so ist es.
Genau so gibt es Gerichtsurteile, dass reines Saufen kein Grund ist, jemandem sein Recht auf Selbstbestimmung zu nehmen. Da müssen noch andere Dinge vorfallen, Fahren mit Alkohol oder Gewalt im Suff, sonst darf er machen, was er will.
Du kannst ihn bitten, Du kannst ihn verbal zusammenfalten, Du darfst ihm drohen und durchziehen, dass Du nichts mehr für ihn tust, und er kann immer sagen, dass der trotzdem macht, was er will.
Jeder hat das Recht, sein Leben gegen die Wand zu fahren, nur jemand Anderen darf er dabei nicht (gegen seinen Willen) mitnehmen. Genau so ist auch niemand gezwungen, dem Trinker dabei zuzugucken, jeder darf sich auch davon abwenden.
Das einzige, was Du wirklich ändern kannst, ist Dein eigenes Verhältnis dazu.
Beiträge von Lebenskuenstler
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Wegen der Menge weißt Du nicht, ob er Alkoholiker ist.
Da müsste er erst mal ernsthaft aufhören wollen und dann merken, ob ihm das schwerfällt.
Bei der Menge hätte ich noch keinen Grund gesehen drüber nachzudenken, da hätte ich nur gedacht, wer das komisch findet, spinnt.
Du hast das Problem mit seinem Konsum, ob er eins hat, wissen wir nicht.
Du bist diejenige, die das stört. Und die rausfinden muss, wie sie damit umgeht. -
Egal wie Du das sagst, er kann sich immer jede Einmischung verbitten.
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Es gab hat Zeiten, da war außer mir niemand da. Der Pflegedienst kam ja nur zur Pflege, und ich bin ja auch immer wieder weggefahren, da ich woanders gelebt habe und in seinem Haus konntest Du nicht mehr übernachten. Also liefs drauf raus, dass ich ihm für die Nacht was hingestellt habe, einmal hab ich es ihm auch direkt eingeflößt, weil er nicht mal mehr die Arme heben konnte.
Und er hatte Vorräte für Monate im Keller, er ist nur die Treppe nicht mehr runtergekommen. Wenn ich ihm nix gegeben hätte, hätte ich ihn in den Entzug gezwungen. Weil er ja Hilfe so lange verweigert hatte, war er da schon in der Endphase, da wäre auch nichts mehr zu retten gewesen.
Und er wäre dabei auch nicht glücklicher geworden.
Wir haben uns auch im Frieden verabschiedet, da gehörte das für mich dazu. Als Betreuer bist Du sowieso gehalten, den Willen des Betreuten zu erfüllen und nicht Deinen Eigenen, und diesen Anspruch hatte ich an mich. -
Wenn sie schon früher nur auf Drängen von Angehörigen oder so da hingegangen ist, war das immer unwahrscheinlich, dass es was hilft.
Außerdem können viele nicht mal dann aufhören, wenn sie es wirklich wollen.
Die Rückfallquoten sind eben sehr hoch.Ich kann mich jedenfalls nicht mit dem Gedanken anfreunden einem Alkoholiker auch noch den Alk hinzustellen. Ich kaufe z. B. meiner Mutter nichts.
Na ja. Das ist der eine Grund. Der andere ist, dass ich ja selbst trockener Alkoholiker bin und niemals Alkohol kaufen würde.
Für mich macht es wenig Sinn, jemanden zwangstrockenzulegen, der immer trinken wollte und nun hilflos ist und sich die Drinks nicht mehr selbst holen kann. Das wäre mich ausnutzen der Situation, ätsch, jetzt hab ich die Macht über Dich. So was nutze ich nicht aus. Das ist meine Sicht da drauf, jemand anders in der Situation muss für sich selbst entscheiden, wie er das macht.
Ich akzeptiere es, wenn jemand trinken will, das ist nicht meine Entscheidung. Und wieweit einem das selbst was ausmacht, mir machts halt nichts aus. -
Nein, mein Vater hatte nie eine Hemmschwelle. Zusammen trinken war lange eins von Wenigem, wo wir uns verstanden haben.
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Das war sowieso nur ich, und ich bin selbst lange trockener Alkoholiker, habe also auch ordentlich gesoffen und weiß von daher, wie das ist, wenn man nicht aufhören will oder kann. Und er hatte selbst deutlich gesagt, dass er trinken will. Fertig.
Vollkommen sinnlos, jemandem vom Trinken abbringen zu wollen, der das nicht selbst will.
Ja, ich hab ihm den Alkohol gegeben, und im Heim hat er von den Pflegern welchen gekriegt. -
Das ist völlig unterschiedlich.
Einen Onkel von mir haben sie friedlich schlafend auf dem Sofa gefunden, denn ein ganz simpler Herzstillstand kann auch vorkommen unter Alkohol. Hat halt abends getrunken und ist eingeschlafen, fertig.
Dann kann das Gehirn, die Leber, die Bauchspeicheldrüse geschädigt sein, Blutungen aus Variszen in der Speiseröhre können zum Verbluten führen, Du kannst einen Schlaganfall bekommen oder Korsakow-Demenz.
An allem kann ein Alkoholiker sterben.
Als mein Vater noch so umtriebig war wie Deine Mutter, war er vom Sterben noch Jahre entfernt.
Da ist er auch öfter mal seine Treppe runtergefallen und hinterließ ordentlich Blutspuren.
Das ging es wirklich noch länger.
Der hätte sich aber noch ganz anders geweigert, sich helfen zu lassen, der hat einfach Hausverbot erteilt und mit Prügeln gedroht, wenn sich jemand einmischt. Am Ende war der nicht mehr in der Lage, sich Alkohol zu besorgen, oder überhaupt das Bett zu verlassen. Und der bekam dann im Heim auch Bier und Wein, viel brauchte er sowieso nicht mehr weil die Leber kaputt war, und ganz ohne hätte bei ihm auch nichts gebracht.
Wie geschrieben, er baute halt immer mehr ab. Geistig und körperlich. Wenn die Leber mal richtig kaputt ist und andre Schäden auch schon da sind, geht es oft geradeaus runter. Aber Totgesagte leben länger.Und was weiß denn ich, wie zäh Deine Mutter ist? Jeder ist anders.
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Gegen ihren Willen kann sie sowieso keiner trocken legen. Nach der Entgiftung wird sie wieder anfangen. Es ist nicht verboten, sich kaputt zu trinken.
Lass sie trinken, aber lass sie auch liegen, mach einfach nix. Sie ist erwachsen, wenn sie so leben will, dann lass sie.
Alles andere zehrt nur an Deinen Nerven, sonst ändert sich wenig.
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Er war über 80, hatte sein ganzes Leben lang viel getrunken.
Demenz war das eigentliche Problem, nehmen nicht alle Heime. Er hatte sein Hirn praktisch versoffen.
Es muss eventuell ein Familiengericht entscheiden, ob sie selbst noch in der Lage ist, zu wissen, was sie tut. Da muss man in die Wege leiten, wenn es anders nicht geht. -
Ich hab abgewartet, bis er selbst nicht mehr konnte. Alles Andere wäre nicht gegangen.
Ich hab ihn irgendwann mal überrumpelt. Er hat Hilfe so lange verweigert, bis er komplett dehydriert und fast verhungert war.
Und dann war er eben reif.
Er wollte dann unbedingt zu Hause gepflegt werden, das habe ich noch organisiert, und eines Tages hat er selbst dem Pflegedienst gesagt, dass er wieder ins Krankenhaus will. Und dann gings halt los, dass es nur noch mit Heim ging.
Er wusste da schon nicht mehr, wo er ist. -
Er war geistig immer weggetretener und hat fast nur noch geschlafen.
Er wurde seine letzten 3 Monate nur noch zwischen Pflegeheim, Krankenhaus und Psychiatrie hin- und her bewegt und konnte selbst gar nichts mehr tun. -
Als mein Vater hilflos wurde und Hilfe ablehnte, hab ich mich mal erkundigt.
Als Angehöriger bist Du rechtlich zu nichts verpflichtet, alles, was Du tust, machst Du freiwillig.ich wäre froh wenn es rum wäre
Verstehe ich absolut. Zwei Monate vor dem Ableben meines Vaters waren sich Ärzte und ich einig, dass es für ihn und auch mich und auch für alle Anderen das Beste wäre, wenn er einfach morgens nicht mehr aufwachen würde.
Von daher, warum wäre das
wäre mehrfach fast verblutet.
so schlimm? Hart gesagt, hättest Du dann ein Problem weniger.
Ich hab alles an den Pflegedienst abgegeben, ich hab nur organisiert.
LG LK -
Ich denke, es fängt damit an, dass Du Dir bewusst machst, dass Du nicht er bist.
Ansonsten, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Wenn Du Dich da raushältst, glaube ich kaum, dass das auf dem Schiff irgendwen interessiert, dass Du seine Tochter bist.
Also im Grund muss Dich das überhaupt nicht betreffen, wenn du seine Angelegenheiten nicht zu Deinen Angelegenheiten machst.
Ich hab meinen Vater in Krankenhaus gebracht, als er das endlich zuließ. Davor hatte er sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.
In der Notaufnahme musste ich ihn ausziehen, die Anderen haben sich nämlich geweigert. Da hatte er schon mindestens 8 Wochen die Schuhe nicht mehr ausgezogen und den Rest auch nicht. Man musste alle Fenster aufreißen.
Augen zu und durch. -
Indem er ins Bett macht, zeigt er doch, dass er das kann.
Und es werden dann dort schon Leute sein, die ihm sagen, was sie davon halten.
Für Dich gehts da wohl eher ums Fremdschämen.
Und ihm ist das möglicherweise komplett egal. Glaubst Du, er macht sich auch so viele Sorgen um Dich wie Du um ihn? -
Hattest du eine eigene Wohnung?
Ich? Klar, natürlich. Meine Eltern haben schon früh drauf gedrängt, dass Kinder aus dem Haus müssen und mein Vater hat jedem Hausverbot gegeben der sich einmischte. Die Ablösung erfolgte bei mir schon als ich um die 18 bis 20 war und ich wollte selbst auch machen, was ich will und ein eigenes Leben führen. Danach brauchte ich ihn ja auch nicht mehr.
Mir ist klar, dass das eine andere Situation ist. Aber irgendwie wäre es auch für Dich wohl besser, wnn Du diesen Abstand irgendwie hinkriegen würdest. -
Ich leb nicht mit einem Alkoholiker zusammen. Äh, na ja, mit mir.
Aber mein Vater hat sich totgetrunken. Wie ich das ausgehalten habe? Durch Akzeptanz. Es war seine Entscheidung, was soll ich mich darüber grämen? Es hat gemacht, was er wollte, und dieses Recht steht nach meiner Auffassung erst mal jedem zu.
Wenn mich das juckt, ist es meine eigene Aufgabe, mich davon auf Abstand zu bringen. -
Ich hab meine Frau dafür gehasst, dass sie mich vom Trinken wegbringen wollte. Und das ist nach meiner Erfahrung eine ziemlich verbreitete Reaktion, dass ein Trinker denjenigen, der ihn davon abbringen will, als Feind wahrnimmt.
So wie ich das sehe, wollen viele Trinker einfach mitsamt ihrem Konsum akzeptiert werden, und das sind Machtkämpfe, bei denen mit allen Mitteln gekämpft wird, denn das Verlassenwerden tut ja trotzdem auch dem Trinker auf der einen Seite weh. Auf der anderen Seite war ich froh, als meine Frau sich zur Trennung entschlossen hatte, denn dann stand sie nicht mehr zwischen mir und der Sauferei. Für mich hatte das dann schon erst mal auch sein Gutes, dass ich dann endlich wieder ungestört trinken konnte.
Es hört eigentlich keiner freiwillig auf, dem es schon mal geschmeckt hat. Dazu ist die Wirkung des Alkohols erst mal zu angenehm. Ich behaupte sogar, da kommen viele Beziehungserfahrungen nicht dagegen an. Da muss fast immer irgendwas erst mal passieren. -
Scheint so. Das ist aber nur das, was ich mir angelesen habe, und ich war in meinem Leben auch schon auf beiden Seiten, hatte Streit mit einem Vermieter und bin selbst Vermieter, aber fürs Eingemachte muss das ein Anwalt machen. Aus dem Streit mit dem Vermieter weiß ich aber noch, dass der mir wenig konnte, als ich ihm die Daumenschrauben angesetzt habe und ich das mit Hilfe eines Anwalts gemacht habe.
Ich darf keine Rechtsberatung. -
Ich hab das gestern rein aus Interesse noch mal nachgelesen, wenn Du jemanden ins eigene Haus auch ohne Mitvertrag aufnimmst, gilt "mitgegangen, mitgehangen", Das Mietverhältnis kommt schon durch die Schlüsselübergabe zu Stande und dann greifen automatisch die Mietrechtsvorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Das heißt, er hat dann auch Hausrecht, wie in jedem anderen Mietverhältnis.
Das geht bis zur Räumungsklage, und das kann dauern.
So weit ich gelesen habe, ist die Gefährdung des Kindeswohls oder Gewalt in der Beziehung wohl eines der wenigen Mittel, das zu beschleunigen.