Hi,
meine Frau hat mir mit dem Argument, dass sie mir nicht dabei zuguckt, wie ich mich zu Tode trinke, gesagt, dass sie mich verlässt.
Meiner Ansicht nach hatte sie damit recht. Und wenn ich mich totgesoffen hätte, dann wäre das eben so gewesen und nach meiner Überzeugung würde ich dann schlicht nichts mehr merken, es gäbe also auch keinen Grund mehr, dass ich jemandem leid täte.
Meine Frau hat mich nicht zum Saufen gebracht, sie hat es mir nicht reingeschüttet, ich war selbst schon erwachsen und wusste, wie man trinkt, wie es wirkt, etc., es war mir schlicht und ergreifend schietegal.
Es gab nur die Auswahl, geht einer unter (ich) oder zwei, sie mit mir.
Ausserdem ist nicht zu unterschätzen, dass ich ohne meine Frau freie Bahn hatte. Bis zum Verlassen hatte sie noch versucht, meine Sauferei zu bremsen., Und ich, weil ich keine Lust auf den regelmässigen Streit hatte, habe auch versucht, mich wenigstens ein bisschen zu beherrschen. Der Effekt war eigentlich nur, dass es mir damit nicht so schlecht ging, dass ich einen Grund zum Aufhören gesehen hätte.
Als es ihr dann egal war, konnte ich ungestört saufen, so viel ich wollte, und das war die Voraussetzung dafür, dass es mir irgendwann so schlecht ging, dass ich aufgehört habe. Und als ich die Schnauze voll hatte, war ich so davon überzeugt, dass es gar nicht wichtig war in dem Moment, ob es mit meiner Frau noch was wird, denn dann habe ich aufgehört, um mch selbst zu retten.
Und natürlich kanns passieren, dass er stirbt. Aber bilde Dir nicht ein, dass Du das verhindern kannst.
LG LK