Beiträge von aennie

    Hey Kazik,

    nee, bei mir ist das das Suchtgedächnis. Das weiss ja noch aus der Saufzeit, dass es immer eine Belohnung gab wenn alles erledigt war. Ich habe dann immer alles an einem Tag erledigt, um dann schön " Pause" für ein paar Tage machen können. So einen Antreiber kenne ich nur aus der Saufzeit. Früher gab's den überhaupt nicht. Da regelte ich alles ganz nebenbei. Da gab es auch keine besonderen Hochs oder Tiefs (vielleicht mal Liebeskummer), aber alles andere gehörte zum normalen Alltag. Da musste sich nicht wegen ein paar Telefonaten die geführt werden mussten besoffen weder oder weil der Nachbar mal zu laut war oder das Auto in die Werkstatt musste (ohhhjeh, wie oft musste das tagelang in der Werkstatt stehen, obwohl es längst repariert war, nur weil meine " Pause" noch anhielt). Vor der Saufzeit hatte ich nie einen Antreiber. Und auch wenn nichts anlag, dann lag eben nichts an. Da kam keine Stimme die dann sagte: Aber irgendwas m u s s t Du jetzt noch machen! Dann hatte ich Zeit für mich, hatte die freie Entscheidung wie ich die nutzte. Nichts trieb mich.

    Und genau da will ich wieder hin. Quasi in diesen Automatismus des Lebens. Und mit jedem Tag Abstinenz komme ich dem ein Stück näher. Ich muss halt immer in mich hineinhorchen noch, ganz ganz wichtig um die Störquellen aufzudecken, und Abhilfe zu schaffen. Manchmal mache ich dabei Fehler, dann überlege ich mir etwas anderes. Es ist Arbeit, ja, aber anders geht es nicht wenn es gut werden soll.

    Aber gut, dass Du Deinen Antreiber auch in den Griff bekommst. Der ist so unangenehm 😉

    Liebe Grüße

    Richtig Nayouk. Und nun wo ich mir da ganz bewusst Zeit lasse, nicht mehr schnell alles durchziehe oder noch mal hier oder dort hingehe, nur um manchmal irgendwie nur den Tag rumzubekommen, hat das blöde Viech wieder einen Angriffspunkt weniger. Ich kann mich wieder gut alleine beschäftigen oder auch nichts tun ohne hibbelig zu werden. Das hibbelige war immer schon das Suchthirn. Dann kam die Stimme "Du musst noch was tun. Sitzt hier nur rum. Geh mal unter Leute, usw". Dann wurde gehetzt, die Leute waren blöde und schwups stand ich unter Saufdruck.

    Habe ich so für mich herausklabüstert. Und nun mache ich es anders und funktioniert wunderbar.

    Hallo meine Lieben.

    Bei mir ist weithin alles gut. Na, ok, die Stimmungsschwankungen sind immer noch da, aber längst nicht mehr so schlimm.

    Ich habe mich jetzt gut "runtergebremst". Es gibt kein : Das und das musst du Heute noch erledigen. Habe ich ausgetauscht gegen: Wäre schön wenn Du das und das Heute schaffen könntest. Und wenn nicht, dann eben nicht. Und komischerweise wird so trotzdem meist alles geschafft, aber eben ohne Druck. So Kleinigkeiten muss ich nur ändern. Die Sache wie ich mit mir selbst spreche.

    Früher trieb die "böse Stimme" immer an, die hatte ja Durst. Gab ja immer erst dann was, wenn alles erledigt war. Tja, das hat sich ja Gottseidank erledigt.

    Sie spricht auch immer weniger mit mir, die böse Stimme. Und Druck hatte ich auch nicht mehr (hätte ich ansonsten ja auch geschrieben).

    Ich bin glücklich, dass es Tag für Tag einen Schritt weiter in die richtige Richtung geht und sowas von froh, dass ich hierher gefunden habe.

    Hierher, wo ich so lieb aufgenommen wurde, mir zugehört wurde. Ich aufgemuntert und motiviert worden bin und immer noch so viel lernen darf.

    Wünsche Euch allen einen schönen nüchternen Tag

    LG Blendi☀️

    Genau so ist es Nayouk.

    Der verwirrte Knoten im Kopf löst sich nach und nach endlich auf.

    Mir kommen derzeit viele Gedanken zur Vergangenheit hoch. Viele Dinge die mir über Jahre / Jahrzehnte seelische Schmerzen bereiteten. Ich sehe die Dinge jetzt aus ganz anderen Perspektiven. Bekomme die Dinge nun sortiert. Kann mir endlich meine "Warum ?" Fragen beantworten.

    Ďas ist ein herrlichen Gefühl, denn nach den Erkenntnissen kehrt dann Innerer Frieden in mir ein.

    So soll es bleiben und jeden Tag ein bisschen mehr

    Hallo Ihr Lieben,

    bei mir ist soweit alles gut. Lese seit zwei Tagen in der Suchtfibel. Sehr interessantes und aufschlussreiches Buch. Gibt mir sehr viele Aha- Momente und Denkanstöße.

    Danke nochmal, dass Ihr mir auf meinem holprigem Weg zur Seite steht und meine Stimmungsschwankungen ertragt.

    Liebe Grüße und einen schönen sonnigen nüchternen Tag für alle ☀️

    Ich denke dass ist alles noch im grünem Bereich.


    Ansonsten habe ich wieder zuviel aufeinmal gewollt, getan, geändert.

    Eine Sache neu, die erstmal beobachten, ob ich mich damit wohlfühle, ansonsten nochmal nachbessern und dann erst die nächste. Hatte den Fuss wieder auf Vollgas, wollte wieder alles aufeinmal. Und dann komme ich ins straucheln.

    Ja, genauso ist es bei mir auch Anna.

    Aber ok, da wo es piekst geht es lang. Den Satz habe ich damit nun auch endlich verstanden.

    Ich muss mich nun langsam an meine "Baustellen" dranmachen. Stück für Stück. Eine nach der anderen. Danke dass Ihr mich weiter dabei unterstützt 💕

    Wieso verspürst Du Wut?

    Wut auf Dich selbst oder andere?

    Es dauert seine Zeit, bis die Seele wieder ins Gleichgewicht kommt.

    Oder warst Du früher auch schon so ein Mensch, der auf Konfrontation geht?

    Nein, ich bin immer ein ganz ruhiger Mensch. Ich gehe Ärger aus dem Weg. Lasse mir eigentlich immer viel zu viel gefallen. Müsste viel öfter mal den Mund aufmachen. Stattdessen habe ich immer alles runtergeschluckt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann explodiere ich quasi irgendwann wenn das Fass voll ist.

    Mich ungerecht behandelt fühlen, nicht ernstgenommen, nicht verstanden. So was. Und klar auch oft wütend auf mich selbst. Auch Angst die mich irgendwie wütend macht. Angst dass ich den Weg vielleicht doch nicht schaffe. Es ist so komplex, soviel zu beachten. Ich glaube ich brauche auch so ne innere Inventur, aber wie man so was macht weiss ich auch nicht. Um was es da geht.

    Hi Blendi,

    mir scheint Wut gerade ein großes Thema bei Dir zu sein. Und das zeigt sich auch deutlich manchmal, wenn und wie Du schreibst.

    Da habe ich jetzt mal drüber nachgedacht. Da ist glaube ich wirklich was dran.

    Das regt mich auf oder, dass ist mir zu blöde, kommt derzeit oft von mir. Früher wurde das weggesoffen, bzw.so richtig reingesoffen.

    Tja und was mache ich da nun mit. Mit der Wut?

    Vielleicht etwas spielen oder ein Puzzle? Dich mit Pflanzen beschäftigen oder gärtnern? Champignons züchten? Weite Spaziergänge, tanzen oder in einen Chor gehen, falls du singen kannst, einem Verein beitreten, was Ehrenamtliches tun, meditieren…. und und und

    Vieles von diesem mache ich ja schon, aber das sehe ich nicht als Belohnung. Das ist Zeitvertreib für mich.

    Danke Nayouk dass Du mir das erklärst. Nun verstehe ich das auch. Ich muss mir das wieder beibringen.

    Öfters hole ich mir unterwegs einen Kakao und setze mich damit irgendwohin. Aber dann ne Zigarette dazu und am überlegen was ich anschliessend noch mache. Ich muss das Geniessen auch wieder erlernen. Ok

    Danke auch Dir Kadett.

    Ohne die Gruppe hier hätte ich bestimmt schon einige Rückfälle gehabt, weil ich auch nichts wusste. Suchtstimme, Suchthirn, Suchtdruck. Notfallkoffer, Haltregel und Geduld, Geduld, Geduld.

    Tatsächlich weiss ich keine Belohnungen für mich. So was wo ich sage das gönnst du dir Heute. So was kosmetisches ist nicht meines, in der Wanne liegen auch nicht. Bin kein Kuchenesser. Weiss nicht was das sein könnte. Vielleicht habt Ihr Ideen.

    I

    Ich hatte mir den Weg einfacher vorgestellt. Dachte wirklich es pendelt sich alles schneller ein.

    Doch, ich habe auch immer schöne Tage und dann kommt eben wieder ne Phase wo alles doof ist. Aber kein Grund zu Saufen und das ist das wichtigste.

    Danke Rina,

    Mich selbst aushalten müssen, ja, dass trifft es wohl.

    Ich bin auch so verärgert gerade mit mir. Hatte mir Material für die Hobbies bestellt, jeden Tag gelauert ob es endlich ankommt . Nun ist das da und ich habe da keine Lust mehr zu.

    Dann bin ich gestern von meinem Nachbarn eingeladen worden nächste Woche mit ihm und seinen Leuten mit dem Zug ans Wasser zu fahren. Schöne Idee, da hätte ich Lust zu. Tja, aber geht nicht. Weil dass Trinker sind und die auch trinken werden dann. Mich ärgert dass total. Nun will endlich mal einer was mit mir unternehmen, und das geht nicht, weil ich mich nicht mit Trinkern zusammensetze. Habe ich ihm auch so gesagt.

    Hier bei mir auf der Ecke leben so viele Singles. Man läuft sich mal übern Weg oder sieht sich beim Einkaufen. Und soviel von denen kaufen Alkohol ein und süffeln den dann alleine weg, so wie ich das tat. Es geht mich nichts an, und doch ärgert es mich dass die nicht auch abspringen und man zusammen nüchtern Zeit verbringen könnte....

    Das sind so meine Gedanken gerade.

    Du hast Jahre lang Alkoholmissbrauch betrieben, Deinen Körper und Deinen Geist geschädigt, da kannst Du nicht erwarten, daß es nach ein paar Wochen abstinens wieder alles gut ist. Wie Twizzler ganz richtig geschrieben hat: hab Geduld.

    Mir ging es anfangs auch nicht schnell genug. So gut wie jeder hat mir gesagt, daß ich mal 3 Gänge zurück schalten soll, man wird vom Körper her in 3 Wochen trocken, der Geist braucht viel länger, richtig gesund wird der nie wieder.

    Aber ich kann Dir versichern, daß es besser wird. Ich bin heute total glücklich und froh und dankbar darüber, daß mir so viele Menschen, wie hier, so toll geholfen und mich immer unterstützt haben. Und ich bin so froh, das ich es dankbar annehmen konnte.

    Hat sich nun überschnitten. Aber ja, ich glaube ich habe es nun kapiert.

    Danke