Beiträge von josy

    Hallo ihr lieben Leute,

    mittlerweile hab ich ein gesundes Mädchen geboren🍀 Mein Freund scheint weiter Einsicht zu zeigen, hat sich weiter von seinem ungesunden Umfeld distanziert und geht wieder regelmäßig seinen Hobbys nach. Bei der Geburt war er der perfekte Partner für mich. Langsam erkenne ich ihn wieder. Er macht sich wunderbar in den ersten paar Tagen als Papa und kümmert sich mit ganz viel Liebe um uns. Leider lief für mich die Geburt nicht Komplikationslos weshalb eigentlich alles grade an ihm hängen bleibt und ich kann ihm kaum was abnehmen. Ich habe Sorge dass ihm die Situation über den Kopf wachsen könnte. Ich frage mich ob ich Hoffnung haben darf? Kann er wirklich wieder derjenige sein in den ich mich verliebt habe oder mach ich mir nur was vor?

    Liebe Rennschnecke,

    dem Baby und mir geht es relativ gut. Mein Freund hat es zwar bisher geschafft sein Wort zu halten ich bin und bleibe trotzdem auf der Hut. Ich versuche Dinge zu tun die mir gut tun. Ich lese wieder mehr, treffe mich viel mit meinen Freundinnen. Aufgrund der Schwangerschaft bin ich ja relativ eingeschränkt in meinen Aktivitäten, aber ich versuche das beste daraus zu machen.

    Seit ich ihn nicht mehr Decke und keine Verantwortung mehr für ihn übernehme kommt mir so viel Verständnis entgegen, das ist wirklich überwältigend und nimmt mir viel meiner Sorgen und Ängste.

    Getrennt/ausgezogen bin ich nicht da die letzten Tage dieses Hoffnungsfünkchen wieder angezündet haben.

    Mir ist jedoch, für mich und mein Kind, zu riskant (mir fällt gerade kein passendes Wort ein) erneut Hoffnung zu schöpfen und später wieder die Scherben sammeln zu dürfen.

    Das beschreibt ziemlich gut wie ich mich fühle und wovor ich Angst habe. Deswegen will ich da gar nichts rein interpretieren in sein Verhalten, aber dieser kleine Funken Hoffnung im Hinterkopf lodert noch ein bisschen.

    Was er sich für Unterstützung erhofft weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich glaube das war eher ein Eingeständnis an sich selbst, da bisher immer die Rede davon er hätte ja gar kein Problem mit Alkohol. Ich kann mir auch nicht vorstellen das er wirklich davon ausgeht das ich ihn verlassen könnte, da ich sowas nie offen ihm gegenüber geäußert habe.

    Das Sorgerecht werde ich auch nicht teilen unter den Umständen schon 2x nicht und wenn er sich auf den Kopf stellt.

    Panama ja genau am Freitag war der letzte. Aber wie gesagt so viel Energie und Eigeninitiative gab es seit Monaten nicht. Normalerweise stürzt er ab, liegt dann einen Tag rum und am nächsten Tag folgt dann der nächste Absturz. Dazwischen gibt es nichts.

    Zu meinen Eltern ist er von sich aus gegangen und hat ihnen klar gesagt das sein Konsum ein Ende haben muss. Mit seinen Eltern hat er kein gutes Verhältnis, aber meinen Vertraut er. Jedenfalls hat er dann sowas gesagt wie er brauche Hilfe und ob sie ihn auch bei dem Weg unterstützen werden. Daraufhin hat er eben auch ohne äußeren Einfluss seine Therapeutin angerufen und sie um Hilfe gebeten. Es ist ziemlich verworren irgendwie. Ich will mir keine Hoffnung machen, aber seit er wieder trinkt hat er diese Anstalten nicht einmal gemacht. Geschweige denn war er so ehrlich mit seinem Umfeld und hat die offen nach Unterstützung gefragt.

    Ich kann dir nur wie folgt Mut zusprechen: du liest dich klar und stark. Du hast die Kraft für dich und dein Baby zu sorgen. Das ist die Hauptsache

    Und genau darauf vertraue ich auf mich selbst. Ich hab mir die letzten Wochen und Tage einen Plan gemacht. Für mich persönlich ist das wertvoll und ich werde auch nicht mehr zögern. Ich glaube ich hab es mir lang genug versucht schön zu reden.

    Liebe Simsalabim,

    wachsam bin ich sowieso geworden. Wir haben jetzt auch seit einigen Wochen eigentlich kein wichtiges Wort miteinander gewechselt. Er hat auch tatsächlich noch nie versucht sich bei mir zu rechtfertigen oder es schön zu reden. Deswegen kommt mir dieser Sinneswandel allerdings noch suspekter vor. Er hat sich sogar mit meinen Eltern an einen Tisch gesetzt und meinte er muss jetzt ehrlich sein dass er es nicht mehr alleine raus schafft. Bisher habe ich immer Ausreden gefunden für unser Umfeld. In den letzten 3 Tagen war alles seine Eigeninitiative. Wir reden immer noch nicht wirklich miteinander, darauf bin ich aber gar nicht scharf um ehrlich zu sein, auch dass er gar nicht die Chance hat mich "einzulullen"

    Ich habe mich hier am Samstag angemeldet nach dem mein Freund wieder einen Absturz hatte. Was ich mir davon erhofft habe kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht um mir klar zu werden und klar zu hören das ich ein Punkt setzen muss. Ich habe ihm natürlich nichts davon erzählt dass ich drauf und dran bin auszuziehen. Lediglich hab ich ihm gesagt dass ich nicht weiter Verantwortung für ihn übernehmen werde. Ich habe klipp und klar gesagt das ich ihn nicht weiter decken werde vor Freunden und Familie wenn er wieder zu viel getrunken hat um Verabredungen oder Terminen nachzukommen. Am Sonntag war ich fest davon überzeugt zu gehen und ihn hinter mir zu lassen. Als er am Sonntag nach der Arbeit nach Hause kam war er jedoch wie ausgewechselt. Er zog sich um und ging ins Fitnessstudio, dort war er seit Monaten nicht. Ich dachte das schau ich mir doch noch an. Am Montag morgen rief er umgehend seine alte Therapeutin an und machte noch für den gleichen Tag einen Termin mit ihr aus. Als ich von meinem Termin nach Hause kam war die Wohnung aufgeräumt und er war wieder im Fitnessstudio. Ich trau dem Braten nicht und versuche mich gerade so ruhig wie möglich zu Verhalten und ihn einfach zu beobachten. Aber diese Euphorie und Energie habe ich seit Monaten nicht mehr gesehen. Natürlich ist mir bewusst das ich nicht anhand von 3 Tagen festmachen kann ob er das ernst meint, aber andererseits denke ich jeder muss an Tag 1 anfangen. Ich versuche auch so misstrauisch zu bleiben um am Ende nicht wieder in tiefer Enttäuschung zu enden, sondern es so neutral wie möglich zu beobachten.

    Hast du Familie oder Freunde, wo du für die nächsten Monate oder bis du wieder arbeitest, unterkommen kannst?

    Die Möglichkeit besteht allerdings nur sehr beengt und nicht auf Dauer. Zu dem möchte ich natürlich niemandem zur Last fallen mit einem Neugeborenen und zusätzlich meinem Hund den ich niemals zurück lassen würde... Ich überlege schon eine ganze Weile wohin mit mir, aber leider hab ich bis jetzt noch keine Lösung gefunden. Ich weiß ich muss das nicht alleine durchstehen Gott sei Dank und trotzdem hab ich das Gefühl das ich dann eine Last werde für Menschen die mir Helfen möchte.

    Ich hoffe hier auf echtes Verständnis und Menschen die meine Erfahrungen teilen können. Ich habe meinen Partner abstinent kennen und lieben gelernt. Ich wusste von Anfang das er in der Vergangenheit ein schweres Problem mit Drogen aller Art hatte. Als ich ihn kennen lernte war er bereits fast 2 Jahre clean. Ich bin Anfang des Jahres schwanger geworden, es war von beiden geplant und gewollt. Seit Beginn meiner Schwangerschaft stürzt er sich immer weiter in den Alkohol. Er vernachlässigt jeden sozialen Kontakt, seine Hobbys und unsere Beziehung. Er lügt mich an und beklaut mich um seiner Sucht nachzukommen. Seit einigen Wochen hat er eine neue Arbeit, aber auch der kann er nicht nachgehen aufgrund des Konsums. Dieser Arbeitsplatz ist für uns beide sehr notwendig, da ich ab nächstem Jahr wieder vollzeit arbeiten gehen werde. Ich bin Hochschwanger und die ganze Verantwortung liegt bei mir, sei es Haushalt oder das ich mich um den Hund kümmern muss (dem werde ich natürlich nicht ausreichend gerecht). Ich habe Zukunftsängste und weiß nicht wie das weiter gehen soll. Natürlich kann ich mich auch nicht einfach räumlich trennen, wohin mit einem Hund und einer Hochschwangeren. Meine Versuche ein Gespräch zu führen und die Bitte das er endlich benötigt werden ignoriert oder ich werde abgespeist.