Was ich noch schreiben wollte weil es mir wichtig ist. Ich habe angefangen von den WhatsApp Nachrichten Screenshots zu machen wenn er sich mal wieder daneben benimmt. Wer weiß für was es gut ist. Und wenn es nur hilft auf dem eigenen Weg zu bleiben.
Beiträge von Elara
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Heute war der Umzug. Die letzte Zeit war voll mit renovieren, organisieren, Sachen packen und planen wie es weitergeht.
Jetzt ist mal ein Abschluss geschafft. Mein Noch-Mann hat es mir letztendlich leichter gemacht zu gehen weil ständig diese Wechsel zwischen seinem Selbstmitleid und aggressivem Verhalten abgelaufen sind. Und dann am nächsten Tag die Entschuldigung wie immer. Er hat nichts verstanden. Aber ich werde ganz stark an mir arbeiten um aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen. Momentan lese ich das Buch von Jil Rieger und ich muss so oft nicken. Unglaublich wie ähnlich die Abläufe bei so vielen Menschen sind. Und ich habe verstanden dass es an mir liegt jetzt dieses Thema aufzuarbeiten um nie mehr in so eine Abhängigkeit zu kommen.
Ich bin froh dass es mit dem Umzug so kurzfristig geklappt hat und muss jetzt erstmal zur Ruhe kommen und auspacken.
Meine entlaufene Katze kommt regelmäßig zum Fressen und Trinken auf die Terrasse, läuft dann aber wieder weg. Aber zumindest lebt sie und ich weiß wo sie ist. Irgendwann wird sie wieder zurückkommen.
Mut ist die Kraft, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen. -
Ich war heute Abend kurz bei ihm weil ich Suchplakate ausgedruckt und laminiert hatte. Ich bin dann mit meinem Hund noch eine Runde um den Block weil ich einfach nochmal nach der Katze schauen wollte. Und er meinte dann, dass sie sowieso nicht mehr kommt und die Plakate kann ich mir sparen. Und er wäre ja mal wieder an allem Schuld. Als ich gehen wollte meinte er dass ich meinem neuen Freund einen schönen Gruß ausrichten soll. Und ich habe nur vor mich hin gemurmelt dass ich das machen werde. Weil es einfach nur nervt. Und dann postwendend eine WhatsApp warum ich ihm nicht früher gesagt habe dass ich einen Neuen habe. Er hat mein Gemurmel für bare Münze gehalten. Ich hab dann nur geantwortet dass ich seine Psychospielchen nicht mehr ertrage und dass ich keinen anderen Mann brauche um mich von ihm zu trennen. Er versteht leider nicht wie krass so eine Beziehung für einen Nichtalkoholiker ist. Dieses ständige hin und her, diese Anschuldigungen, Verdächtigungen. Ich bin so froh, wenn der Umzug rum ist. Und meine Hoffnung stirbt nie dass meine Katze doch noch zurück findet. Und wenn es Jahre dauern sollte. Aber ich gebe nicht gleich auf. Hab das Suchplakat dann noch ans Tierheim geschickt. Die wollten es auch noch veröffentlichen. Aber für ihn ist die Katze weg und kommt nicht mehr. Und angeblich leiden die anderen Tiere und fressen nichts mehr. Ich wollte ihn schon fragen ob er allen Ernstes denkt dass ich darauf reinfalle und wieder einknicke. Aber ich hab wie so oft einfach geschwiegen weil es eh nichts bringt. Warum hab ich mich nur auf so einen Psycho eingelassen…
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Gestern war der Tiefpunkt in meinem Leben. Am Samstag bin ich von der Reha zurückgekommen und wir haben sogar zusammen Pizza gemacht, gegessen und ferngesehen. Und am Sonntag war ich dann beim Streichen in meiner neuen Wohnung und als ich zurück kam, ging es wieder los. Er hatte „entdeckt“, dass ich sogar eine Dose Champignon aus unserer Vorratskammer eingepackt habe. Und da hat er mir vorgeworfen, mir würde es nur ums Geld gehen und dass er ja immer alles bezahlt hätte usw. Als ich dann angemerkt habe, dass ich fast immer unsere gemeinsamen Einkäufe bezahlt habe, sind ihm scheinbar die Argumente ausgegangen und er wurde unfair. Er meinte, dass ich sofort verschwinden solle und unsere Tiere (1 Hund, 2 Wohnungskatzen und 1 Freigängerkatze) mitnehmen soll. Ich wollte sie ganz in Ruhe nach dem Umzug umsiedeln, wenn sich alles etwas stabilisiert hat. Und dass meine Kinder beim Umzug in zwei Wochen die Wohnung nicht betreten dürfen, geschweige denn das Grundstück, dann würde er die Polizei rufen. Also habe ich meine Klamotten in zwei Koffer gepackt, bin mit meinem Auto zu meinem Sohn gefahren, wir sind dann gemeinsam zurück und haben mein Wohnmobil geholt, damit ich bei meinem Sohn übernachten kann, solange meine Wohnung noch nicht fertig renoviert ist. Auf dem Weg hatte ich noch bei meiner Tochter zwei Katzenkisten abgeholt, weil er mir unsere nicht geben wollte. Und dann kam die absolute Katastrophe. Beim Einfangen der scheuen Wohnungskatze ist sie mir aus der bereits fast geschlossenen Katzenkiste gesprungen, die Wand hoch und die Treppe runter. Und ich hatte die Haustür offen gelassen und draußen war sie. Ich bin ihr nachgelaufen, aber sie war voller Panik und ist dann einfach weggelaufen. Es ist einfach nur zum Heulen, ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll. Ich bin dann mit den beiden anderen Katzen und dem Hund gefahren, weil ich einfach nur noch weg wollte. Und dann wieder die Anschuldigungen, dass ich jetzt behaupten würde, dass er ja wieder schuld ist, wobei ich gar nichts gesagt habe und weiß, dass ich die Tür offen gelassen habe. Aber wenn er nicht auf blöd gemacht hätte, wären die Katzen noch zu Hause. Jedenfalls nach einer halbdurchwachten Nacht hat er heute früh wieder geschrieben, dass ihm alles unendlich leid tut und dass er sich dafür entschuldigen möchte. Aber das dringt nicht mehr zu mir durch. Wie oft denn noch dieses Drama?
Die Katze ist leider immer noch verschwunden und ich habe heute die beiden anderen Katzen wieder zurückgefahren mit der Hoffnung, dass sie sich verständigen, wenn die entlaufene Katze ruft. Und wieder, dass es ihm unendlich leid tut und dass er nicht ohne die Katzen leben kann usw. Und vorher hat er mir die Hölle heiß gemacht, weil er sich ja immer um sie kümmern muss und jetzt „vermisst“ er sie. Wie ich das ganze leid bin. Eigentlich kann es gar nicht mehr schlimmer kommen. Ich hoffe, dass das jetzt mit der Renovierung und dem Umzug klappt und ich dann meine Tiere holen kann und das Thema abschließen kann. Ich muss dann nur aufpassen, dass er nicht dauernd schreibt und mich um Hilfe bittet, sonst schleift sich wieder etwas ein, was ich nicht mehr möchte. Ich kann mich noch gar nicht richtig auf die Wohnung freuen, weil ich mich frage, was bin dahin noch alles passiert.
Zum Glück stehen meine Kinder hinter mir und ich habe so viele Freunde und Verwandte, die mich in meiner Entscheidung bestärken, dass ich das richtige mache. Aber wenn ich jetzt dabei auch noch meine Katze verliere ….Wieso muss alles immer so kompliziert sein und aus dem Ruder laufen.
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Momentan pendelt er zwischen Beschuldigungen, Vorwürfen und dann aber wieder Entschuldigungen. Ich reagiere aber nicht darauf, weil was soll eine Entschuldigung bewirken? Es ist einfach zu viel passiert und es würde auch nach ein paar Tagen wieder passieren, wenn ich einknicke. Es ist hart, weil man den Menschen vielleicht doch noch liebt, aber ich weiß, dass die Zukunft eine andere ist. Ja man weiß dann, was einen erwartet, wenn man nach Hause kommt, aber man hat trotzdem einen geliebten Menschen mit seiner Sucht alleine gelassen.

Vielleicht macht es ja doch noch „Klick“ bei ihm und er kriegt die Kurve. Das wünsche ich ihm von Herzen, aber nicht mehr mit mir.
Noch kann ich mich auf die „neue“ Zeit nicht wirklich freuen, weil noch der Umzug und die komplette Abnabelung bevorsteht, aber ich werde mich psychotherapeutisch behandeln lassen, damit ich damit irgendwann abschließen und es akzeptieren kann, dass ich nicht die Schuld für das Scheitern trage.
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Ja manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass er sich wünscht, dass ich endlich weg, dass er sich dann nicht mehr „zusammenreißen“ muss und sich ganz einfach seinem Alkoholkonsum hingeben kann.
Aber eigentlich ist es auch egal, was oder warum….
Und in der abstinenten Zeit, die er ja durchaus hatte, war es oft auch nicht einfach. Da sind dann seine Depressionen oder Charaktereigenschaften wieder stärker herausgekommen. Ich habe mich so oft einsam und verlassen gefühlt, wenn ich meine Kinder, meine Tiere und meine Hobbies nicht hätte, wäre ich vermutlich depressiv geworden. Aber ich habe mich oft gefragt, was ich eigentlich von einer Beziehung habe, in der ich quasi alleine bin. Von daher gibt es nur einen Weg ….. raus hier und nicht mehr in die Nummer reinziehen lassen, auch nicht mehr nach dem Auszug aus der Wohnung.
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Danke für deine offene Antwort. Ja ich finde es einfach extrem, dass jemand die Sucht über alles stellt. Ich bin froh, dass du das hinter dir gelassen hast. Wirklich eine starke Leistung.
Gerade hat er geschrieben, dass er noch bis Samstag wartet, bis ich von meiner Reha zurückfahre. Als ich gefragt habe, was dann ist, hat er gemeint, das werde ich dann sehen.
Bringt er sich um, wirft er alle meine Sachen aus dem Fenster, geht er wieder in die Klinik? Da ist mir wieder ganz stark klar geworden, dass ich es einfach so leid bin, mir immer Gedanken machen zu müssen, wie er tickt, was wohl passiert und wie er mich wieder manipuliert. Ich muss jetzt einfach bei mir bleiben und hoffe, dass ich die Fahrt gut überstehe, ohne dauernd zu denken, was mich dann erwartet. Ich weiß, dass es seine Verantwortung ist, was er tut oder auch nicht tut, aber es ist trotzdem einfach kaum zu ertragen.

Schade, dass man nicht offen diskutieren kann, warum diese Situation jetzt so gekommen ist. Er jammert immer nur, aber ich darf keine Argumente bringen, weil ich dann entweder böse bin und ihn fertig machen will, weil ich streiten will, weil ich eiskalt bin usw. Also schweige ich meist, wenn er anruft. Aber wenn ich erstmal in der Wohnung bin, werde ich die Kommunikation auf ein Minimum reduzieren. Sonst lasse ich mich von den Emotionen wieder einfangen und es ändert sich emotional nichts.
Puuuh ist das vielleicht eine Ka…. Hätte ich nie gedacht, dass es mal soweit kommen wird.

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Ich merke inzwischen, dass ich mich innerlich gar nicht mehr wirklich auf ihn einlassen kann, weil ich nicht weiß, ob er mich am nächsten Tag wieder anlügt oder wieder trinkt. Ich bin ständig angespannt und in einem Zustand von Unsicherheit.
Das ist ein sehr schmerzhafter Punkt für mich, weil ich ihm über lange Zeit immer wieder Vertrauen geschenkt habe – und jedes Mal wieder enttäuscht wurde. Ich habe das Gefühl, dass genau dieses wiederholte Muster aus Rückfällen und Unehrlichkeit uns immer weiter voneinander entfernt hat.
Dabei war unsere Situation nicht immer so. Wir haben es in der Vergangenheit schon mehrfach geschafft, schwierige Phasen zu überstehen, uns wieder anzunähern und Vertrauen teilweise wieder aufzubauen. Deshalb habe ich lange gehofft, dass es auch diesmal wieder möglich ist.
Aber gerade sind wir an einem Punkt angekommen, an dem sich unsere Beziehung nicht mehr wie eine Beziehung anfühlt. Wir leben zwar noch zusammen, aber es gibt kaum Nähe, keine echte Verbundenheit und ich empfinde oft Traurigkeit und auch Wut.
Das macht mich sehr traurig und ich weiß im Moment nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ich wünsche mir eigentlich sehr, dass Vertrauen wieder entstehen kann, aber ich weiß nicht, ob das unter diesen Bedingungen überhaupt noch möglich ist.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Konnte bei euch Vertrauen nach so etwas wieder wachsen oder seid ihr irgendwann an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr ging?
Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Gedanken freuen.
Hallo M orgensonne,
bei mir ist es ähnlich. Nach zu vielen Klinikaufenthalten mit Langzeit, Entgiftung, körperlichen Beschwerden ist meine Beziehung am Ende. irgendwann kommt der Punkt, wo es einfach nicht mehr geht. Und solange sich nichts an der Situation ändert, kann auch kein Vertrauen mehr entstehen. Wie oft hatte ich nach den Aufenthalten gehofft, dass er es jetzt schafft, aber eigentlich wollte er es gar nicht. Immer wieder die Leier, dass es ja eine Krankheit ist und dass sie unheilbar wäre und dass es so und so viele andere ja auch nicht geschafft haben. Und auch wenn ich meinte, dass wir immer wieder neu anfangen können, wenn er mit dem Alkohol aufhört, hat ihn nicht beeindruckt.
Und jetzt nachdem ich mich für die Trennung entschieden habe, kommt das große Geheule mit Selbstbemitleidung, bitteren Vorwürfen an mich, Beleidigungen, Anschuldigungen usw. Aber wie oft möchte ich das ganze wiederholen? Bei mir ist jetzt einfach die Grenze überschritten worden. Wann dies ist, muss jede/r für sich selbst entscheiden. Aber Tatsache ist, dass es nur ohne Alkohol geht. Alles andere ist Illusion, das hatte ich lange nicht geglaubt und bitter lernen müssen.
Leider konnte ich dir von meiner Seite keine Hoffnungen machen, aber manchmal ist das „Ende mit Schrecken“ besser, als der „Schrecken ohne Ende“.
Fühl dich gedrückt von mir.
Liebe Grüße
Elara
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Heute ist mal wieder ein trauriger Tag für mich. Mein Mann ruft oft an oder schreibt, wie schlecht es ihm geht und warum ich ihn fertig machen will. Er hat ja keine Freunde mehr und selbst sein Sohn will nichts mehr von ihm wissen. Als ich ihn gefragt habe, ob er darüber nachgedacht hat, warum das so ist, hat er gar nicht geantwortet, sondern mit seinem Selbstmitleid weitergemacht. Ist es die Alkoholkrankheit oder einfach nur eine Charaktereigenschaft, dass man so dermaßen ichbezogen ist und die Realität einfach nicht sehen will? Er entschuldigt sich tausendmal, dass er alles nicht so gemeint hat und dass er ja nicht mehr machen kann, als sich zu entschuldigen, aber dass genau das mich einfach weggetrieben hat, dass er sich „nur“ entschuldigt, aber nichts ändert bzw. die gleichen Fehler wieder macht, fällt ihm gar nicht auf. Und ich wäre ja auch Schuld an vielen Sachen, weil ich ihn ignoriert habe oder meine Sachen einfach durchgezogen habe. Vielleicht habe ich auch einiges falsch gemacht in unserer Beziehung, aber an der Alkoholsucht und deren Folgen ist allein er verantwortlich.
Es geht ja nur ihm schlecht, weil ich ihn alleine lasse und er sich jetzt um alles kümmern muss, aber wenn ich realistisch denke, möchte ich genau diese Endlosschleifen nicht mehr in meinem Leben haben. Wie oft er in Kliniken, Entgiftung, Langzeittherapie war etc wo ich mich um alles gekümmert habe, wieviel ich im Alltag übernommen habe, wenn er tagelang einfach nicht in die Puschen gekommen ist, das wird alles ignoriert und ist vergessen. Wie oft er mir schöne Momente und Augenblicke versaut hat, weil er mal wieder ein Problem mit was oder wem auch immer hatte. Nein, ich möchte das alles nicht mehr in meinem Leben. Ja ich bin tieftraurig, weil ich ihn alleinelasse und ihn irgendwie auch hängenlasse, aber er hat seine Tausend Chancen einfach verkackt, um es mal ganz offen zu sagen.
Für mich gibt es nur noch eine Richtung und die ist weg.

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Hallo Tabsi,
danke und ich hoffe, dass ich nach einiger Zeit auch so darüber denken kann.
Meine Dokumente habe ich schon im Auto und demnächst in meiner neuen Wohnung. Und wenn es wirklich zu Agressionen kommt, dann fahre ich entweder mit meinem Wohnmobil weg und übernachte bei meinem Sohn oder meiner Tochter.
Mein Mann wollte jetzt mit seiner Hausärztin organisieren, dass er wieder in die Klinik kann. Das wäre natürlich dann das beste, dann kann ich in Ruhe packen ohne mir ständig seine Vorwürfe und seine Selbstbemitleidungen anhören zu müssen.
Bin ich froh, wenn ich die Wohnungstür hinter mir zuziehen kann und der Umzug erledigt ist. Nie hätte ich gedacht, dass es mal soweit kommt, aber ich erfahre gerade so viel Zustimmung und Unterstützung aus meinem Umfeld, dass es mir schon fast peinlich ist.
Vielleicht muss ich auch gerade das lernen, dass ich auch mal Hilfe annehmen darf und nicht nur immer funktionieren muss und für jemand anders den Prellbock machen zu müssen.
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Die letzten Tage waren sehr schwierig. Nachdem mein Mann realisiert hat, dass ich wirklich ausziehe und meine Umzugskartons packe, hat er meine Sachen von den Wänden und Regalen genommen und mir aufs Bett gelegt. Und als ich gesagt habe, dass er das bitte sein lassen soll, meinte er dass ich mich sofort verpissen soll, sonst wirft er meine Sachen aus dem Fenster. Nach einigen Argumenten konnte ich ihn überzeugen, dass ich mich jetzt nicht wegbeamen kann, sondern das alles in Ruhe machen möchte und wenn er so weitermacht, dass ich einfach mit meinem WoMo wegfahre.
Er bemitleidet sich den ganzen Tag, dass er jetzt dann ganz alleine ist und sich niemand um ihn kümmert, aber er hat alle meine Bemühungen nicht ernst oder angenommen und jetzt jammert er rum. Morgens, wenn der Pegel noch niedrig ist (um 6 Uhr beginnt der Tag mit dem ersten Bier), ist er noch einigermaßen vernünftig, aber mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt die Gefahr, dass er auf Kommunikation dann aggressiv reagiert. Zum Glück schlägt er mich nicht, aber die Worte tun meistens genug weh. Er hätte mir immer teure Geschenke gemacht (die ich nie verlangt habe) und ich hätte ihm nur immer unnütze, billige Sachen geschenkt, die ihm nicht gefallen haben. Wenn ich gefragt habe, was er sich zum Geburtstag oder Weihnachten wünscht, kam immer nur „nichts“. Und dann sich zu beschweren, dass ich ihm einfach was geschenkt, was ich meinte, dass ihm vielleicht gefallen könnte, finde ich nicht fair.
Als ich dann noch gesagt habe, dass aus meiner Sicht der Alkohol und die Sucht unsere Beziehung zerstört haben, hat er mich beschimpft, dass ich immer wieder alles aufrolle. Aber er kommt permanent damit, dass meine Kinder und mein Bruder/meine Familie unsere Beziehung zerstört hätten, weil sie ihn nicht akzeptiert haben. Und dann wiederholen sich noch tausend andere Anschuldigungen, wo ich mich frage, wer hier etwas aufrollt. Und wenn ich etwas dagegen sage, dann meint er, dass ich wieder streiten will. Also schweige ich und versuche alles herunterzuschlucken, wie schon die ganze Zeit.
Interessanterweise bekomme ich von vielen Menschen, denen ich erzähle, dass ich mich jetzt trenne, positive Rückmeldungen. Ja es tut mir wahnsinnig leid um die Beziehung und dass er jetzt dann ganz alleine ist, aber das habe nicht ich verschuldet, sondern seine Sucht und seine aus meiner Sicht narzisstische Art, sich mit allen zu verstreiten. Er hat keine Freunde, keine Bekannten, keinen Kontakt zu Verwandten und sein Sohn macht auch nur das nötigste für ihn, wenn er ihn mal nicht gerade wieder beschimpft. Er hat keine Hobbies und keine Freude an irgendwas. Klar sind das vielleicht auch die Depressionen, aber wenn man dann eine psychosomatische Therapie ablehnt, dann ist das für mich alles perspektivlos.
Oft bin ich trotzdem traurig, dass wir es nicht geschafft haben, aber nach so einem Streit, weiß ich wieder, wohin der richtige Weg geht. Und es besteht ja doch immerhin die minimale Wahrscheinlichkeit, dass er aufhört zu trinken, sich wieder sozialisiert usw. Aber daran kann ich momentan nicht glauben.
Er droht immer damit, dass er sich umbringt oder aus dem Fenster springt, weil er ja so alleine ist, aber ich bin da mittlerweile emotionslos, weiß nicht ob das normal ist, aber ich bin einfach emotional so ausgelaugt, dass ich das gar nicht mehr bewerten kann. Und dann kommt wieder, dass er ja solche Schmerzen im Bauchraum hat und er sowieso bald sterben wird. Wenn ich den ganzen Tag nichts esse, nur Bier trinke hätte ich vermutlich auch Bauchschmerzen. Er war erst 3 Tage im Krankenhaus zum Check-up, wo sie außer einem Geschwür im Zwölffingerdarm nicht gefunden haben. Und die*edit*, die er dagegen nehmen sollte, nimmt er auch nicht.
Die nächsten Wochen, bis ich endgültig in meiner Wohnung bin, werden mich noch an meine Grenzen bringen, aber ich hoffe wirklich, dass ich danach zur Ruhe komme und wieder Kraft gewinnen kann. Momentan hole ich mir therapeutische Unterstützung über eine Online-Therapeutin, weil ich einfach manche Sachen noch aufarbeiten muss, sonst frißt sich das in mich hinein.
Es ist einfach nur zum Heulen.
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Es hat geklappt mit der Wohnung.
Der Vermieter und alle die in dem Haus wohnen sind super nett und haben mich und meine Hündin herzlich aufgenommen. Der Sohn vom Vermieter freut sich sogar sehr, dass jetzt meine Hündin einziehen wird. Jetzt muss ich nur die nächsten Wochen überstehen mit der Trennung. Aber ich werde gut beschäftigt sein mit renovieren und Umzug. Hoffentlich überstehe ich das alles gut. Jedenfalls habe ich heute den „wichtigen Ordner“ mit allen Unterlagen gleich in mein Auto geladen, da ist er erstmal sicher. Morgen vormittag kommt mein Mann nach Hause, dann wird es spannend, wenn er realisiert, dass es diesmal ernst ist.Danke für die Unterstützung. Ich bin echt froh, hier zu sein. Mein Sohn, meine Schwiegertochter und meine Tochter haben mich heute nochmal unterstützt. Und ich werde die freie Zeit genießen, wenn ich einfach nur das machen kann, was ich für richtig empfinde, ohne mich rechtfertigen zu müssen. Wie hat es meine Schwiegertochter gesagt: sie hätten mich nie besucht, solange meine Ex-Mann da war. Jetzt mit der neuen Wohnung wird das anders werden. Und ich werde die freie Zeit genießen mit viel Sport, Aktivitäten und aber auch Zeit für meine Familie.
Vielleicht wird es doch noch „mein Jahr“ mit dem Motto „Höre niemals auf zu träumen“.
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Ich bin jetzt vom Urlaub wieder zurück und wenn es klappt, habe ich heute Abend eine Wohnung, die ich kurzfristig beziehen kann. Mein Mann hat gestern nochmal am Telefon gemeint, ob ich es mir nicht doch nochmal überlege. Ich habe dann einfach nur „Nein“ gesagt. Er hat einfach nicht verstanden, dass es für mich aus ist und ich keine Zukunft mehr sehe. Gerade ist er bis morgen noch im Krankenhaus. Eingeliefert, weil er mal wieder am Sterben ist und nach gründlichem Check haben sie ein Geschwür am Zwölffingerdarm gefunden, das jetzt mit edit behandelt wird. Aber mir Druck machen, ich würde ihn sterbend zurücklassen. Wie oft hatten wir das schon. Und es wird sich auch in Zukunft nichts ändern, das wird mir immer klarer.
Ja, ich trauere auch, weine, habe Angst vor der Zukunft, es tut mir leid, dass es so gekommen ist. Ich denke, das gehört auch dazu, wenn man sich nicht vollkommen gleichgültig war. Deshalb lasse ich auch diese Trauer zu, weil sie zum Prozess dazugehört. Die nächsten Wochen werden noch anstrengend, bis ich meine Sachen gepackt habe und ausgezogen bin. Zum Glück stehen meine Kinder hinter mir und unterstützen mich.
Aber beim Lesen der unterschiedlichen Fäden habe ich gemerkt, dass es vielen hier ähnlich geht und es ist erschreckend, wie gleich manche Reaktionen, Ausreden, Abläufe und Vorgehensweisen sind. Also liegt es nicht an mir, sondern vermutlich wirklich am Alkohol und der Sucht. Das hat mir aber nochmal vor Augen geführt, dass ich das Richtige mache und ihn nicht einfach im Stich lasse, sondern einfach nur die Reißleine ziehe, bevor ich mit ihm untergehe.
Ich bin jetzt fast 61 Jahre alt und habe vielleicht noch ein paar schöne Jahre vor mir, die ich noch mit meinen Kindern und meiner Enkelin genießen möchte. Darauf konzentriere ich mich, der Rest ist traurig, aber ich werde auch das überwinden. Zweite Ehe gescheitert, aber so ist es eben manchmal.
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Interessanterweise hat das meine Freundin gestern auch zu mir gesagt, dass ich aufpassen soll. Wenn ich nächste Woche zurück bin ist er wahrscheinlich in der Klinik und ich werde als erstes meine Unterlagen in Sicherheit bringen. Und ja es graut mir vor der Zeit, bis ich dann wirklich weg bin. Aber wenn alles klappt bin ich Mitte Juli in meiner eigenen Wohnung und zum Umzug werde ich mindestens meinen Sohn mitnehmen. Wir haben uns erst kürzlich über die Zeit meiner ersten Trennung von seinem Papa unterhalten und er steht voll hinter mir.
Natürlich tut es mir leid um meinen jetzigen Mann, aber er hatte so viele Chancen. Wieviele soll ich ihm denn noch geben?
Ich weiß nicht, wieviel ich mit ihm reden soll, weil eigentlich schweige ich mehr am Telefon als zu reden. Es ist alles schon hundertmal gesagt und ich bin einfach nur müde.
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Danke an alle für die wirklich hilfreichen Posts. In bin froh hier eine Plattform zum Austausch zu haben, sonst würde ich mich nur schlecht fühlen, weil ich ja gemein bin und ihn fallenlassen.
ZitatDie entscheidende Frage ist doch nicht, wer warum gelitten hat. Die entscheidende Frage ist, was ich heute daraus mache. Denn wenn ich mein ganzes Leben unter meinem Leid, meinen Erklärungen und meinen Begründungen begrabe, dann löse ich mich nicht daraus.
Nicht als Alkoholiker, nicht als Co-Abhängiger. Dann richte ich mich einfach darin ein.
Und wenn ich mich darin eingerichtet habe, brauche ich irgendwann auch keine weiteren Erklärungen oder Rechtfertigungen mehr. Dann ist das eben mein Leben geworden. Die Geschichten mögen unterschiedlich sein. Das Verhalten oft auch.
Das ist der entscheidende Punkt, was ich heute daraus mache.
Wenn alles klappt, kann ich am Dienstag einen Mietvertrag für eine kleine Wohnung Luftlinie 500 m von meinem Sohn mit seiner Familie unterschreiben und Mitte Juli einziehen.
Das wird bis dahin nochmal hart, wenn er sieht, dass ich es diesmal wirklich ernst meine und durchziehe. Aber meine Kinder haben mir versprochen mir beim Umzug zu helfen und auch so zu unterstützen.
Mit meiner Freundin, die ich gerade besuche, habe ich heute auch gesprochen und sie hat mich bestätigt, dass ich das richtige mache.
Schlimm ist nur, dass er mich anruft und vorheult, wie alleine er ist und dass er niemanden mehr zum Reden hat. Vorher war ich da und er hat sich ins Bett gelegt, wenn ich da war, weil er voll war.
Und dann auf einmal diese Posts auf allen Kanälen, wie er mich liebt und vermisst und wie er um mich kämpfen möchte. Interessanterweise erzeugt das bei mir gerade entgegengesetzte Emotionen, weil ich das von meinem narzisstischen ersten Ex kenne. Ich war die Liebe seines Lebens, aber ich habe mich immer gefragt, warum er mich dann so behandelt.
Es gibt momentan sehr viele Parallelen und da ich das ganze schon mal durchlebt habe, kommen viele Erinnerungen zurück und rütteln mich richtig auf.
Für mich gibt es kein Zurück mehr. Ich brauch aber viel Kraft, um da einigermaßen durchzukommen. Aber gerade heute denke ich wieder, wieviele Winks mit Zaunpfählen brauch ich noch, um zu erkennen, dass es an der Zeit ist.
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Liebe Linde66 .
Das mit dem Ändern des Thread-Titels finde ich eine gute Idee.
Wie wäre es mit:
Befreiung – ich lasse dich los, um mich nicht zu verlieren.Es ist unglaublich, wie sich viele Fäden ähneln und es hat mir wirklich die Augen geöffnet, dass ich nicht alleine damit bin, nicht schuld daran bin, aber auch nichts daran ändern kann.
Dankeschön und liebe Grüße, Elara.
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Guten Morgen,
danke für die vielen wirklich lieben Worte.
Ihr habt ja so recht. Ich kann nicht immer nur drohen und dann wieder einknicken, das weiß er wahrscheinlich auch und deshalb kommt er dann immer wieder lieb angekrochen.
Mein Sohn hat mir empfohlen, eine Liste mit Argumenten zu machen, warum ich nicht mehr will und sie durchzulesen, wenn ich wieder zweifle. Das hilft mir wirklich, auch wenn es unglaublich schwer ist.
Und wenn ich wieder Selbstachtung vor mir haben will, dann gehe ich jetzt meinen eigenen Weg und der Rest wird sich dann wieder ergeben. Ich freue mich auf viele schöne Momenten mit meinen Kindern und meiner Enkelin. Die ist jetzt schon zwei Jahre alt und ich war viel zu selten da, weil ich mich unter Druck gesetzt habe wegen meinem Mann.
ZitatWorauf wartest Du noch?
Du hängst genauso an dem Säufer, wie er an der Flasche.
Du machst Androhungen, Dich zu trennen, setzt es aber nicht um.
Genau wie er schwafelt, sich Hilfe zu holen oder trocken zu werden und alles bleibt beim Alten.
Das macht unglaubwürdig, wenn ich Konsequenzen androhe und sie nicht umsetze. Deine Kinder stehen hinter Dir, aber irgendwann glauben sie Dir vielleicht auch nicht mehrDie Zeit ist gekommen zu gehen. Meine Frage „Should I stay or should I go“ ist beantwortet und es gibt für mich nur noch eine Richtung. Die Zeit ist reif. In einem Faden habe ich einmal gelesen, wenn man sich trennt, tut es ein Jahr lang weh. Aber wenn man sich nicht trennt, dann verliert man irgendwann alles in so einer Beziehung. Schlimmstenfalls auch den Kontakt zu den Menschen, die momentan noch zu einem halten, weil es irgendwann wirklich unglaubwürdig ist. Ich merke ja selber, ich kann nicht nur immer jammern und heulen, dass ich nicht mehr kann, aber nichts daran ändern wollen.
Mein Kopf ist klar in der Sache, den Rest bekomme ich hin, auch wenn ich noch viel heulen werde, bis ich damit durch bin.
Ich bin froh, das Forum hier gefunden zu haben, das mir geholfen hat, die Augen zu öffnen und zu begreifen, dass es an der Sucht liegt und nicht an mir.
Liebe Grüße an alle.
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Da bin ich wieder. Und jetzt ist es soweit, dass ich mich trenne. Die letzen Wochen haben sich in einer endlosen Spirale immer wiederholt. Mein Mann war in der Klinik wegen Alkoholentzug, war in der geschlossenen Psychiatrie, weil er versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden usw. Psychisch war und bin ich am Ende, weil ich auch einfach keinen Partner habe, der mich mal in den Arm nimmt. Klar habe ich meine Kinder, aber man will ja auch nicht immer bei denen vorbeikommen und seine Probleme abladen, zumal sie durch den Tod der ungeborenen Enkelin genug selbst zu bewältigen haben.
Und dann waren da die ständigen Vorwürfe…. wenn ich länger gearbeitet habe, weil ich ein wichtiges Projekt fertig machen musste und danach noch meine Musik hatte, dann hat mir mein Mann vorgeworfen, dass ich mich bei allem zu wichtig nehme und ihn immer alleine lasse. Dass ich für alles und jeden Zeit habe, nur für ihn nicht und dass er immer alleine zu Hause bleiben muss und sich um alles kümmert. Tatsache war jedoch, dass ich z.B. am Wochenende alles sauber gemacht habe, sein Bett frisch überzogen habe, er eigentlich den Rasen mähen wollte, aber mal wieder nach 10 min. das Handtuch geworfen hat und sich zwei Stunden Schlafen gelegt hat. Ich habe dann den Rasen zu Ende gemäht (es war ja nur noch 15 Minuten zu mähen), ich dann noch die Ränder mit der Handschere gekürzt habe, er dann aus seinem Nachmittagsschlaf aufwacht, mich frägt, warum ich so rot in Gesicht bin (waren ja nur gefühlte 30°C im Schatten und ich hatte den steilen Bereich im Garten gemäht). Dann wurde mir vorgeworfen, dass ich mich nicht zu ihm setze und dass er mal wieder alleine ist (dann kann er ja gleich komplett alleine sein usw.). Ich habe dann noch den Bereich fertig gemacht und er hat versprochen, den Rest am Montag zu machen (was er natürlich nicht gemacht hat). Das Ende des Samstags war dann, dass wir gemeinsam Formel 1 angeschaut haben (was mich null interessiert) und er dann um 18 Uhr ins Bett gegangen ist. Am Sonntag wollten wir eigentlich mal zusammen mit dem Hund spazieren gehen, aber er hat es dann solange hinausgezögert, bis wieder Formel 1 war und er sich dann vor die Glotze gesetzt hat. Ich war dann mit dem Rennrad unterwegs, weil ich sonst wahrscheinlich ausgerastet wäre und bin später alleine mit dem Hund gegangen. Er geht ja schließlich jeden Tag unter der Woche mit dem Hund und er ist froh, wenn er mal nicht gehen muss. Dass es für mich aber um gemeinsame Zeit gegangen ist, hat er gar nicht verstanden. Er wirft mit immer vor, dass ich nicht für ihn da bin, aber er will eigentlich nichts gemeinsames machen, sondern nur, dass ich neben ihm sitze und ihm beim Daddeln am Tablet oder beim Biertrinken zusehe.
Momentan geht es ihm gesundheitlich sehr schlecht, weil er nichts isst und nur Bier trinkt. Seine Verdauung ist dann natürlich entsprechend und er hat Magenschmerzen. Das liegt aber daran, weil er ja todkrank ist und sowieso bald sterben wird, aber ich kümmere mich ja nicht darum. Er war dieses Jahr so oft im Krankenhaus, wo er komplett durchgecheckt wurde, und es war immer nichts. Im Gegenteil, wenn er dann keinen Alkohol getrunken hat und normal gegessen hat, waren die Beschwerden ja auch immer weg.
Und jetzt wollten wir eigentlich gemeinsam mit dem Wohnmobil in Urlaub fahren, aber er hat im Vorfeld die ganze Zeit gemeckert, dass er eigentlich gar nicht da hin will, wo ich eine Freundin besuchen wollte, weil ihn die Gegend ankotzt usw. Nach dem Streit mit meiner Arbeit hat er mir an den Kopf geworfen, dass wir sowieso nicht zusammen passen und er in die leere Wohnung im Haus ziehen wird. In den nächsten Tagen hat sich dieser Plan von ihm langsam wieder in Luft aufgelöst und er hat so getan, als ob es keinen Streit gegeben hat. Aber ich habe ihm dann auf seine Frage, ob er mitfahren soll geantwortet, dass ich das nicht mehr möchte. Nach den letzten gemeinsamen Ausflügen mit dem Wohnmobil hat er mir vorgeworfen, dass ich mich um nichts kümmere, weil er um 5 Uhr aufsteht und den Hund füttern muss (der schläft bei mir auch bis 8 Uhr) und er dann schon fix und fertig ist, wenn ich dann um 8 Uhr aufstehe. Entschuldigung, wenn ich Wochenende habe, ist er der Meinung, ich sollte um 6 Uhr aufstehen, den Hund füttern und mit ihm am Campingplatz eine Runde laufen, nur weil er um 5 Uhr nicht mehr schlafen kann? Ich erwarte von ihm nicht, dass er sich um unseren gemeinsamen Hund kümmert, aber er macht es und wirft es mir dann vor?
Am Wochenende bin ich dann zweimal zu meiner Tochter gefahren, um mich um ihren alten Hund zu kümmern. Ich bin am Abend nochmal hin und es wurde halb zehn, weil er einen Krampfanfall hatte und ich schon dachte, dass er stirbt. Ich hatte dann noch mit meiner Tochter telefoniert und ich war fix und fertig. Als ich dann nach Hause komme, wirft er mir vor, dass ich ja mal wieder für alle Zeit habe, er aber alleine ohne Essen zu Hause sein muss (er ist ja ein kleines Kind, das sich nichts selber machen kann, wenn der Kühlschrank voll ist). Es könne sich doch jemand anders um den Hund kümmern, z.B. die Eltern vom Freund meiner Tochter, die im gleichen Ort wohnen. Als ich dann gesagt habe, dass die momentan im Urlaub sind, kam als Antwort, dass sich ja die Großeltern (sind ja nur über 80 Jahre alt) darum kümmern könnten. Ich habe darauf nichts mehr gesagt, obwohl ich kurz vor dem Platzen war. Aber was soll ich da sagen, ohne loszubrüllen. Das ist der Hund meiner Tochter und da sollen sich die Großeltern des Freundes kümmern?
Für mich war da eigentlich die letzte Entscheidung getroffen. Er kam dann später nochmal zu mir und hat getan, als ob nichts wäre und ich dachte ich wäre im falschen Film.
Am Sonntag bin ich dann mit meinem Wohnmobil los und bin zu meinem Sohn gefahren, um mit ihm zu reden. Und er hat mir klar gesagt, dass ich mich trennen soll und aufschreiben soll, warum ich mich von ihm trenne, damit ich es immer vor Augen habe.
Es ist mit jetzt klar, dass sich nichts ändern wird, weil sich mein Mann nicht ändern möchte. Weder seinen Alkoholkonsum beenden möchte, noch seine Depressionen behandeln lassen will. Ach ja, er war auf der Warteliste für eine psychiatrische Klinik und das hat er mir am Samstag Abend dann auch noch gesagt, dass sie ihn angerufen hätten, dass er am Montag kommen kann, er dann aber abgesagt hat, weil er da nicht mehr hinmöchte. Er hat es so gesagt, als ob er mir damit eins auswischen möchte. Aber es ist doch seine Psyche unter der er angeblich seit Jahren so leidet und keiner kümmert sich um ihn. Ich hätte meinen Urlaub abgebrochen, um mich um unsere Katzen zu kümmern, aber er hat sich ja mal wieder geopfert und abgesagt.
Am Montag habe ich mir eine Wohnung angeschaut und es verdaddelt. Ich hätte den Mietvertrag gleich unterschreiben sollen, aber das war mir in dem Moment einfach zu viel. Und dann hat die Vermietern die Wohnung natürlich an einen anderen vergeben. Mein Sohn sagt, dass wir gemeinsam weitersuchen und ich aber auf alle Fälle ausziehen soll.
Jetzt bin ich im Urlaub bei meiner Freundin, der ich natürlich nichts von der ganzen Schei…. erzähle und mein Mann hat wieder so getan, als ob nichts wäre, und ob er im September mit nach Kroatien fahren kann. Ich habe dann geantwortet, dass ich das nicht mehr möchte und dass ich mich trenne. Dann wieder, dass man so etwas nicht am Telefon macht usw, aber wenn es jemand einfach nicht kapiert, dass es aus ist?
Und jetzt kommen ständig Nachrichten und Anrufe, die zwischen Beschimpfungen und Heulkrämpfen pendeln. Und ich wäre ja so abgebrüht, er wäre ja immer der Dumme, der von allen abgezockt und mies behandelt wird. Und ich hätte ja einen Neuen, den hat er auf einem Foto gesehen und über Satellit hätte er einen Mann mit Bart um mein Wohnmobil gehen sehen und er ja nicht blöd ist und weiß was da abläuft. Es ist nur so, dass da niemand ist und ich froh bin einfach mal niemand um mich zu haben, geschweige denn wieder in die nächste Beziehungsschei…. zu fallen.
Ich kann auf seine Vorwürfe immer gar nichts sagen, weil ich sonst losbrüllen würde. Vielleicht sollte er mal objektiv darüber nachdenken, was er unter einer Beziehung versteht und was da eigentlich dazu gehört. Wenn ich bisher mal meine Meinung geäußert habe, dann hat er immer gesagt, warum ich streiten will, aber ich wollte einfach nur meine Sichtweise darstellen, aber das ist scheinbar nicht erlaubt.
Manchmal erinnert mich das an meine erste Ehe mit einem Narzisten, der es auch immer geschafft hat mir die Schuld an allem zu geben.
Aber ich habe jetzt wirklich jahrelang versucht, für ihn da zu sein, alles zu ertragen, mich um vieles zu kümmern (z.B. wenn er dann plötzlich wieder 10 Tage in der Entgiftung war und ich alles umorganisieren musste, unseren Hund mit in die Arbeit genommen habe und die ganze Arbeit in Haus und im Garten alleine gestemmt habe, aber das zählt alles nichts).
Und dann immer nur Vorwürfe, Eifersuchtsszenen auf meine Kinder (aus erster Ehe), Beschuldigungen, Kränkungen, dann danach um 7 Uhr am Abend ins Bett zu gehen und ich war dann wie so oft alleine. Und meine Sorgen oder Probleme konnte ich sowieso nicht ansprechen, weil es ihn einfach nicht interessiert hat, weil es immer nur um ihn gegangen ist. Wie schlecht es ihm doch geht und keiner kümmert sich um ihn usw. Dabei hat er wirklich eine gute Hausärztin, die sich noch um ihn wirklich kümmert, aber ich denke irgendwann wird sie auch sehen, dass er sich nicht helfen lassen möchte.
Er wirft mir vor, ich hätte ihn niemals geliebt, aber letztes Jahr nach seinem Alkoholabsturz ist irgendwas in mir zerbrochen und ich habe ja geschrieben, dass es mich vor ihm geekelt hat. Und das ist leider jetzt teilweise auch noch so. Wenn sich jemand nicht pflegt, tagelang nicht duscht, dann nur apathisch rumhängt und morgens schon Bier trinkt, ist das sicherlich kein Anreiz für eine Liebesbeziehung. Wir hatten am Schluß eine Zweckgemeinschaft, aber ich muss mich nicht beschimpfen lassen und darf meine Selbstachtung nicht vergessen.
Also bin ich jetzt auf Wohnungssuche und hoffe, dass es nicht zu lange dauert. Mein Mann geht jetzt nächste Woche ins Krankenhaus (weil er ja todkrank ist) und danach wird er in die andere Wohnung ziehen. Aber ob er das dann wirklich macht, ist ja die andere Frage. Deshalb steht mein Plan fest, dass ich ausziehe, sobald ich etwas habe. Und wenn es mir zuviel wird, kann ich immer noch vorübergehend im Wohnmobil wohnen. Ist bloß die Frage, wie ich das mit meinen Katzen mache.
Es ist einfach alles so verfahren und oft habe ich Angst, dass ich das alles gar nicht schaffe, aber mein Sohn und meine Tochter haben mir gesagt, dass sie hinter mir stehen und mir helfen, wenn ich sie brauche.
Jedenfalls steht für mich fest, dass ich mich scheiden lasse, um hier ein für alle Mal einen Schnitt zu machen. Und ich brauche nie mehr einen Mann in meinem Leben, weil ich vermutlich beziehungsunfähig bin und mich immer vom falschen Typen einlullen lasse. Einmal Co, immer Co?
Ich schäme mich so, dass ich zwar alles auf die Reihe bekomme, beruflich erfolgreich bin usw., aber scheinbar einfach zu doof bin, eine Beziehung zu haben.

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Dankeschön für die lieben Worte. Es ist einfach eine irreale Situation, die man vielleicht nur nachvollziehen kann, wenn man es selbst erlebt hat. Ich habe tiefes Mitgefühl, was dir damals passiert ist. Die Erinnerung an die lieben Menschen wird immer bleiben
