Beiträge von Kyra

    Hallo Angler,

    irgendwie finde ich die von dir beschriebene Reaktion auf den Anblick von Bier auch für einen abstinenten Alkoholiker nicht normal.

    Wenn ich im Markt bin, bemerke ich die Kästen gar nicht oder denke ausdrücklich „mit euch habe ich nichts zu tun“, wenn ich sie doch wahrnehme, und gehe weiter.

    Ich sah das Bier und mir wurde schlecht. Der ganze Magen verkrampfte und ich bekam mal wieder Brechanfälle, dass ich Teile vom Frühstück wieder im Mund hatte.

    Im Auto habe ich geheult und gezittert. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich mal getrunken habe. Es fühlt sich voller Ekel an, vor Veränderung und Panik. Etwas was nie stattgefunden haben kann. Allein der Gedanke es zu trinken, was passiert, das Gefühl in mir bringt mich zum Übergeben. Das Vorhandensein von Bier macht mir nichts aus aber sobald die Gedanken mit mir in Verbindung kommen entsteht eine innerliche Panik, dass ich flüchten will und nicht kann. Etwas was ich vergessen will und es mich als Erinnerung verfolgt.


    Du scheinst dir nach dem Anblick ziemlich intensiv Gedanken über das gesehene Bier zu machen.
    Und das Vorhandensein von Bier scheint dir doch etwas auszumachen, da du schon den bloßen Anblick von Bier sofort mit dir persönlich in Verbindung bringst, wie deine Reaktion ja zeigt.

    Auch wenn du deine krassen Verhaltensweisen (Erbrechen, Zittern, Heulen) und Gedanken (Panik und Fluchtgedanken) positiv, sogar als ein tolles Zeichen einer gefestigten Abstinenz siehst, würde ich derartige physische und mentale Reaktionen als extremen Kampf zwischen meinem Saufhirn und mir einordnen. Und ich würde mich dann noch sehr sehr weit entfernt von einer gesunden bzw. zufriedenen Abstinenz sehen.

    LG Kyra

    Hallo Bibi,

    da habe ich dir gefühlsmäßig gerade erst zu 9 Monaten ohne Alkohol gratuliert und schon sind es 10 Monate.

    Auch dazu ganz herzliche Glückwünsche.
    Und schön, dass du dich stabil fühlst und das Forum zur Stützung deiner Abstinenz weiterhin besuchst. Genau das ist auch meine Vorstellung zu mir.

    LG Kyra

    Hallo tottie68 ,

    deine Beiträge lesen sich ja durchaus interessant.

    (Und jetzt kommt das Aber:)

    Nur erwarte ich von einer Antwort in einem Selbsthilfeforum praktische Lösungsansätze.
    Wenn ich akuten Saufdruck habe, es dennoch schaffe, hier um Hilfe zu rufen, dann benötige ich keine seitenlangen Ausführungen, die nicht einen einzigen praktischen Tipp enthalten, der mich vor dem Rückfall bewahren kann.

    Für mich war Hintergrundwissen durchaus sehr hilfreich. Es festigt meine Abstinenz zu erkennen, was die Sucht, die Suchtbefriedigung, die Abstinenz in meinem Gehirn auslöst. Denn ich hatte die Notwendigkeit alternativer Wege, also von Verhaltensänderungen, die Schaffung neuer Verknüpfungen im Gehirn, die Überschreibung festgefahrener Strukturen verstanden.

    Dieses Wissen wurde mir jedoch hier nicht ungefragt „aufgezwungen“, sondern habe ich von anderer Stelle in für mich geeigneter Form erfahren, weil ich es wissen wollte.
    Wenn ich hier im Forum nachgefragt hätte, dann hätte ich auch hier Antworten dazu erhalten. Ich müsste mich aber nicht durch seitenlange theoretische Grundsatzausführungen zur Sucht allgemein durchwühlen.

    Deine Beiträge sind mir jedenfalls zu abstrakt, um für mich als Hilfe zur Selbsthilfe dienen zu können.

    Freundliche Grüße Kyra

    Hallo Tiffy,

    ist es nicht wunderschön, was sich durch die Abstinenz schon zum Positiven geändert hat?

    Herzlichen Glückwunsch zu 3 Monaten.

    Und ich wünsche dir, dass du Abschied nehmen kannst vom Gedanken, gegen die Sucht kämpfen zu müssen.
    Die Sucht ist nicht heilbar, einen Kampf verlierst du, da sie jeden Tag wieder im Kampfring steht. Ein Kampf kostet dir damit einfach täglich nur unnötig Kraft.

    Liebe Grüße Kyra

    Hallo Advocatus,

    herzlichen Glückwunsch zu 3 Monaten Abstinenz.
    Wie geht es dir damit? Was hast du im Laufe dieser Zeit geändert? Was hat sich bei dir geändert?

    Ich habe alte Hobbys wieder aufleben lassen und mit Sport begonnen. Geändert hat sich bei mir körperlich sehr viel zum Positiven. Aber ich bin auch ausgeglichener geworden, ich meckere nicht mehr so schnell über alles Mögliche, achte mehr auch auf gute Dinge und würdige sie.

    Meine bisherige Unzufriedenheit über vieles, die im Grunde eine Unzufriedenheit mit mir selbst war, wandelt sich allmählich in eine Zufriedenheit.

    Liebe Grüße Kyra

    Lieber Amun,

    allein 1 Monat ohne Alk ist doch schon ganz viel Positives! Herzlichen Glückwunsch dazu.

    Genieße einfach deinen heutigen persönlichen Feiertag und lenke deine Gedanken nur auf positive Dinge.

    LG Kyra

    Ich wünsche allen hier einen wunderschönen entspannten alk-freien Sonntag.

    Heute bin ich genau 5 Monate abstinent.

    Resumée:

    Es ist irgendwie zu einfach 😂.
    Natürlich ploppt mal der Gedanke auf, ein Bier trinken zu wollen oder dass ich sonst in der Situation getrunken habe. Aber fast immer kann ich diese Suchtstimme durch die Aufforderung zu verschwinden oder durch Lachen über ihre stümperhaften Versuche schnell wieder verdrängen.

    Von Anfang an habe ich mich nicht auf Diskussionen mit der Suchtstimme eingelassen.
    Denn das Suchthirn denkt nur an das Suchtmittel, denkt nur daran, wie die Sucht befriedigt werden kann. Daher ist eine auf Logik basierende Auseinandersetzung mit der Sucht nie möglich. Ich vergeude also nur meine Kraft, wenn ich innerlich anfange zu diskutieren, wenn meine Suchtstimme mir zuflüstert, doch was trinken zu können, zu wollen, zu dürfen, zu müssen,


    Macht es mir nun diese Einstellung, dieses kompromisslose Abwehren der Suchtstimme so leicht, keinen Alkohol zu trinken?

    Ich denke, da kommen noch weitere Faktoren hinzu.

    1. Ich kämpfe nicht gegen die Sucht an, ich habe vor ihr kapituliert.
    Wenn ich das Nichttrinken als Kampf gegen die Sucht sehe, dann kämpfe ich jeden Tag immer wieder gegen sie an. Dann ist mein restliches Leben ein dauerhafter täglicher Kampf gegen die Alkoholsucht, den ich jedoch nicht gewinnen kann, da die Sucht nicht heilbar ist, sondern mich für den Rest meines Lebens begleitet.
    Wenn ich nun vor der Sucht kapituliere, dann akzeptiere ich, dass es sie mein Leben lang gibt und verstehe, dass nur ein Leben ohne Alkohol mir ermöglicht, mit dieser Sucht weiterhin leben zu können.

    2. Die Abstinenz ist eine Notwendigkeit.
    Diese Einstellung resultiert aus 1.
    ich bin unheilbar suchtkrank. Ich kann diese Krankheit nur stoppen, wenn ich meinem Körper keinen Alkohol mehr - und zwar nie mehr - zuführe. Es gibt da keinen Kompromiss, es gibt da kein kontrolliertes Trinken, kein mal ein Bier. Es gibt nur entweder - oder, ganz oder gar nicht. Und da ich mein restliches Leben frei, selbstbestimmt und nicht in Abhängigkeit von einer tödlichen Sucht gestalten möchte, ist es für mich notwendig, nicht zu trinken. Die Einsicht in diese uneingeschränkte Notwendigkeit bewirkt wiederum, dass ich jegliche Diskussionen mit der Sucht abwürgen kann.
    Ich diskutiere ja auch nicht, ob ich einen mit Arsen angereicherten Tee trinke oder nicht.

    3. Ich sehe das Trinken von Alkohol nicht als etwas Positives, die Abstinenz damit nicht als Verzicht.
    Vielmehr ist das Nichttrinken ein Gewinn für mich.
    Es gibt keinen einzigen positiven Grund zu saufen.. Stressabbau? - Das geht auch mit Atemübungen, mit Meditation. Und so gibt es für alles, was das Suchthirn mir als Grund fürs Trinken einreden will, eine Alternative.
    Ich muss nur den Mut haben, nach diesen Alternativen zu suchen, sie auszuprobieren, also den bisherigen bequemen Weg zu verlassen. Und wenn ich Alternativen gefunden, diese eingeübt habe, dann werden die alternativen Mögichkeiten zu neuen ebenfalls bequemen Wegen.
    Aber auch, wenn ich diese neuen Wege noch nicht alle gefunden und verinnerlicht habe, gewinne ich auch so be der Abstinenz (z.B. geringerer Blutdruck, keinen Kater, kein morgendliches Trockenkotzen, keine Fahne, usw.).

    4. Ich bin ein leistungsorientierter, ehrgeiziger, perfektionistischer, verstandesgeleiteter Mensch.
    Diese Merkmale, aufgrund derer ich mir mein Leben immer wieder sehr schwer gemacht habe, die mir Depressionen und auch einen Burnout beschert haben, helfen mir nun wiederum bei meiner Abstinenz.

    Ich warte jetzt nicht darauf, dass irgendwann noch das böse Erwachen kommen müsse. Denn damit würde ich den Eintritt im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung fördern.
    Da nehme ich vielmehr an, dass die Kombination meiner Grundanschauungen/Säulen mir einfach die Abstinenz erleichtert. Und ich werde mir diese Säulen immer wieder vor Augen halten, um mein Leben lang achtsam zu bleiben und meine Alkoholabstinenz nicht durch „ich kann das nun nach xy Zeit kontrollieren“, „ein Bier nach dieser xy Zeit schadet mir nicht“ usw. aufs Spiel zu setzen.

    An dieser Stelle möchte ich vielen hier
    (stellvertretend Alex_aufdemweg , Stern , Hartmut , Nayouk24 für ihre fast mantraartig vorgetragenen Ansichten)
    danken.
    Ohne dieses Forum, ohne eure Sicht auf die Krankheit, ohne eure Rückmeldungen, ohne eure Schilderungen über euren Umgang mit der Sucht, ohne euren Einsatz hätte ich den beschriebenen Erkenntnisgewinn nie erlangt.

    Ich würde wohl jedem nicht trinken dürfenden Bier hinterherweinen und mir täglich für einen weiteren Tag mit geschafftem Kampf gratulieren (eine grauenhafte, da anstrengende Vorstellung).


    LG Kyra

    Hallo Kathrin,

    da bin ich ja gespannt, wie dein Blutdruck sich ohne Medikamente einpendelt.

    Und es wäre doch ein toller Effekt der Abstinenz, wenn du keine Blutdrucksenker oder nur noch in geringer Dosierung benötigst.

    LG Kyra

    Hallo Stephie,

    zunächst auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Er sagt dazu weiter nichts, außer manchmal dass mich ein bisschen ja nicht gleich ‚umbringt‘.

    Mein Mann dachte auch anfangs, dass ich keine Alkoholikerin sei da ich ja noch funktionierte, nicht schon morgens trank etc.
    Er trinkt auch und sagte mir ausdrücklich, nicht auf Alkohol verzichten zu wollen.

    Ich habe ihm dann in einem längeren Gespräch von meinem ersten Besuch bei der Suchtberatungsstelle und ihrem Test erzählt. Ich erklärte ihm den Test (wenn ich mindestens 3 von 6 Fragen mit ja beantworte, bin ich Alkoholikerin) und das Ergebnis der einzelnen Fragen mit Beispielen.
    So beschrieb ich ihm meinen Kontrollverlust, dass ich nicht aufhören konnte, wenn ich erstmal angefangen hatte, dass ich schon oft versucht hatte, nur eine bestimmte Menge, nur an bestimmten Tagen Bier zu trinken, dass das aber nicht funktioniert hat.
    Ich erklärte ihm, dass ich von gesellschaftlichen Verpflichtungen ohne Alkoholangebot möglichst schnell nach Hause wollte, um endlich Bier trinken zu können, dass ich zu solchen Veranstaltungen erst gar nicht hingehen wollte, Ausreden erfand, um wegbleiben zu können.
    Ich erklärte ihm, dass ich mittlerweile wesentlich mehr trank als früher, dass ich mehr vertrug, bis ich als angeheitert bezeichnet werden konnte.
    Und ich blieb bei all diesen Beispielen bei mir, obwohl ich auch hier und da „uns“ hätte sagen können.

    Ich machte ihm im Laufe der ersten Zeit klar, dass ich keinen Alkohol mehr trinken dürfe, da ich ansonsten sofort wieder im alten Alkoholkonsum sei, dass es Situationen geben könne, in denen ich alles versuchen werde, was trinken zu können, dass deshalb unser Haus alkoholfrei sein müsse.

    Nun, er trinkt seitdem nur noch samstags Abend. Er fragte mich zwar vorher, ob es ok sei, ich nahm Rücksicht auf ihn und er trank in meiner Anwesenheit, bis ich am 3. Samstag den Raum verlassen wollte, da ich gefühlsmäßig mit seinem Trinken direkt neben mir nicht klar kam.

    Fazit mittlerweile:
    Mein Mann verabschiedet sich jetzt samstags irgendwann am Abend ins Bett (wie auch an allen anderen Wochentagen) und trinkt in einem anderen Zimmer sein Bier. Wir haben kein Bier mehr im Haus, Er holt sich seine „Portion“ samstags morgens und lässt auch nirgendwo volle oder leere Flaschen rumstehen. Es riecht auch nirgends im Haus nach frischem oder abgestandenem Bier. Im Urlaub, wenn wir wegfahren, wird er ebenfalls kein Bier trinken.


    Das wird für dich so allein aufgrund eurer räumlichen Situation nicht umsetzbar sein, aber vielleicht kannst du ihn zumindest für deine Alkoholsucht sensibilisieren, dass er wenigstens seine Fragen unterlässt.
    Ob ein Zusammenleben mit zuverlässiger Abstinenz unter den von dir geschilderten Umständen möglich ist, möchte und kann ich nicht beurteilen. Aber diese deine Worte

    Am meisten habe ich Angst, dass ich nur aus Streitvermeidung wieder was trinke!

    sind schon bezeichnend und klingen nicht gerade nach Risikominimierung.

    Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, der deine Abstinenz nicht gefährdet.

    Liebe Grüße Kyra

    Hallo Matcha,

    warum musst du dich begründen? Das klingt nach Rechtfertigung.

    warum sagst du nicht einfach:

    „Ich trinke keinen Alkohol mehr und möchte auch keinen Alkohol mehr bei mir zu Hause haben.“

    Und ggf. „Ich frage auch nicht, warum du Alkohol trinkst.“

    (Ich persönlich versuche mittlerweile, im Alltag mich nicht zu erklären, zu rechtfertigen, warum ich zu etwas „Nein“ sage. Eine Begründung abgeben zu müssen klingt für mich, als ob ich dem Anderen gegenüber versichern muss, dass ich stichhaltige Gründe habe, da er ansonsten denken könnte, ich lehne etwas wegen seiner Person ab. Und das ist ungesund, da ich bei solchen Gedankengängen nicht bei mir bin, sondern in dem unbedingten Wunsch nach Anerkennung durch Dritte.)

    Und wenn du diesen 4 Personen genau so wichtig bist wie sie dir, dann akzeptieren sie, dass es bei dir keinen Alkohol gibt.
    Sofern sie kein Problem mit Alkohol haben, dann haben sie auch kein Problem ohne Alkohol. Dann ist das Fehlen von z.B. Bier für sie genau so wie das Fehlen von z.B. Sprite, wobei zig andere Getränke angeboten werden. Deine Freunde würden nicht wieder gehen, nur weil du kein Sprite anbietest. Sie würden dich weiterhin besuchen, auch wenn kein Sprite da ist.

    Und wenn sie dich wegen des Fehlens von Alkohol nicht mehr besuchen, dann ist für sie das Trinken wichtiger als du als Person.
    Dann wird sich der Kontakt zu ihnen zwangsläufig ändern, wenn es dir mit deiner dauerhaften Abstinenz wirklich ernst ist.

    LG Kyra

    Hallo Kathrin,

    mein Blutdruck ist seit der Abstinenz auch runtergegangen. Hatte vorher ca 130 zu 80 und nun ca. 110 zu 70.

    Vielleicht brauchst du gar keine Blutdrucksenker mehr. Insofern ist es richtig, morgen zum Arzt zu gehen.
    Und totale Offenheit dem Arzt gegenüber hat mir vor sehr gut getan, fühlte sich befreiend an.


    LG Kyra

    Hallo Kathrin,


    ich sehe es wie Nayouk.

    Alkoholiker zu sein ist eine unheilbare Krankheit. Die Sucht wird uns ein Leben lang begleiten. Sie kann durch Abstinenz zum Stillstand gebracht werden.

    Ich stelle es mir anstrengend vor, für den Rest meines Lebens mich jeden Morgen auf einen Kampf gegen die Sucht einzustellen in dem Wissen, dass sie jeden neuen Tag wieder unbesiegt, da nicht heilbar, im Ring steht.

    Wenn ich wiederum die Sucht akzeptiere als ein lebenslanger Teil von mir, vor ihr kapituliere, dann akzeptiere ich, nie wieder Alkohol zu mir nehmen zu dürfen. Und wenn ich diese Notwendigkeit einsehe, wenn ich weiter leben möchte, dann trinke ich nicht.
    Das Einsehen dieser Notwendigkeit ist aber kein kräftezehrender Kampf.

    Gleichzeitig lasse ich mich auf keinerlei Diskussion mit der Sucht ein, denn sie ist Argumenten gar nicht zugänglich, sie denkt nur an Alkohol und die Suchtstimme versucht, mit all ihren Möglichkeiten mich zum Trinken zu bringen, zu verführen. Wenn ich diese Suchtstimme immer wieder sofort abwürge, sobald sie sich meldet, gebe ich ihr keinen Raum, sich in mir auszubreiten.

    Und ich ändere Gewohnheiten. Habe ich z.B. bisher, wenn ich abends nach Hause kam, mich zuerst auf die Couch gesetzt und ein Bier getrunken, dann trinke ich jetzt einen Tee (oder ein anderes Getränk, das ich mag) auf dem Sessel. Irgendwann hat mein Gehirn die alte Gewohnheit überschrieben und ich werde das Bier nicht vermissen.

    Schließlich achte ich darauf, nicht zu vergessen, dass die Krankheit unheilbar ist, dass das Suchthirn zwar leise, aber immer noch vorhanden ist. So helfen mir tägliche Atemübungen, meine reale SHG und auch dieses Forum, mich zu erinnern. Ich werde daher nicht nach 2 oder 3 Jahren Abstinenz damit aufhören und dann Gefahr laufen, irgendwann aus Leichtsinn oder Überheblichkeit das erste Glas Alkohol wieder zu trinken.

    Bisher lebe ich gut damit.

    Liebe Grüße Kyra