In den letzten Tagen bin ich an mir selber verzweifelt.
Kopf versus Gefühl; besser kann ich es nicht ausdrücken, verbunden mit der Frage, ob ich in letzter Zeit überhaupt was gelernt und verstanden habe.
Vom Gefühl her "denke" ich, dass sich für mich überhaupt nichts zum Positiven verändert hat. Meine Muster sind in den letzten Tagen vermehrt getriggert worden von jemandem, der lügt und Menschen gegeneinander ausspielt.
Mein Kopf hat sofort kapiert, was läuft und ich konnte gleich meine Grenzen setzen. Dieser Mensch ist als Konsequenz aus meinem Umfeld raus und das ist super.
Also, im Prinzip alles gut und ich kann mir auf die Schulter klopfen.
Jetzt mache ich mir aber selber Vorwürfe, dass ich nicht von Anfang an gecheckt habe, wie dieser Mensch tickt. Ist das zu fassen? Wenn ich bedenke, wie ich geprägt wurde und wie schwer es ist, da raus zu kommen, bin ich echt mit Lichtgeschwindigkeit durch das Problem durch und hab es gelöst. Ich glaube, dass ich zuviel von mir erwarte.
Und beim Schreiben merke ich gerade, dass ich ein altbekanntes anderes Muster entdecke: Dass ich in der Praxis alles gleich sofort perfekt umsetzen muss, wenn ich vorher die Theorie verstanden habe. Dabei muss ich das doch gar nicht.
Mich beruhigt es gerade, dass ich meinen Frust hier aufschreiben kann und sich dabei einige Knoten lösen.