Beiträge von Wichtelmama

    Ich möchte mich Jump! anschließen.

    In Kurzfassung: nur weil ihr auszieht, muss es ja nicht das Ende von allem bedeuten. Ob dein Mann ernsthaft was ändern will oder nicht, wird die Zeit zeigen. Zurück kannst du dann ja wahrscheinlich, wenn eure Liebe so groß ist, ja noch immer.
    Ändert sich gar nichts, hast du einen sicheren Rückzugsort.

    Ich selber habe mit dem Ex-Mitbewohner mittlerweile, nach Startschwierigkeiten, ein einigermaßen vernünftiges Verhältnis.

    Er war im Sommer krank und in der Klinik(naturlich nicht wegen Alkohol🙄). Danach kam die Erkenntnis bei ihm, dass er nie wieder trinken darf und kann.

    Ich weiß nicht wie lange es gehalten hat. Max. 2 Monate. Er gar nichts in seinem Leben geändert, er hat lediglich das erste Glas stehen lassen.

    Ich bin froh, dass ich mir wenigstens das Elend nicht mehr mit ansehen muss und mit den Kindern einen sicheren Rückzug habe.

    Es ist nicht rosa nach dem Auszug. Die Kinder vermissen ihr Zuhause und ihren Vater. Das bricht mir oft das Herz. Aber der Vater ist jetzt ein besserer Vater als vorher und sie haben mehr von ihm.

    Und viel wichtiger: ich bin wieder deutlich entspannter. Ich kann das Leben jetzt anders genießen. Ich bin nicht mehr so auf Spannung wie vorher. Ich komme nach Hause und weiß was mich erwartet. Ich muss nicht damit rechnen, dass jemand besoffen auf dem Sofa liegt, besoffen durch die Gegend läuft und und und. Allein das war es wert!

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim Entscheiden und Gedanken sortieren!

    Liebe foxi,

    ich habe mich in meiner Verzweiflung auch an die Eltern meines Ex gewandt. Ich wusste selbst nicht mehr weiter, es waren ja Kinder mit im Spiel.
    Seine Eltern haben auch wenig reagiert zum Thema Alkohol. Vermutlich weil sie es so nicht wahrhaben wollten oder aus welchen Gründen auch immer. Im Prinzip habe ich fast immer Monologe geführt, zumindest mit seiner Mutter.

    Ich sag dir ganz ehrlich, das war echt ein scheiß Gefühl. Ich habe mich alleingelassen gefühlt. Die einzige Familie die hier vor Ort ist. Das Problem wurde einfach ein Stück weit ignoriert.

    Ich finde daher den Vorschlag von Aurora sehr gut. Hör dir doch an, was sie zu sagen hat. Tipps geben schadet sicherlich nicht. Handeln muss sie schlussendlich selbst. Ich denke auch nicht, dass sie euch manipulieren will. Das klingt für mich nach Verzweiflung, nichts anderem.

    Alles Gute für euch!

    Hallo Rosa,

    mein Ex hat auch ähnlich geredet. Von wegen er vermisst die Kinder, alles Mist etc.

    Anfangs hatten wir unsere Stolpersteine, mittlerweile ist es aber so, dass wir uns gut verstehen und vernünftig reden können. Er hat (vielleicht) aufgehört zu trinken, es ist vieles besser geworden. Liegt vielleicht daran, aber untergegangen ist er nicht. Ganz im Gegenteil. Er hat gar keine Zeit mehr vor lauter Beschäftigung. Hobbies und sonst was.

    Auch direkt nach unserem Auszug, in seiner definitiv noch sehr nassen Zeit, ist er nicht untergangen.

    Ich denke es ist bei jedem etwas anders. Einige blühen auf, andere saufen umso mehr.

    Was du definitiv nicht kannst: ihn retten indem du bleibst damit er nicht untergeht!
    Jemand hat mal gesagt, dass Sucht wie eine Krake ist. Sie zieht dich und alle anderen mit in die Tiefe mit ihren Armen.
    Den Vergleich fand ich sehr passend.

    Hallo NiMaCo,

    ich habe nicht so viel Zeit zum Antworten, aber das möchte ich loswerden:

    Mein Ex-Mitbewohner hat mir auch immer vorgeworfen, dass ich ja zu viel Kaffee trinke, zu viel Schokolade esse etc. Im Grunde wollte er damit nur von seinem eigenen Problem, also der Alkoholsucht ablenken. So nach dem Motto: „solange du dich nicht änderst, muss ich es schon lange nicht tun. Du bist ja nicht besser, also lass mich in Ruhe. Guck lieber was du selbst für Fehler hast“.

    Und schon ist man wieder mit sich selbst beschäftigt und der andere kann in Ruhe trinken.

    Ich finde gemeinsame Majlzeiten mit den Kindern auch sehr wichtig. Wir sind oft auch nur zu dritt am Tisch gesessen, weil der Mitbewohner lieber gesoffen hat.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Liebe Sonnenschein,

    die anderen haben dir ja bereits gesagt, dass du alles richtig gemacht hast. Ich sehe es auch so. Und ich denke auch deine Tochter wird es so fühlen. Du hast sie nicht im Stich gelassen, du hast für Sicherheit und Hilfe gesorgt, warst erreichbar, wenn du auch nicht vor Ort sein konntest.

    Das Leben geht ja weiter und man kann nur wegen einem Bauchgefühl nicht immer der Arbeit fern bleiben. Ich denke du hast alles getan, damit deine Tochter in Sicherheit ist. Ein gut funktionierendes Netzwerk ist Gold wert! Ich kann gut nachvollziehen, dass du die Wohnung auch deshalb nicht aufgeben möchtest. Es ist euer Zuhause, du kannst dich auf die Nachbarn verlassen.

    Ich wünsche dir weiterhin den Mut den du gerade hast, um deinen Weg zu gehen. Nach dieser Aktion von deinem Ex, würde ich alle Register ziehen die möglich sind.
    Allein schon zu eurem Schutz!
    Wegen dem gemeinsamen Sorgerecht würde ich mich an deiner Stelle vielleicht auch nochmal beraten lassen. Vielleicht bekommst du da auch noch was zugesprochen.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg!

    Hallo Sonnenschein,

    Das klingt nach einem gelungenen Sonntag. Eine Selbstgenähte Decke ist eine tolle Idee. Besonders wenn sie so viele Jahre in Anspruch nimmt. Eine schöne Erinnerung an die Mama für die Kinder.

    Ich kann deine Große sehr gut verstehen. Da ist so viel vorgefallen, da würde ich auch keinen Kontakt wollen. Ich kann mir vorstellen, dass die Kleine sicherlich auch sehr hin- und hergerissen sein wird.

    Gibt es denn jetzt eine Adresse zu deinem Ex? Weißt du überhaupt was?

    Mutmachgeschichten braucht man immer. Gerade wenn man hier im Forum aufschlägt. Wie viele von uns sind so verzweifelt?! Und wie lange viele von uns dieses Theater mitmachen…Ich habe fast sieben Jahre gebraucht, ehe ich was ändern konnte. Aber es fühlt sich jetzt dafür umso besser an🙃

    Hallo Sonnenschein,

    Ich hoffe du konntest den Sonntag so verbringen, wie du ihn dir vorgestellt hast. Der stressfreie Tag ohne Sorgen und Pflichten nach all der Zeit war dir hoffentlich vergönnt.

    Ja, die Sorge um die Kinder, Existenzängste und all das können einen lähmen. Ich hatte eine ganze Zeit nur noch das Gefühl von Perspektivlosigkeit. Das ist schlimm. Im Prinzip kreisen die Gedanken den ganzen Tag nur um dieses Thema.
    Der Alkohol hat viel zerstört. Auch mit den Kindern hat es was gemacht. Erst heute Früh haben sie davon gesprochen(aus dem nichts heraus kam das Thema), wie sie immer laut sein konnten und Quatsch machen konnten, weil der Papa mittags immer so fest geschlafen hat, dass er gar nicht mehr reagiert hat.
    Da sind noch einige andere Dinge, an die sie sich erinnern und die ab und an hochkommen.

    Ich hätte viel früher gehen sollen. Aber das weiß man erst im Nachhinein. Du hast auch so vieles und so lange mitmachen müssen. Da bewundere ich dich sehr, wie du deinen Weg jetzt gehst! Vor allem weil dein Ex-Mann ja wirklich Dinge abgezogen hat, die sehr beängstigend waren!

    Ich wünsche dir einen guten Start in die Restwoche,

    Liebe Grüße

    Liebe Sonnenschein,

    das ist ja ein Wahnsinn, was alles passiert ist in der kurzen Zeit. Das freut mich sehr für dich und für euch! Weiter so! Jetzt geht es (hoffentlich) nur noch bergauf.

    Du musst an dich und deine Kinder denken, daher finde ich es sehr gut, wenn ihr die Dinge umsetzt die im Brief vom Anwalt stehen. Du kannst ja dann wenigstens UHV beantragen, das ist ja eine große finanzielle Entlastung.

    es freut mich auch sehr, dass eins deiner Kinder in die SHG geht. Sich austauschen zu können ist ja so wichtig, gerade weil deine Kinder ja auch schon etwas größer sind und vieles mitbekommen haben.
    Vielleicht findest du für deine Große ja auch noch was passendes, falls sie möchte(hast du vielleicht ja schon).

    Die Idee mit dem Tattoo finde ich schön. Ein tolles Motiv! Sehr passend. Ich hoffe du hast lange Freude daran.

    Das mit der Beförderung kommt ja auch im richtigen Moment. Das ist klasse Sonnenschein! Dann werden die finanziellen Sorgen auch hoffentlich etwas weniger!

    Mir geht es gut, bzw uns. Ich bin immer wieder so froh darüber, dass wir ausgezogen sind. Es ist alles so viel entspannter geworden. Wir müssen keine Rücksicht mehr nehmen auf den Langschläfer. Niemand schläft dauernd auf dem Sofa, ich weiß wie meine Wohnung aussieht, wenn ich wieder nach Hause komme. Es ist nichts zugemüllt und es herrscht kein Chaos.

    Der Mitbewohner kauft und kauft und stellt sich seine Wohnung immer voller. Gleichzeitig jammert er, dass er kein Geld hat und nicht weiß, wie er die Miete zahlen soll.
    Ich habe UHV beantragt weil er keinen Unterhalt gezahlt hat. Darauf ist er sauer geworden und hat mir dann erzählt, dass sich wegen Unterhaltsansprüchen ein paar seiner Bekannten suizidiert haben. Das übliche Theater halt…er das Opfer, alle anderen ungerecht.

    Ich vermute noch immer, dass er wieder trinkt. Ich bin auf hab acht, die Kinder sind ja alle zwei Wochen bei ihm.

    Liebe Grüße

    Hallo Sonnenschein CoA ,

    wie lieb, dass du fragst. Ich lese noch immer regelmäßig hier im Forum. Die letzten Wochen waren ruhig. Der Mitbewohner hat eine Trinkpause gemacht aufgrund von Krankheit(der Alkohol hat da sicher eine große Rolle gespielt). Es hätte alles relativ friedlich laufen können, die Kinder konnte ich problemlos und ohne schlechtes Gewissen bei ihm lassen.

    Naja, aber wie es so ist. Im Endeffekt habe ich die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass er wieder anfängt zu saufen. Hatte hier erst gelesen, dass sich ein Rückfall oft mit einer Wesensveränderung ankündigt. Die hatten wir letzte Woche. Seit spätestens dem Wochenende trinkt er denke ich wieder. Ich bin der Meinung eine Fahne gerochen zu haben, sein Verhalten war auffällig. Bald müssen die Kinder wieder zu ihm weil ich arbeiten muss. Das bereitet mir gerade Bauchweh.

    Dazu kommt das Theater mit dem Unterhalt. Ich habe bei dir gelesen(ich verfolge deinen Weg immer sehr gerne), dass du gerade sehr schlimmes Theater mit den Behörden hast. Es ist doch zum kotzen. Da tust du mir sehr Leid😞 ich hoffe es wendet sich bald alles zum Guten.

    Hier ist der Mitbewohner jetzt nur sauer, dass er Unterhaltsvorschuss zahlen soll. Das wäre viel zu viel für seine derzeitige Situation und ich bin jetzt schuld an der Misere. Ich hab das ja alles so gewollt.

    Da ist sie wieder, die klassische emotionale Schuldumkehr. Er übernimmt keine Verantwortung. Weder für sein Handeln, noch für alles andere. Alle anderen sind schuld.
    Ein paar andere Kleinigkeiten kommen noch dazu.

    Ich bin angespannt, kann nicht gut abschalten. Es kommen wieder Ängste hoch, die ich lange beiseite geschoben habe. Aber ich hoffe es sind nur Gespinste in meinem Hirn.

    Liebe Sonnenschein, ich bewundere dich für deine Stärke. Du hast so viel geschafft für dich und deine Kinder. Ich wünsche dir so sehr, dass ihr bald euren Frieden habt und in Ruhe leben könnt! Ohne diese ständigen Attacken von deinem Ex! Es ist furchtbar, was ihr alles mitmachen musstet! Hier sind alle Daumen gedrückt🍀

    Liebe Grüße, WM

    Hallo josy,

    Ich kann dir zu dem Thema jetzt nicht wirklich was raten. Wenn du ihm noch eine Chance geben willst und du dich dabei gut fühlst, ist es doch erstmal in Ordnung. Bleib wachsam und schau wie sich die Dinge entwickeln. Den Plan B würde ich persönlich aber immer griffbereit haben wollen.
    Wozu ich dir aber dringend raten möchte: Bitte einigt euch nicht auf das gemeinsame Sorgerecht. Vielleicht ist er jetzt so euphorisch und voller Tatendrang, dass er die gemeinsame Sorgeerklärung unterschreiben möchte. Bitte mach es nicht! Damit hast du nur Stress und Ärger, sollte es wieder schlimm werden.
    Ich hätte mir ohne gemeinsames Sorgerecht seeeehr viel Ärger und Kummer ersparen können.

    Ich wünsche dir alles Gute, vor allem für die Geburt!
    Liebe Grüße

    wenn ich mit den Kindern wirklich gehe, dann kann er sich sofort umbringen, weil er dann niemanden mehr hat in seinem Leben.

    Mein Vater hat sowas wohl auch gerne gesagt. Das ist aber jetzt schon mindestens 30 Jahre her.
    Letztens war ich mit ihm einkaufen. Er total besoffen. Hat mir dann auch gesagt, dass er wohl nicht mehr lange leben wird. Aber die Flasche Schnaps musste natürlich in den Einkaufswagen.

    Wie du siehst, können solche Aussagen reine Manipulation sein. Meine Mutter hat sich erst viele viele Jahre später getrennt. Für sie sicher nicht die beste Entscheidung. (Mein Vater wirkte übrigens nicht besonders traurig mit der Trennung, eher froh. Er wurde ab dem Zeitpunkt ja nicht mehr kontrolliert und konnte machen was er wollte).

    Pass gut auf dich auf, die anderen haben dir ja zum Thema angedrohter Suizid schon geschrieben. Nur lass dich bitte nicht manipulieren. Du musst sicher nicht bleiben, nur weil er dir damit drohen will.

    Liebe releaseme,

    du könntest dich ja mal rechtlich beraten lassen. Da weißt du zumindest, was da alles kommen könnte oder auch nicht. Auch das Jugendamt wird sicherlich unterstützen.

    Man macht sich vorher so viele Gedanken und „verkopft“ so schnell. Mich haben diese ganzen Gedankengänge mehr gelähmt wie dass sie hilfreich waren.

    Du hast viel Unterstützung durch deine Familie, was besseres kann dir in deiner Situation fast gar nicht passieren finde ich. Du stehst nicht alleine da, es ist immer Hilfe vor Ort.

    Aurora, die Pro und Kontra - Liste wäre etwa 5cm lang bei Pro und 50cm bei Kontra... ich führe mir das immer wieder vor Augen. Und manchmal - in ganz kleinen Momenten kann ich auch fühlen ( nicht nur verstandesgemäß begreifen ), dass es besser für mich wäre, definitiv auf Abstand zu bleiben. Diese Momente sind in den letzten sieben Monaten auch immer mehr und mehr geworden.

    Er ist leider auch nüchtern sehr oft ein A...loch. Er hat nicht umsonst die npd-Diagnose. Er ist npd nach Lehrbuch...

    Er hat sich fast totgetrunken, weil es seine Sucht ist und seine Persönlichkeitsstörung, die er nicht anerkennen will, und die der Auslöser für sein Trinkverhalten ist. Er findet immer einen Grund zu trinken.

    Ich bin fix und fertig von dieser Art von Psychoterror. Diese Frau war meine Freundin. Sie ist jetzt eine Super-Co von xy.


    Ich möchte das einfach mal nur so in den Raum werfen. Vielleicht hilft es dir deine Gedanken etwas zu sortieren.
    Das letzte Zitat habe ich eingefügt, weil Mutti2 ja sicherlich dann auch wieder ein Stück weit in dein Leben kommt.

    Ich persönlich kann dir nur raten: Lauf! Und lass keinen von beiden zurück in dein Leben! So wie AnnaBlume schon schreibt, kümmere dich lieber um die Tiere im Tierheim. Die sind wenigstens aufrichtig und du bekommst die Liebe zurück die du gibst! Da bist du sicherlich besser dran und führst am Ende ein glückliches Leben.

    Hallo Simsalabim,

    Schuldumkehr, da kann ich dir auch ein Beispiel geben.
    Ich habe dem Mitbewohner bereits vor langer Zeit gesagt, dass ich ihn nicht mehr mitnehme wenn er offensichtlich besoffen ist.

    Wir wollten was mit den Kindern unternehmen und diese haben sich schon riesig gefreut. Leider war der Mitbewohner schon morgens so angetrunken, dass ich die ganze Aktion abgeblasen habe. Bin dann mit den Kindern alleine los(die Unternehmung musste aber leider ausfallen). Die Kinder waren natürlich super enttäuscht und haben geweint.

    Der Mitbewohner hat später angerufen und gefragt was jetzt los ist. Habe ihm gesagt, dass die Kinder enttäuscht sind und weinen, weil die Unternehmung nicht stattfindet.
    Von ihm kam dann:“ Na toll, das hast du ja wieder super hingekriegt!“.
    Null Einsicht seinerseits, ich war selbstverständlich die Schuldige.

    Liebe Grüße

    Ich hol das mal zu dir:

    Eine Frage hab ich noch- gab es eine gewisse Situation oder einen gewisses Ereignis, wo ihr gesagt hab jetzt trenne ich mich? Oder war es ebenso ein Prozess?

    Ein kleines Mini Funkelchen meldet sich immer wieder in meinem Kopf und sagt- warte noch ein bisschen, vl wird es ja doch noch besser.. Ich versuche den Gedanken wegzuschieben, aber dann frag ich mich trotzdem auch manchmal noch, wie weiß ich, dass es wirklich keinen anderen Weg mehr gibt? Diese Gedanken werfen mich dann wieder einige Schritte zurück...

    Es gab bei mir sooo viele Situationen die gereicht hätten um den endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Aber sowas geht manchmal nicht von heute auf morgen. Bei mir war es ein Prozess. Fast sieben Jahre hat es gedauert. Also von Beginn des übermäßigen Alkoholkonsums bis ich letztlich ausgezogen bin.

    Das Forum hier hat mir den letzten Schubs gegeben, den ich gebraucht habe. Ich habe mich schon fast durch die Reaktionen hier genötigt gefühlt. So nach dem Motto: Augen zu und durch!
    Es ist jetzt gut wie es ist. Nicht optimal, aber besser als vorher. Unser Auszug ist ja auch noch nicht so lange her, es wird alles ein wenig dauern bis wir sozusagen angekommen sind.

    Ich hadere immer wieder mit mir, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Vor allem weil die Kinder den Papa und das Zuhause vermissen. Dann schaue ich mir alte Fotos oder Videos an. Manchmal reicht auch schon ein Telefonat mit dem Mitbewohner. Dann bin ich mir wieder sicher, dass alles gut und richtig so ist. Ein Zusammenleben ist einfach nicht möglich. Er ist auch nicht mehr der Mensch, der er einmal war. Oder vielleicht doch, aber die negativen Seiten fallen deutlich mehr auf.

    Liebe releaseme, du tust weder dir noch deinen Kindern einen Gefallen in dieser Situation zu verbleiben. Du drehst dich nur im Kreis, deine Kinder gleich mit.

    Liebe Grüße

    Hallo Alex,

    bei uns war es so, dass ich gerne mit dem Mitbewohner mitgetrunken habe. Uns hat das Leben so ganz gut gepasst. Keine Verpflichtungen (außer der Arbeit natürlich), wir waren frei. Dann aber wurde ich schwanger. Für mich gab es natürlich keinen Alk mehr, das ganze Leben hat sich geändert. Aber nur für mich. Der Mitbewohner hat weitergetrunken. Und durch Umstände wurde die Menge mehr, bzw. ist er auf harte Sachen umgestiegen.

    Das war dann irgendwann einfach nur noch Mist mit Mist. Du willst einen Familientag verbringen und der Mitbewohner muss sich Alk mitnehmen zum Ausflug. Oder grundsätzlich auch einfach trinken, auch in Gegenwart der Kinder. Das waren nur die Anfänge, es ist so viel mehr passiert.

    Ich erzähle dir das, weil du von ernster Beziehung sprichst. Mach dir doch mal Gedanken dazu, wie eure Beziehnung vielleicht mit Kindern und dem Alkohol aussehen soll. Gibt ja genug Geschichten hier zum Nachlesen.

    So oder so, ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und Triff die richtige Entscheidung für dich.
    Liebe Grüße