Beiträge von Angler

    Ich rege mich ja selten wo auf. Aber dieser Satz ist absoluter Müll.

    Naja, so blöd ist es jetzt eigentlich nicht. Klar ist es eine Krankheit mit gewissen Auslösern.

    Wenn du in einer Beziehung unglücklich wirst, wie gegen Windmühlen kämpfst und durch deine Art dich nicht behaupten kannst, vereinsamt man. Bei Nicht-Abhängigen gibt es andere Reaktionen, das ist klar. Nicht jeder verliert sich im Alkohol.

    Wenn ich aber mich von außen betrachte, und abstinent gelebt habe, dann aber wieder angefangen habe, dann war ich ja nicht so stabil, wie ich dachte bzw. hoffte. Da kommt nur die Frage auf: ist das überhaupt möglich oder nur bis zu einem gewissen Grad? Sollte man dann nicht den Selbstschutz aktivieren und das ganze beenden, bevor man wieder tief drin steckt?

    Wieso schlief der Dämon fast 3 Jahre und wurde dann geweckt? Ich hätte ja beim 1. Mal aufschrecken müssen und alles dafür tun, dass es nicht wieder vorkommt. Mit Unterstützung, Reden und einem liebevollen Umgang ging es ja auch wieder gut voran. Keine Geheimnisse, Verlässlichkeit.. Trotzdem gab ich die Verantwortung sozusagen ab. Wider besserer Belehrung und Wissen habe ich es trotzdem gemacht.Der Umgang mit negativen Gefühlen ist für mich sehr schwer auszuhalten, da ich ein totaler Kopfmensch bin. Ein dickeres Fell wächst aber nicht über Nacht. Wenn ich nicht heute Morgen und jetzt dran gedacht hätte, was hier gepostet wurde, habe ich heute nicht an Alkohol gedacht. Und das macht mich nach langer Zeit wieder glücklich, dass es ein weiterer Tag ist, den ich gut gemeistert habe.

    Guten Morgen,

    das Trinken kam in der Beziehung hoch, ja.

    Wie gesagt, davor hatte ich es sogar ausgeblendet. Ich habe weder Lebensmittel vermieden, noch kam sofort ein Rückfall. In einem Sommer war ich mit Freunden unterwegs, es war heiß und außer Bier war nichts mehr zu trinken da. Ich hatte so einen Durst, die Kehle klebte schon. Hab einen großen Schluck genommen, mich gewundert wie bitter und eklig das eigentlich ist, das war es dann aber auch schon. Hatte nicht mal Gedanken daran, dass ich es nicht darf oder noch mehr will. Ich hatte es damals nicht mal als Rückschlag verbucht. Alkohol spielte keine Rolle mehr für mich. Ich war damals aber auch sehr stabil und seelisch mit mir im reinen.


    Das Suchthirn geht bei mir meistens an wenn:

    -Tiefe Einsamkeit und Lustlosigkeit

    - Stress in Beziehungen, wenn es kein Versöhnen gibt

    - innere Leere

    - Eifersucht/ Hilflosigkeit


    Da das Craving Recht kurz ist, lenke ich mich meist ab. Am besten hilft körperliche Betätigung.

    Ich bin auch kein Mensch, der völlig allein sein kann und damit glücklich. Klar ich hab meine Hobbys und davon auch nicht weniger, aber eine Partnerin an meiner Seite ist für mich soooo wichtig.

    Da ich jetzt auch kein Supermodel bin, der ohne Aufwand gleich Frauen abschleppt, fiel mir das immer schwer, auch die richtige Partnerin zu finden.

    Mit der besagten Person war das wie ein 6er im Lotto.

    Nur wenn ein sachlicher, liebevoller Mensch auf eine Löwin mit Temperament trifft, wird das eine Herausforderung. Wir haben uns daher gut die Waage gegeben. Irgendwann war ich aber auch überfordert und habe nie mit der Faust auf den Tisch gehauen.

    Vielleicht auch, weil wir nicht gemeinsam in eine neue Wohnung gezogen sind, war immer das unterbewusste, was sie auch sagte, es sei ihre Wohnung.

    Es gab einige Situationen, als der Alkohol wieder Einklang fand: auf ner Geburtstagsfeier usw. Aber das waren alles Tage, ohne, dass ich wieder Verlangen hatte. Nur ich merkte, dass es nicht mehr so meins war, eher gesellschaftlich. Auch das abendliche Bier wollte ich nicht, da mir klar war, dass ich eben nur trocken bin, es aber keine Heilung gibt. Hatte das damals also noch gut steuern können, indem ich es weiterhin unterlassen habe.

    Da mein Kopf an nichts anderes denken kann als an sie, und wie es dazu kam (wieder: was hätte ICH) ändern können, kommt mir eins hoch: nach Monaten des abendlichen alleinseins, mit Streit und schlechter Laune ist sie in die Nachtschicht, saß ich abends allein da und wollte mich nur runterfahren. Ich kam mir wie in einem Käfig vor, oben Fluchtmöglichkeit. Wir reden hier nicht über 2 oder 3 Abende, wir reden über JAHRE der Launen. Wir haben sie dazu gebracht, dass sie wieder in den Tagdienst geht, in der Hoffnung, sie wird ruhiger und entspannter. Das war im April 25 seitdem war es auch besser, bis sie anfing, nach Feierabend zu Hause noch 2 Stunden mit ihren Kollegen zu quatschen, dann Badewanne und allein ins Bett. Wieder saß ich da allein. Ich hab ihr auch gesagt, so lieb wie sie mit ihrem Kollegen redet, so lange und so viel lacht, das würde ich mir auch mal wieder wünschen.

    Ich ging im Sommer so viel allein wandern, weil sie entweder arbeitete, schlief, oder bei ihrer Familie war, wenn wir endlich mal frei hatten. ich war keine Priorität für sie, so kam es mir vor. Und dann hab ich mir Wegbiere gepackt, weil's mir fast schon egal war. Ich sah keine Zukunft mehr, hab einfach diesen herrlichen Wald genossen und dabei Bier getrunken. Ich war dann in diesem Moment echt gücklich. Das war mein Partner-Ersatz. Rest steht alles oben, wie wir uns nochmal versuchten.

    Irgendwie war alles schon kaputt, weil es eine toxische Liebe war. Ich hätte gehen müssen, und zwar nach einem Jahr, als ich merkte, du suchst Flucht im Alkohol.

    Aktuell bin ich stabil, kein Verlangen aber seelisch kaputt. Ich kann es immer noch nicht so wahrhaben, Klammer mich gedanklich an sie und bedauer meine Sucht. Mir ist bewusst, dass ich wieder von neu Starte, mit mehr Problemen, für mich allein und trotzdem mit dieser Krankheit. Deswegen diese Depressionen. Ich bin neidisch auf ihr Leben, weil sie nicht süchtig ist und nur Action mit vielen Freunden machen kann. Sie hat einen Job, den sie liebt. Und dieses Jammern und Selbstmitleid muss ich ablegen, weil von allein kommt es nicht. Das Aufraffen fällt schwer, weil ich über die Jahre (Scheidung, zwei Kinder, Finanzen usw.) so vom Leben ausgesaugt wurde. Die Energie ist gerade nicht da. Okay, der Alkohol verursacht Depressionen und Selbsthass, das wird noch Wochen/ Monate dauern, bis das Hirn wieder einigermaßen arbeitet.

    Mein Ziel ist einfach wieder abstinent bleiben und das Glück wieder finden. Mit mir und meiner Tochter.

    Ich hoffe, dass bald auch der Abstand zu dem Mädel kommt. Solange ich noch ihr nachtrauer ist mein Selbstwert halt nicht da, es ist jämmerlich und "unmännlich".

    Das ist natürlich richtig, sie hat mir ja nicht die Pulle hingestellt und gesagt: trink.

    Etwa ein Jahr, mein 3. jahr der Abstinenz, gingen diese Phasen los, der Launen, der persönlichen Angriffe und das egoistische Verhalten. Ich bin dann immer in den Wald und hab tief durchgeatmet. Ein Craving hatte ich nicht, eher nur so ein leichtes: ach, jetzt KÖNNTEST du ein Bier trinken. Hab ich nicht gemacht, weil ich es a) nicht wollte und b) auch eher Angst hatte, was passiert. Die Rückfälle kamen dann immer schleichend und auch unregelmäßig. Wären sie Launen über Tage, hab ich mich dann verkrochen. Ich muss ja nicht erklären, dass der Körper sofort runterfährt und eine Beruhigung einsetzte.

    Vor genau einem Jahr war ich zur Reha, weil ich mal Darmkrebs hatte. Da kam Heimweh, Verlustängste und nur die Sehnsucht nach meiner Frau. Hatte den ganzen Tag keine Behandlungen und hab mich schon morgens mit Bier im Lidl eingedeckt. Schön gelaufen, jeden Tag meine 15km weil ich ein Naturmensch bin. Hab dann die Reha abgebrochen, weil ich dem Arzt sagte, ich hab Angst nach 3 Wochen als wieder-Alki rauszukommen. Endlich daheim: ganzer Stress weg, kein Verlangen, wieder ein halbes Jahr trocken. Und dann ging es so alle 6 Wochen weiter. Immer wieder wenn daheim was nicht stimmte. Im Oktober hatte ich das Gefühl, meine Partnerin geht fremd. Es waren soooo viele Anzeichen da. Durch die fehlende Nähe und ihren Rückzug, auch in die Arbeit saß ich jeden Abend allein da und am grübeln. Auch das beruhigte sich und ich hatte wieder eine saubere Phase. Im November ein rieeeesen Krach und ich am Ende mit 4,6 Promille in die Notaufnahme. Sie gab mir wieder ne Chance, wieder 6 Wochen Clean. Tolle Zeit, auch optisch war ich wieder da.


    Habe mich viel mit Abhängigkeit von Beziehungen beschäftigt. Mangelndes Selbstvertrauen, keine Selbstliebe. Aufgabe der eigenen Interessen und Ansprüche zum Wohl des Partners. Sie war nicht nur meine Frau, sie war MEIN Leben. Wenn's ihr schlecht ging, ging es mir auch schlecht und ICH machte alles, damit es besser wurde. Aber diese Liebe mir gegenüber, wie es mir geht, das kam da nicht so wirklich. Und so steigert man sich da rein, bis die Belastungen immer größer wurden. Das meinte die Therapeutin zu mir, das ist eine toxische Beziehung. Durch den Alkohol kommen Depressionen, mangelndes Selbstvertrauen, finanzielle Sorgen und Frust auf das Leben. Mein Hilferuf ist dann der Alkohol, weil ansonsten ich innerlich platze. Während mir alle Leute sagten, dass ich zu Grunde gehe und die Beziehung beenden soll, hielt ich dran fest. Mein Manko mit dem Alkohol war dann für sie natürlich am Ende zu viel. Sie will einen gesunden Mann und keinen Alki. Und das frisst mich bis heute so auf. All die Probleme, die ich vorher gut gelöst habe und nicht hatte entwickelten sich so dermaßen, dass ich auch am Ende Unmengen Bier tank. Während ich damals mit sagte, du kannst nicht 6 Bier abends trinken, nach dem Training mit den Jungs, bei Feiern usw. Hör auf! Wären es an Spitzentagen locker mal 13..14 Dosen. Natürlich war ich da bumsevoll. Die Menge machte mir aber Angst. Das war wirklich absolutes Frust trinken. Und bei guten Tagen halt kompletter Verzicht.

    Da es kein Zurück mehr gibt, ich dem Alkohol und mir ausschließlich (auch typisch für die Beziehung lt. Fachfrau) die Schuld geben, habe ich natürlich damit aufgehört. Ich leide wahnsinnig unter Liebeskummer, bekomme Antidepressiva. Habe absolut kein Verlangen, keinen Druck. Bei Stress an der Arbeit atme ich durch aber selbst diese Belastung ist nicht ansatzweise so hoch, wie der Trennungsschmerz, sodass ich nicht mal Lust auf Alkohol habe.

    Ich suche noch meine Trigger, weil nur Partnerin kann es ja nicht sein.

    Da ich noch meinen Psychologen vor mir habe, der das Innere mal aufräumen muss, grübel ich natürlich die ganze Zeit, wieso ich es gemacht habe.. was wäre wenn nicht. Wären wir glücklicher geworden, wäre ICH glücklicher gewesen, oder hätte ich seelisch doch gelitten, nur weil ich Angst vorm Alleinsein habe?

    Komme mir so schwach, unmännlich, gescheitert und als totaler Looser vor.

    Das einzige, was ich im Moment halt machen kann, das einzige was auch wirklich was bringt, das einzige was ICH allein in der Hand habe:

    Nicht trinken.

    Ich habe mich seit 15 Jahre. Damit beschäftigt. Erst gewollt, nie durchgehalten.. der Klassiker, bis ich nicht mehr wollte. Diesen Punkt gibt es nur einmal im Leben denke ich. Glücksgriff. Weil ohne Sorgen und ohne Angst. Danach ist es Arbeit. Daher ärger ich mich so über einen Menschen, der alles missbrauchte und mich allein ließ. Er hat mich nie gezwungen sondern die Sucht wieder hochgeholt. Wäre ich sauber, würde ich nie auf den Gedanken gekommen sein. Ich bin jetzt wie ein abgeschlossenes Reh, was will aber nicht kann. Diese Freiheit fehlt mir, das unbescholtene

    Ich möchte wieder mein Leben ohne Alkohol! Keine Trinkpause oder so ein Mist. Ich kenne doch mein Leben. Also Alkoholiker habe ich gut gelebt und durch einen Menschen, den ich über mein Leben gestellt habe, mich seelisch kaputt gemacht, dass ich zur Flasche griff. Das letzte Mal war letzte Woche, als ich sie sah. Da bekam ich einen Nervenzusammenbruch. .eine Therapeutin meinte, Toxische Liebe sei der absolute Hardcore. Obwohl ich es ja kognitiv weiß, dass alles vorbei ist, denkt das Herz, da ist noch was. Ne Freundschaft, Gespräche oder sonst was.obwohl ich viel rede und mir auch Gedanken über alles mache, holf nur der Alkohol um es zu betäuben. Also das, was alles kaputt machte - für sie. Für mich war die Beziehung eher ein Anpassen und Selbstaufgabe. Etwas nicht rückgängig machen können ist am heftigsten. Dem sich zu stellen. Jetzt war es die Beziehung, dann der Führerschein und dann de Job. Mit Alkohol gewinne ich nichts, absolut nichts. Und das weiß ich und hab trotzdem mit dem Feuer gespielt. Gegen sie und gegen mich.

    Hallo,

    ich kam recht spät mit Alkohol im Berührung. Anfang der 20er war das Bier reiner Genuss. Auf Festen oder so hab ich mal ein oder zwei getrunken. Durch meine Autoleidenschaft war das dann nie ein Thema, immer nüchtern am Steuer. Auf die Freunde, die zum Trinken animierten haben mich nicht wirklich in den Konsum getrieben.

    Nach meiner Ausbildung hatte ich eine Fernbedziehung. In der Bahn habe ich dann schon deutlich mehr getrunken, hauptsächlich zur Entspannung und Freude auf meine Partnerin. Nachdem wir dann zusammen gezogen sind, kamen immer mehr höhere Mengen ins Spiel, aber nie jeden Tag.

    Nachdem wir eine Tochter bekamen, kam für mich das Rad zum Einsatz, da der PKW gebraucht wurde. So gab es nach Feierabend auf der Parkbank noch 2 oder 3 Bier, bevor ich heim bin. Eigentlich kann man sagen, ab da war so täglicher Konsum angesagt. Ich hab aber immer drauf geachtet, dass ich nicht zu viel trinken, wollte ja meine Gesundheit nicht zerstören.

    Irgendwann zerbrach die Ehe und ich hatte recht schnell wen neues. Da hält man sich zurück und macht es dann schon heimlich bzw wenn sie nicht da war. Auch das hielt nicht auf Dauer, nicht in erster Linie wegen dem Alkohol, sondern weil es kein gemeinsames Lebensziel gab. Von nun an war ich Single und müsste keine Pressbetankung mehr machen, da mich ja keiner nötigte, irgendwann irgendwo zu sein. Freunde und Familie hatte ich noch, die merkten aber, dass ich Abrutsche. Für mich war es einfach die Einsamkeit. Wenig Selbstbewusstsein wen kennenzulernen. In Discos hat es nie geklappt, im Internet zwar schwer aber das war einfacherer.

    Und dann kam der berühmte Februar. Ich trank ein Bier und sagte: Schluss. Alswenn ein Schalter im Kopf sich umlegte. Erst wunderte es mich über die ersten Tage, dann die erste Woche... Nach drei Monaten zählte ich nicht mehr. Es gab keine Trigger, kein Verlangen, gar nichts. Alswenn nie was war. Ich beschäftigte mich dann mit Videos wegen Stabilität usw. Und war so froh, schon den Start geschafft zu haben. Es begann die schönste Zeit meines Lebens, bis ich an Krebs erkrankte. Aber auch den überwand ich und hatte meine Tochter, ein tolles Zuhause und eine glückliche Zeit. Was fehlte war eine Frau.

    Ich wagte wieder den Schritt und wieder war es sehr schwer. Durch Zufall lernte ich jemanden kennen uns wir tragen uns spontan. Für uns die liebe auf den 1. Blick. Besser konnte das Leben nicht sein! Bereits nach 3 (!) Monaten zogen wir zusammen. Ich hab mein ganzes Leben auf, die Wohnung, möbel usw. Und zog zu ihr. Wir machten es uns gemütlich, waren jeden Tag draußen, hatten 5 mal am Tag den perfekten Sex, alles wie im Märchen. Meine Tochter vergötterte diese Frau.

    Etwa ein Jahr ging es gut, ohne das groß was war. Klar mal Meinungsverschiedenheiten aber alles harmonisch. Sie steht kurz vor den Wechseljahren und immer vor ihrer Periode kamen Ausraster. Sie zerstörte die Wohnung, verbannt mich aus dem Schlafzimmer und ignorierte mich. Da ich in der neuen Wohnung keinen Rückzugsort hatte, saß ich oft allein und traurig auf dem Sofa, ging spazieren oder guckte TV. Dann war wieder alles gut bis zur nächsten Periode. Es wurde auch verbal und Kleinigkeiten regte sie auf. ich entwickelte Angst und war mit Ihren Forderungen überfordert. Jetzt wissen es alle: ich ging raus, holte mir Bier und entspannte am Waldrand und genoss die Landschaft. So kam das immer häufiger vor und es waren schnell mal 8 Bier.

    Ich habe auch einen Beruf, den ich nicht mag, bin aber durch die Schwerbehinderung unkündbar und hab Vorteile mit Home-Office usw. Irgendwann sprach sie mich an, ich habe ein Alkoholproblem. Zum ersten Mal haben wir tiefgründig geredet und ich wollte mir Hilfe suchen. Natürlich hörte ich sofort auf, ich liebe diese Frau abgöttisch. Bei der Diakonie konnte ich über alles reden. Allerdings würden die Launen heftiger, sie interessierte sich absolut nicht für mein Leben, wir verschuldeten uns und die Körperlichen Stunden waren gen 0, da sie nur noch für ihre Arbeit lebte. So würde ich zum Quartalstrinker und schämte mich. Sobald ich aber was getrunken hatte, war es mir egal, weil der Schmerz war weg.

    Im November 25 hatten wir so einen Streit, ich freute mich den ganzen Tag auf sie und sie behandelte mich wie Dreck, dass ich einen ganzen Rumtopf austrank, umkipte und mit 4,6 Promille im Krankenhaus landete. Eine Woche war ich dann bei meinen Eltern, gedanklich die Trennung und am Boden zerstört. Wir wollten uns kurz noch absprechen und nach 3 Stunden landeten wir im Bett und sie gab mir eine Chance, wenn ich was mache. Mir ging es wieder so gut! Ich habe mir einen Psychologen gesucht, wie redeten wie am Anfang unserer Beziehung. 6 Wochen Paradies. Und dann Weihnachten, wieder schlechte Laune, Unterstellungen usw. Da deutet sie an, wenn meine Tochter wieder bei ihrer Mutter ist, dann reden wir. 2 Tage hat sie nicht mit mir gesprochen, bei Umarmungen sich weggedreht. An dem Tag wusste ich was kommt und habe natürlich getrunken, weil ich Angst hatte und einfach seelisch fertig war. Ich war nicht mal in der Wohnung, da sagte sie, dass ich ausziehen soll, ich habe alle meine Chancen vergeigt.

    Mittlerweile habe ich fast alle meine Sachen rausgeholt und Versuche die Entwicklung aufzuarbeiten. Die Nachbarn und Freunde von uns raten mir bereits vor 1,5 Jahren mich zu trennen, da ich irgendwann zu Grunde gehe.

    In der Beratung mit der Diakonie wurde mir von Beginn an gesagt, es ist eine Toxische Beziehung, in die ich immer mehr reinrutschen.


    Ich steh jetzt ohne Wohnung und ohne die große Liebe da. Ich Frage mich so oft, wie ich als so glücklicher Mensch, der auch nüchtern gelebt hat, wieder reinrutsche. sie hat mich nie zum Alkohol gezwungen, was ist wenn ich es nicht gemacht hätte... Wie lange hätte ich gelitten? Wäre es irgendwann anders gekommen? Mein Selbstwert ist in den Jahren völlig abhanden gekommen. Zudem sie jetzt ihr Leben ganz normal weiterlebt und wieder Spaß hat. Das zieht mich jetzt noch mehr runter.

    Ich selbst trinke nicht mehr, lebe bei meinen Eltern, bis ich wieder auf die Beine komme. Was mir fehlt sind Ziele, Freude und wahnsinniger Liebeskummer. Ich hasse mich für die Trinkerei, wobei ich auch weiß, dass ich bei einer früheren Trennung vielleicht sogar drum rumgekommen wäre. So groß ist die Seelische Abhängigkeit von ihr. Im Februar gehe ich zum Psychologen, weil ich trotz Zustimmung und Wissen keine Motivation mehr habe.

    Ich bin 40 Jahre