Bei mir ist es genauso. Diese ambivalenten Gefühle auszubalancieren ist wirklich schwierig. Aber ist ja auch klar, dass es auch schöne Erinnerungen gibt. Sonst würde es ja nicht so weh tun. Ich sag mir immer der Preis für wenige schöne Situationen kann nicht ein Leben voller Selbstaufgabe und in Co Abhängigkeit sein. Dieser Preis wäre viel zu hoch und würde sich nicht lohnen!
Beiträge von Norex
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Hallo Zusammen,
Ich wollte mal wieder ein kurzes Update geben.
Was das schreiben angeht bemüht er sich tatsächlich immer noch. Ich hatte eigentlich schon längst damit gerechnet, dass auch das weniger wird oder ganz aufhört. Aber er schreibt seit 2 Wochen regelmäßig. Gesehen haben wir uns seit dem Spaziergang nicht mehr. Ehrlich gesagt, habe ich es auch nicht erwartet. Zeit hätte er gehabt. Hätte ich es mir gewünscht?- ja irgendwie schon. Habe ich es erwartet?-nein tatsächlich nicht. War ich enttäusch?-tatsächlich auch nicht.
Ich merke wie ich oft die Worte in seinen Nachrichten anzweifel, ob dies tatsächlich so stimmt, was er schreibt.
Ich merke aber auch, dass ich mich tatsächlich zu einem kompletten Kontaktabbruch zwingen müsste um mich selbst zu schützen, sollte es doch wieder in die andere Richtung gehen. Ob ich ihn jemals ganz loslassen kann bezweifel ich, da er immer der Mann sein wird, mit dem ich alt werden wollte.
Dennoch, ich lese hier immer noch sehr viel mit und merke wie mir immer mehr bewusst wird, dass eine Zukunft, so wie ich es mir mit ihm gewünscht hätte auch dann nicht mehr funktionieren wird, selbst wenn er von heute auf morgen nüchtern wäre.
Es ist viel Vertrauen verloren gegangen und es würde für uns beide verdammt viel Arbeit bedeuten.
Es ist seltsam, dass ich mir darüber Gedanken mache, obwohl die Einsicht bei ihm ja noch in weiter Ferne liegt.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir die Vorstellung von einer gesunden Beziehung gemeinsam haben, aber oft frage ich mich ob es nur allein meine Vorstellung war.
Mir kommen immer wieder Situationen in den Sinn, bei der mich tatsächlich Zweifel plagen, ob es nur meine Wunschvorstellung war.
Das sind teilweise Situationen, bei denen ich mich dann Frage, warum ich das damals nicht erkannt oder übersehen hatte.
Irgendwie fängt man nach und nach an gewisse Situationen in Frage zustellen.
Ist das normal?
Teilweise sind dies Situationen die ich in ähnlicher Form auch in der Narzisstischen Beziehung mit meinem Ex erlebt habe.
Vielleicht kommen diese auch deshalb wieder so hoch, weil die Manipulationen seitens meinem Ex über meinen Sohn wieder enorm present sind und er bei meinem Sohn gerade das arme Opfer spielt. Er weiß das der Rückhalt meines Partners weggefallen ist und nutzt aktuell jede Chance um mich wieder zu kontrollieren, selbst wenn er damit seinem eigenen Kind schadet. Mein Sohn ist voll in der Pubertät und alle 14 Tage habe ich hier Diskussionen über Dinge die mein Ex über mich und meinen Partner abgelassen hat.
Und tatsächlich war dies seltener der Fall, als ich meinen Partner noch an meiner Seite hatte.
Das sind oft Momente, in denen ich merke wie sehr mir dieser Halt von meinem Partner geholfen hat und auch tasächlich fehlt.
Einerseits kommen dann Zweifel ob meine Entscheidung zu gehen richtig war, weil es auch viele gute Erinnerungen gab und andererseits kommen wieder Erinnerungen hoch bei denen die Manupulationsversuche ähnlicher Natur waren.
Dieses einerseits Zweifeln an bestimmten Situationen und andereseits Zweifeln an der Entscheidung zu gehen ist echt anstrengend.
Es ist schwer zu erklären, aber versteht ihr was ich meine?
Ist das wirklich normal?
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Kennt ihr das, dass euch genau das vorgeworfen wird, was euch an dem anderen auffällt? So als ob der andere genau das ausspricht, was man eigentlich selbst grad sagen wollte? ZB dass es eventuell besser wäre, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder dass man sich nicht ständig um den anderen kümmern kann? Ich stand dann immer wie vor einem Baum und dachte häää? Ich kümmere mich doch eigentlich 24 Stunden um dich und nicht andersrum….
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Ich habe ihn heute in der Stadt gesucht. Ich bin alle Orte abgelaufen, wo ich ihn vermutet hatte. Gesehen habe ich ihn nicht aber ein Barbesitzer erzählte mir, dass er die Nacht fröhlich und scherzend in der Bar verbracht hat. Jetzt weiß ich wenigstens, dass er lebt und kann mich auf mich konzentrieren.
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leider wurde mir das auch öfter angekündigt, damit hatte er mich dann immer wieder "auf Spur". Als er es einmal erneut ankündigte und mit dem Auto weg wollte, habe ich so getan als würde ich mit der Polizei reden. Hat ihm nicht gefallen, aber danach kamen solche Ankündigungen nicht mehr.
lg Morgenrot
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Hallo, nein er ist nicht obdachlos. Er hat Geld und ein Zimmer gemietet. So war es jedenfalls am Anfang abgesprochen. Ob er das Geld wirklich dafür benutzt hat, weiß ich nicht.
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Hallo Norex,
Dein Mann ist dann jetzt quasi obdachlos, versteh ich das richtig? Wenn Du sagst, Ihr lebt auf einer Insel und dort lässt man ihn nicht mehr rein?
Das würde ja zumindest das ausgeschaltete Handy erklären 🤔 also das bringt Dich jetzt nicht weiter in Bezug auf Deine Zukunft mit ihm oder ohne ihn, ich hab auch keinen ultimativen Tipp o.ä.
Aber vielleicht kannst Du damit wenigstens mal 5 Minuten auf andere Gedanken kommen und etwas durchatmen, das klingt wirklich ungemein belastend! Zum Glück hast Du selbst schon erkannt, dass Dich keine Schuld trifft! Was in unseren alkoholkranken Köpfen vorgeht, wenn wir getrunken haben, wissen wir ja zu einem großen Teil selbst nicht.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für eine glückliche Zukunft, wie auch immer die aussehen soll!
PS: Dass Dein Mann ohne Krankheitseinsicht nichts ändern kann und wird, wurde Dir schon gesagt?
VG Soapstar
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Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mich gestern einem Freund anvertraut. Wir haben ein Codewort ausgemacht, was ich ihm senden kann, sollte mein Mann hier nachts wütend auftauchen. Jetzt fühle ich mich etwas sicherer. Aber ich mache mir auch so große Sorgen. Seit einer erneuten Hasstirade und der Ankündigung, sich selbst das Leben zu nehmen, ist das handy aus. Ich fühle mich trotzdem schuldig obwohl ich weiß, dass ich es nicht bin.
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Manchmal macht er nachts einen Videoanruf, um mich zu kontrollieren. Ich versuche dann , ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass hier niemand ist. Aus Angst ihn sonst noch wütender zu machen. Wie sollte ich deiner Meinung nach damit umgehen?
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Es ist so absurd, einerseits habe ich mir hier eine Fluchtmöglichkeit vorbereitet, falls er nachts versucht die Tür aufzubrechen, andererseits fühle ich mich so schuldig an allem . Danke für deine Antwort aus der Sicht des Gegenübers. Ich glaube nicht, dass er demnächst einsieht, auch Teil des Problems zu sein.
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Hallo, wie wahrscheinlich alle hier, weiß ich nicht so richtig wo ich anfangen soll. Ich versuche es kurz zu machen. Seit 2 Jahren bin ich verheiratet. Keine Ahnung ob das Problem der Alkohol oder eher die Psyche ist bei meinem Mann. Problematisch ist es jedenfalls seit ca. 7 Monaten, in denen wir beide viel an unserem Haus im Ausland gearbeitet haben und oft stressige Situationen hatten. Ich glaube Trinken ist eine seiner Bewältigungsstrategien. Er trinkt und es endet im Wahn. Er denkt sich in seinem Kopf Geschichten aus, die dann seine komplette Realität sind. Bsp: in der Küche hängt ein Shirt von mir über dem Stuhl. Daraus macht er eine ganze Story und ist sich sicher, dass ich ihn betrogen habe. Weckt mich und startet ein Verhör, was dann eskaliert. Egal was ich tue. Am folgenden Tag, sagt er, ich hätte wegen meiner Streitsucht das Shirt dort platziert, damit er Dinge denkt, dann streitet und ich mich als Opfer hinstellen kann. Er hat mich mittlerweile 2 Mal verletzt. Vor 5 Tagen hat er sich mit einem Nachbarn so doll gestritten, dass er ins Krankenhaus musste. Jetzt wollen ihn die Bewohner hier nicht mehr auf die Insel lassen auf der wir leben und ich bin hier im Haus alleine. Über Telefon beschimpft er mich und nennt 100 Gründe, warum das alles meine Schuld sei. Einerseits möchte ich froh sein, dass er weg ist. Andererseits mache ich mir Sorgen wegen seiner Verletzung und weil ich nicht weiß, wo er jetzt schläft. Auf diese Fragen geht er nicht ein wenn er erreichbar ist. Ich fühle mich wie in einem Horrorfilm und schäme mich auch. Das übliche Blabla, dass er sonst ganz anders ist, erspare ich euch.
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Vielen Dank. Wie finde ich den Angehörigenbereich?
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Mein Mann trinkt nicht oft, aber wenn, findet er kein Ende und fast immer kommt es zu brenzlichen Situationen. Er ist dann streitsüchtig und entweder sucht er belanglose Dinge um mit mir zu streiten, oder es passiert auf der Straße. Was die Sache etwas schwierig macht, ist dass ich seit einem Jahr mit ihm im Ausland lebe und mich noch nicht so richtig mit den Gegebenheiten diesbezüglich auskenne. Wenn ich ihn nach einem Streit rausschmeiße, und er wirklich geht, trinkt er natürlich noch mehr und kommt dann zurück.
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Hallo, ich suche den Austausch mit Angehörigen. Mein Mann trinkt. Ich selbst trinke kein Alkohol. Vielen Dank.