Guten Morgen,
mein Mann ist seit seiner Entlassung aus der Entgiftung am 04.12. immer noch abstinent und es geht ihm aus meiner Sicht gut. Er isst endlich vernünftig und geht lange mit unserem Hund spazieren. Das Thema „Alkohol“ schweigen wir momentan aus. Im Januar hat er einen Termin beim Hausarzt und er möchte hier versuchen eine psychosomatische stationäre Therapie zu bekommen. Leider bekommt er bei der Einweisung immer das Thema „Alkohol“ mit eingetragen. Mal sehen, ob es mit der Bewerbung in der Psychosomatik klappt. Aber ich kümmere mich nicht mit darum, weil es sein Ding ist. Abends beim Einschlafen hab ich nur oft Panik vor dem Rückfall. Ja klar, soll man an den Partner glauben, aber ich habe wie viele andere einfach schon zu oft erlebt, wie schnell der Rückfall kommen kann.
Soll ich mich jetzt schon gedanklich darauf vorbereiten, wie ich nach dem nächsten Rückfall reagieren soll (ausziehen und trennen), oder soll ich die Zeit einfach mal genießen und abwarten, was passiert? Ich weiß, dass das eine blöde Frage ist, aber es geht einem oft so viel durch den Kopf, mit dem man in der Regel alleine ist, weil ich mit meinen Kindern, Freunden etc. über sowas gar nicht reden kann. Deren Antwort kenne ich nur zu gut, um mein realer Kopf sagt ja auch, dass ich ohne Beziehung freier bin, weil ich mich nur um mich zu kümmern brauche. Aber nachdem er momentan „normal“ ist, hoffe ich halt doch immer noch auf eine dauerhafte Änderung.
In den vielen Fäden, die ich mittlerweile gelesen habe, sehe ich oft viele Ähnlichkeiten und wie schwierig es ist, die richtige Entscheidung zu treffen bzw. eine Trennung wirklich durchzuziehen.