnerlichen.

    Können Verzichtsgedanken durch Vermeidung von alkoholischen Situationen gar nicht erst aufkommen?

    Und wenn man diese Erleichterung und Freiheit tief im Herzen spürt, haben dann Verzichtsgedanken überhaupt eine Chance?

    Wie nah liegen Verzichtsgedanken und Suchtdruck oder Cravings zusammen?

    Ich lebe in einem ziemlich „trockenen“ Umfeld. Das kommt mir Zugute weil ich da wenig getriggert werde. In meinem Familienkreis habe ich gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, dies aber auf die Gesundheit und Medikamente geschoben, was auch tatsächlich stimmt. Das ist mit ein großer Aspekt warum ich aufgehört habe. Aber mein wichtigster Grund dass ich aufgehört habe, war das Gegenüber im Spiegel, da habe ich gesehen wie es um mich steht und ich in dieser Abwärtsspirale stecke und wenn ich jetzt nicht aufhöre, es mein Untergang ist. Denn ich konnte nicht mehr aufhören zu trinken und es wurde eher mehr. Meine gesundheitlichen Probleme kommen vom Alkohol. In meiner Arztpraxis und auch bei Fachärzten habe ich offen gesagt wieviel ich getrunken habe und aufgehört habe. Zwischenzeitlich kam es zu gesundheitlichen Verbesserungen und das empfand ich als Belohnung.

    Jedenfalls möchte ich mir nun „trockene“ Gedanken machen. Als Themen kommen nun noch Geduld und Gelassenheit dazu.

    Gestern in einem anderen Tread habe ich verstanden wie ihr denkt und was ihr meint. Da hat mir ein Beispiel von Alex auf dem Weg geholfen, mit den Windeln. Das war perfekt für mich und es hat Klick gemacht. Ich bitte wieder um eure Hilfe. Könnt ihr dieses „trockene“ Denken und Handeln an Hand von solchen Beispielen aufzeigen. Bei mir war richtig der Groschen gefallen. Das werde ich mir dann auch für immer merken und daran denken, auch so zu denken. Ich vermute, dass das in Fleisch und Blut übergeht. Dazu muss aber bei mir unbedingt der Groschen fallen. Versteht ihr wie ich das meine? Wenn ich was verstehe, logisch finde, dann sitzt das dauerhaft.

    Meine Themen Verzichtsgedanken, Geduld und Gelassenheit stehen auf meiner Liste und damit werde ich mich in nächster Zeit befassen. Ich habe mir zu Weihnachten 3 Karten-Sets gekauft. Je eins mit Impulsen für Gelassenheit, Achtsamkein und 1% Veränderung 100% Wirkung.

    Ab und zu gehen wir in ein Restaurant, da habe ich mir überlegt, dass ich mich an Tische setze wo mein Blick zur Wand geht. Dann sehe ich andere Gäste nicht und was sie trinken. Ich schaue zu meinem Gegenüber, wir erzählen, ich genieße mein Wasser und freue mich auf mein Essen. Genau wie ich mir die Alkoholregale im Supermarkt nicht mehr ansehe, sehe ich mir auch nicht mehr die Weingläser anderer Gäste an.

    Hallo Carl Friedrich, ich kaufe doch kein alkoholfreies Bier. Es war nur als Idee um mal irgendwo etwas anderes zu trinken.

    Wasser trinke ich am meisten gefolgt von Tee und morgens Kaffee. Das es Wassersommelier überhaupt gibt wusste ich nicht, sehr interessant. Ich finde auch, dass es da geschmacklich Unterschiede gibt. Ich trinke aber auch oft einfach Leitungswasser.

    Habe ich auch schon gemacht mein Wasser mit Minze oder Zitrone oder Ingwer aufzupeppen. Ist echt lecker.

    - Nayouk dein Beitrag inspiriert mich und ich kann daraus einiges mitnehmen. Vielen Dank dafür. Und das stimmt genau, die letzten 7 Monate habe ich tatsächlich nur nicht getrunken. Und ich habe gemerkt, dass das nicht genügt. Was ja hier auch gesagt wird. Das genügt nicht. Da stimme ich absolut zu, habs ja selbst aus eigener Erfahrung gemerkt. Deshalb bin ich nun hier um an mir zu arbeiten und stabil zu werden. Es gibt viel zu tun und ich lerne hier jede Menge für mich Neues.

    - Rennschnecke ich habe keine Bier im Haus weder alk-frei noch anderes, ich kaufe das auch nicht und trinke das auch nicht. Hatte nur gedacht es könnte eine Möglichkeit z.B. im Restaurant sein. Muss aber nicht sein, ich trinke da meistens einfach eine Flasche Wasser.

    Wo finde ich denn den Tread über Alternativgetränke die weder koffeinhaltig noch süß sind. Da würde ich gerne stöbern und neue Ideen finden.

    Bei mir war es vor allem Erleichterung, dass ich nicht mehr trinken musste, KaDett!

    Da hat bestimmt jeder von den trockenen Alkoholikern so einiges von sich in Erinnerung. Und das ist für mich selbst abschreckend genug.

    Darüber werde ich mir Gedanken machen. Verzichtsgedanken durch Erleichterung ersetzen. Dabei die alten Erinnerungen an die negativen Seite von der Trinkerei hochholen. Das könnte Verzichtsgedanken vertreiben und Erleichterung herbeiführen. Das versuche ich mal so und auch dass ich das auf diese Weise ändere und neue positive Erleichterung festige.

    Warum solltest Du "alkoholfreies" Bier trinken/mögen, wenn dir die Variante mit Alk nie geschmeckt hat, KaDett?

    Bier ist mir egal. Alkoholfrei ist es einfach ein Getränk. Sehe es höchstens als kleine Abwechslung zu Wasser und Tee. Selbst wenn ich früher mal keinen Wein hatte, habe ich nicht auf Bier zurückgegriffen um mein Level zu bekommen. Bier ist etwas was ich nicht haben muss, von daher ist das kein Thema für mich.

    Habe ja angefangen mehr Ruhe und Pausen in meinem Leben einzubauen. Das werde ich weiter vertiefen.

    Weiterhin steht ein wichtiger Punkt für mich im Vordergrund, Verzichtsgedanken. Wie komme ich zu dem Punkt, der einen gravierenden Unterschied darstellt, nämlich:

    - keinen Alkohol mehr trinken zu sollen, dürfen

    - keinen Alkohol mehr trinken zu wollen, müssen.

    Hin und wieder habe ich mit Verzichtsgedanken zu kämpfen. Es ist mir das aufgefallen, dass es einen wichtigen Unterschied gibt. Es ist die Einstellung wie man das sieht. Und daran möchte ich arbeiten. Glaube meine Einstellung hinkt auf dem richtigen Weg noch etwas hinterher. Da bitte ich um eure Hilfe und setze auf eure Erfahrungen.

    Im Rahmen meiner Trockenarbeit habe ich mir inzwischen eine Liste erstellt mit Stichpunkten. Ist ganz schön lang geworden.

    Werde diese Punkte noch sortieren und angehen. Vielleicht schreibe ich auch alles auf, alle Ideen und Vorgehensweisen, was wie wirkt und welchen Erfolg was bringt. Auch wenn ich in einer Sackgasse stecke oder festgefahren bin. usw.

    Habe mir auch nochmals Gedanken gemacht zu den alkoholfreien Varianten und mich entschlossen auch sie aus meinem Leben zu verbannen. Bei Bier weiß ich nicht genau, weil das sowieso nicht mein Ding ist. Vielleicht im Sommer mal ein Glas. Softgetränke mit Kohlensäure und Zucker sind ebenfalls nichts für mich. Werde mir lieber auch mal selbst leckere Limonaden zubereiten oder Wasser mit Gewürzen aufpeppen. Tee ist ja recht vielfältig und abwechslungsreich. Da habe ich auch bereits eine schöne Sammlung und tausche auch im Job mit Kollegen Tee gerne aus.

    Ich weiß und spüre, dass vor mir noch ein steiler Weg in Bezug auf die Trockenarbeit liegt. Den körperlichen Entzug habe ich ja schon Monate hinter mir, aber mit dem seelischen Entzug fange ich gerade erst an. Im Grunde genommen seit ich mich am 31.12.2024 hier angemeldet habe. Vorher habe ich von Trockenarbeit noch nichts gehört. Auch die Grundbausteine aber ich schon 3x gelesen. Das ist alles irgendwie Neuland für mich. Ich kann lediglich von mir sagen, dass ich seit mehreren Monaten keinen Alkohol mehr trinke. Und ein Pluspunkt ist, dass ich das „schon“ mehr als 7 Monate alleine geschafft habe. Jetzt habe ich hier Hilfe gesucht und auch gefunden. Nun fängt die eigentliche Arbeit im Entzug erst richtig an. Der psychische, innere seelische Bereich. Da habe ich noch keinen richtigen Plan wie das geht und wie ich das am Besten und richtig mache. Dafür möchte ich mir auf jeden Fall Zeit nehmen. Und dann auch dauerhaft am Ball bleiben.

    Nayouk damit hätte ich nicht gerechnet, wie sich solche alkoholfreien Getränke auswirken können. Uiiiii echt, dann kann ich mir jetzt erklären warum ich mich in den Wochen vor Weihnachten so nervös und unruhig gefühlt habe. Daran habe ich überhaupt nicht gedacht und hab’s auch nicht gewusst.

    Ganz selten trank ich auch mal ein alkoholfreies Bier, da ist mir das nicht so ergangen. Vermutlich weil ich auch kein Bier mit Alkohol getrunken habe und mir Bier nicht gut schmeckt. Nur 4-5 x im Jahr habe ich ein kleines Glas Bier getrunken. OK, jedenfalls weiß ich da jetzt Bescheid und kann mich danach richten. Ein schöner Tee in einer hübschen Tasse ist auch was Gutes. Danke dir für deine Erklärung. Hilft mir weiter.

    Du bestätigst meine Vermutung. Die Verknüpfungen von denen du schreibst leuchten mir ein. Die fLaschen sehen so aus und auch das Glas dann. Ich wurde da tatsächlich nervös und habe das aber nicht sofort gewusst wieso. Werde dann besser auf dich hören und diese Getränke nicht mehr trinken. Danke dir sehr.

    Hallo Bono59,

    ich habe vorhin mal bisschen deinem Tread reingelesen. Ich stöbere einfach mal hier und da und lese mich etwas ein. Bin noch neu. Einen Notfallkoffer habe ich auch noch nicht. Bin zwar schon mehrere Monate abstinent, aber erst seit Silvester hier im Forum. Von manchen Dingen habe ich einfach nichts gewusst. Diese Selbsthilfegruppe ist für mich deshalb sehr hilfreich und informativ. Ich habe bei Suchtdruck festgestellt, dass auch scharfe Sachen gut ablenken. z.B. Wasabi, Meerrettichsoße oder Chilli, alles was so richtig brennt und scharf ist im Mund. Da war der Gedanke an Alk sofort wie weggeblasen. Und wichtig war bzw. ist bei mir den ganzen Tag über viel zu trinken, damit erst gar kein Durst aufkommt. Ich wünsche dir weiterhin eine schöne nüchterne Zeit und gute Motivation.

    Zitronen werde ich auch sehr gerne mal ausprobieren. Danke für den Tipp AnnaBlume

    Habe vorhin mal bisschen quer Beet hier gelesen. Irgendwo ging es ums Thema noch Alkohol zuhause zu haben.

    Das ist ne gefährliche Sache. Ich hatte gleich am ersten Tag meine Weinvorräte ausgekippt. Aber ich hatte etwas vergessen, nämlich ein kleines Fläschchen mit Asbach drin, was in der Virtine stand und ein Andenken einer Reise war. Irgendwann später hatte ich mal massiven Suchtdruck und dieses Fläschchen ist mir ins Auge gestochen. Habe es geschnappt, aber nicht getrunken, sondern habe es auch ausgekippt und das Fläschchen kam in die Tonne. Auch so ein Reiseandenken kann gefährlich sein. Also bei mir zuhause ist kein einziger Tropfen Alkohol mehr zu finden. Auch Gäste bekommen nur alkoholfreie Getränke angeboten. Meine Tee Sammlung ist für alle immer sehr interessant.

    Auch heute morgen wieder früher aufgestanden um Zeit zu haben um bewusst aus dem Fenster zu schauen, achtsam zu sein, Gymnastik zu machen und eine kleine Meditationsübung. Habe mir heute noch weitere kleine Pausen überlegt und auch umgesetzt. Wenn ich Auto fahre und ankomme, egal wo, atme ich erst 3x tief bevor ich aussteige. Das tut richtig gut und entschleunigt.

    Achtsamkeit und sich selbst bewusst wahrnehmen ist ebenso ein Punkt, dem ich nun täglich große Beachtung schenke.

    Nun frage ich mal hier nach eurer Meinung und Einstellung, was haltet ihr von den alkoholfreien Getränken, also Getränke ohne Alkohol wie Secco, Bier, Wein? In den letzten Wochen habe ich ab und zu mal sowas getrunken und mir ist aufgefallen, dass ich dann die gleichen Muster habe wie mit den alkoholischen Getränken. Habe ich vielleicht unbewusst als Erstz betrachtet. Jedenfalls ist mir selbst aufgefallen, dass ich viel nervöser und unruhiger wurde. Konnte mir das gar nicht so erklären. Dann bekam ich den Verdacht, dass diese alkoholfreien Getränke mich irgendwie erinnern. Ich hatte keinen Suchtdruck oder Gedanken als echten Alkohol, aber ich habe diese Unruhe in mir gespürt. Jedenfalls werde ich diese alkoholfreien Getränke wie Secco oder Wein nicht mehr kaufen und trinken. Wie seht ihr das eigentlich? Und was sind da eure Tipps und Empfehlungen? Ihr habt ja den richtigen Weg gewählt, denn ihr seid schon lange trocken. Ich möchte das gerne so machen wir ihr und euch als Vorbilder nehmen. Ich persönlich kenne einen trockenen Alkoholiker, der schon jahrelang sober ist, aber alkoholfreies Bier ab und zu trinkt. OK Bier schmeckt mir nicht, Wein oder Sekt waren meine Getränke. Schnäpse eher selten.

    Freut mich sehr. Ach übrigens. Ich meditiere auch jeden Tag. ;)

    Das finde ich super. Ich kann autogenes Training, meditieren übe ich noch. Fange mit autogenem Training an, dann Atmen und positive Affirmationen. Das habe ich mir einfach so ausgedacht und mache das mal so. Ich weiß nicht wie man richtig meditiert. Das zu lernen ist einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr. Kannst du mir bitte Tipps geben, was du einer Anfängerin empfehlen kannst wie ich am Besten vorgehe? Daaannkkkeeee :)

    Das dachte ich, den Fehler nicht nochmal zu machen. Im Groben weiß ich inzwischen was die Ursache war.

    Aber daran ist nichts mehr zu ändern, nur in der Gegenwart gilt es das Richtige zu tun. Jetzt tue ich das Richtige, stärke meine Abstinenz und kümmere mich um meinen Körper und meine Psyche so gut wie möglich. wIe geht es weiter? Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Alex ich lächele gerade und fühle mich motiviert und guter Dinge. Irgendwie kommt das von innen heraus, innere Ruhe breitet sich aus und Zuversicht. Ich nehme mir Zeit für den Heilungsprozess und die Grundbausteine.

    Nayouk24 danke dir für die Inspiration. Über die biochemischen Prozesse im Körper und der Psyche die Alkohol verursacht, müsste ich mich erst belesen. Mein Körper hat gelitten, da tue ich schon viel um meinen Körper zu unterstützen. Was nun die Psyche betrifft, habe ich keine Ahnung. Weiß auch nicht wo ich mich darüber gut informieren kann. Habe keinen Plan wie ich meine Psyche unterstützen und mir da Gutes tun kann. Habe ja heute angefangen mehr Ruhe und Zeit in mein Leben zu bringen, Atemübungen und habe begonnen meditieren zu üben. Vielleicht ist Schreiben eine Option. Eine Art Tagebuch zu schreiben könnte befreiend wirken. So könnte ich auch meine Gedanken sortieren. Werde ich mir überlegen ob ich das mache. Werde auf jeden Fall mal im Internet bisschen stöbern um über die biochemischen Prozesse mehr zu erfahren und wie ich meine Psyche unterstützen kann. Etwas Selbstfürsorge tut ganz bestimmt gut.

    Ich habe nun nochmal die Grundbausteine durchgelesen und auch den Notfallkoffer. Das sind alles Themen die mir wichtig sind. Ich habe das große Glück, dass in meinem Umfeld kaum Alkohol getrunken wird. Ich bin auch in keinen Gruppen, Stammtisch oder dergleichen wo viel getrunken wird. Da habe ich schon mal gute Voraussetzungen. Auch gehe ich abends nicht groß aus. An Wochenenden mal in die Stadt oder in ein Restaurant. Feierlichkeiten sind nur im Familienkreis, da wird generell wenig Alkohol getrunken.

    Auch im Job passt es gut. Da gibt’s keine großen Feiern und dauern auch nicht lange. Die meisten müssen dann ja Auto fahren, von daher wird da kaum was getrunken.

    Ich bin die, die getrunken hat. Abends vorm TV mal 1 Glas oder zum Essen. Ich habe meinen richtigen Konsum immer heimlich und alleine getrunken. Das schlimme war die Fahne zu vertuschen. Nun gut das ist Vergangenheit und ich hab’s geschafft den Alkohol aus meinem Leben zu bekommen.

    Nun ergründe ich, wie es dazu gekommen ist und warum. Ich wurde von niemandem angestiftet, im Gegenteil. Irgendwie bin ich in den Konsum reingeschlittert und nicht mehr rausgekommen. Es wurde mehr und mehr und das über Jahre hinweg. Nun ist das Aufarbeiten dran. Freue mich darauf.