Beiträge von Norex

    Bei mir ist es genauso. Diese ambivalenten Gefühle auszubalancieren ist wirklich schwierig. Aber ist ja auch klar, dass es auch schöne Erinnerungen gibt. Sonst würde es ja nicht so weh tun. Ich sag mir immer der Preis für wenige schöne Situationen kann nicht ein Leben voller Selbstaufgabe und in Co Abhängigkeit sein. Dieser Preis wäre viel zu hoch und würde sich nicht lohnen!

    Kennt ihr das, dass euch genau das vorgeworfen wird, was euch an dem anderen auffällt? So als ob der andere genau das ausspricht, was man eigentlich selbst grad sagen wollte? ZB dass es eventuell besser wäre, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder dass man sich nicht ständig um den anderen kümmern kann? Ich stand dann immer wie vor einem Baum und dachte häää? Ich kümmere mich doch eigentlich 24 Stunden um dich und nicht andersrum….

    Ich habe ihn heute in der Stadt gesucht. Ich bin alle Orte abgelaufen, wo ich ihn vermutet hatte. Gesehen habe ich ihn nicht aber ein Barbesitzer erzählte mir, dass er die Nacht fröhlich und scherzend in der Bar verbracht hat. Jetzt weiß ich wenigstens, dass er lebt und kann mich auf mich konzentrieren.

    leider wurde mir das auch öfter angekündigt, damit hatte er mich dann immer wieder "auf Spur". Als er es einmal erneut ankündigte und mit dem Auto weg wollte, habe ich so getan als würde ich mit der Polizei reden. Hat ihm nicht gefallen, aber danach kamen solche Ankündigungen nicht mehr.

    lg Morgenrot

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mich gestern einem Freund anvertraut. Wir haben ein Codewort ausgemacht, was ich ihm senden kann, sollte mein Mann hier nachts wütend auftauchen. Jetzt fühle ich mich etwas sicherer. Aber ich mache mir auch so große Sorgen. Seit einer erneuten Hasstirade und der Ankündigung, sich selbst das Leben zu nehmen, ist das handy aus. Ich fühle mich trotzdem schuldig obwohl ich weiß, dass ich es nicht bin.

    Manchmal macht er nachts einen Videoanruf, um mich zu kontrollieren. Ich versuche dann , ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass hier niemand ist. Aus Angst ihn sonst noch wütender zu machen. Wie sollte ich deiner Meinung nach damit umgehen?

    Es ist so absurd, einerseits habe ich mir hier eine Fluchtmöglichkeit vorbereitet, falls er nachts versucht die Tür aufzubrechen, andererseits fühle ich mich so schuldig an allem . Danke für deine Antwort aus der Sicht des Gegenübers. Ich glaube nicht, dass er demnächst einsieht, auch Teil des Problems zu sein.

    Hallo, wie wahrscheinlich alle hier, weiß ich nicht so richtig wo ich anfangen soll. Ich versuche es kurz zu machen. Seit 2 Jahren bin ich verheiratet. Keine Ahnung ob das Problem der Alkohol oder eher die Psyche ist bei meinem Mann. Problematisch ist es jedenfalls seit ca. 7 Monaten, in denen wir beide viel an unserem Haus im Ausland gearbeitet haben und oft stressige Situationen hatten. Ich glaube Trinken ist eine seiner Bewältigungsstrategien. Er trinkt und es endet im Wahn. Er denkt sich in seinem Kopf Geschichten aus, die dann seine komplette Realität sind. Bsp: in der Küche hängt ein Shirt von mir über dem Stuhl. Daraus macht er eine ganze Story und ist sich sicher, dass ich ihn betrogen habe. Weckt mich und startet ein Verhör, was dann eskaliert. Egal was ich tue. Am folgenden Tag, sagt er, ich hätte wegen meiner Streitsucht das Shirt dort platziert, damit er Dinge denkt, dann streitet und ich mich als Opfer hinstellen kann. Er hat mich mittlerweile 2 Mal verletzt. Vor 5 Tagen hat er sich mit einem Nachbarn so doll gestritten, dass er ins Krankenhaus musste. Jetzt wollen ihn die Bewohner hier nicht mehr auf die Insel lassen auf der wir leben und ich bin hier im Haus alleine. Über Telefon beschimpft er mich und nennt 100 Gründe, warum das alles meine Schuld sei. Einerseits möchte ich froh sein, dass er weg ist. Andererseits mache ich mir Sorgen wegen seiner Verletzung und weil ich nicht weiß, wo er jetzt schläft. Auf diese Fragen geht er nicht ein wenn er erreichbar ist. Ich fühle mich wie in einem Horrorfilm und schäme mich auch. Das übliche Blabla, dass er sonst ganz anders ist, erspare ich euch.

    Mein Mann trinkt nicht oft, aber wenn, findet er kein Ende und fast immer kommt es zu brenzlichen Situationen. Er ist dann streitsüchtig und entweder sucht er belanglose Dinge um mit mir zu streiten, oder es passiert auf der Straße. Was die Sache etwas schwierig macht, ist dass ich seit einem Jahr mit ihm im Ausland lebe und mich noch nicht so richtig mit den Gegebenheiten diesbezüglich auskenne. Wenn ich ihn nach einem Streit rausschmeiße, und er wirklich geht, trinkt er natürlich noch mehr und kommt dann zurück.