Beiträge von Kyra

    Das freut mich zu lesen, dass es dir wieder besser geht.

    Nach der Achtsamkeitsübung gestern hatte ich viele AHA-Effekte. Wie oft sagte ich zu mir, wenn mein Körper sich psychisch oder physisch meldete:

    „Reiß dich zusammen.“ „Stell dich nicht so an.“ „Ich kann jetzt nicht, ich muss erst dieses oder jenes erledigen.“ „Was von alleine kommt, geht auch von alleine.“ Ich weiß nicht, ob und wie oft ich durch Bier die Signale übertünchen wollte. Wie lange habe ich Rückenschmerzen, Unzufriedenheit aufgrund dauernder Anspannung wegen Überforderung durch Bier ausgeblendet, um einfach weiter zu funktionieren, anstatt die Ursachen anzugehen?
    Mich führte diese Unachtsamkeit schon in Depressionen, Burnout. Ich nahm die Signale meines Körpers erst wahr, als sie wirklich nicht mehr zu überhören waren.

    Ich dachte gerade an dein Lehmmauer-Projekt. Das hörte sich für mich nach sehr viel Arbeit an, gepaart mit Perfektionismus (die Ecke).Ich finde, da helfen auch diese Übungen, um frühzeitig zu merken, ob man sich mit Aktionismus in ein ungesundes Hamsterrad begibt oder sich und seinen Körper nur auf eine gesunde Art und Weise fordert.

    Mir helfen diese Übungen jedenfalls zu lernen, wieder mehr auf mich zu achten.

    LG Kyra

    Danke euch allen für die Glückwünsche.
    Komischerweise habe ich das Empfinden, schon viel länger nicht mehr zu trinken,

    Heute Morgen in der Achtsamkeitsgruppe hatten wir eine neue Entspannungsübung, die mir so gut gefallen hat, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Es geht um meinen Körper und mich.

    Wenn ich bequem sitze, schließe ich meine Augen, mache zunächst 3 tiefe Atemzüge und konzentriere mich darauf, wie mein Körper den Sauerstoff überall hin verteilt.
    Ich spüre in meine Füße, wie sie den Boden fest und sicher berühren, in meinen Rücken, wie er aufrecht von der Rückenlehne gehalten wird.
    Ich mache mir bewusst, dass mein Körper mir immer zur Seite steht, dass er der Einzige ist, der mich mein Leben lang vom ersten bis zum letzten Atemzug begleitet.
    Ich schaue mir die einzelnen Körperteile an, was sie tagtäglich leisten (meine Füße und Beine, die mich überall hinbewegen, meine Hände, die für mich ständig greifen, gestalten, halten, meine Lunge, die mich mit Sauerstoff versorgt, meine Leber, die mich entgiftet, meine Augen, die … etc.)
    Mein Körper sendet Signale, wenn es ihm nicht gut geht. Ich muss diese Signale nicht ausblenden, unterdrücken, weil sie nicht passen, mich stören. Ich muss mich nicht zusammenreißen, ich stelle mich nicht einfach an, ich bin kein Weichei, wenn ich auf meinen Körper achte. Meinem Körper geht es nämlich dann nicht besser, seine Signale werden stärker, bis er nicht mehr kann ( Burnout, Depression, Herzinfarkt usw.).
    Ich muss meinen Körper auch nicht kritisieren, wenn er nicht zu 100 % funktioniert, wenn er meinen Vorstellungen nicht vollständig entspricht. Er ist der einzige Körper, den ich habe. Ich sollte ihm lieber einfach öfter danken für das, was er alles für mich tut. (Ich sagte da „Danke“ und fühlte mich in dem Moment richtig gut - zufrieden, rührselig, ich kann es nicht genau beschreiben.)
    Zum Schluss horche ich in mich hinein, wie es nun gerade meinem Körper geht, wie ich mich gerade fühle.
    Dann komme ich wieder zurück zur Außenwelt.

    Nach dieser Übung fühlte ich mich ausgeglichener, irgendwie mehr mit mir im Reinen.
    Mir ist auch nicht einfach nur rational, sondern auf einer anderen Ebene bewusster gewesen, wie sehr ich meinen Körper mit meinem Alkoholkonsum missachtet habe, wie sehr ich meinen treuesten Begleiter mit Füßen getreten habe. Und ich versprach ihm, mehr auf ihn zu achten.

    Ich wollte euch einfach an dieser positiven Erfahrung teilhaben lassen.

    LG Kyra

    Hallo Bingo,

    zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu 2 Monaten Abstinenz.

    Bei mir waren es vorgestern auch 2 Monate ohne Alkohol. Und genau wie bei dir ist mein Suchthirn bisher insgesamt sehr still gewesen, auch wenn ich durch das Lesen hier im Forum täglich das Thema Alkohol/Sucht vor Augen habe.
    Lass uns vorsichtig und aufmerksam bleiben und uns in einem Monat über ein 1/4 Jahr freuen.

    LG Kyra

    Hallo Lullaby,

    auch ich habe mich auf manchen Feiern daneben benommen (totalen Quatsch geredet), wofür ich mich schämte. Ich machte mir Gedanken, was die anderen nun wohl von mir denken, ob ich dadurch einen schlechten Ruf hätte.

    Was mir geholfen hat:

    1. Ich kann Gedanken und Gefühle anderer nicht ändern. Ich kann aber meine Gedanken und Gefühle beeinflussen.

    2. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber meine eigene Gegenwart und Zukunft neu gestalten.

    Scham ist rückwärts gewandt, zieht mich nur runter. Das Vergangene akzeptieren und mich nun so verhalten, dass ich mir im Spiegel begegnen kann, ist vorwärts gewandt. Natürlich hört sich das einfacher an als es umgesetzt werden kann. Wenn bei mir Gedanken ich an solche alten Momente hochkommen, dann versuche ich mir vor Augen zu halten, dass ich die damaligen Situationen nicht mehr ändern kann. Und ich versuche, mich auf jetzige positive Dinge zu konzentrieren, was ich durch meine Abstinenz bereits positiv geändert habe. Gegenüber Menschen, bei denen ich glaube, dass sie vielleicht schlecht von mir denken, verhalte ich mich höflich, freundlich.(Ich merke gerade, wie unsinnig sich das anhört: „Ich glaube, dass jemand denkt, dass …“ - das ist doch komplett nur mein eigenes Gedankenkarussell.)

    Vielleicht hilft es dir ja auch, sobald das Schamgefühl hochkommt, sofort „Stopp, hau ab!“ zu sagen und deine Gedanken auf ein bewusstes tiefes Ein- und Ausatmen zu konzentrieren, bis die Gedanken an das Schamgefühl nachlassen.
    Stell dir vor, das ist nicht Scham, sondern dein Suchthirn, was da auf dich einredet, damit du endlich wieder trinkst und dein Suchthirn befriedigst.

    Und freue dich, wenn du diesem Druck zu trinken nicht nachgegeben hast.

    LG Kyra

    Hallo Shawn,

    lieben Dank für deine Antwort. Auch sie macht mir deutlich, dass ich immer darauf achten muss, meinen Weg konsequent weiter zu gehen, dass auch nach vielen Jahren Wachsamkeit geboten ist. Ich möchte schließlich nicht durch Unaufmerksamkeit meine neue Freiheit verlieren.

    Du bringst mich gerade auf die Idee, mir ein Bild zu basteln mit der Aufschrift

    „Dauerhafte Wachsamkeit und Achtsamkeit“

    und an einen Ort im Haus, den ich jeden Tag sehe, aufzuhängen.

    Dir wünsche ich auch, dass du achtsam und wachsam bleibst.

    LG Kyra

    Hallo Perdita,

    danke für deine schnelle Antwort. Ich hab’s auch sofort gefunden. Und du hast Recht, den Anfang kenne ich.

    Es ist wirklich schön und passt gut als Übung, gelassener zu sein.
    Allerdings werde ich es für mich ein bisschen umtexten, da mich die Gebetsbestandteile nicht so richtig ansprechen.

    LG zurück

    Kyra

    Heute habe 1/6 meines ersten abstinenten Jahres hinter mir.

    Am 25.11.2025 beschloss ich, ab dem nächsten Tag nie wieder Alkohol zu mir zu nehmen. Ich hatte keinen Absturz oder einen totalen Tiefpunkt. Ich mochte nur mein Leben, wie es lief, nicht mehr. Ich merkte, dass ich psychisch und physisch angeschlagen war und bekam Angst, was der weitere Alkoholkonsum auf Dauer mit mir machen würde. Ich stellte fest, dass ich nicht nur Alkoholmissbrauch betrieb, sondern Alkoholikerin geworden bin. Damit war für mich klar, dass ich nie wieder Alkohol trinken kann.
    Ich hatte von vornherein nicht die Einstellung, dass ich nun auf Alkohol verzichten muss, dass ich ihn nun nicht mehr trinken darf, sondern dass Alkohol ein Gift ist, dass mir nichts, gar nichts Gutes beschert, dass Abstinenz dagegen nur positive Auswirkungen hat.

    Was hat sich in den nun 2 Monaten ohne Alkohol geändert?

    Ich besuche regelmäßig die Suchtberatung, eine örtliche SHG und einen Aufmerksamkeitskurs. Ich lese täglich hier im Forum.
    Ich achte auf Suchtsignale. So kommt durchaus hin und wieder der Gedanke auf „Früher hättest du jetzt ein Bier getrunken.“ Dann reagiere ich unmittelbar mit „Ganz genau, früher, und jetzt hau wieder ab.“ Das klappt gut.
    Mein Mann besorgt sich nun sein „Samstagsbier“ am Samstag und trinkt es später am Abend in einem anderen Zimmer. Da er normalerweise auch am Wochenende früher als ich ins Bett geht und mir lediglich - wie sonst auch - eine gute Nacht wünscht - löst es bei mir keinen Suchtdruck aus. Ich bekomme nicht mit, dass er sich Bier mitnimmt, es ist für mich eine Situation wie an anderen Abenden, wenn er sich ins Bett verabschiedet.

    Ich habe meinen Notfallkoffer gepackt und halte mir regelmäßig vor Augen, was darin ist, um bei plötzlichem Verlangen nicht lange überlegen zu müssen. Ich gebe meinen eingeweihten Töchtern regelmäßig einen Sachstandsbericht und freue mich darüber, dass beide stolz auf mich sind. Auch habe ich Atemübungen in den Alltag eingebaut.
    Ich bin zwar ausgeglichener geworden, habe aber noch einen langen Weg vor mir, mehr auf meinen Körper und meine Gefühle zu achten als nur auf meinen Kopf.
    (So ging es beispielsweise letzten Mittwoch Morgen während des Besuchs des Achtsamkeitskurses um Körperwahrnehmung. Ich bekam bei den Übungen einen Kloß im Hals, ohne einen Grund dafür zu finden, war mit meiner Reaktion irgendwie überfordert, schämte mich deswegen und unterdrückte daraufhin aufkommende Tränen.)

    Die erste Zeit habe ich abends literweise Wasser getrunken, das pendelt sich gerade auf ein wieder normales Maß ein. Ansonsten habe ich Tee und (als was besonderes) heißen Kakao für mich entdeckt. An manchen Abenden überkommt mich Knabberhunger, dem ich dann auch ohne schlechtes Gewissen nachgebe. Dennoch habe ich mehr als 3 kg abgenommen, was sogar meiner Friseurin vor ein paar Tagen auffiel.
    Ok, ich gehe nun auch einmal wöchentlich zu einer Sportgruppe und bewege mich auch ansonsten mehr, bin agiler. Ach ja, und mit mir stimmt doch was nicht, ich habe die Hanteln nicht wieder weggeräumt, sondern übe weiterhin damit.

    Abends, wenn ich sonst Bier getrunken habe, handarbeite ich jetzt. Es tut gut, die Hände zu beschäftigen. Das 3. Paar Topflappen ist gerade in der Produktion. Es macht mir richtig Spaß, neue Muster zu suchen und umzusetzen. Wolle zum Stricken liegt griffbereit, falls ich mal mehr Lust aufs Stricken als aufs Häkeln habe. Auch ein 1000-Teile-Puzzle habe ich im Keller gefunden, das ich nun gegen mögliche Langeweile parat habe. Ebenfalls habe ich ja noch den Sprach- und den Tanzkurs im Hinterkopf.

    Mein Blutdruck, der allerdings vorher nicht erhöht war, ist gesunken und nun - wie ganz ganz früher - etwas niedrig, aber ohne das das Probleme macht.

    Mein Schlaf ist ok. Zum Einschlafen benutze ich jetzt Atemübungen und autogenes Training statt Bier. Zwar kann ich damit dennoch nicht immer schnell einschlafen, aber immer öfter. Meinen anfänglichen Vorsatz, abends früher ins Bett und morgens früher raus, habe ich aufgegeben. Das widerspricht meinem Wesen - Ich war schon immer eher Eule statt Nachtigall - und hätte nur Stress bedeutet.

    Ich meide alkohollastige Festivitäten. So werde ich z.B. Karneval nicht feiern gehen, da ich an solchen Tagen auf Tour mit anderen schon vormittags mit Sekt begonnen habe. Da besorge ich mir lieber Rosenmontag den leckersten Berliner in unserer Gegend und genieße ihn nachmittags mit einer Tasse Kaffee.

    Insgesamt war mein Entschluss am 25.11.2025 die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

    Das ist mein (ups etwas lang gewordenes) Resumé.

    LG Kyra

    Hallo Perdita,

    ich verfolge deinen Faden mit großem Interesse. Es ist für mich immer wieder spannend deine Entwicklung, deine Projekte zu lesen.

    Gerade bin ich über dein Gelassenheitsgebet gestolpert. Ist das nur ein Sagen von „Ich bin total gelassen“ mit tiefem Atmen oder was Anderes?

    LG Kyra

    vll will ich zu viel auf einmal.

    Hallo Seppel,

    ich denke, du liegst mit deiner Annahme gar nicht so verkehrt.

    Auch ich möchte aus gesundheitlichen Gründen unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Mein Hausarzt riet mir aber dringend davon ab, da mein Körper und meine Psyche sich mit doppeltem Entzug und Suchtverlangen auseinandersetzen müssten. (Und du merkst ja bei dir selbst, welchen Einsatz, welche Kraft du allein hinsichtlich deines Alkoholismus benötigst.)
    Ich entschied mich bewusst, erst die Alkoholsucht anzugehen, da ich eher eine Zigarette zu jedem Bier geraucht als ein Bier zu jeder Zugarette getrunken habe. Das Biertrinken hätte also meine Nikotinsucht getriggert, Rauchen triggert aber nicht meine Alkoholsucht.
    Auch meine Therapeutin in der Suchtberatung riet mit unmissverständlich dazu, das Nikotinproblem erst anzugehen, wenn ich in meiner Alkoholabstinenz gefestigt genug bin.

    Lieber erstmal ein Problem und gefestigt dann das zweite Problem lösen als beide Probleme zeitgleich anzugehen und beide nicht zu lösen.
    Und das Schöne ist, die Strategien, die ich in Bezug auf den Alkohol entwickelt und gefestigt habe, lassen sich später auf die Nikotinabstinenz übertragen, ich fange dann nicht bei Null an.

    Also lass uns noch ohne schlechtes Gewissen rauchen und uns über jede Zigarette freuen, die wir jetzt schon weniger rauchen, weil wir nicht mehr trinken, weil wir mehr ohne Qualmerei unternehmen.

    LG Kyra

    Hallo Toscanelli,

    auf die Frage von Nayouk am 12.01., ob du dich nach 7 Tagen wieder melden oder dich ärztlich betreuen lassen möchtest, hast du direkt mit „ Arzt aufsuchen“ reagiert. Das verstand ich so, dass du die Entgiftung mit ärztlicher Betreuung durchführen wolltest. Ich war verwundert, als du begannst, von deinem kalten Entzug zu berichten, da du zu dem Zeitpunkt nichts davon geschrieben hattest, dass dir ein Arztbesuch nicht möglich gewesen ist.
    Das ist jetzt kein Angriff gegen dich, sondern nur der Hinweis, dass man in einem Online-Forum eben nur das geschriebene Wort sieht.

    Siehe Antworten nicht als Angriff gegen deine Person, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Niemand hier möchte dir irgendetwas Böses, niemand fordert hier ein ganz bestimmtes Verhalten von dir … außer die geltenden Regeln des Forums einzuhalten. Ich stimme da Simsalabim und Rennschnecke vollkommen zu.

    So wird dir niemand verbieten, alkohollastige Veranstaltungen zu besuchen. Aber es wird darauf hingewiesen, dass das mehr als gefährlich ist, auch wenn du schreibst, dass es dir bewusst gar nichts ausmachen würde. Denn dein Unterbewusstsein (deine Suchtstimme), aktiviert - ohne dass du es merkst - in deinem Gehirn in diesem Moment die Verbindung zum Alkohol, baut sie sogar aus, um bei irgendeiner passenden Gelegenheit zuzuschlagen. Ich habe da für mich festgestellt, dass nicht ich es wäre, der das Zusammensein mit vielen Alkohol trinkenden Personen als völlig unproblematisch ansieht, sondern meine Sucht den Kontakt zum Alkohol nicht abbrechen möchte. Dadurch habe ich einen anderen bewussten Blick bekommen.
    Das sollte jetzt kein Austausch hier sein, sondern nur ein Beispiel dafür, dass du hier mit Aussagen konfrontiert wirst, die dir nicht gefallen könnten, deren Sinnhaftigkeit du aber nach einer eigenen ruhigen Auseinandersetzung erkennen könntest. (Liebe Mods, wenn das Beispiel doch schon zu sehr in Richtung Austausch ging, löscht es bitte.)

    LG Kyra

    […]

    Hallo Shawn,

    auf Seite 1 meines Fadens hat mir Nayouk das mit dem Zitieren erklärt.

    Du markierst lediglich den Text, den du zitieren möchtest, dann erscheint direkt unter dem markierten Text eine Zeile mit „Zitat einfügen“ und „Zitat speichern“. Wenn du auf einfügen klickst, erscheint der markierte Text mit „Zitat von XY“ mit weißem Hintergrund in deinem Schreibbereich. Wenn du dann unter dieses weiße Feld klickst, kannst du mit grauem Hintergrund deine Anmerkungen zum Zitat schreiben.

    Das habe ich gerade auch gemacht.

    Sofern du z.B. einen Halbsatz aus dem Zitat nicht benötigst, klickst du auf den zitierten Text und kannst Worte daraus löschen. Siehe Beispiel:

    Ich finde die Idee (…) genial

    Wenn du mitten in deinem Text jemanden zitieren möchtest, klickst du nach Markierung der Aussage auf „Zitat speichern“.
    Dann erscheint (jedenfalls bei mir) unten rechts „1 Zitat“. (Sofern Du mehrere verschiedene Aussagen als Zitat gespeichert hast, erscheint unten z.B. 4 Zitate.)
    Sofern du es nicht siehst, scrolle mal den Bildschirm oder schließe das Tastaturfeld. Wenn du auf diesen Button klickst, erscheint ein Fenster mit „Zitate verwalten“. Du kannst dann das Zitat anklicken und unten in dem Fenster auswählen, ob du das Zitat entfernen oder einfügen möchtest.

    Das mit dem Einfügen mache ich nun.

    ein Foto davon und nehme es als Profilbild

    Hallo Abstinenzler,

    im Grunde eine schöne Idee, um mein Profil hier zu personalisieren. Aber mein gemaltes Bild könnte einen zu hohen Wiedererkennungswert haben, so dass ich davon lieber Abstand nehme.

    LG Kyra

    Mir ist heute ein neuer Titel für meinen Faden in den Sinn gekommen.

    „Mein Weg“

    Wie es dazu kam?

    Vor längerer Zei habe ich mal in einer sehr schweren Zeit im Rahmen einer Ergotherapie ein Bild gemalt.
    „Indian Summer“ war das Motiv: in der Mitte verlief ein geschwungener Pfad, an beiden Seiten gesäumt von einem dichten Wald in warmen Herbsttönen. Am Ende des Horizonts entstand unbeabsichtigt ein Sonnenaufgang, ein Licht.
    Dieses Bild wurde für mich ein Sinnbild für den Weg aus meiner damaligen Krise und ich betitelte es mit „Mein Weg“. Irgendwann habe ich es nach Überstehen der Krise weggepackt.

    Heute dachte ich ohne Grund an dieses Bild und es fügte sich zu einem neuen Sinnbild zusammen.
    Der Pfad ist der Weg, den ich am 26.11.2025 begonnen habe zu beschreiten, der Weg in die lebenslange Abstinenz. Er ist nicht immer leicht zu begehen, es liegen Steine im Weg, die ich wegräumen oder umgehen muss. Die Steine sind suchtfördernde Situationen, denen ich begegne. Sie sollen mich immer daran erinnern, den Weg nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, immer darauf zu achten, dass ich nicht mangels Aufmerksamkeit über sie stolpere, strauchle. Das Licht stellt für mich die Abstinenz dar. Bei jedem Schritt habe ich sie vor Augen. Der Wald ist die Sucht, will mich durch seine Farben verlocken hineinzugehen. Wenn ich allerdings den Pfad verlasse, von ihm abkomme, über einen Stein in ihn hineinstolpere, werde ich mich verirren, weil die Bäume dicht stehen und mir keine Orientierungspunkte geben, um wieder herauszufinden.

    Und dann kam mir, einfach weil es sich richtig anfühlte, der Gedanke, den Titel meines Fadens hier auch in „Mein Weg“ zu ändern.

    Ich werde das Bild wieder hervorholen und so in mein Schlafzimmer hängen, dass ich es - meinen Weg - abends als Letztes und morgens als Erstes sehen kann.

    Die Welt wird nicht trockener, nur weil ich nix mehr trinke. Ich habe mir meine nüchterne Zone in meinem Kopf geschaffen. Den nehme ich ja überall mit hin, egal, wo ich hingehe und egal, wer da vorbeikommt.

    Danke für deine Willkommensgrüße Stern

    Das mit der nüchternen Zone im eigenen Kopf hört sich für mich richtig gut an. Die Vorstellung kommt meiner Wesensart entgegen.
    Hattest du da bestimmte Vorgehensweisen, Rituale o.ä., um die Zone zu erschaffen?

    Hallo Abstinenzler,

    ich wünsche dir eine ganz schnelle Besserung.
    Gegen deinen Hexenschuss kann ich nichts machen, aber gegen deine Erkältung habe ich dir heiße Zitrone zubereitet sowie warme Socken und Decke bereitgelegt.

    Super, dass du nicht deinem Suchthirn gefolgt bist. Der Hexenschuss und die Erkältung gehen wieder weg, den ständigen Suff hättest du aber wieder.

    LG Kyra

    Ich komme gerade nach Hause von der Achtsamkeitsgruppe. Es ist eine kleine Gruppe - nur 5 Personen -,die von 2 Therapeutinnen geleitet wird. Heute lag der Fokus auf Vorstellung, Erwartungen, Herausarbeiten, was wir mit Achtsamkeit verbinden und 5minütige Atemübung (die wir als Hausaufgabe täglich wiederholen sollen).

    Eine Einheit dauert 1 1/2 Stunden und beginnt jedes Mal mit einer Stilleübung.
    Die nächsten 7 Einheiten befassen sich mit Körperwahrnehmung, Sinne (wie wir die Welt wahrnehmen), bewegte Achtsamkeit (???), Gedanken und Gefühle, Freundlichkeit und Kommunikation, Wiederholung und Wünsche und schließlich Reflexion und Abschluss. Nach jeder Einheit gibt es eine entsprechende Hausaufgabe.

    Ich wünsche mir, dass ich durch diesen Kurs lerne, mich anzunehmen, meine Schwächen zu akzeptieren, mich entspannen zu können und vor allem Gefühle wieder zuzulassen und nicht als hinderlich bei der Funktionsfähigkeit zu unterdrücken.

    Insgesamt war es eine sehr angenehme Runde, an der nicht nur Alkoholiker teilnahmen, und ich bin gespannt, was mich da weiter erwartet.

    Meine ersten 2 Topflappen sind fast fertig und ich beginne mit der Großproduktion :). Scherz beiseite, aber meinen ersten Auftrag habe ich schon. Meine ältere Tochter würde sich über ein Paar freuen.

    Gestern dachte ich, ich werde krank. Da kam mir doch plötzlich der Gedanke, zu Hause Hanteltraining für die Arm- und Oberkörpermuskulatur zu machen. Nur, es blieb nicht bei dem Gedanken . Ich stand wirklich auf, suchte die Hanteln, entfernte die Staubschicht und … trainierte - zunächst noch mit adäquaten Einheiten und geringen Gewichten.Wenn ich mir nach dem heutigen Schontag für die Muskulatur morgen erneut die Hanteln greife, stimmt mit mir wirklich was nicht. - Quatsch, natürlich ist mit mir alles ok, aber statt „ich sollte mal wieder … ok morgen fang ich an …“ habe ich meinen Gedanken sofort in die Tat umgesetzt. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.

    Ich freue mich einfach, weil mein Leben sich positiv verändert und ich im Moment einfach nur zufrieden mit mir bin.

    LG Kyra

    Ach ja. Und dann hat sich auch die Liste erledigt. Weil ich mich nicht mehr überzeugen muss. Der Satz oben sagt schon alles.

    Ich bin einfach nur erstaunt darüber, was sich im Laufe der Zeit bei mir positiv verändert, und möchte das festhalten. Ich komme mir wie ein kleines Kind vor, das einen leuchtenden Weihnachtsbaum betrachtet.
    Und die Liste ist Bestandteil meines Notfallkoffers :).

    Solche Alternativen sind gefährlich, weil dein Unterbewusstsein die Verbindung zum Alkohol herstellt, du deine Suchtstimme somit unbewusst fütterst, auch wenn du selbst dabei nicht bewusst an Alkoholersatz denkst.

    Mein Mann und ich haben zu Silvester mit einem Fruchtsaftmix aus Wassergläsern angestoßen. Zur Zeit vermeide ich Feierlichkeiten, bei denen Alkohol zur Feier gehört.
    Allerdings trinke ich gerne Mineralwasser, so dass für mich ein Wasser mit Zitronenspritzer bereits etwas Besonderes wäre. Andere Möglichkeiten: Ein frischer Espresso, ein heißer Kakao mit Sahne, ein aromatisierter Rooibos-Tee, Eistee, Kalter Kaffee mit Vanilleeis und Sahne, Saftschorle … es gibt so viele Getränke zu entdecken, die nicht an Alkohol erinnern.

    LG Kyra