Danke für eure Kommentare. Ich weiß noch nicht wie lange ich bleiben muss. Aber die Stabilität war ja schon mal 10 Monate da. Die Achtsamkeit hatte nachgelassen. Einmal die Woche SHG ist für mich nicht ausreichend.
Beiträge von Tomte
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Leider muss ich mich mit unschönen Nachrichten melden. Letzten Dienstag habe ich wieder angefangen zu trinken. Aufgrund von Entzugserscheinungen 3 Tage durchgängig. Ich war aber noch so klar, dass der Wille nicht wieder in alte Muster zu verfallen noch vorhanden war und habe mir eine Einweisung zur Entgiftung vom Hausarzt geholt. Glücklicherweise wurde ich gleich Freitag morgens in der Klinik aufgenommen. Ich hoffe dadurch wieder so stabil zu werden, um das Ziel der dauerhaften Abstinenz doch noch zu erreichen. Hier habe jetzt die Zeit mich nur mit mir zu befassen. Ich lese weiterhin eure hilfreichen Beiträge. Viele Grüße
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Danke, ich hoffe alte Freunde wieder zu gewinnen.
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Es geht hier nicht um ehemalige Zechfreunde. Leider sind gute Freundschaften eingeschlafen, da ich mich desöfteren alkoholisiert daneben benommen habe und auch als Trotzreaktion selber keine Anstrengungen unternommen habe, die Beziehung wieder zu verbessern. In dieser Zeit wollte ich einfach nur trinken.
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Mir hilft das tägliche lesen der Beiträge und mir ist klar, daß es ein lebenslanger Prozess ist. Ein Jahr mit Unterbrechungen ist schon ein Erfolg, aber auch nur ein Anfang.
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Leider waren alle Freizeitaktivitäten mit Alkohol verbunden. Fahrradfahren, wandern und dann schön einkehren! Das habe ich seit September letzten Jahres geändert, aber die Gedanken daran sind noch präsent. -
Ich kenne die Grundbausteine. Meine Frau trinkt nicht und wir haben keinen Alkohol im Haus. Besuche im kleinen Umfang waren bisher auch kein Problem. Leider ist nur der Freundeskreis aufgrund der Alkohol abhängigkeit stark eingeschränkt. Darunter leidet meine Frau stark. Ich werde mit ihr heute noch spazieren gehen und darüber reden.
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Danke für deine aufmunternden Worte, KaDett .
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Hallo, ich bin gestern aufgrund einer Erkältung einer großen Feier in einem Kleingartenverein ferngeblieben. Meine Partnerin war alleine da. Ihr kamen die Tränen, weil bei ihren Freunden alles perfekt war. Die Kinder und Freunde waren da und hatten Spaß. So sollte das perfekte Leben sein, das ich ihr aufgrund der Sucht nicht mehr bieten kann. Ich hätte dort dem Alkohol wohl nicht widerstehen können, insofern bin ich froh, nicht hingegangen zu sein. Leider sind es wieder die Schuldgefühle, die das schöne Wochenende belasten. Ich musste das mal loswerden. Euch noch einen schönen Sonntag!
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Ich denke es waren verschiedene Umstände, die sich aufgestaut hatten, rational kann ich es mir nicht erklären. Zum einen ein berufliches Erfolgserlebnis (Wunsch nach Belohnung), zum anderen eine gewisse Unzufriedenheit im privaten Bereich sowie die leider noch vorhandenen "positiven" Erinnerungen -das verdammte Gift wirkt sofort und setzt Glücksgefühle frei-, den ersten leichten Rausch habe ich immer als schön empfunden. In der persönlichen SHG, einmal die Woche, gab es nur positives Feedback, die Achtsamkeit hat darunter gelitten. Ich hoffe durch diese SHG, sei es nur durch lesen der Beiträge, mehr auf mich zu achten. Ziel ist unverändert lebenslange Abstinenz.
Noch einen schönen Abend!
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Ich habe mich die letzte Woche darauf beschränkt, die Beiträge zu lesen. Mir geht es gut, ich habe viel zu tun und dabei aber auch das tolle Wetter genossen. Ich habe seit einer Woche keine Cravings mehr.
Ich bin dabei die Gründe für die Rückfälle zu reflektieren. ICH WILL NICHT TRINKEN! ICH KANN NICHT KONTROLLIERT TRINKEN. Obwohl mir das zu 100% klar ist, habe ich das vor 3 Woche vollständig ausgeblendet und die Skills nicht genutzt. In dem Moment wollte ich trinken und es blieb natürlich nicht bei 2 Bier. Die 10 Monate Abstinenz sowie die Therapie waren aber nicht umsonst, ansonsten wäre ich wieder in das alte Muster verfallen. Was bleibt sind die Schuldgefühle und die Mühen wieder Vertrauen aufzubauen, da ich meine Partnerin in der Vergangenheit ja mindestens 1000 mal belogen habe. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und wie geht ihr damit um?
Sonnige Grüße
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Guten Morgen Elly, vielen Dank. Ja, ich bin Alkoholiker und war 10 Monate trocken. Z.Z. bin ich noch regelmäßig in der Nachsorge bei der Drogenberatung in Form von Einzel- und Gruppengesprächen. Der letzte Rückfall ist jetzt 10 Tage her und der Suchtdruck kam die letzten Tage nicht mehr vor. Ich habe mich mit der Zeit wohl zu sicher gefühlt und die Achtsamkeit vernachlässigt. Viele Grüße Tomte
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Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin männlich und habe erwachsene Kinder. Alkoholabhängig bin ich seit vielen Jahren. Eigene Versuche, länger abstinent zu bleiben sind alle gescheitert. Auf Empfehlung der Sucht- und Drogenberatung habe ich in 2024 an einer Langzeittherapie teilgenommen. Obwohl ich mir sicher bin, dass eine vollständige Abstinenz der einzige richtige Weg für ein selbstbestimmtes Leben ist, kam es seit März diesen Jahres zu 3 Rückfällen, die ich mir kaum erklären kann. Mir ist zu 100% bewusst, dass ein kontrolliertes Trinken nicht möglich ist. Ich erhoffe mir von der Teilnahme an dem Forum einen Erfahrungsaustausch und Unterstützung bei unserem gemeinsamen Ziel. Vielen Dank.
Tomte