Beiträge von aennie

    Hallo Ihr Lieben.

    Habe gut geschlafen, auch lange genug.

    Die Kopfschmerzen waren gleich wieder da. Habe ich den Blutdruck gemessen. Ja, ein erhöhter Wert, bei dem ich eine Tablette nehmen soll.

    Die Tabletten nahm ich jahrelang je nach Bedarf ein. Wann war der Bedarf da?....nach zu heftigem Saufen oder negativem Stress. Ok. Nun war der Bedarf seit meiner Abstinenzzeit nicht mehr gegeben. Also ein Viertejahr nicht genommen. Letzte Woche dann paar Tage wieder (negativer Stress wegen Zahnarzt).

    Wie ich die Tablette Heute Morgen nehme, denke ich so bei mir schaust mal in den Beipackzettel, vielleicht steht da was von Kopfschmerzen, als Nebenwirkung.

    Und siehe da, nicht nur das. Auch : Müdigkeit, Schwäche, Benommenheit, Stimmungsschwankungen, selten auch Depressionen.

    Wollte ich gerade nur mal so loswerden. Mir erklärt sich da einiges draus. Muss nicht sein, kann aber.

    Nichtsdestotrotz: Ich bleibe weiterhin wachsam.

    Danke für die vielen Antworten. Hatte sich nun überschnitten, aber egal. Waren viele Antworten bei mit denen ich etwas anfangen kann.

    Ich werde es nun abtun mit einer ganz ganz fiesen Masche des Suchthirnes.

    An den Triggern heute morgen war ich selbst Schuld. Ich wusste im Vorfelde ja schon dass das passieren kann. Da war ich aber vorbereitet. Und weiss nun aber auch, Minimierung ist alle Male besser wie die beste Vorbereitung. Jedenfalls für mich jetzt, wo ich ja noch ganz am Anfang stehe.

    Vielen lieben Dank euch allen.

    Und ja, ich werde tippeln bis mir die Finger bluten, wenn was ist. Nur durch eure Antworten kann ich lernen und verstehen. Danke

    Ich glaube ich drücke mich falsch aus.

    Ich trank früher nicht um Depessionen wegzumachen. Ich trank zum Feierabend, weil's dazu gehörte, zur Belohnung, mich mutig zu fühlen, als Sabbelwasser, vor Freude Langeweile, oder Frust, mich abreagieren usw. Das ging von ner halben Flasche bis zu eineinhalb. Samstag fing ich auch schon mal morgens an. Nahm ich mir so vor. Zuhause gemütlich sitzen und den Tag wegsaufen,dann wurden es auch mal drei Flaschen. Ich telefonierte dann oft noch rum, Sabbelwasser eben. Ihr kennt das doch. Irgendwann kippt dann meistens die Stimmung. Kommt in Streit mit dem Tefonpartner. Und dann sass ich da. Wollte doch nur sabbeln und der andere beendet einfach das Gespräch. Dann wurde ich sauer und und und und., wo ich mir das doch nur gemütlich machen wollte. Dann ist der Sonntag hin. Da war ich dann sauer auf mich selbst, das es wieder so ausartete. Der Katzenjammer eben.Nochmal nachkippen, diesmal zur Beruhigung. Aber bloss nicht zuviel, wegen Montag zur Arbeit.

    Nüchtern bin ich keine Sabbeltasche oder Kaffeeklatschtante. Bin da eher froh wenn ich meine Ruhe habe. Wen zum mal was Unternehmen, das wäre schon nett, aber ich kann nicht gut mit jedem.

    Wenn ich Urlaub hatte fuhr ich nicht weg, ich machte es mir Zuhause gemütlich. Da wurden dann Tage am Stück gesoffen. Und jeden Tag ging es mir dann dreckiger. Dann drosselte ich die Menge wieder, um für die Arbeit wieder fit zu sein. Der Urlaub war futsch. Mit Saufen verplempert. Und das über Jahre. So wollte ich das nicht mehr. Ich wollte da raus. Es deprimierte mich, machte mich traurig. So ein Leben wollte ich nicht mehr. So war es ein deprimierendes Leben für mich. Das meine ich.

    Klar fiel ich auf Arbeit auch mal aus. Klagte beim Arzt dann über Schlafstörungen, die auch oft da waren, wenn noch anderer negativer Stress zum Saufen dazu kam. Oft auch Sress auf Arbeit. Wurde dann ja beim Arzt nachgefragt, ob ich da Stress habe. Wenn's so war sagte ich es und so hatte ich einige Krankmeldungen mit Diagnose: Depressive Phase . Das ich soff sagte ich natürlich nicht.

    Mir langte dieses Hamsterrad, wollte da raus. Versuchte es mit kontrolliertem Trinken, das langte nicht. Dann mit der Vitaminkur von der Guczek, wo ich erstmals nach Jahrzehnten das über Wochen nichts trank. Änderte diese Zeit Stück für Stück andere Dinge. Wozu auch der Umzug gehört. Spaziergänge. Suchte mir Beschäftigungen für Zuhause. Usw.

    Und weil's so gut lief, konnte man sich ja wieder ein Gläschen gönnen. Wo das endete wisst ihr ja. Wieder im gleichem Dilemma, der zu Frust und Depressionen führt. Die ganze Welt war wieder schlecht, Jammer, Jammer, Jammer.

    Und nun bin ich seit dem 14.11.24 clean.

    Und nun überschwemmte mich so eine Phase. Die Welt war mit mal wieder Scheisse. Obwohl gar nichts los war (ausser das mit dem Zahnarzt).Mir ging es gut. Geht es jetzt auch wieder.

    Als ob dieses Suchthirn mich nun so locken wollte. Von wegen trink was, dann geht es Dir besser. Habe ich aber nicht getan.

    Vielleicht ist es nun verständlicher.

    Ich habe mir die letzten 3 einhalb Monate auch nicht zu viel aufgebürdet. Alles Schritt für Schritt. Das hier gelesene angewendet und ansonsten gut für mich gesorgt. Der viele Kakao und die Chips waren zu viel des guten, aber gut.

    Die Suchtstimme räusperte sich einpaar mal, aber ein lautes Rufen und das so oft hintereinander. Nein das ist nun neu für mich. Deswegen hoffe ich es ist so was wie ein letztes Aufbäumen. Vielleicht ereilte jemanden da auch etwas ähnliches.

    Ja, dass weiss ich. Ich las es hier mal dass das Suchthirn auch eine Depression vorgaukeln kann um einen Rückfall herauszufordern. Dahingehend meine Frage. Kann es dieses wirklich? Besser gefragt: Haben noch mehr hier es so erlebt und können diese mir da ihr erlebtes zu berichten?

    Das denkt der leider immer dass ich Ratschläge haben will. Sage ich will nur sabbeln. Tja, und dann hat er entweder keine Zeit mehr oder eben so was wie jetzt zuletzt

    Wenn ich Ratschläge haben möchte sage ich das klipp und klar.

    Ich hätte jetzt zum Beispiel gerne Kommentare zu dem was ich nach meinem Spaziergang Heute schrieb. Ist da was dran ? Oder bin ich da wieder auf dem Holzweg ?

    Bei einer realen Gruppe habe ich Angst dass ich da eventuell rückfällig werden könnte wenn einer von denen es wird. Das traue ich mir noch nicht.

    Beim Sport sind nur ältere Leute, Rehasport, ausser die eine. Aber wenn die trinkt um Frust abzubauen ist das wohl nicht die richtige zum quatschen.

    Deswegen rief ich am WE ja den Kumpel an. Er weiss dass ich nicht mehr trinke und bot an dass ich ihn anrufen kann wenn ich Druck verspüre.Was ich ja tat. Es versuchte zu erklären was in mir vorgeht. Und dann kam ja der Satz, dann sauf doch wieder. Mein Gejammere wäre noch schlimmer wie mit besoffenem Kopf.

    Dein Suchtgedächtnis läuft auf Hochtouren.

    Möglich, weil Du wegen des Geldes aufgehört hast und nicht verinnerlicht hast, dass Alkohol völlig schädlich für Dich ist und es Dir durch den Alkohol nie so richtig schlecht gegangen ist?

    Oh ja, sehr sehr oft. Ich soff mich zuletzt nur noch in den Weltschmerz hinein. Biss ich dann Begriff, dass die Welt nicht Schuld an allem ist, sondern das Gift, dass ich in mich hineinschüttete.

    Du suchst einen Job, weswegen hast Du Deinen alten Wohnort verlassen? Gibt es eine Möglichkeit, zurückzuziehen?

    Ich trinke nur morgens Kaffee mit Koffein und den Rest des Tages entkoffeinierten Kaffee. Das Koffein putscht auf.

    Ich hatte dort auch niemanden. Hier wenigstens noch den Telefonkumpel, den ich auch persönlich treffen kann. Wir haben aber total unterschiedliche Interessen, so dass gemeinsame Unternehmungen nicht stattfinden. In meine Geburtsstadt gehe ich nicht zurück. Dort ist meine Familie. Die ist sehr trinkfreudig. Meine Abstinenz würden die ins lächerliche ziehen, mehr auch nicht.

    Jetzt Zuhause wieder angekommen, sitze ich da und flenne. Aber das ist gut so.

    Ich schreibe was auf meine Runde passierte. Achtung. Wird ein langer Text.

    Ich machte eine Runde durch den Park. Gleich schon entgegnete mir eine wo ich dachte. Oh, der ist nicht mehr ganz nüchtern. Ein Stück weiter der nächste. War schon am abchecken welches Getränk er wohl zu sich nimmt. Kommt um die Ecke eine fröhlich schauende Frau mit Kinderwagen und einem Hund mit Stock in der Schnautze herlaufend. Mein Blick wollte zurück zu dem trinkenden Mann, ich steuerte aber dagegen, da dann noch eine Frau nur mit Hund kam. Und da Begriff ich dass mit dem: dem Alkohol keinen Raum geben, was ich hier schon oft las. Hätte ich wieder zu dem Trinkenden geschaut, wäre das schon wieder zu viel Raum gewesen. Wieder ein eventuelles Schlupfloch für meine Säuferstimme/Hirn.

    Das durchdacht, ging ich gedanklich nochmal meine Situation von letzter Woche durch. Ich hatte trotz schlechtem Bauchgefühl einen Termin zum Probearbeiten ausgemacht. Hatte danach keine Zeit auf ein schon während des Telefonates aufkommendes komisches Gefühl einzugehen, bzw. muss jetzt erstmal überhaupt wieder lernen auf sowas zu achten. Bin dann zum Sport und während des Umkleidens war in meinem Hirn nur noch das Wort Alkohol, urplötzlich. Mich traf das wie ein Schlag. Ganz ekliges Gefühl. Wir turnten dann los, und nach ca. 20 Min. war das wieder weg. Anschließend plauderte ich noch mit einer Mitturnerin. Sie erzählte sie habe gerade Stress mit ihrem Mann, freue sich nun aber, eine Freundin würde noch zu ihr kommen und sie würden Wein trinken, zum runterkommen. Schwupps war mein Hirn wieder voll mit dem Wort Alkohol. Ich hatte überhaupt keine Zeit mir etwas aus dem Notfallkoffer zu holen, da überhaut dran zu denken. Da war nichts ausser ALKOHOL. Ich hatte kein Geld mit. Bin Nachhause. Gottseidank war der Kater quakig so dass ich mich um ihn kümmern musste. Und dann war diese komische "Klatsche" auch wieder weg. Habe dann nicht weiter drüber nachgedacht. Freitag hatte ich Termine und ab mittags ging es wieder los mit dem komischen Gefühl, was sich dann ja mehr und mehr zu nem allgemeinen Weltschmerz umwandelte. Sind das auch wieder Suchtstimme/Hirn gewesen? Sie kommen mit dem einem nicht weiter, mit dem nächsten auch nicht und dann wird es über alle möglichen Gefühle und Empfindungen versucht mich zum trinken zu bringen? Das ist echt abartig. Und Heute dann schon wieder. Ich hoffe, dass das dann nun das letzte Aufbäumen ist, und das Stimme und Hirn kapieren, dass ich da nicht mehr mitmache. Ich werde wachsam sein, jetzt erst recht.

    Und dann dachte ich, wenn ihr mir dieses bestätigt, dass Suchthirn und Stimme tatsächlich über so üble Tricks,wie das Schicken von so einer üblen Depristimmung am Wochenende, versuchen mich zu locken, wirklich in der Lage sind mir falsche Gefühle vorzugaukeln, puha, da bin ich dann ein riesiges Stück schlauer.

    Dann kam der Gedanke an ein Puzzle, deren Teile ich alle schon vor mir liegen habe, nur sie bislang falsch zusammensetzte. Dann ein Gefühl der Erleichterung und dann die Tränen. Tränen der Erleichterung wieder einen Schritt weiter zu sein. Fange das Puzzel nochmal von vorne an.

    Ganz liebe Grüße Blendi

    Ich habe auch noch viel zu lernen über die Sucht. Deshalb werde ich mich jetzt immer zeitnah melden, wenn mir wieder etwas komisch vorkommt.

    Bin so froh, dass ich mich bei euch angemeldet habe. Nur mitlesen hat bei mir nicht ausgereicht. Ich habe ja meine eigenen Fragen und Empfindungen, die schnellstens geklärt werden müssen. Drauf warten,dass irgendwer hier mal ein ähnliches Anliegen beschreibt, könnte eventuell zu spät sein.

    Danke Hartmut,

    Ja, der Gedanke kam mir auch, dass ich da in so eine Rolle rutschen könnte.

    Ok. Verstanden. Meine Abstinenz behüten, 100 prozentige Minimierung bei allem was sie gefährden könnte.

    Immer ein klares Nein und kein: aber nur heute.

    Hallo Ihr Lieben.

    Ich brauche eure Hilfe.

    Ich schrieb ja von der nassen Nachbarin. Nun ist Sonntag ihr Lebensgefährte verstorben. Sie klingelte bei mir weil sie natürlich Trost brauchte. Ich ahnte natürlich dass sie betrunken ist, was sie auch war, liess sie aber trotzdem rein. Ich weiss von hier ich solle mich sehr lange Zeit erst mal von alkoholisierten Menschen fern halten soll, weil es mich triggern könnte. Aber hätte ich das Häuchen Elend vor der Tür stehen lassen sollen?

    Sie blieb dann nicht mal eine Stunde, weil sie müde wurde.

    Ich meldete mich dann bewusst nicht bei ihr, wegen der Angst, ich könnte mich dadurch gefährden. Obwohl ich da auch sagen muss mit einem sehr beschämenden Gefühl.

    Heute Morgen eine Nachricht von ihr ob ich sie fahren könne, sie bräuchte etwas zu trinken. Ja, habe ich gemacht, mit dem Hintergrundwissen dass sie auf Entzug ist. Sie sagte natürlich um schlafen zu können. Ob sie wirklich Alkoholikerin ist weiss ich eigentlich nicht, ich vermute es.

    Sie hatte ihr Zeugs, ich liess sie dann auch alleine. Weil mir ansehen wie sie es trinkt wollte ich nicht, ausserdem wollte sie ja auch nur eben was trinken um dann schlafen zu können. Redebedarf schien sie auch nicht zu haben. Sie hätte wohl mit dem Bruder des verstorbenen die Tage reden (und trinken) können. Dass ich nicht mehr trinke weiss sie. Ihr jetzt direkt zu sagen, dass ich solche Ausflüge nicht wieder machen möchte habe, ich nicht geschafft.

    Mein Suchthirn versuchte natürlich auf dem Weg ständig mit mir zu plaudern. Ich liess mich nicht drauf ein. Sagte jedes mal sofort : NEIN, ich trinke heute nichts und dass du es weisst: Morgen und Übermorgen auch nicht. Und nun lass mich in Ruhe. Hat geklappt, es war dann ruhig.

    Ich frage mich nun ob ich völlig falsch agiert habe hinsichtlich ihr und auch meiner Genesung. Und was mache ich wenn sie nochmals anfragt?

    Brauche Meinungen von euch