Wichtelmama - Co mit zwei kleinen Kindern

  • Ich habe noch immer das "Plopp" im Ohr

    Ganz schlimm…das kenne ich.

    Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.
    Die Kinder waren letztes auf einem Geburtstag. Als ich sie abgeholt habe, saßen die Erwachsenen mit alkoholischen Getränken da (teilweise waren es die Eltern der Kinder). Zwar alles im Rahmen, niemand war offensichtlich angetrunken, aber mir war das zu viel. Alkohol und Kinder zusammen finde ich mittlerweile so schrecklich.

    Ich kann auch nicht mehr darüber lachen, wenn Eltern witzig sein wollen, so nach dem Motto: den Tag heute übersteht man nur mit Alk.

    Vielleicht sehe ich es irgendwann wieder anders, aber im Moment: ein klares NEIN!

  • Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.

    Das geht mir auch so und das wird wahrscheinlich auch so bleiben ich gestehe zwar jedem zu zu trinken wieviel er will aber bitte nicht in meiner Gegenwart.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.

    ich definitiv auch. Seit Ende 2023. Davor war ich fast schon ignorant. Hab aber auch viel mitgetrunken. Dann wurde es mit meinem Mitbewohner so schlimm, und ich hab von einem Tag auf den anderen aufgehört. Ja es hat mich geprägt. Die ganze Auseinandersetzung mit ihm hat mich dann auch noch mal auf meine eigene EKA-Geschichte gestossen.
    Und ich wohne in der Stadt, in einem Viertel, wo einem die Alkoholkranken tagtäglich auf der Straße begegnen. Aber mir fällt es auch mehr auf, als hätte sich ein Schleier von mir weggezogen.

  • Davor war ich fast schon ignorant. Hab aber auch viel mitgetrunken.

    Vor den Kindern ging es mir ähnlich. Ich würde sogar behaupten, ich wäre selbst in die Sucht gerutscht. Im Freundeskreis wurde gerne und viel getrunken (bin mir sicher, dass da einige ein kleines Problem haben). Mein Glück war nur, dass ich schwanger wurde und noch vor dem positiven Test aufgehört habe zu trinken.

    meine Vorstellung von Familie ist ja, dass beide Eltern sich kümmern und ihrer Sorgepflicht nachkommen. Aber mit steigendem Konsum vom Mitbewohner(und auch den mittlerweile ersten körperlichen und psychischen Folgen), ekelt mich der Konsum immer mehr an. Das habe ich bei der Geburtstagsfeier gemerkt.

    Insgesamt achtet man mehr auf seine Umwelt finde ich. Beim Einkaufen, wenn andere ihre Schnapsflaschen aufs Band legen. Wenn Leergut weggebracht wird. Ob jemand eine Fahne hat. Alles Dinge, die mich früher wenig interessiert haben.

  • Hi Wichtelmama,

    ich wollte Dir nur kurz schreiben, dass ich mich sehr für Dich freue, dass es für Dich und die Kinder bald in die neue Wohnung geht. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wirklich alles für Euch besser werden wird. Vielleicht noch ein Gedanke zu den Kindern, die Kindheit ist davon geprägt, dass Kinder lernen, mit der Welt, um sie herum klarzukommen. Und das können sie am besten, wenn Ihr direktes Umfeld in Ordnung ist und das war es jetzt durch den Vater überhaupt nicht. Deshalb haben sie jetzt die besten Voraussetzungen, weitestgehend ohne die negative Prägung des Vaters und dessen negativen Verhaltensweisen in Ihre Zukunft zu gehen. Ich drück Euch die Daumen, das alles gut wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Lieber Kazik ,

    Hab vielen Dank für deine Worte.
    Ja, Kinder können sich gut anpassen und auch schnell eingewöhnen. Sie werden sicher merken, dass es in der neuen Wohnung ruhiger zugehen wird. Uns allen wird es gut tun. Danke fürs Daumen drücken!

    Wie geht es dir denn? Was machen deine Depressionen? Hoffentlich machen sie sich bald wieder auf den Weg in den Urlaub.

    Liebe Grüße

  • Danke der Nachfrage, Wichtelmama.

    Heute geht es mir gut! Mal schauen, wie es weitergeht. Meine Depressionen sind leider immer ein wenig beratungsresistent, heißt die prüfen so ein Angebot auf Urlaub immer sehr genau.:roll:

    Aber ich achte so gut ich kann auf mich und letztendlich sind sie dann immer zumindest weitestgehend auf Urlaub gegangen. Das wird schon.

    Liebe Grüße Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Aber ich achte so gut ich kann auf mich

    Das ist gut. Selbstfürsorge ist immer wichtig.
    Du solltest die Urlaubsangebote überdenken für die Depris. Vielleicht stehen sie eher auf Kreuzfahrten oder sowas🤭😉

    Nein ernsthaft, ich hoffe du überstehst diese Episode bald und kannst das Leben wieder etwas mehr genießen. Das wünsche ich dir jedenfalls☺️

  • Ganz schlimm…das kenne ich.

    Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.
    Die Kinder waren letztes auf einem Geburtstag. Als ich sie abgeholt habe, saßen die Erwachsenen mit alkoholischen Getränken da (teilweise waren es die Eltern der Kinder). Zwar alles im Rahmen, niemand war offensichtlich angetrunken, aber mir war das zu viel. Alkohol und Kinder zusammen finde ich mittlerweile so schrecklich.

    Ich kann auch nicht mehr darüber lachen, wenn Eltern witzig sein wollen, so nach dem Motto: den Tag heute übersteht man nur mit Alk.

    Vielleicht sehe ich es irgendwann wieder anders, aber im Moment: ein klares NEIN!

    geht mir auch so! Da bin ich echt unentspannt geworden - und das wird immer mehr statt weniger.

  • ich definitiv auch. Seit Ende 2023. Davor war ich fast schon ignorant. Hab aber auch viel mitgetrunken. Dann wurde es mit meinem Mitbewohner so schlimm, und ich hab von einem Tag auf den anderen aufgehört. Ja es hat mich geprägt. Die ganze Auseinandersetzung mit ihm hat mich dann auch noch mal auf meine eigene EKA-Geschichte gestossen.
    Und ich wohne in der Stadt, in einem Viertel, wo einem die Alkoholkranken tagtäglich auf der Straße begegnen. Aber mir fällt es auch mehr auf, als hätte sich ein Schleier von mir weggezogen.

    definitiv. Mir ist nie aufgefallen WIE EXTREM präsent der Alkohol fast überall ist!

  • Hallo liebe Api ,

    der Umzug läuft. Mehr oder weniger🫣 Ende nächster Woche möchte ich zumindest dann in der neuen Wohnung schlafen mit den Kindern.
    Hat sich alles rausgezögert leider.

    Ansonsten ist alles wie immer. Ich denke der Mitbewohner hat seinen Konsum gesteigert. Das tut ihm weder physisch noch psychisch gut.

    Es ist gut, wenn wir ausgezogen sind. Es tut mir leid für die Kids, aber es ist die richtige Entscheidung.

    Wie geht es dir denn?

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Wichtelmama (7. Juni 2025 um 16:28)

  • Ahso liebe Wichtelmama

    na dann denke ich einfach kommende Woche auch noch an Euch :)

    Das kommt halt vor, dass sich was verzögert...

    Uns geht es wirklich gut, danke! Meine Therapeutin und ich haben aber auch viel zu tun und ich bin froh, dass ich sie habe! Leicht ist es nicht, aber für die "andere Seite", also die abhängig trinkenden Partner*innen hier, die aufgehört haben, ist es ja auch alles andere als leicht. Es ist Arbeit für alle, die etwas in ihrem Leben ändern. Aber wir selber und die Kinder profitieren so sehr davon, das ist einfach nur toll! Wie ich diesen Stillstand, der bei uns zuvor geherrscht hat, im Nachhinein hasse!!! Aber da bin ich bzw sind wir ja raus :thumbup:

  • Liebe Api ,

    Das freut mich sehr für euch. Harte Arbeit bei der Therapeutin bedeutet aber auch, dass vieles aufgearbeitet werden kann. Daraus entsteht was Gutes😊

    Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages rückblickend auch sagen kann, wie sehr ich den Stillstand gehasst habe. Denn dann weißt du, du hast die richtige Entscheidung getroffen.

    Danke dir dafür, dass du an uns denkst❤️

  • Ich habe jetzt einige Zeit nichts mehr geschrieben. Ein kurzer Zwischenstand.

    Mittlerweile sind wir umgezogen. Es fehlt noch vieles und es dauert bis es richtig wohnlich wird. Aber es wird, langsam aber sicher.

    Mir geht es seit dem Auszug viel besser. Ich bin deutlich entspannter. Habe wieder mehr Geduld. Naja, zumindest bin ich auf dem Weg dahin🫣

    Den Kindern ging es anfangs auch super. Sie hatten Ablenkung und haben wohl auch nicht richtig realisiert, dass wir wirklich nicht mehr zurück gehen.

    Jetzt vermissen sie ihr altes Zuhause und ihre Freunde schrecklich. Das tut mir in der Seele weh. Ich hoffe die Zeit hilft. An diesem Punkt bin ich dann wieder sauer auf den Mitbewohner, dass er es sich so einfach gemacht hat und nicht ausziehen wollte. Ob er in Zukunft die Wohnung halten kann, steht ja noch in den Sternen. Dann haben die Kinder auch das alte Zuhause ganz verloren. Naja, wir werden sehen.

    Der Mitbewohner scheint seit unserem Auszug richtig aufzublühen. Ist ständig unterwegs und führt wieder sowas wie ein halbwegs normales Leben. Er wirkt sehr selten angetrunken(ich rieche aber die Fahne wenn wir uns sehen). Wir haben uns öfter gesehen und auch was unternommen zusammen(allein auch der Kinder wegen und weil der Umzug noch nicht ganz fertig ist etc.). Da kommen schon Zweifel auf. Wenn der Ex plötzlich wieder fast normal ist. Zweifel ob es vorher wirklich so schlimm war.

    Die Zweifel sind dann nochmal richtig bestärkt worden, als das kleine Kind richtig auffällig geworden ist im Kindergarten. Überhaupt dreht das Kind gerade etwas ab. Ja, da zweifelt man. Was hat man mit der Trennung den Kindern nur angetan?! Ich hatte die Tage wirklich ein schlimmes Tief, so viele Vorwürfe habe ich mir gemacht.

    Wir waren dann kurz darauf wieder in der alten Wohnung was abholen. Kamen quasi unangemeldet. Der Mitbewohner lag auf dem Sofa. Ist nichtmal den Kindern zuliebe aufgestanden. Die leeren oder halbleeren Flaschen standen auf den Tischen.

    Dieses Bild hat mich schlagartig aus meinem Tief geholt. Die Bestätigung, dass es eben doch richtig war zu gehen. Ich hätte es nicht mehr lange ausgehalten.
    Für alles andere wird es auch eine Lösung geben, bzw bin ich schon dran und habe einen Termin mit der Erziehungsberatung gemacht. Es wird alles wieder gut werden, weil es das muss!

  • Guten Morgen.

    Was hat man mit der Trennung den Kindern nur angetan?!

    Bitte denke so nicht. Was hat man den Kinderm VOR der Trennung angetan, lautet die Frage.

    Das die Reaktionen nun durch die Veränderung ins Rollen kommen, ist doch normal.

    Meine Kinder waren sehr klein, als ich mich trennte und haben oft geweint und waren auffällig im Verhalten. Das hat sich beruhigt, heute sind sie fast erwachsen und haben schon mehrfach von sich aus gesagt, dass es gut war, dass wir als Eltern nicht zusammen gelebt haben.
    Wir haben heute ein gutes Miteinander, auch mit dem Vater, trotz Trennung (er ist allerdings auch kein Alkoholiker).

    Gib ihnen Zeit um zur Ruhe zu kommen und um sich an die Situation zu gewöhnen. Ich finde, Du hast das richtig gemacht.

    LG Cadda

  • Bitte denke so nicht. Was hat man den Kinderm VOR der Trennung angetan, lautet die Frage.

    Guten Morgen liebe Cadda,

    du hast völlig recht! Ich habe mir Videos und Fotos aus der Zeit vor dem Auszug angesehen. Das hilft auch. Es war kein Zustand vorher, ohne Frage. Aus meinem Umfeld sagen ausnahmslos alle, dass es die richtige Entscheidung war. Ich weiß es ja auch. Aber die Kinder leiden zu sehen ist nicht so einfach, du hast es ja selbst miterlebt. Da kommen doch manchmal Zweifel.

    Ich habe mit den Kindern das Buch „Flaschenpost nach irgendwo“ gelesen.
    Die Reaktionen darauf waren teils wirklich unerwartet. Die Kinder erinnern sich sehr gut daran, wie der Vater teils mit ihnen umgegangen ist. Das große Kind meinte irgendwann: „ich hasse und liebe den Papa zugleich.“

    Wie zerrissen so ein Kind sein muss. Auch das tut sehr weh. Also keine Frage, der Auszug war definitiv zum Wohle von uns allen.

    Vielen Dank für deine Worte,

    Liebe Grüße

  • Liebe Wichtelmama,

    ich kann das nachvollziehen, was du schreibst, aber die Trennung und der Auszug waren richtig. Es braucht nur alles Zeit, es ist nicht von heute auf morgen dann alles gut.

    Dieses ambivalente Gefühl in den Kindern wird auch noch länger bestehen bleiben, jedes Kind geht auf seine Art damit um, nimmt auch eine andere Rolle im Familiensystem ein.

    Gib dir und den Kindern Zeit. Und ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn ihr als Eltern gemeinsam Aktivitäten mit den Kindern macht. Da keimt dann ja auch immer mal wieder Hoffnung bei den Kindern auf, dass es noch mal was mit euch als Eltern wird. Bei uns sind Aktivitäten nur dann gemeinsam, wenn es erforderlich ist, also, von außen vorgegeben.

    Liebe Grüße

    Matilda

  • Ach wie ich das alles kenne liebe Wichtelmama. Mir erging es genauso...

    Auch mit den Auffälligkeiten der Kids. Mein älterer hat bald einen Termin bei einer Kinderpsychologin, da es auch schon in der Kita aufgefallen ist.

    Habe mir auch ein Buch zugelegt. Es wurde mir bei der Diakonie empfohlen von einer Dame, die Familien im Suchtsystem betreut. Das Buch heißt "Nono im Taumeltraumel". Sehr schön beschrieben und sehr kindgerecht und allgemein zum Thema Sucht gehalten.

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