Beiträge von Wichtelmama

    Bei uns sind Aktivitäten nur dann gemeinsam, wenn es erforderlich ist, also, von außen

    Liebe Matilda,

    Ich denke die gemeinsamen Aktivitäten werden sich bald auch verringern. Ich habe mir auch Gedanken dazu gemacht, also wegen Hoffung bei den Kindern. Ich habe da auch eher den Wunsch, dass es weniger gemeinsame Aktivitäten gibt. Die letzteren haben sich nicht vermeiden lassen.

    Mit der Zeit wird sicher vieles noch anders. Es kann eigentlich nur besser werden.

    Liebe Grüße und vielen Dank!

    Bitte denke so nicht. Was hat man den Kinderm VOR der Trennung angetan, lautet die Frage.

    Guten Morgen liebe Cadda,

    du hast völlig recht! Ich habe mir Videos und Fotos aus der Zeit vor dem Auszug angesehen. Das hilft auch. Es war kein Zustand vorher, ohne Frage. Aus meinem Umfeld sagen ausnahmslos alle, dass es die richtige Entscheidung war. Ich weiß es ja auch. Aber die Kinder leiden zu sehen ist nicht so einfach, du hast es ja selbst miterlebt. Da kommen doch manchmal Zweifel.

    Ich habe mit den Kindern das Buch „Flaschenpost nach irgendwo“ gelesen.
    Die Reaktionen darauf waren teils wirklich unerwartet. Die Kinder erinnern sich sehr gut daran, wie der Vater teils mit ihnen umgegangen ist. Das große Kind meinte irgendwann: „ich hasse und liebe den Papa zugleich.“

    Wie zerrissen so ein Kind sein muss. Auch das tut sehr weh. Also keine Frage, der Auszug war definitiv zum Wohle von uns allen.

    Vielen Dank für deine Worte,

    Liebe Grüße

    Ich habe jetzt einige Zeit nichts mehr geschrieben. Ein kurzer Zwischenstand.

    Mittlerweile sind wir umgezogen. Es fehlt noch vieles und es dauert bis es richtig wohnlich wird. Aber es wird, langsam aber sicher.

    Mir geht es seit dem Auszug viel besser. Ich bin deutlich entspannter. Habe wieder mehr Geduld. Naja, zumindest bin ich auf dem Weg dahin🫣

    Den Kindern ging es anfangs auch super. Sie hatten Ablenkung und haben wohl auch nicht richtig realisiert, dass wir wirklich nicht mehr zurück gehen.

    Jetzt vermissen sie ihr altes Zuhause und ihre Freunde schrecklich. Das tut mir in der Seele weh. Ich hoffe die Zeit hilft. An diesem Punkt bin ich dann wieder sauer auf den Mitbewohner, dass er es sich so einfach gemacht hat und nicht ausziehen wollte. Ob er in Zukunft die Wohnung halten kann, steht ja noch in den Sternen. Dann haben die Kinder auch das alte Zuhause ganz verloren. Naja, wir werden sehen.

    Der Mitbewohner scheint seit unserem Auszug richtig aufzublühen. Ist ständig unterwegs und führt wieder sowas wie ein halbwegs normales Leben. Er wirkt sehr selten angetrunken(ich rieche aber die Fahne wenn wir uns sehen). Wir haben uns öfter gesehen und auch was unternommen zusammen(allein auch der Kinder wegen und weil der Umzug noch nicht ganz fertig ist etc.). Da kommen schon Zweifel auf. Wenn der Ex plötzlich wieder fast normal ist. Zweifel ob es vorher wirklich so schlimm war.

    Die Zweifel sind dann nochmal richtig bestärkt worden, als das kleine Kind richtig auffällig geworden ist im Kindergarten. Überhaupt dreht das Kind gerade etwas ab. Ja, da zweifelt man. Was hat man mit der Trennung den Kindern nur angetan?! Ich hatte die Tage wirklich ein schlimmes Tief, so viele Vorwürfe habe ich mir gemacht.

    Wir waren dann kurz darauf wieder in der alten Wohnung was abholen. Kamen quasi unangemeldet. Der Mitbewohner lag auf dem Sofa. Ist nichtmal den Kindern zuliebe aufgestanden. Die leeren oder halbleeren Flaschen standen auf den Tischen.

    Dieses Bild hat mich schlagartig aus meinem Tief geholt. Die Bestätigung, dass es eben doch richtig war zu gehen. Ich hätte es nicht mehr lange ausgehalten.
    Für alles andere wird es auch eine Lösung geben, bzw bin ich schon dran und habe einen Termin mit der Erziehungsberatung gemacht. Es wird alles wieder gut werden, weil es das muss!

    Bekommen deine Kinder denn mit, wenn die Mama trinkt? Meine Kinder bekommen das nicht mit, wenn ihr Vater trinkt. Das macht er nämlich heimlich hinter verschlossener Tür.
    Und erzählen würden sie es aus eigenem Antrieb auch nicht in der Situation. Vielleicht das Kleine, das denkt nicht nach. Aber das große Kind würde beschützend schweigen. Kinder lieben beide Elternteile. Sie wollen keinem Elternteil Schaden. Egal was passiert.

    Liebe Api ,

    Das freut mich sehr für euch. Harte Arbeit bei der Therapeutin bedeutet aber auch, dass vieles aufgearbeitet werden kann. Daraus entsteht was Gutes😊

    Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages rückblickend auch sagen kann, wie sehr ich den Stillstand gehasst habe. Denn dann weißt du, du hast die richtige Entscheidung getroffen.

    Danke dir dafür, dass du an uns denkst❤️

    Tacheles reden ist besser als rumeiern, danke für den Rat.

    Hallo R/no,

    Ich weiß zwar nicht, ob es richtig war von mir, aber ich habe auch schon meinen Kindern gesagt, dass zu viel Alkohol nicht gesund ist.
    Meine Kinder sind ja nur halb so alt wie deine, aber das große Kind hat es schon verstanden.

    Immer wenn der Papa wieder gejammert hat, dass er krank ist, hat es ihm Bierverbot erteilt(egal welche „Krankheit“) und gesagt, er solle jetzt mehr Wasser trinken.

    Kinder beobachten und merken viel, manchmal mehr als du denkst. Wie Doro schon schreibt, er wird die Wahrheit schon verkraften, verstehen und dankbar darüber sein, dass du ehrlich bist.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Hallo liebe Api ,

    der Umzug läuft. Mehr oder weniger🫣 Ende nächster Woche möchte ich zumindest dann in der neuen Wohnung schlafen mit den Kindern.
    Hat sich alles rausgezögert leider.

    Ansonsten ist alles wie immer. Ich denke der Mitbewohner hat seinen Konsum gesteigert. Das tut ihm weder physisch noch psychisch gut.

    Es ist gut, wenn wir ausgezogen sind. Es tut mir leid für die Kids, aber es ist die richtige Entscheidung.

    Wie geht es dir denn?

    Liebe Grüße

    Aber ich achte so gut ich kann auf mich

    Das ist gut. Selbstfürsorge ist immer wichtig.
    Du solltest die Urlaubsangebote überdenken für die Depris. Vielleicht stehen sie eher auf Kreuzfahrten oder sowas🤭😉

    Nein ernsthaft, ich hoffe du überstehst diese Episode bald und kannst das Leben wieder etwas mehr genießen. Das wünsche ich dir jedenfalls☺️

    Lieber Kazik ,

    Hab vielen Dank für deine Worte.
    Ja, Kinder können sich gut anpassen und auch schnell eingewöhnen. Sie werden sicher merken, dass es in der neuen Wohnung ruhiger zugehen wird. Uns allen wird es gut tun. Danke fürs Daumen drücken!

    Wie geht es dir denn? Was machen deine Depressionen? Hoffentlich machen sie sich bald wieder auf den Weg in den Urlaub.

    Liebe Grüße

    Davor war ich fast schon ignorant. Hab aber auch viel mitgetrunken.

    Vor den Kindern ging es mir ähnlich. Ich würde sogar behaupten, ich wäre selbst in die Sucht gerutscht. Im Freundeskreis wurde gerne und viel getrunken (bin mir sicher, dass da einige ein kleines Problem haben). Mein Glück war nur, dass ich schwanger wurde und noch vor dem positiven Test aufgehört habe zu trinken.

    meine Vorstellung von Familie ist ja, dass beide Eltern sich kümmern und ihrer Sorgepflicht nachkommen. Aber mit steigendem Konsum vom Mitbewohner(und auch den mittlerweile ersten körperlichen und psychischen Folgen), ekelt mich der Konsum immer mehr an. Das habe ich bei der Geburtstagsfeier gemerkt.

    Insgesamt achtet man mehr auf seine Umwelt finde ich. Beim Einkaufen, wenn andere ihre Schnapsflaschen aufs Band legen. Wenn Leergut weggebracht wird. Ob jemand eine Fahne hat. Alles Dinge, die mich früher wenig interessiert haben.

    Ich habe noch immer das "Plopp" im Ohr

    Ganz schlimm…das kenne ich.

    Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.
    Die Kinder waren letztes auf einem Geburtstag. Als ich sie abgeholt habe, saßen die Erwachsenen mit alkoholischen Getränken da (teilweise waren es die Eltern der Kinder). Zwar alles im Rahmen, niemand war offensichtlich angetrunken, aber mir war das zu viel. Alkohol und Kinder zusammen finde ich mittlerweile so schrecklich.

    Ich kann auch nicht mehr darüber lachen, wenn Eltern witzig sein wollen, so nach dem Motto: den Tag heute übersteht man nur mit Alk.

    Vielleicht sehe ich es irgendwann wieder anders, aber im Moment: ein klares NEIN!

    Liebe Ino,

    das kenne ich zu gut. Der Lottogewinn kam bei mir nicht, aber ich hatte Glück und bekam die Wohnung(das ist auch vergleichbar mit einem 6er im Lotto).
    Versuche dein Glück auf allen Portalen. Ich habe meine Wohnung über Faceb…k gefunden, in örtlichen Gruppen. Bzw dort auch Gesuche geschaltet.
    Viel viel Glück dir!

    Liebe Ino,

    Ich schicke dir ein großes Paket Kraft und Mut. Ich hoffe eure Situation klärt sich bald, damit ihr auch zur Ruhe kommen könnt.

    Die Verzweiflung bei der Wohnungssuche kenne ich zu gut. Hier ist auch alles einfach unbezahlbar. Da braucht man unglaublich viel Glück. vielleicht zieht dein Mann ja doch noch aus. Die Daumen sind gedrückt🍀

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Liebe Api ,

    deine Worte machen wirklich Mut. Vielen Dank dafür!
    ich hoffe es so sehr, dass die Kinder das neue Zuhause auch als solches annehmen können. Der Anfang wird ihnen so leicht wie möglich gemacht. Meine Mama wird für zwei Wochen kommen, darauf freuen sich die Kinder sehr. Und in den Pfingstferien dürfen sie die Hasen der Vermieter versorgen, diese sind im Urlaub. Das wird bestimmt ganz gut.

    Das freut mich sehr für dich, dass dein Sohn gleich in der neuen Wohnung angekommen ist. Vielleicht machen wir Erwachsene uns auch einfach immer viel zu viele Gedanken.

    Ich weiß, dass die Entscheidung der räumlichen Trennung absolut richtig ist, auch für die Kinder. Das habe ich heute Abend wieder gemerkt. Der Mitbewohner bellt und blafft die Kinder oft an. Das kann nicht gut sein für diese kleinen Seelen.

    Und ich selber kann es einfach nicht mehr hören. Wenn er wieder in sein Zimmer geht und an die Flasche geht, das klirren der Flaschen. Einfach furchtbar.

    Es wird alles gut werden. Das muss es einfach!

    Danke liebe alle fürs Mut machen. Jetzt sitze ich hier und mir laufen die Tränen.
    Gestern hatten die Kinder noch einen super schönen Tag. Wir waren abends noch sehr lange draußen und haben einfach genossen. Das was wir hier haben, die Natur und das alles, das werden wir nicht haben in der neuen Wohnung. Wir geben, zumindest was das angeht, ein Stück Lebensqualität auf.

    Die neue Wohnung ist nur befristet, für die kurze Zeit was Neues aufbauen lohnt sich fast gar nicht. Bei der Wohnungsknappheit ist ja auch die Frage, wohin wir danach gehen.

    Es ist einfach so unfair. Drei Menschen müssen ihr Zuhause aufgeben und sich alles neu erarbeiten. Das für eine kurze Zeit nur. Es hätte so viel einfacher sein können. Hätte hätte Fahrradkette…

    Ich hoffe einfach nur, dass es wirklich die richtige Entscheidung war. Aber was hätte ich anderes machen sollen?! Ich hätte noch weiter warten können, ob eine Wohnung hier in der Nähe frei wird. Aber meine Nerven sind jetzt schon am Ende.
    Ich hätte den Mitbewohner drängen können auszuziehen, aber auch das wäre eine Frage der Zeit gewesen. Das hätte sich Jahre hinziehen können.

    Ihr merkt schon, da ist gerade einfach so viel los in mir. So viele Gefühle. Jetzt kurz vor der Wohnungsübergabe wollen sie scheinbar alle raus.

    MatildaWormwood den Spruch aus dem Kalender habe ich mir geklaut und habe ihn in meinen eigenen Kalender geschrieben. Im Oktober werde ich ihn dann lesen. Bis dahin ist es dann hoffentlich alles viel besser als erwartet.