Ich könnte damit leben, wenn man mal am Wochenende ein Glas trinkt (vielleicht zu nem Guten Essen), aber so wie ich das sehe, wird es bei ihr nie bei nur einem Glas bleiben. Ich kann nur hoffen, dass durch meine (fast) Abstinenz sie das irgendwann erkennt (Wunschdenken?) und ihr dadurch ein Stück weit die Lust vergeht, Alkohol in alle Aktivitäten miteinzubinden. Dann schaut man mal nur einen film OHNE etwas zu trinken oder man sitzt auf dem Balkon, OHNE gleich zu schauen, was im Kühlschrank kalt gestellt ist.
Beiträge von Alex2120
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Danke für die Bekräftigung, auf mich zu schauen und Selbstpflege zu betreiben.
Heute hätte es wahrscheinlich schlimm für mich geendet, hätte ich nicht klare Grenzen gesetzt. Wir haben ein Glas (Vodka mit Bitter-Lemon) getrunken und ich habe mir bewusst sehr wenig Vodka eingeschenkt. Worauf sie meinte, ich würde damit den bitter Lemon "verschwenden" und überhaupt vom Alkohol sowieso nichts schmecken. Worauf ich ihr dann erklärt hab, dass ich erstens, mich nicht abschießen möchte und zweitens selbst bestimme, wieviel ich in mein Getränk möchte. Es gab dann Ihrerseits unverständnisvolle Blicke, was mich aber nicht störte.
Das wird in nächster Zeit noch viel öfter passieren, hab ich das Gefühl.
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Tut mir sehr leid und ich wünsche dir alles Gute.
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Ich wohne "quasi" bei ihr (übernachte die Woche über auch bei ihr). Habe aber auch meine eigenen 4 Wände. Und ja, natürlich ist die Beziehung noch sehr frisch. Allerdings bin ich eher Realist und die Rosa Brille ist verschwunden, was die Beziehung nicht weniger innig und erfüllend macht. Das Problem ist auf die Zukunft bezogen, ja.
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Ich kann dazu (noch) nicht allzuviel sagen, da sie in den Situationen, in welchen ich das Trinken komplett abgelehnt hab, sich nicht übermäßig abgeschossen hat. Zudem ist es für mich (so denke ich) noch relativ schwer einzuschätzen, wann bei ihr dieser "geliebte" Zustand einsetzt. Zumindest gab es noch kein hängen über der kloschüssel oder ähnliches deshalb ist es (noch) zu ertragen. Emotional komme ich auch damit klar und habe ihr auch gesagt, dass ich ihre Vergangenheit nicht bewerte (sie hat mir das alles ja freiwillig erzählt)
Innere Distanz ist vielleicht ab einem gewissen Zeitpunkt eine vernünftige Sache. Die Beziehung ist allerdings sehr ernst (Gefühls-/Lebenssituation)
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Danke für die vielen guten Ratschläge

Auch wenn meine Partnerin noch nicht doe mega Mengen trinkt, betrunken redet oder hin und her wankt, so wie manche diese ganzen Erfahrungen hier im Forum schildern, so habe ich die Befürchtung, dass es mehr werden könnte und dieses Vorstadium irgendwann nahtlos in etwas Schlimmeres übergeht. Was mich auch ziemlich verblüfft hat, ist die Tatsache, dass sie sehr wenig isst, was das Ganze mit dem Betrunkenwerden (was sie so mag daran) bei ihr natürlich noch beschleunigt. Sowas kann man glaube ich als Nicht-Alkoholiker nicht nachvollziehen.
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Danke Sorrowful, das werde ich versuchen zu tun bzw. habe ich auch schon getan, indem ich einfach abends gesagt hab, ich möchte nichts trinken. Sie trank trotzdem etwas (nicht viel), was mir aber in dem Moment egal war. Schlimmer wird wahrscheinlich für sie sein, wenn ich das trinken ablehne, wenn wir unterwegs/ bei Freunden sind. Auch lag im Raum, dass ich sie ja dann abholen könnte, wenn ich nichts trinke. Aber das ist mir ehrlich gesagt nicht so recht und das werde ich auch so kommunizieren
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Ich habe mich mit ihr ausgetauscht, da sie mir davon erzählt hat (von ihrer Vorgeschichte, diesem Gefallen an dem Gefühl des Betrunkenseins). Ich habe zu ihr gesagt, dass es mir aufgefallen ist, ich es aber nicht nachvollziehen kann. Sie sagte mir, dass sie meinen Umgang mit Alkohol sehr schätzt und ich ihr gut tue. Ich habe ihr vorgeschlagen nur am Wochenende was zusammen zu trinken und auch nur ein Glas (was ich im Nachhinein auch nicht machen hätte dürfen), allerdings trinkt sie momentan auch unter der Woche fast täglich (ich kontrolliere sie nicht). Richtig eskaliert ist es noch nicht. Allerdings hatten wir einmal Streit und sie griff sofort zum Alkohol bei unwohlsein/Stress.
Ich vermute es/bin mir ziemlich sicher, dass sie niemals zu einer Beratung gehen würde.
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Ich bin mir zu 100% sicher, dass sie zum jetzige Zeitpunk keinerlei externe Hilfe annehmen würde. Desweiteren habe ich seitdem es mir immer stärker auffiel, keinen Alkohol mehr gekauft, wenn ich einkaufen war (stand bei ihr immer auf dem Einkaufszettel).
Kann jemand berichten, wie das weitergeht, wenn sich einer (in dem Fall ich) komplett dem Ganzen entzieht? Entweder es wird ein einziger Kampf bis derjenige bereit ist, sich Hilfe zu suchen oder man zerbricht daran?
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Zunächst einmal: Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Problem liegt denke ich an meiner Sichtweise (sie schiesst sich ja nicht ab, allerdings habe ich große Angst, dass es mehr werden könnte und dann dauerhaft/öfter passiert)und natürlich die Gefühle für sie. Ich liebe sie sehr und abgesehen von dieser Sache ist unsere Beziehung sehr harmonisch. Ich habe beschlossen, den Konsum selbst einfach zu verneinen, auch wenn ich glaube, dass das zu Spannungen führen wird. Aber auf mich zu achten und klar zu sagen, was ich nicht möchte, ist die einzige Lösung. Und ja, falls es schlimmer wird, muss ich mich fragen, ob ich das mit der Beziehung noch möchte/kann.
Ein Austausch wäre ganz sinnvoll, denke ich.
Vielen Dank
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Hallo alle miteinander,
Ich habe letztes Jahr eine neue Partnerin kennengelernt und nach ca. 3 Monaten von ihrer Vorgeschichte mit dem Thema Alkohol erfahren (Eltern haben getrunken und sie hatte, laut ihren Erzählungen,auch immer regelmäßig ab ihrem 15. Lebensjahr konsumiert). Sie sprach ganz offen darüber und erzählte mir, dass sie früher permanent betrunken war und (jetzt kommt das Interessante) das Gefühl des Betrunkenseins bis heute mag. Nun gab es schon etliche Situationen, in denen ich etwas mit ihr zusammen getrunken habe. Allerdings bin/war ich nie jemand, der Alkohol jeden Tag getrunken hat bzw. hatte ich schon Jahrelang keinen getrunken. Sie setzt aber genau das meistens schon voraus, indem sie bereits vor z.b einem Filmabend erzählt, was alles da ist oder was man trinken könnte. Ich habe zu ihr gesagt, dass Ich das gar nicht brauche (und schon gar nicht jeden Tag) und auch mal dankend abgelehnt. Auch bei stressigen Situationen hat sie ab und an schon zur Flasche gegriffen, was mich echt geschockt hat. Sie hat sich auch in meinem Beisein noch nie so richtig abgeschossen.
Ich weiß ganz gut, dass ich auf mich selbst achten muss, allerdings ist das manchmal echt schwer.
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?