Beiträge von Sonnenblumenleben

    Das sehe ich anders. Trocken ist das Mindset.

    Ich war einmal vier Wochen abstinent. Jeden Tag konnte ich es kaum erwarten, endlich weiter zu saufen. Da war ich definitiv nicht trocken.

    Wenn ich ständig Suchtdruck habe, oder mich überzeugen muss, wieso ich nicht trinke. Womöglich eine Liste auspacken muss, mit den negativen Dingen zu Saufzeiten. Oder den Positiven, ohne Alkohol. Dann bin ich noch nicht trocken.

    Wenn ich trocken bin, brauche ich mich nicht mehr zu überzeugen. Ich bin dann überzeugt.

    Das hast du sehr gut beschrieben, mittlerweile ist mit Alkohol so egal wie Pfefferminz Tee und nicht der tägliche Kampf 🫶

    Nach meinem ersten trockenem Jahr wurden die Tage egal. Ich habe ein online Programm wo die Tage immer angezeigt werden wenn ich die App aufrufe
    Auf das erste Jahr hab ich noch hin gefiebert. Da war vieles das erste Mal „ohne“.
    Nach dem ersten Jahr wurde es normal: der Freundeskreis hat sich verändert, alte „bekannte“ haben sich verabschiedet, neue sind hinzu gekommen.

    Für die „neuen“ ist es normal, dass ich nicht trinke. Die die kein Problem mit Alkohol haben fragen auch nicht nach dem warum 😃.

    Mein Mann fragt ab und zu welcher Tag denn heute ist dann schaue ich in die App

    Hallo Sonnenblumenlebene,


    Schau dir bitte unsere Grundbausteine an , das ist der Rahmen, in dem wir uns hier bewegen.

    Gib kurz Bescheid, ob das für dich passt, dann wissen wir, woran wir sind.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Lieber Hartmut - ja das passt 👍

    Ich sehe das Forum wie eine Selbsthilfe Gruppe - und wie ich bereits geschrieben habe, machte ich auch andere unterstützen die auch aufhören möchten.
    Am Anfang konnte ich mir nie vorstellen wie ein Leben ohne Alkohol ist, ein Jahr „ohne“ zu schaffen. Der Weg dahin war keine gut riechende Blumen Wiese sondern eine schotterpiste mit Schlaglöchern.

    mich in Selbsthilfe Gruppen einzubringen ist für mich auch eine Form der Rückfall Prophylaxe.

    Hallo hier lieben

    Ich bin die Sonnenblume und 48 Jahre alt.
    Ich war das, was man funktionierende Alkoholikerin nennt. Ich bin seit 20 Jahren (erfolgreich) selbständig, habe eine stabile Beziehung und war eine „austrinkerin“ ich konnte irgendwann wann nicht mehr nach einem Glas Schluss machen und seit Corona habe ich auch täglich getrunken zum. Natürlicv habe ich auch die Menge kontinuierlich gesteigert und die gleiche Wirkung zu erzielen. Ich habe um zu …. Getrunken. Um abzuschalten, um runter zu kommen um lockerer zu werden usw.
    Im Februar 2023 habe ich meinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer verloren und das was die Wende. Die Wende um zu meinem Alkohol Problem zu stehen und ernsthaft was an meinem Leben zu ändern. Ich bin am Nächsten Tag zu den AA S gegangen dort gehe ich nach wie vor regelmäßig hin. Ich habe eine Trauma Therapie gemacht und an meinen Antreibern und Glaubenssätzen gearbeitet. Mein Arbeitsleben verändert und ich habe aufgehört alles immer „runter zu schlucken“. Das war für meine Beziehung erst einmal unbequem. Mit den Tagen, Wochen und Monaten ist vieles klarer und leichter geworden.

    Ich bin dankbar nicht mehr trinken zu müssen.
    Ich wünsche allen schöne Weihnachten und möchte mich gern ins Forum einbringen und alle stärken (die wie ich auch )100 mal bei tag 1 anfangen müssen


    Ach ja: kontrolliertes trinken habe ich auch viele Jahre probiert und mir damit eingeredet das ich ja kein Problem habe weil ich auch mal Wochen und Monate „ohne“ geschafft habe - danach war alles wie vorher und noch schlimmer.
    Ich habe hier nichts über trink Mengen geschrieben weil die Menge nie darüber entscheidet ob man abhängig ist oder nicht.

    Meinen Führerschein habe ich nach 2 Jahren mit bestehen der MPU auch wieder bekommen :)

    Und heute ist mein 1035 er trockener Tag - mein drittes Alkohol freies Weihnachten