Beiträge von Grinsekatze68

    Aurora , genau! Ich bin sehr vorsichtig, in meinen frühen 20ern hatte ich einen Lebenspartner, dessen Vater war definitiv uneinsichtiger Alkoholiker und wir haben damals sehr darunter gelitten. In der Familie wurde sehr viel getrunken und wir mussten ständig die Schnapsleichen durch die Gegend fahren nach irgendwelchen Feiern, es war schrecklich! Da habe ich schon eine gewisse Abneigung und Respekt gegenüber Alkohol entwickelt. Deshalb werde ich sehr schnell hellhörig bei dem Thema. Aber gerade das verunsichert mich, ob ich vielleicht zu hellhörig bin. Aber der Austausch hier im Forum zeigt mir, dass es genau richtig ist das weiter aufmerksam zu beobachten. Und es hat mir jetzt schonmal wieder vor Augen geführt, dass ich mit meinem "Helfersyndrom" sowieso grundätzlich mehr auvh mich aufpassen muss :)

    Danke für Eure Meinungen!!!!

    Ich wollte eigentlich gestern ein Gespräch mit ihm führen, aber als ich nach Hause kam, präsentierte er mir 2 Flaschen alkoholfreien Wein die er gekauft hatte. Er wolle den mal ausprobieren, er mag halt einfach den Geschmack von Wein gerne. Ich habe ihm dann nur gesagt, dass mich das freue und, dass mir sein Alkoholkonsum Sorgen macht. Gestern Abend hat er gar nichts getrunken, also weder normalen Wein noch den alkoholfreien. Ich beobachte weiter, ob das nur ein "Strohfeuer" ist oder ob er selber gemerkt hat, dass es in letzter Zeit ein bisschen viel wurde.

    Aurora - ja, es ist gut zu wissen, dass ich seine Versprechungen mit Vorsicht genießen m uss, danke für den Hinweis! Aber bisher habe ich aus Unwissenheit so ein Gespräch noch gar nicht geführt und vereinfacht gesagt nur ein bisschen "rumgenörgelt". Ich liebe diesen Mann und er hat mir auch durch schwierige Zeiten geholfen. Eine Chance bin ich ihm auf jeden Fall schuldig und die wird er auch bekommen. Aber ich weiß durch viele Dinge hier im Forum die ich bereits gelesen habe, worauf ich aufpassen muss und vor allen Dingen, dass ich auf mich aufpassen muss! Danke dafür!!

    sorrowful - genau so!

    Ich werde wohl noch einmal das Gespräch suchen und ihm klar machen, dass er ein freier Mensch ist und machen kann was er will. Wenn das heißt, dass er so mit dem Alkohol weiter machen will, dann kann ich letztendlich nichts daran ändern. Aber ich werde ihm klar machen, dass ich die daraus resultierenden Konsequenzen nicht mit tragen werde. Ich werde ihm helfen, wenn er etwas ändern möchte, aber wenn nicht, muss er irgendwann mit Konsequenzen meinerseits rechnen. Nach dem Gespräch werde ich ihm etwas Zeit geben und sehen wie sich alles weiter entwickelt. Er wird vermutlich erstmal abblocken, aber ich kenne ihn, er ist nicht dumm, normalerweise denkt er dann über solche Dinge nach und wird einsichtig. Inwieweit seine Sucht fortgeschritten ist und er somit noch dazu in der Lage ist, das werde ich dann sehen......

    Danke für Deine Rückmeldung Tysja15. Ja, wahrscheinlich hast Du Recht! Ich bin schon etwas älter als Du, wir sind 20 Jahre verheiratet, er hat immer mal gerne abends mal einen Wein getrunken, aber vollkommen im "normalen" Rahmen. In letzter Zeit merke ich halt, dass die Mengen mehr werden. Eine Trennung steht derzeit absolut nicht zur Diskussion, ich liebe meinen Mann und habe ja auch keinen Leidensdruck. Deshalb will ich auch gar nicht "jammern" sondern einfach vorausschauend handeln. Aber wenn er so weiter macht, habe ich Angst wohin das führt...

    Ich kann Dich gut verstehen, dass Du mit dem Blick in die Zukunft eine Trennung begonnen hast, das ist zum Selbstschutz der beste Weg. Wenn mein Mann echte Abstürze hätte, würde ich wahrscheinlich auch nochmal anders denken.

    Außer der Tatsache, dass ich mir Sorgen mache, geht es mir im Prinzip ja gut. Ich finde es halt unendlich schwierig einfach tatenlos dabei zuzusehen, dass da etwas in die falsche Richtung läuft. Natürlich kann er sich letztendlich nur selber helfen, aber ich überlege ständig wie ich ihm vielleicht einen "Schubs" in die richtige Richtung geben kann,

    Hallo zusammen!

    Ich weiß seit Jahren, dass mein Mann gerne Wein trinkt und die Regelmäßigkeit zunimmt. Nach einer Krankheit ist nun herausgekommen, dass bestimmte Blutwerte nicht gut sind, die den Alkoholkonsum eigentlich verbieten. Natürlich habe ich das angesprochen, aber er hat nicht viel dazu gesagt, jetzt konsumiert er den Alkohol weitestgehend heimlich. In meiner Anwesenheit trinkt er nicht und leere Flaschen werden versteckt und dann entsorgt. Er trinkt nur abends, nie tagsüber und dann auch "nur" Wein, aber eine Flasche ist es dann schon täglich. Ich weiß, Vorwürfe werden wahrscheinlich nichts bringen, aber wie kann ich ihm helfen? Er ist nicht aggressiv und funktioniert im Alltag auch zu 100%, aber ich befürchte wenn er so weiter macht, wird das auf Dauer nicht so bleiben....