Und auch nein es gibt noch keine Menschen, denen ich es erzählt habe, außer der Ärztin. Ich weiß, ein kleiner Schritt für euch, für mich aber ein sehr großer.
Für mich war das Offenbaren auch ein Riesenschritt. Jahrelanges Geheimhalten, Verstecken und Vertuschen hat mich enorm belastet und sicher auch zum Weitertrinken beigetragen.
Als ich dann ins Krankenhaus ging, gesagt habe, dass ich Alkoholiker bin und das auch Freunden etc. erzählt habe, war das für mich der wichtigste Schritt. Eine immense Befreiung, all die Scham plötzlich aufgelöst, ich möchte gar behaupten, ich habe so meine Ketten gelöst.
Ich drück Dir die Daumen, dass Dir dieser Schritt gelingt, weil er meiner bescheidenen Meinung nach einer der wichtigsten in der Bewältigung der Krankheit ist. Und ja, auch ich würde dazu raten, allem Alkohol aus dem Haushalt zu verbannen. Als das Zeug mich fast umgebracht hat, habe ich dessen Gegenwart als physische Bedrohung erlebt. Weg mit dem Zeug!