Was ich verändert habe/ Was mir aktuell hilft:
professionelle Suchttherapie angefangen. Zweck: persönliche Betreuung von Profis.
Podcasts/ Dokus/ Foren/ Bücher. Zweck: Informationssammlung, Mindset.
Alkoholtagebuch. Zweck: Selbstreflektion, Schärfung des Willens
Grundsatz: "Alles außer Alk ist erlaubt". Zweck: Kompensationswirkung zum "Verlust".
Im Keller-Kühlschrank die "Bierecke" mit Grapefruit bzw. "bittere" alkoholfreie Getränke aufgefüllt. Zweck: Neue Gewöhnung trainieren. Trigger "Bierecke" bewusst beseitigen.
Beim Kochen trinke ich aus dem alten Bierglas alkoholfreie Getränke: Zweck: Neue Gewöhnung trainieren. Trigger "Bierglas" bewusst beseitigen bzw. umwidmen.
Im Supermarkt Bierdose und Weinflasche in die Hand nehmen und mit einem beharrlichem Gefühl zurückstellen: Zweck: Konfrontationstherapie. Alkohol im Alltag nicht ignorieren; sondern bewusst annehmen und ablehnen.
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Hallo, Steve,
auch von mir ein herzliches Willkommen! Mir gefällt, wie klar und analytisch du deine Abstinenz angehst. Dass dieses Vorgehen allein nicht reichen dürfte, merkst du an den Beiträgen derjenigen, die schon jahrelang trocken sind. Ich selbst bin nun seit elf Monaten abstinent und ich habe einiges so gemacht wie du. Persönliche Betreuung, Mindset ändern, Selbstreflektion und vor allem: Alles außer Alk ist erlaubt. Die ersten drei Monate habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich noch einen Nachschlag nehme oder zu viel Schokolade futtere - alles erlaubt. Alles außer Alk. Das pendelte sich dann später von allein wieder bei mir ein.
Die sogenannte "Konfrontationstherapie" wird im Forum generell sehr kritisch gesehen - altes Bierglas mit Neuem füllen, im Supermarkt Weinflasche in die Hand nehmen ... Das kann nach hinten losgehen. Ich habe im Gegenteil meine wunderschönen Weingläser (so farbige Kelche) schweren Herzens verschenkt. Ich brauche die ja nicht mehr. Mein Haushalt ist alkoholfrei. Und im Supermarkt habe ich in der Anfangszeit die Sprit-Abteilung gemieden. Heute gehe ich daran vorbei, ohne die alten Trigger wahrzunehmen.
Ich wünsche dir weiterhin so viel Elan auf deiner persönlichen Reise in die lebenslange Abstinenz, und würde mich freuen, wenn du hier heimisch wirst 
Liebe Grüße
Mattie