Beiträge von Schmetterling85

    P.S.: ob man sich dran gewöhnt… schwer zu sagen, aber mir hilft es zumindest, dass ich langsam die Zusammenhänge verstehe zwischen dem was in der Kindheit war und meinem heutigen Ich… einfach das Bewusstsein darüber… darauf kann man dann aufbauen und auch Methoden entwickeln, aus diesen alten Mustern auszusteigen denke ich…

    Danke für die Erklärung, das klingt sehr gut und schlüssig, da stehe ich noch ganz am Anfang und hoffe auch, dass ich mir mein eigenes Wertegerüst aufbauen und verteidigen kann. Zumindest habe ich mir mal aufgeschrieben, was ich mir für Beziehungen und Freundschaften wünsche und was ich nicht mehr will-(unabhängig von irgendwelchen realen Personen), das ist vielleicht schon mal ein Anfang davon. Leider falle ich noch sehr oft in meine „alten Muster“ zurück und stecke zurück, passe mich an, um ja nicht diese Person zu verlieren (starke Verlustangst) oder aus Angst vor Aggression. Ich habe mit Hilfe des Therapeuten erarbeitet, woran das liegt, aber ich kriege es noch nicht hin, meine Werte/Grenzen zu verteidigen, die Angst ist leider noch stärker. Es ist wahrscheinlich einfach noch ein langer Weg, aber vielleicht nicht hoffnungslos. Dass du das geschafft hast, gibt mir tatsächlich etwas mehr Hoffnung. Ich glaube schon daran, dass sich das Gehirn gewissermaßen noch umstrukturieren lässt 🙃🙂

    Zu deiner Frage:

    Das kenne ich auch ein wenig, nur in einer anderen Situation und vielleicht hast du das auch anders gemeint… im März diesen Jahres ging es mir nach meiner Depression wieder besser… der Zustand war total angenehm, aber ich hab ihm nicht getraut… nach dem Motto, geht es mir wirklich besser?
    Ein ganz anderer Fall für dieses … „Ich mag lieber das, was ich kenne bzw. das andere ist befremdlich“… bei mir ist es so und ich hab auch gelesen, dass es wohl anderen auch so geht… dass ich mich nicht so zu den sehr lieben, netten Männern hingezogen fühle, obwohl ich eigentlich nichts lieber hätte, als eine liebevolle, funktionierende, sichere Beziehung…

    Hallo, war jemand von euch schon mal in einer Reha oder Klinik, die sich mit den Symptomen auskennt oder darauf spezialisiert ist? So richtig fündig geworden bin ich bisher leider nicht. Mache zwar eine Verhaltenstherapie ambulant (wegen Depressionen), habe aber zur Zeit das Gefühl, dass das nicht reicht bzw. fühle ich mich gerade oft sehr überfordert mit den ganzen Gefühlen, die sich lösen (und die ich aber zum Teil nicht zuordnen geschweige denn regulieren kann), weil ich mich mit meiner Kindheit auseinandersetze. Meine Mutter war Alkoholabhängig.

    Liebe Tiger,

    auch ich bin beeindruckt über deinen Weg und du machst es für dich und deine Kinder… das ist wirklich Stärke und deine Kinder werden es dir danken…

    Bin auch wie du EKA und seit 20 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben 2 Kinder. Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, was du zu Anfang geschrieben hast. Er trinkt zwar nicht jeden Tag (auch Bier), aber ich hab ihn auch schon ein paar mal „erwischt“ beim heimlich trinken und überall leere Flaschen… das erinnert mich sehr an meine Kindheit, in der ich mit meiner Schwester die Kornflaschen an den unmöglichsten Stellen gefunden habe…

    Dann der Geruch und der veränderte Tonfall, wenn er getrunken hat…

    Ich frag mich dann auch immer, ist er schon alkoholiker oder mache ich mir einfach zu viele Sorgen/werde ich dadurch zu sehr getriggert, weil ich EKA bin?
    Wo ist die Grenze??

    Wie geht es dir momentan nach der Trennung und wie machen die Kinder das so mit?

    Alles Gute wünsche ich dir …

    Ich weiß, dass sich Das Befreiendste der letzten Monate war für mich die Erkenntnis (also nicht vom Kopf her, der wusste das schon ewig, aber der Bauch brauchte Zeit), dass ich mich nicht den Verhaltensweisen anderer Menschen ausliefern muss. Denn das Gefühl des Ausgeliefertseins hab ich seit Kindheit an, kombiniert mit dem Gefühl, das aushalten zu müssen und nichts ändern zu können bzw zu dürfen. Ich nenne diesen Zustand mein "persönliches Grauen", in den ich mich auch jahrelang aufgrund meiner Prägung selber hinein begeben habe (da grüßt die Co- Abhängigkeit).

    … Wie hast du das geschafft?

    Hallo zusammen, gibt es hier noch „aktive“ Forumsmitglieder, die EKA sind und sich über die Auswirkungen/Symptome austauschen möchten? Ich werde mir gerade erst darüber bewusst (mit Hilfe der Therapie), und setze mich damit auseinander warum ich so bin und fühle. Manchmal überkommen mich die Gefühle sehr, sehr heftig.
    Es ist schön hier zu sein und sich damit nicht ganz so alleine zu fühlen.

    Unabhängig von den beiden Männern tut es mir gut, schöne Momente mit meinen Kindern oder Freunden zu haben. In der Natur zu sein. Irgendwie auch „Liebe“ zu geben und freundlich zu sein, anderen ein Lächeln schenken. Das hat mich irgendwie auch aus der Depression geholfen. Den Fokus auf das Schöne zu legen.
    Aber leichter gesagt, als getan, die Gedanken kreisen doch einfach sehr, sehr oft um den „anderen“ Mann. Ich versuche antworten zu finden, bin ein extremer Kopfmensch und möchte alles verstehen. Manchmal überrumpeln mich auch meine Gefühle, dann wiederum bin ich ein Eisklotz, der gar nichts mehr fühlt.
    Vorhin ging es mir gar nicht gut, da hatte ich schlimme Gedanken. Dann hab ich nochmal (wie so oft) drüber nachgedacht…Ich versuche das Distanzieren meines ich sag mal Ex-Partners (heimliche romantische intensive Beziehung)für mich so zu interpretieren, dass ich denke, ihm geht es nicht anders als mir. Es ist sein inneres Kind, dass ihn so handeln lässt. Im Prinzip kann man es ja so deuten, dass man als EKA (oder andere schwierige Kindheit, einfach emotional nicht verfügbare Eltern/Bezugspersonen) nie gelernt hat, was Gefühle sind und wie man mit ihnen umgeht. Damit bin ich (und er) emotional gesehen noch Kinder in erwachsenen Körpern. Wir müssen Gefühle noch kennenlernen und regulieren lernen.
    Kennt jemand diese Gedanken? Wenn ich das so betrachte, dann fällt es mir leichter, mich (und ihn) zu verstehen und mir geht es besser. Die Akzeptanz darüber, dass es so ist, wie es ist und wir da nichts für können…

    Ja das ist leider so, ich hatte vor kurzem das erste mal überhaupt einen kleinen Zugang zu meinem inneren Kind. Ich habe mittlerweile zumindest Verständnis für die Ängste. Aber leider weiß ich noch nicht, wie ICH meinem inneren Kind selbst Zuneigung, Liebe und Sicherheit geben soll. Das suche ich wohl noch zu sehr im Außen.
    Verständnis ist vielleicht besser als nichts, vorher hab ich mich selbst für diese Gefühle (Verlustangst z.B.) verachtet.

    Hallo Marie, danke für die Antwort, das hilft mir ein wenig. Dass ich meine Grenzen selbst bestimmen kann und auch das auch sagen kann. Der Absprung gelingt mir leider nicht, weil ich Angst davor habe, allein zu bleiben. Wir haben 2 Kinder, Haus, gemeinsamen Betrieb.
    Zudem (es ist kompliziert, arbeite aber mit meinem Therapeuten dran) habe ich mich „leider“ in einen anderen Mann verliebt und hatte eine schöne Zeit mit ihm. Er war der erste, bei dem ich mich richtig verstanden gefühlt habe, da ähnliche Kindheit (Alkoholkranke Eltern). Er ist leider auch psychisch krank. Nun hat er sich getrennt und ich hatte massive Verlustängste, er ist sehr distanziert zu mir und ich mach mir noch Hoffnung und will ihn nicht verlieren…

    Auf der anderen Seite steht mein Mann (der noch nichts von dem anderen weiß), für den ich „leider“ kaum noch Gefühle habe und den ich irgendwie auch nicht loslassen kann… Ich bin ihm auch für vieles dankbar und es gibt auch tolle Zeiten…

    Also irgendwie 2 Männer, die mir nicht gut tun, aber von denen ich mich nicht lösen kann. Ich bin nicht stolz drauf, dass mir sowas passieren konnte, aber momentan ist es einfach nur ein riesiges Gefühlschaos in mir.

    Mein Therapeut meint, das läge wohl daran, wie ich aufgewachsen bin. Alkoholkranke Mutter, narzisstischer Vater, der sich nicht gekümmert hat und weggeschaut hat.
    Ich sei selbst (wie meine Mutter) in eine dysfunktionale Beziehung geraten. Um das auszuhalten, hab ich zumindest nicht wie sie zur Flasche gegriffen, weil ich das meinen Kindern nicht auch antuen wollte. Aber zumindest brauchte ich irgendwann wohl Bestätigung von anderen Männern (habe nicht aktiv gesucht, wir haben uns zufällig kennengelernt und gleich diese Verbindung gehabt), und hab das auf diesem Wege kompensiert…

    Meine Mutter ist Tod und zu meinem Vater, der mir oft sehr weh getan hat, habe ich seit meiner Therapie keinen Kontakt mehr.
    Vielleicht geht es hier jemandem ähnlich …

    Und hallo liebe Laura,

    deine Gedanken und Gefühle kann ich leider auch gut nachvollziehen, ich fürchte ich bin auch abhängig von einem Mann und kann ihn nicht loslassen, obwohl er mir nicht gut tut.

    Bin selbst mit einer alkoholabhängigen Mutter aufgewachsen. Wie ist das bei dir? Oder weißt du, warum du in so eine Abhängigkeit geraten bist?

    Wir sollten es uns selbst wert sein, gesunde Beziehungen zu führen… das ist mir auch irgendwie klar… leider bin ich gefangen in meinen Ängsten (vor Verlust, vor Ablehnung) und weiß, dass es aus meiner Kindheit stammt… aber WIE soll man loslassen, wenn man immer wieder Hoffnung hat und auch so schöne Zeiten hatte?

    Ich wünsche dir alles Gute und dass du dich irgendwann richtig lösen kannst…

    Ich kann dich sehr gut verstehen!

    Ich hatte früher auch sehr starke Verlustängste, konnte man aber mit einer Therapie sehr gut behandeln.

    Hatte sogar mal, wegen einem Typen, einen Nervenzusammenbruch und da war bei mir die Schmerzgrenze erreicht, ab zum Psychologen, der hat mich dan wieder aufgepäppelt.

    Ist zwar schon ein wenig her… ich hatte leider auch einen Nervenzusammenbruch wegen meiner Verlustängste. Vielleicht kannst du dich bei mir in meinem Thread melden? Wie geht es dir inzwischen, bist du die Ängste komplett los?

    Liebe Svenja,

    ich bin neu hier und habe deine Beiträge gelesen und mich da drin gesehen… diese quälenden ewigen Gedanken und diese kaum auszuhaltenden Gefühle, andererseits Leere und die Hoffnung… bin auch in Therapie und zwischendurch geht es mir besser, aber ich kann einfach nicht loslassen…

    Die Situation ist leider auch sehr kompliziert… vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass wir uns privat austauschen können? Gibt es hier so eine Funktion?
    Liebe Grüße

    Woran würde ich denn merken, ob er alkoholiker ist? Ich finde das schwer zu beurteilen, zumal meine Grenze eine andere zu sein scheint als seine.

    Auch das „Agressive“ fällt mir schwer zu beurteilen. Bin ich zu empfindlich aufgrund meiner Vergangenheit? Zumindest frag ich mich das manchmal.

    Insgesamt bin ich eher unsicher und passe mich an, um Bezugspersonen nicht zu verlieren. Tja, wie ich in meiner Therapie rausgefunden habe, leider auch ein Mitbringsel aus der Kindheit.

    Warum warst du in der Klinik, wenn ich fragen darf?

    Danke fürs Freischalten!

    Kaettl Er trinkt manchmal mehrmals die Woche in Gesellschaft (in der Regel Bier, aber auch auf Feiern Korn etc.), was hier auf dem Dorf erstmal nicht ungewöhnlich ist. Es kommt dann vielleicht auch mal 1(-maximal 2) Wochen vor, dass er nichts trinkt oder zumindest weiß ich da nichts von. Es kam in der Vergangenheit einmal vor, dass ich ihn gesehen habe, wie er alleine in der Werkstatt getrunken hat und er hat dann die Flasche hinter seinem Rücken versteckt. Hab ihn darauf angesprochen, dann reagiert er meist etwas naja „angepisst“, dass ich das ja nicht mag, wenn er was trinkt.
    Und letztens hat er auch einmal nach einem stressigen Tag alleine ein Bier getrunken und ich bin erneut drauf zugekommen, hab mir aber nichts anmerken lassen.
    Also alles einigermaßen im Rahmen, aber wo ist die Grenze?
    Habe ihn vor kurzem mal drauf angesprochen (früher auch mal), ob er denkt er hätte ein Problem und dass ich mir da Sorgen mache, aber er fühlt sich dann in eine Schublade gesteckt und sagt, er kann machen was er will und sieht nicht, dass er ein Problem hätte, schließlich könnte er ja auch mal ne Woche nichts trinken. Da musste ich fies lachen.